Keine Haare liegen im Trend. Laut Öko-Test entfernen sich zwei von drei Frauen in Deutschland die Körperhaare - vor allem an den Beinen. Auch immer mehr Männer wollen ihre Körperhaare, insbesondere vom Rücken, loswerden. Methoden dafür gibt es so einige.
Die Erbanlage bestimmt, ob jemand mit viel oder wenig Behaarung gesegnet ist. Auch das männliche Geschlechtshormon Testosteron hat Einfluss auf den Haarwuchs.
Welche Methode die beste ist, ist auch eine Frage der Zeit, des Geldes und der Schmerzempfindlichkeit. Hier werden verschiedene Methoden der Haarentfernung verglichen, darunter Rasieren, Epilieren, Waxing und Enthaarungscremes.
Am beliebtesten ist die Rasur. Rund die Hälfte aller deutschen Frauen rücken ihren Körperhaaren mit Klingen an die Pelle. Die Klingen über die Beine ziehen und schon sind sie glatt. Der Vorteil hier ist klar: Es geht schnell, einfach und ist günstig.
Einwegrasierer kosten in der Zehnerpackung oft nur wenige Euro. Markenprodukte oder elektrische Rasierer kosten zwar mehr, sind aber in der Regel von besserer Qualität und halten länger. Ein Nachteil der Nass- oder Trockenrasur: Sie reizt die Haut.
Danach sollte die Haut eingecremt werden, sonst kann sie jucken oder sich in schlimmen Fällen sogar entzünden. Der sogenannte Rasurbrand kommt daher, dass beim Rasieren die obersten Hautschichten mit abgetragen werden. Besonders bei der Trockenrasur kann das vorkommen.
Hautfreundlicher ist daher vor dem Rasieren Gel oder Schaum aufzutragen. Manche Rasierer haben eine feste Rasierseife bereits um die Klinge. Allerdings hält die Rasur nicht lange. Spätestens nach drei Tagen grüßen die ersten Haare.
Am schnellsten und unkompliziertesten lassen sich Haare mit einem Rasierer entfernen. Im Handel gibt es unzählige Modelle, viele davon beinhalten leider jedoch eine Menge Plastik und Kunststoff. Eine bessere Alternative findest du zum Beispiel bei Avocadostore, einen Rasierhobel mit austauschbaren Metallklingen ohne Plastik.
Der Nachteil beim Rasieren: Die Härchen wachsen relativ schnell wieder nach und fühlen sich stoppelig an.
Mit Wachs die Haare an der Wurzel herausreißen. Das ist Waxing und nicht ganz schmerzfrei. Diese Methode eignet sich am besten für die Beine, da dort der Schmerz weniger stark ist.
Egal ob Kalt- oder Warmwachs: Nachdem man einen Wachsstreifen aufgetragen hat, zieht man ihn entgegen der Haarwuchsrichtung mit einem Ruck ab. So arbeitet man sich Streifen für Streifen vor. Kaltwachsstreifen sind zwar praktischer, funktionieren aber oft nicht so gut.
Das Haar wird zwar abgerissen, aber die Wurzel bleibt in der Haut. Im Gegensatz zum Warmwachs. Das muss zwar vorher erwärmt werden, es umschließt aber die Haare fester. Ein großer Vorteil: Das Waxing hält etwa drei bis vier Wochen an.
Allerdings dauert das Waxing in der Regel relativ lang und ist schmerzhaft. Und: Die Haare brauchen eine bestimmte Länge für das Waxing.
Weniger Müll produziert hingegen das Sugaring. Hier wird Zucker mit Zitronensaft zu einer zähen Masse eingekocht. Mit der Zuckerpaste werden dann die Härchen ausgezupft.
Sugaring kommt ohne umweltbelastende Zutaten aus und ist damit die schonendste Methode der Epilation. Die Zuckerpaste lässt sich ganz einfach selbst herstellen.
Epilieren hat den gleichen Ansatz wie das Waxing. Es entfernt das Körperhaar an seiner Wurzel. Dafür verwendet man kein Wachs, sondern kauft sich ein Epiliergerät, das Sie wie einen Rasierer über den Körper gleiten lassen.
Der Epilierer rupft dann Stück für Stück die Haare aus. Auch diese Methode ist relativ schmerzhaft, verspricht aber glatte Haut für drei bis vier Wochen. An sensiblen Stellen wie den Achselhöhlen und der Bikinizone ist epilieren aber nicht zu empfehlen.
Bevor Sie mit dem Epilieren beginnen, sollte Ihre Haut trocken und sauber sein. Am besten klappt das Epilieren, wenn Sie das Gerät in kreisenden Bewegungen entgegen der Haarwuchsrichtung bewegen.
Vorteile sind wie beim Waxing, dass es die Körperhaare für mehrere Wochen entfernt und sie weich nachwachsen. Die Nachteile: die Schmerzen und die Kosten.
Ein solides Gerät kostet 50 Euro, kann aber auch deutlich teurer werden. Außerdem können Haare, die nur abgerissen wurden, einwachsen. Dagegen hilft ein Peeling.
Epilierer zupfen das Haar direkt von der Wurzel aus. Die Geräte arbeiten mit rotierenden Scheiben oder vibrierenden Spiralbändern. Die Epilation soll alle zehn bis 20 Tage wiederholt werden.
Mit der Zeit wachsen die Haare außerdem dünner nach, sodass die Epilation weniger schmerzhaft wird. Die Geräte sind in der Regel langlebiger als Rasierer, sie halten mehrere Jahre und arbeiten mit Strom und Akkubetrieb.
Im Praxistest kann der sehr günstige SilverCrest Personal Care Epilierer SED 3.7 H4 / SOED 3.7 H4 überzeugen: Er entfernt lange und kurze Haare zuverlässig, die Haut ist nach der Behandlung nicht gereizt. Im Test waren die behandelten Stellen sechs Tage lang glatt, bevor die ersten Stoppeln wieder spürbar wurden.
Sehr glatte Ergebnisse, lange Haarfreiheit und ein praktischer kippbarer Epilierkopf bescheren dem Panasonic ES-EY90-A den Testsieg im Praxistest. Vor allem der extra Epilierkopf für Achseln ist bei dem Gerät eine Besonderheit.
Der Braun Silk épil 9 Flex SES 9 Type 5380 punktet mit der umfangreichsten Ausstattung im Test (Case, viele Aufsätze, separater Gesichtsepilierer und Mini-Shaver).
| Epilierer | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| SilverCrest Personal Care Epilierer SED 3.7 H4 / SOED 3.7 H4 | Günstig, entfernt lange und kurze Haare zuverlässig | Lautes Geräusch, umständlicher Sicherheitsschalter |
| Panasonic ES-EY90-A | Sehr glatte Ergebnisse, lange Haarfreiheit, extra Epilierkopf für Achseln | Laut |
| Braun Silk épil 9 Flex SES 9 Type 5380 | Umfangreiche Ausstattung | Bedienung könnte besser sein, Drucksensor zu empfindlich |
Neben rasieren, epilieren und dem Waxing gibt es noch jede Menge weitere Methoden, um Körperhaare loszuwerden. Eine Enthaarungscreme beispielsweise ist sehr effektiv und hält lange glatt.
Sugaring, Laser, Nadelepilation oder die IPL-Methode sind auch sehr wirkungsvoll zur Haarentfernung, sollten aber in der Regel nicht zuhause, sondern von einem Fachmann oder einer Fachfrau durchgeführt werden.
Eine Enthaarungscreme beispielsweise ist sehr effektiv und hält lange glatt. Die darin enthaltenen Chemikalien können aber die Haut sehr stark reizen. Auch in vielen anderen Kosmetik-Produkten, wie Schaumfestiger, hat Öko-Test bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden.
Enthaarungscreme verspricht eine schonenden Entfernung von lästigen Härchen. Die Wirkung von Enthaarungscremes basiert auf chemischen Reaktionen, die die Haare auflösen. Der Vorteil: Es gibt kein schmerzhaftes Reißen und Ziepen, wie etwa beim Waxing, Sugaring oder Epilieren.
Die Hauptwirkstoffe von Enthaarungscremes sind Thioglykolsäure und Natriumhydroxid, auch bekannt als Natronlauge oder Ätznatron. Anschließend kommt die Thioglykolsäure zum Einsatz, sie dringt in die Keratinstruktur der Haare ein. Diese Halterungen werden von der Thioglykolsäure gelöst, die Struktur des Haares zerfällt.
Das aufgeweichte Haar kann jetzt einfach mit dem Spatel weggeschabt werden. Bei der Reaktion der Thioglykolsäure wird ein unangenehmer schwefeliger Geruch frei.
Die Wirkung der Enthaarungscreme ist darauf ausgelegt, in die obersten Hautschichten einzudringen. Alle Inhaltsstoffe - die bedenklichen Chemikalien sowie die künstlichen Duftstoffe - gelangen tiefer in die Haut als gewöhnlich.
Während der Behandlung und kurz danach ist die Haut leicht gequollen, was die Illusion einer glatten, geschmeidigen Haut vermittelt. Die Haut braucht etwa eine halbe Stunde, um den natürlichen Schutzmantel wieder aufzubauen.
Enthaarungscremes dürfen laut Kosmetikverordnung nur einen Anteil von fünf Prozent Thioglykolsäure enthalten und sollte nicht großflächig angewendet werden. Außerdem problematisch: Die Enthaarungscreme gelangt nach der Anwendung ins Abwasser.
Von allen Mitteln zur Haarentfernung ist Enthaarungscreme also das denkbar schlechteste.
Öko-Test hat 17 Enthaarungscremes für Frauen und Männer zwischen 1,38 Euro und 11,61 Euro pro 150 Milliliter getestet. Da diese in zertifizierter Naturkosmetik nicht verwendet werden darf, sind ausschließlich konventionelle Enthaarungscremes getestet worden.
Keine der getesteten Cremes erhielt das Gesamturteil „sehr gut“, denn Öko-Test zog für die enthaltene, hautreizende Thioglykolsäure grundsätzlich Punkte im Test ab.
Nach Angaben des EU-Ausschusses der Verbrauchersicherheit (SCCS) gelten die im Handel erhältlichen Enthaarungscremes als sicher, sofern sie gemäß der Anwendungshinweise genutzt werden.
So empfehlen die Hersteller Verbrauchern, die Creme „auf einer kleinen Stelle zu testen“, um sicherzustellen, dass keine Hautreizungen auftreten.
Außerdem entdeckten die Labore bei drei paraffinhaltigen Cremes problematische Mineralölbestandteile, die krebserregende Elemente enthalten können.
Öko-Test und die meisten Hersteller empfehlen Verbrauchern die Cremes zunächst an einer kleinen Stelle zu testen und bis zum nächsten Tag abzuwarten, um Hautirritationen auszuschließen. Von einer großflächigen Nutzung wird grundsätzlich abgeraten.
Nach einer Anwendung rät Öko-Test etwa 72 Stunden bis zur nächsten Anwendung abzuwarten, damit sich die Haut erholen kann.
Bis zu sechs Monate lang glatte, stoppelfreie Haut und das ohne Schmerzen - auf den ersten Blick wirken IPL-Geräte wie ein wahr gewordener Traum für alle, die den klassischen Nassrasierer oder das schmerzhafte Epilieren leid sind.
Die Abkürzung IPL steht für Intense Pulsed Light. Bei dieser Methode der Haarentfernung werden sanfte Lichtimpulse in Form von Blitzen an die Haut abgegeben und von der Haarwurzel absorbiert.
Die IPL-Anwendung ist allerdings nur effektiv, wenn das Haar in der Wachstumsphase ist. Bedeutet: Die Behandlung muss für ein gutes Ergebnis in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt werden.
Für eine erfolgreiche IPL-Behandlung ist es wichtig, die Vor- und Nachbereitung der Haut nicht zu vernachlässigen.
Bei IPL-Geräten dringen die kurzen Lichtimpulse in die Haarfollikel ein, wo das Licht vom Pigment im Haar in Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme versetzt den Haarfollikel in den Ruhezustand.
Die IPL-Behandlung sorgt also für ein temporäres Ergebnis, das über wiederholte Behandlungen immer wieder aufgefrischt werden muss.
Im Gegensatz dazu verwenden Lasergeräte statt intensiver Lichtblitze gebündelte Laserstrahlen. Aufgrund der höheren Energie des Lasers werden die Haarfollikel hier aber nicht nur in den Ruhezustand versetzt, sondern dauerhaft zerstört. Die Laserbehandlung ermöglicht also eine permanente Haarentfernung.
Wir treiben so viel Aufwand, um die Haare loszuwerden. Aber warum haben wir überhaupt Körperhaare? Sie erfüllen verschiedene Funktionen: Mit den Körperhaaren soll Schweiß leichter abfließen und verdunsten.
Die festeren Haare, zum Beispiel unter den Achseln (Terminalhaare), schützen empfindlichen Hautpartien.
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