Haaröle sind seit Generationen ein beliebtes Mittel zur Haarpflege. Schon unsere Großmütter wussten um die wohltuende Wirkung natürlicher Öle. Statt auf fertige Produkte aus dem Drogeriemarkt zurückzugreifen, rührten sie ihre Haaröle selbst an. Diese Tradition erlebt heute eine Renaissance, denn DIY-Haaröle liegen voll im Trend. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du hast die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe und kannst dein Haaröl optimal auf deine Bedürfnisse abstimmen.
Ein selbstgemachtes Haaröl bietet zahlreiche Vorteile:
Haaröl kann eine ganze Menge für deine Haare und Kopfhaut tun. Es spendet Feuchtigkeit, versorgt sie mit Nährstoffen und kann bei verschiedenen Problemen helfen. Trockene, stumpfe, kaputte, fettige, lange, kurze, gefärbte, gelockte und glatte Haare profitieren von der Anwendung von Haaröl. Die Nährstoffe im Haaröl wirken an der Haarwurzel und können so das Haarwachstum fördern und die Kopfhaut beruhigen.
Du kannst dir sicher sein, dass du nach der Anwendung seidiges, gesund aussehendes Haar hast. Du kannst dir aber auch sicher sein, dass deine Kopfhaut nicht von fragwürdigen Chemikalien belastet, sondern mit natürlichen Nährstoffen versorgt wird.
Schon beim Entstehen kannst du deine Haare mit wichtigen Nährstoffen kräftigen. Wie? Indem du sicherstellst, dass deine Ernährung die Stoffe enthält, die Einfluss auf die Neubildung von Haarwurzeln haben. Dazu zählt ganz besonders Biotin. Das kennst du vielleicht als Vitamin B7, viele nennen es aber auch - Überraschung - Vitamin "H(aar)". Warum? Weil es die Keratinproduktion maßgeblich unterstützt. Keratin ist das Protein, aus dem deine Haare bestehen und das dem Haar Struktur und Festigkeit verleiht. Biotin spielt also eine große Rolle für deine Haarpracht.
Um eine ausreichende Biotin-Zufuhr zu gewährleisten, solltest du Leber auf deinem Einkaufszettel notieren - die viele nicht wirklich mögen. Aber auch gekochte Eier, Haferflocken, Spinat, Champignons, Linsen und Nüsse liefern Biotin, gerade wenn Leber verständlicherweise nicht dein Fall ist. Übrigens: Da Biotin wasserlöslich ist und der Körper es nicht speichert, ist regelmäßiger Nachschub über die Nahrung und bei Bedarf ergänzend über Nahrungsergänzung wichtig.
Die Anwendung des selbst gemachten Haaröls ist denkbar einfach für trockenes oder nasses Haar. Willst du dein Haaröl als kurzfristige Kur anwenden, trägst du es ein bis zwei Stunden vor dem Waschen aufs nasse Haar auf und massierst es dabei angenehm in die Kopfhaut. Oder du nutzt deine Kreation für die Haarlängen und -spitzen als "Leave-in"-Anwendung. Ein paar Tropfen reichen hier völlig aus.
Oft wird empfohlen, Haaröl vor dem Schlafen über Nacht ins trockene Haar zu geben und ein Handtuch um den Kopf zu schlingen. Mittlerweile gibt es hierzu auch gegenteilige Meinungen - es besteht der Verdacht, dass das Haar durch ein Zuviel an Pflege über einen langen Zeitraum irgendwann brüchig wird. Unser Tipp: Falls du dein Haaröl über Nacht einwirken lassen willst, solltest du bei der Dosierung des Öls in jedem Fall etwas sparsamer sein. Dann hast du auch länger etwas von deiner selbst gemachten Haarpflege.
Die Grundlage eines jeden guten Haaröls sind hochwertige Basisöle. Die Wahl des passenden Basisöls hängt von Ihrem Haartyp und den gewünschten Effekten ab. Neben den Basisölen dürfen die ätherischen Öle in keinem DIY-Haaröl fehlen. Diese konzentrierten Öle dienen nicht nur als Duftgeber, sondern besitzen auch spezifische Pflegewirkungen. Je nach Haartyp können unterschiedliche Rezepturen den gewünschten Effekt erzielen.
Denken Sie daran, Ihr selbstgemachtes Haaröl kühl und lichtgeschützt aufzubewahren - am besten in einem dunklen Glasbehälter. Unter optimalen Bedingungen bleibt Ihr selbst hergestelltes Haaröl bis zu sechs Monate frisch.
Grundsätzlich ja, jedoch sollten Sie darauf achten, dass einige Öle eine stärkere Reizung verursachen können. Für beste Ergebnisse empfehlen wir die Anwendung 2-3 Mal pro Woche. Falls Ihr Haar zu fettig erscheint, spülen Sie es mit einem milden Shampoo aus.
Welche Öle eignen sich um Haaröl selber zu machen?
Hier sind einige Haaröl-Rezepte für verschiedene Haartypen:
Mische 4 Esslöffel Arganöl mit 1 Esslöffel Zitronensaft. Trage die Mischung auf das trockene Haar auf, wickle es in Frischhaltefolie und ein Handtuch. Nach 20 Minuten mit einem milden Shampoo ausspülen.
Mische 3 Esslöffel Jojobaöl mit 3 Esslöffel Walnussöl. Gib die Mischung in einen Flakon und schüttle sie gut. Nach dem Waschen in die feuchten Haarlängen einkneten, mit Folie umwickeln und nach einer Stunde auswaschen.
Hacke getrocknete Bio-Klettenwurzeln klein und gib sie in ein Glas. Übergieße die Wurzeln mit Sonnenblumenöl, verschließe das Glas und schüttle es. Lasse die Mischung drei Wochen an einem dunklen Ort ziehen und schüttle sie mehrmals wöchentlich. Massiere das leicht erwärmte Öl nach dem Waschen in die Kopfhaut ein.
Mische 20 ml Avocadoöl mit 20 ml Arganöl. Schüttle die Mischung gut und verteile sie nach dem Waschen in das feuchte Haar. Wickle die Haare in Folie und ein Handtuch und spüle das Öl nach 20 Minuten wieder aus.
Mische 2 EL Arganöl, 2 EL Mandelöl, 2 EL Jojobaöl und 2 Tropfen Teebaumöl. Massiere die Mischung in die Spitzen der trockenen Haare ein und spüle sie idealerweise nicht aus.
Schmelze 2 EL Kokosöl über einem Wasserbad und gib 2 EL Sesamöl und 2 EL Amla-Pulver dazu. Vermische alle Zutaten gut und fülle sie in ein Fläschchen. Massiere das Öl in die Kopfhaut und die Haarlängen ein, bedecke den Kopf mit Folie und einem Handtuch und wasche das Öl am nächsten Morgen aus.
Hänge zwei Teebeutel Früchtetee in ein Glas und übergieße sie mit Olivenöl. Verschließe das Glas luftdicht und bewahre es vier Tage an einem dunklen Ort auf. Entferne die Teebeutel und das duftende Haaröl ist einsatzbereit.
Rosmarinöl ist ein vielversprechendes Mittel, um das Haarwachstum zu fördern und Haarausfall entgegenzuwirken. Es enthält Inhaltsstoffe, die die Durchblutung der Kopfhaut anregen und die Haarfollikel mit Nährstoffen versorgen. Rosmarinöl wirkt zudem entzündungshemmend und antibakteriell.
Rosmarinöl selber machen - Rezept & Anleitung:
Zutaten:
Anleitung:
Rosmarinwasser als Alternative zum Rosmarinöl:
Zutaten:
Anleitung:
So wenden Sie Rosmarinöl für Haare und Kopfhaut richtig an:
Verreiben Sie etwa 10 Tropfen des Öls zwischen den Händen oder tragen Sie es direkt auf die Kopfhaut auf. Verteilen Sie das Haaröl gleichmäßig auf Ihrer Kopfhaut und massieren Sie es sanft auf Ihrem gesamten Kopf ein. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit. Lassen Sie das Rosmarinöl anschließend für etwa 20 Minuten einwirken und spülen Sie es dann gründlich aus. Alternativ können Sie das Rosmarinöl auch kurz vor dem Schlafengehen in die Kopfhaut einmassieren und über Nacht einwirken lassen. So können die natürlichen Inhaltsstoffe ihre Wirkung voll entfalten. Diese Art der Anwendung sollten Sie 1-2 Mal in der Woche durchführen.
Weitere Anwendungstipps für Rosmarinöl:
Wenn du gerne auf Hausmittel zurückgreifst, kannst du deine Kopfhaut mit einfachen Mitteln stärken.
tags: #öl #kopfhaut #haarwachstum #selber #machen #rezept
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.