Das Ski-Alpin-Wochenende der Männer in Kitzbühel sorgte erneut für Furore: Spektakuläre Rennen, zahlreiche Prominente und ausgelassene Feiern prägten das Event. Besonders nach der berüchtigten Abfahrt am Samstag endete die Party für einen Star mit einer neuen Frisur - einer Glatze!
Die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel ist bekannt für ihre spektakulären Rennen und ausgelassenen Feiern.
Der Schweizer Speed-Spezialist Alexis Monney stand im Mittelpunkt. Der 25-Jährige erreichte überraschend den zweiten Platz in der Abfahrt und vervollständigte damit ein Podium, das niemand erwartet hatte. Der Kanadier James Crawford sicherte sich den Sieg, während sein Landsmann Cameron Alexander den dritten Platz belegte. Am Vortag hatte sich ein Star im Super-G schwer verletzt.
Nach seinem zweiten Platz bei der Abfahrt in Kitzbühel musste Alexis Monney seine langen, blonden Haare gegen eine Glatze tauschen. Zunächst besuchten sie eine exklusive VIP-Party im Kitz Race Club, bevor die Feierlichkeiten traditionell im Kitzbüheler Pub „The Londoner“ weitergingen.
In der Bar entstand eine ausgelassene Stimmung, die in Videos festgehalten wurde. Monney, bekannt für seine lange, blonde Mähne, zeigte sich plötzlich mit Glatze. „Als ich meine Frisur richten wollte, haben mich meine Teamkollegen Marco Odermatt, Marco Kohler und Justin Murisier gepackt, um mir die Haare abzurasieren“, schilderte Monney die ungewöhnliche Situation.
Seine neue Frisur verdankt er nicht nur seinen Teamkollegen, sondern auch seinem Trainer. „Ich habe mit Alexis beim letzten Weltcupfinale abgemacht, dass er seine ziemlich langen Haare abschneidet, sobald er im Weltcup erstmals den Sprung aufs Podest schafft. Nachdem er in Bormio die Abfahrt gewonnen und im Super-G den dritten Rang belegt hatte, habe ich nicht mehr an diese Vereinbarung gedacht. Aber in Kitzbühel ist es mir wieder in den Sinn gekommen“, erklärte der Schweizer Abfahrts-Trainer Reto Nydegger.
Monney verbrachte den Rest der Nacht mit seiner neuen Frisur. Berichten zufolge feierten die Beteiligten bis in die frühen Morgenstunden. Am nächsten Tag fand der Slalom der Männer statt, bei dem drei deutsche Sport-Legenden für Aufsehen sorgten.
Joscha Burkhalter, der als Zehnter beim Einzel in Ruhpolding sein bestes Saisonergebnis einfuhr, meinte im "Blick": "Eine coole Aktion. Die Frisuren sind zwar nicht die schönsten, aber sie zeigen den guten Teamgeist." Da sehe er "viele Parallelen zu unserer Biathlon-Equipe", erklärte der 28-Jährige, der von Allmen aus der gemeinsamen Zeit beim Berner Oberländischen Skiverband kennt.
Der Gesamtweltcup-16. Niklas Hartweg wollte ein ähnliches Vorhaben bei Schweizer Erfolgen in Lenzerheide nicht ausschließen, obwohl er meinte: "So große Favoriten sind wir dann auch wieder nicht. Aber wenn es passiert, wird es aus den Emotionen wohl schon etwas geben."
In den Staffeln waren die Eidgenossen zuletzt nah am Podest dran. Im letzten Weltcup vor der WM in Antholz wurden die Schweizer Herren Fünfte. Und auch die Damen wussten mit Platz vier in Südtirol zu überzeugen. Amy Baserga, die seit dem Jahreswechsel drei Top-Ten-Ergebnisse in Einzelrennen feiern konnte, sagte: "Wir sind grundsätzlich schon ein Team, das gerne solche Wetten eingeht."
Begonnen hatte dieser Trend im Schweizer Team mit Monney. Er bekam schon nach seinem Podestplatz in Kitzbühel die Haare rasiert, wurde daher als einer der wenigen im Team von der Haarschneidemaschine verschont. "Nein, heute nicht. Die Haare und der Bart bleiben so wie sie sind", sagte der 25-Jährige gegenüber "20 Minuten".
Stattdessen traf es dann andere. Zur Siegerehrung auf der Medal Plaza erschien das gesamte Team in ausgelassener Stimmung und in variierenden Formen der Haarlosigkeit. "Einige Coaches der Schweizer Speed-Mannschaft werden heute Abend ohne Haare dastehen", sagte von Allmens Trainer Vitus Lüönd im "ORF". Das sei eine Abmachung im Falle eines Schweizer Siegs gewesen.
Auch der neue Weltmeister zeigte auf dem Podium eine leicht angepasste Haarpracht - auch wenn er sie meist unter einer Kappe verbarg. Derweil ließ Odermatt keine Enttäuschung über seine verpasste Medaille in der Abfahrt erkennen. Er machte Scherze über den Kahlschlag in der Mitte seines Hauptes und feierte seine Teamkollegen von Allmen und Monney ausgelassen.
Zu Ehren von Franjo von Allmen und Alexis Monney, die in der Abfahrt die Plätze eins und drei belegten, rasierten sich die Männer um Super-G-Weltmeister Marco Odermatt am Sonntag von der Stirn bis hinüber in den Nacken eine Schneise ins Haupthaar, sie sahen danach aus, als seien sie ihre eigenen Großväter. Derart "frisiert", aber ähnlich entschlossen wie beim Verunstalten des eigenen Äußeren versuchten die Schweizer anschließend, von Allmens Ankündigung wahr zu machen: "Feiern bis zum Umkippen".
Bei einer der vielen Schweizer Medaillenfeten präsentierte sich das Team der Männer mit rasiertem Mittelscheitel, Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen berichtete, dass Betreuer und Teamkollegen sich beim Umstyling gegenseitig unterstützt hätten. Allmen etwa fräste bei Speed-Trainer Nicolas Margreth durch die Mähne. Und beim 27-jährigen Marco Odermatt ließ die Schneise auf dem Kopf erahnen, wie der Mann in 40 Jahren aussehen könnte. Ästhetisch ausbaufähig, aber humoristisch wertvoll.
In der Schweiz wurde der Scherz der Skiasse indes durchaus kontrovers debattiert, die Presse zitierte kritische Leser, die das Team zu mehr Ernsthaftigkeit ermahnten. Odermatt jedenfalls hat sich die seitlichen Haarbüschel inzwischen entfernen lassen, dem Vernehmen nach musste kein Star-Friseur anreisen. Von seiner Matte von einst ist nun nichts mehr zu erkennen.
Das Schweizer Team präsentiert sich mit rasierten Mittelscheiteln bei der Ski-WM in Saalbach.
Mit den durchgestylten Leipziger Kickern von einst eint Odermatt eigentlich nur der gemeinsame Sponsor. Und sonst?
Tabelle: Schweizer Erfolge bei der Ski-WM
| Disziplin | Gewinner |
|---|---|
| Abfahrt | Franjo von Allmen |
| Super-G | Marco Odermatt |
| Team | Schweiz |
| Abfahrt | Alexis Monney (3. Platz) |
| Marco Odermatt | Gold |
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