Wer helle Haare hat, kennt das Problem des unliebsamen Gelbstichs, der die Mähne statt cool und glamourös plötzlich ungepflegt aussehen lässt. Gründe für den Gelbstich gibt es viele: Rotpigmente im Haar, das falsche Färbemittel, eine zu kurze Einwirkdauer, Umwelteinflüsse wie Chlor, Salzwasser oder UV-Strahlung, oder der natürliche Alterungsprozess des Haares. Wer seine Haare blond, weiß oder grau trägt, sollte die Anschaffung eines Silbershampoos in Erwägung ziehen.
Denn egal ob natürlich, gefärbt oder gesträhnt: Silbershampoo ist ein wahrer Lebensretter für besagte Haarfarben. So entfernt es dank Komplementärprinzip gelblich-orange Verfärbungen und bringt kühle Farbnuancen so richtig zum Strahlen. Deshalb gibt es beim Friseur nach dem Blondieren oft noch eine violette Tönung. Silbershampoo ist eine einfachere und günstigere Methode, zuhause zwischendurch einen ähnlichen Effekt zu erzielen.
Silbershampoo gegen Gelbstich ist ein spezielles Shampoo, das entwickelt wurde, um unerwünschte Gelb-, Messing oder Kupferstiche in blondem, grauem oder weißem Haar zu neutralisieren. Es enthält in der Regel violette und/oder bläuliche Farbpigmente, die das Haar entfärben oder »abmattieren«. Obwohl sie an sich keine bleichende Wirkung haben, kann eine Wäsche mit Silbershampoo das Haar heller aussehen lassen, da das Blond ohne den Gelbstich reiner und kühler wirkt.
Das Ganze funktioniert dank des Prinzips der Komplementärfarben. Die violetten oder bläulichen Pigmente wirken als Gegenspieler zu den gelblichen und orangen Reflexen im Haar.
Die Zusammensetzung der einzelnen Silbershampoos auf dem Markt variiert stark. Einige enthalten Feuchtigkeitsspender, andere die Kopfhaut pflegende Wirkstoffe. Insgesamt liegt der Fokus von Silbershampoos allerdings auf der Funktion, den Gelbstich zu neutralisieren, und nicht auf der pflegenden Wirkung.
Für den entfärbenden bzw. ausgleichen Effekt in Silbershampoos sind die enthaltenen Farbpigmente verantwortlich, meist violett, blau oder eine Kombination aus beidem. Üblicherweise erkennt man sie in der Liste der Inhaltsstoffe an den Begriffen Acid Violet 34 oder CI 60730. Die Konzentration der enthaltenen Pigmente kann je nach Produkt stark variieren: Manche Silbershampoos sind durchsichtig und haben nur einen ganz dezenten Lilastich, während andere fast Schwarz aussehen. Bei manchen Shampoos sind zudem Glanzpigmente zugesetzt, sodass das Shampoo lila schimmert.
Wie bei herkömmlichen Shampoos gibt es auch bei Silbershampoos solche mit und ohne Silikone. Und wie bei allen anderen Shampoos auch umhüllen die Silikone im Silbershampoo die Haare, machen sie kämmbarer und glatter und lassen sie glänzender und gesünder aussehen. Der Nachteil: Da einige Silikone sich nicht so einfach auswaschen lassen, sondern sich auf Dauer auf dem Haar anreichern, können sie das Haar beschweren und kraftlos oder stumpf werden lassen.
Davon ist helles und feines Haar stärker betroffen als dickes, dunkles oder krauses Haar - diese Haartypen können von den beschwerenden Eigenschaften unter Umständen sogar profitieren. Da Silbershampoo vorwiegend auf feinem, hellen und durch eventuelles Färben sowieso schon strapaziertem Haar angewendet wird, finden wir den Einsatz von Silikonen hier eher unglücklich. Im Test gab es deshalb Punktabzüge und wir empfehlen kein Silbershampoo mit Silikonen.
Die meisten Silbershampoos in unserem Test enthalten Sodium Laureth Sulfate (SLES) als Haupttensid. Obwohl es auch SLES-freie Silbershampoos auf dem Markt gibt, sind diese Produkte eher selten. Sodium Laureth Sulfate hat die Funktion, Schmutz und Öl von Haar und Kopfhaut zu entfernen und bildet einen reichhaltigen Schaum. Das in verschiedensten Kosmetika weitverbreitete Tensid hat einen äußerst schlechten Ruf, da es die Haut austrocknen und Reizungen hervorrufen kann.
Die Betonung liegt allerdings auf dem Wort »kann». Während alle mit sehr sensibler Haut, Hauterkrankungen und bekannten Allergien SLES tatsächlich meiden sollten, heißt das nicht, dass normale Haut nicht damit klarkommt. In unserem Test hatten wir bei keinem Silbershampoo Probleme mit irritierter Kopfhaut.
Grundsätzlich wird Silbershampoo wie ein normales Shampoo verwendet und einfach auf die nassen, ungewaschenen Haare aufgetragen. Anschließend aufschäumen, einmassieren und für einen stärkeren Effekt einwirken lassen - je nach Hersteller lautet die Empfehlung zwei bis zehn Minuten. Anschließend das Silbershampoo ausspülen und die Haare wie gewohnt trocknen und stylen. Wer mag, kann den Effekt noch mit passenden Conditionern und Haarmasken intensivieren. Auch mit einem anfänglichen häufigeren Einsatz von Silbershampoo kann das Ergebnis optimiert werden.
Unser Fazit: Silbershampoo ist nicht gleich Silbershampoo. Bei einigen Produkten im Test fanden wir die Pigmentkonzentration viel zu schwach. Andere bekamen Punktabzüge wegen unliebsamer Inhaltsstoffe - unter anderem Silikone, die uns aus verschiedenen Gründen in Silbershampoos mehr stören als in anderen Shampoos. Hier sind einige der besten Silbershampoos aus unserem Test:
Ein ganz neuer Tipp, der vor allem gefärbten Haaren zu neuem Strahlen verhilft? Auf die Farbe des Shampoos achten. Die ist jetzt nicht mehr nur klassisch milchig-weiß, sondern neuerdings auch blau - was wiederum unschönen Rotstich in braunem Haar neutralisieren soll.
Shampoo für braune Haare kann aber noch mehr, als nur schön auszusehen: Es neutralisiert effektiv den Rot- oder Orangestich in braunem Haar - ganz ähnlich wie das altbekannte Silbershampoo, das blondes Haar von seinem Gelbstich befreit.
Beide Toning-Shampoos (und auch getönte Spülungen) basieren auf demselben Prinzip: Blau ist im Farbkreis die Komplementärfarbe zu Rot und Orange. Vermischt man die blauen und rötlichen Pigmente bei der Haarwäsche, neutralisieren sie sich gegenseitig und der kupfrige Stich in braunem Haar verblasst. In klassischem Silbershampoo kommen hingegen violette Pigmente zum Einsatz, denn Lila steht im Farbkreis Gelb gegenüber.
Damit lässt sich also ein unschöner Gelbstich entfernen, der sich gerne am Haaransatz, aber auch in den Längen bemerkbar macht. Und keine Sorge: Die Pigmente in Blau- und Silbershampoo entfernen zwar Gelb- und Rotstich, färben allerdings nicht auf das Haar ab.
Blaushampoo kann bei Bedarf täglich angewendet werden. Meist reicht es jedoch völlig aus, es ein- bis zweimal pro Woche in die persönliche Beauty-Routine zu integrieren. Das Blaushampoo wird dabei - gleich eines herkömmlichen Shampoos - ins nasse Haar einmassiert. Kurz einwirken lassen und mit reichlich warmem Wasser ausspülen.
Achtung: Blondinen sollten kein Blaushampoo benutzen. Der Grund: Es kann den Gelbstich im Haar grün verfärben. Das gilt auch für graues Haar. Verwenden Sie für Ihre Haare deshalb das passende Silbershampoo in Violett.
Hier sind einige empfohlene Blaushampoos, um unerwünschte Rottöne in braunem Haar zu neutralisieren:
Auch viele Hausmittel können einen ähnlichen Effekt wie Silbershampoos herbeiführen. Hier ein paar Beispiele:
Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, solltest du dich jedoch gleich nach dem Färben von deiner:m Friseur:in beraten lassen.
Mit den richtigen Produkten und der richtigen Anwendung können Sie unerwünschte Gelb- oder Rottöne in Ihrem Haar neutralisieren und Ihre Haarfarbe zum Strahlen bringen. Ob Silbershampoo für blonde, graue oder weiße Haare oder Blaushampoo für braune Haare - es gibt eine Lösung für jedes Problem.
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