Natürliche Haarfarbe Ideen: Farbberatung, Techniken und Pflege-Tipps

Zeit für Glanzpunkte! Sie wünschen sich ein wenig Abwechslung und Frische für die Haare, ohne sie komplett zu färben? Das ist eine gute Idee, denn mit solch einer Veränderung können Sie einen völlig neuen, überraschenden Look kreieren.

Betonen Sie Ihre Stärken, lassen Sie Ihre Haare in einem neuen Glanz erstrahlen und genießen Sie das herrlich gepflegte Gefühl einer neuen Farbe. Wichtig bei der Auswahl der passenden Haarfarbe sind Voraussetzungen wie Ihr Hauttyp, Ihre ursprüngliche Haarfarbe und Ihre Vorstellungen.

Die natürliche Farbe menschlicher Haare wird von dem in ihnen enthaltenen Melanin bestimmt, einem Farbpigment, welches in den Melanozyten des Körpers produziert wird. Diese Zellen sind verantwortlich für die Färbung von Haut, Haaren und Nägeln. Beide Pigmente können in unterschiedlicher Verteilung in den Haaren enthalten sein.

Es gibt unendlich viele Abstufungen in diesen vier Tönungen, wobei sich die natürliche Haarfarbe eines Menschen im Lauf seines Lebens und durch Umwelteinflüsse wie Sonne oder Salzwasser ändern kann.

Die Grundlagen der Haarfarbe

Wie bereits erklärt, hängt die natürliche Farbe von Haut, Haaren und Augen von dem in deren Zellen enthaltenen Melanin ab. Diese Pigmentierung ist nicht nur für die Optik verantwortlich, sondern trägt bei der Haut auch zum Schutz vor Sonnenbrand bei.

Zu jedem dieser Hauttypen passen bestimmte Haarfarben besonders gut und harmonieren ideal mit der gesamten Erscheinung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in Bezug auf Ihren Hautton die passende Haarfarbe finden.

  • Menschen mit sehr weißer Haut (Hauttyp 1): werden auch als nordischer Typ bezeichnet. Ihre natürliche Haarfarbe ist oft blond oder rötlich.
  • Ist Ihr Teint hell (Hauttyp 2), aber nicht zu blass: dann stehen Ihnen blonde Haare wunderbar. Diese können auch einen rötlichen Schimmer, Kupferfarben oder Rosa zeigen und so Ihre Haut zum Strahlen bringen. Auch helle Brauntöne und helles Aschblond stehen dem hellen Hauttyp gut.
  • Ein mittlerer Teint (Hauttyp 3): wird im Sommer wunderbar braun und lässt sich mit braunen und rötlichen Haaren perfekt in Szene setzen. Helles Braun, Dunkelblond und Karamelltöne unterstreichen den mittleren Hauttyp ganz besonders.
  • Wer dunkle Haut (Hauttyp 4) hat: kann praktisch alle Haarfarben tragen und sich unbeschwert zwischen goldschimmerndem Braun, dunklem Braun, kräftigem Rot, Mahagoni oder auch Violett entscheiden.

Die Einteilung nach Farbtypen macht es ebenfalls leichter, die richtige Haarfarbe zu finden. Diese Farbtypen werden in vier Bereiche eingeteilt, von denen zwei eher kühle Farben und zwei eher warme Farben beinhalten.

  • Der Frühlings-Typ: hat eine rosige Haut und oft blondes oder rotes Haar mit goldenem Schimmer. Insgesamt sind die Frühlingstypfarben von Haut, Haaren und Augen warm und relativ hell.
  • Der Sommer-Typ: hat eine blasse Haut mit einem rosa Schimmer, der ins Bläuliche spielt. Die natürlichen Farben von Haut, Haaren und Augen sind kühl und hell. Als ideale Sommer-Typ-Haarfarbe eignet sich Platin.
  • Die natürlichen Herbst-Typ-Farben: von Haut, Haaren und Augen sind warm und im Vergleich zum Frühlings-Typ relativ dunkel.
  • Die Winter-Typ-Farben: sind ähnlich wie beim Sommer-Typ kühl und bläulich, jedoch wesentlich kräftiger und oft auch dunkler. Meistens sind die Haare dunkel und fast schwarz.

Tipp: Wenn Sie es schwierig finden, Ihren Farbtypen zu bestimmen, können Sie dies bei einer professionellen Farbberatung durchführen lassen.

Neuste Haarfarben-Trends 2024: Natürlichkeit im Fokus – Blonde, Braun & Kupfer ✨

Highlights für den besonderen Glanz

Sie wünschen sich ein wenig Abwechslung und Frische für die Haare, ohne sie komplett zu färben? Highlights machen es möglich. Strähnchen bringen Glanzlichter und natürliche Farbakzente ins Haar. Aber sollen sie lieber weizenblond oder haselnussbraun sein? Und welche Färbetechniken kommen infrage?

Theoretisch sind Strähnchen in allen Farben und Dicken denkbar. Lowlights (dunkle Strähnen auf hellem Haar) sorgen für Tiefe und erzeugen einen satten Look. Stärkere Kontraste und einen „Sunkissed“-Look bringen karamellfarbene oder blonde Strähnen in braunem Haar.

Sie haben feine Haare? Dann setzen Sie mit Farbe optische Akzente. Helle Strähnchen schenken mehr Volumen.

Färbetechniken im Überblick

Es gibt aber noch viele weitere Möglichkeiten, etwa Blocksträhnen oder zarte Babylights, dunkel, hell oder verschiedene Nuancen.

Balayage-Technik für natürliche Farbakzente

  • Was sind Foliensträhnen? Bei der Folientechnik (auch Slicing genannt) trennt der Friseur vom Haar dünne Strähnen ab, bepinselt sie mit Farbe und packt sie in Folie ein. Ideal, wenn Sie einen deutlich helleren Look erzielen möchten, ohne das gesamte Haar zu blondieren.
  • Was ist Balayage? Die Freihand-Technik zum Strähnchenfärben: Denn bei der Balayage-Technik malt der Friseur die Highlights mit einem Pinsel ins Haar. Dabei kann er individuell auf Haarlänge, Haarschnitt und Bewegung eingehen. Das Ergebnis sind super natürliche Farbverläufe. Ideal für jede Haarlänge, weil der Friseur individuell vorgeht.
  • Was sind Babylights? Superfeine Farbakzente, aber nur vereinzelt gesetzt. Ideal, wenn Sie mittellange oder lange Haare haben und sich eine dezente Farbveränderung wünschen.
  • Was ist Ombré (und Sombré)? Ombré oder Sombré (die softere Version) sind Highlights in den Haarlängen und Spitzen. Ideal für lässige Beach-Looks. Auch Bob-Frisuren lassen sich mit Ombré-Verläufen toll in Szene setzen.

Selber färben oder zum Friseur?

Für Highlights müssen die Haare aufgehellt werden. Das heißt: Eine Coloration oder Blondierung ist in jedem Fall nötig. Dunklere Strähnen (Low Lights) ließen sich theoretisch auch tönen.

Wer sich die Strähnchen selber färbt, braucht Mut und Fingerspitzengefühl.

  1. Kammsträhnen: Mit speziellen Strähnchen-Applikatoren ziehen Sie die Highlights ins Haar. Einfach den Strähnchenkamm mit Färbemittel bepinseln und an den gewünschten Stellen durch die Haare fahren. Achten Sie für eine natürliche Verteilung auf unterschiedliche Abstände und setzen sie nicht so nah am Ansatz an.
  2. Haubensträhnen: Bei dieser Technik erübrigt sich die Frage, wo die Strähnchen hin sollen. Denn das gibt ein Lochmuster vor. Sie setzen eine Haube auf den Kopf und ziehen Strähne für Strähne durch die Löcher. Nachteil: Die Strähnchen sind recht akkurat verteilt.
  3. Freihand-Strähnchen: Geübte können die Strähnchen auch mit Pinsel setzen. Verteilen Sie das Färbemittel am besten sparsam, dezent und eher in den Längen, weil Sie den „Freestyle“ hier gut im Blick haben. Vorteil: Das Ergebnis wirkt besonders modern und natürlich.

Wer keine Experimente wagen möchte, ist beim Friseur am besten aufgehoben. Vor allem Färbetechniken wie Foliensträhnen, Balayage oder Babylights kann nur der Profi wirklich gekonnt umsetzen.

Pflanzenhaarfarben: Eine natürliche Alternative

Pflanzenhaarfarben sind wesentlich vielseitiger und modischer als ihr Ruf. Konventionelle Oxidationshaarfarben öffnen die Schuppenschicht der Haare gewaltsam, dringen ins Haar ein lagern dort die künstlichen Farbpigmente ein, um die Haarfarbe zu ändern. Bei chemisch gefärbten Haaren sollen Pflegespülungen die aufgeraute Schuppenschicht glätten und das strapazierte Haar reparieren - oft vergeblich.

Vorbereitung:

  1. Zunächst aber wird nicht gefärbt, sondern: gebürstet. Schon unsere Großmütter wussten, dass 100 Bürstenstriche das Haar glänzend machen. "Wildschweinborsten sind besonders hart und gelangen bis an die Kopfhaut", erläutert Elvira Hermenau. Dort nehmen sie überflüssiges Haarfett auf und transportieren es als intensive Pflege in die Längen und Spitzen.
  2. Wichtig: Verwenden Sie natürliche Shampoos ohne Silikone, denn der Kunststoff Silikon umschließt das Haar, um Volumen, Glanz und Festigkeit so simulieren.

Anwendung:

  1. Die Farbpaste wird möglichst warm aufgetragen. Zunächst wird das Haar bis zum Nacken gescheitelt und der Haaransatz eingepinselt. Dann Strähne für Strähne vom oberen Punkt des Kopfes aus bis in die Spitzen. Pflanzenhaarfarben müssen nach dem Auftragen warm und feucht gehalten werden.
  2. Direkt nach dem Farbauftrag kommt das Haar unter ein warmes, feuchtes Tuch, um die Farbe geschmeidig zu halten. Denn getrocknete, bröselige Farbe ist wirkungslos.
  3. Die Einwirkzeit von Pflanzenfarben ist abhängig vom gewünschten Farbton und der Beschaffenheit der Haare.
  4. Beim Föhnen auf niedrige Temperatur stellen! Der Föhn läuft auf niedriger Temperatur, um Haare und Kopfhaut zu schonen.

Anwendung von Pflanzenhaarfarbe: Haare unterteilen für gleichmäßiges Auftragen

Bio-Farben: Wo liegen die Limits?

Radikale Typveränderungen - etwa von schwarzhaarig zu blondem Vamp - sind auf natürlichem Weg nicht zu machen.

Lässt sich chemisch gefärbtes Haar noch natürlich färben? Ja. "Wenn das nicht möglich wäre, hätten wir so gut wie keine Kundinnen", lacht Naturfriseurin Elvira Hermenau. Denn die meisten ihrer Neukundinnen hätten bislang nur Erfahrung mit synthetischen Haarfarben gemacht. Möglicherweise hält die Pflanzenfarbe anfangs nicht so lange. Daher rät Elvira Hermenau zu zwei bis drei Nachbehandlungen innerhalb einiger Wochen.

Auch dunkle Töne von Dunkelbraun bis Schwarz sind mit Bio-Haarfarbe möglich.

Weitere wichtige Fragen

  • Können Pflanzenfarben Allergien auslösen? Auch beim Umgang mit Pflanzenhaarfarben kann es zu Allergien und Unverträglichkeiten kommen.
  • Wie oft muss ich nachfärben? Das kommt auf das jeweilige Haar, den Farbton und die Pflegegewohnheiten an. Je häufiger man mit Pflanzenhaarfarben färbt, desto höher ist die Haltbarkeit. Pflanzenfarben verbinden sich sehr stabil mit dem Haar und sind einige Wochen bis Monate haltbar.
  • Was kostet das Färben beim Naturfriseur? Beispiel: Bei 'Just Nature' zahlen Kundinnen für die Erstbehandlung mit Pflanzenfarbe mindestens 99 Euro, danach für Haar bis Schulterlänge je 55 bis 75 Euro, bei längerem Haar 65 bis 150 Euro.

Haarpflege nach dem Färben

Strähnchen im Haar bringen Glanzreflexe und Lebendigkeit. Sobald Farbe ins Spiel kommt, steigen allerdings auch die Pflegeansprüche der Haare. Färben bedeutet immer eine Strapaze fürs Haar, weil dabei chemische Substanzen zum Einsatz kommen. Wie groß der Schaden ist, hängt von Haarstruktur und verwendetem Färbemittel ab.

  • Pflegende Haarwäschen: Shampoos z. B. mit Silikonen schenken Feuchtigkeit und glätten die Haarstruktur. So behält es seinen Glanz und fühlt sich geschmeidig an.
  • Spitzen schneiden: Wenn sich die Haarenden spalten oder sehr trocken sind, wirkt auch die Farbe weniger frisch.
  • Farbe auffrischen: Ihre Haarfarbe verliert an Brillanz? Sprühkuren pflegen und schützen das Haar in einem Schritt. Zudem erleichtern sie die Kämmbarkeit und verhindern somit weitere Schäden.
  • Heiße Stylings: Hitze setzt ohnehin strapazierten Haaren zusätzlich zu. Das Glätteisen oder den Lockenstab sollten Sie jetzt eher selten zücken.
  • Chlor- oder Salzwasser: Bei Highlights kann das Bad im Pool oder im Meer grünliche Verfärbungen mit sich bringen.
  • Zu viel Sonnenschein: UV-Strahlung greift die Schuppenschicht der Haare an und lässt die Farbe verblassen. Mit einem UV-Schutz für die Haare.

Trend Haarfarben

Kupferrot ist eigentlich eine klassische Herbstfarbe, aber es passt durchaus auch zum Sommer. Kupfer eignet sich insbesondere für Frauen, die nicht so experimentierfreudig sind, aber dennoch eine Haarfarbe möchten, die warm und ein wenig verspielt ist. Vor allem Brünette tragen in diesem Sommer einen Kupferton.

Kupfer Haarfarbe

Cherry Cola, Dark Cherry und Cherryade liegen 2025 groß im Trend. Diese dunklen und leuchtenden Rottöne sind Eyecatcher und verleihen den Haaren einen Mega-Glanz. Der richtige Burgunderton kann die Haarfarbe unglaublich luxuriös aussehen lassen. Es ist eine perfekte Wahl als sommerliche Nuance für Brünette, die ihrer Haarfarbe mehr Tiefe geben möchten.

Warmes Blond ist gerade total angesagt. Aprikose bzw. Apricot ist einer der verführerischsten Farbtöne der Saison. Dieser Farbton passt wunderschön für Blondinen, die ihrer Haut ein sonnengeküsstes Aussehen verleihen möchten. Hat das Haar eine Kupfer-Basis, erreichen Sie den Apricot-Look, indem Sie erdbeerblonde Reflexe hinzufügen.

Für diejenigen, die auf der Suche nach einer kräftigeren, auffälligeren Haarfarbe sind, sind Edelsteinfarben diesen Sommer Big News. Denken Sie an Amethyst-Violett, Saphirblau und Smaragdgrün - wunderschöne, reflektierende Farbtöne mit hohem Glanz, die satt und luxuriös aussehen.

All diese Haarfarben müssen natürlich gepflegt werden, damit sie lange halten und ihre Brillanz behalten. Ich empfehle immer farbablagernde bzw. farbauffrischende Produkte zwischen den Salonbesuchen. Ich rate von sulfathaltigen Produkten ab und empfehle farberhaltende Produkte wie Farbschutz-Shampoos und Farbmasken.

tags: #neue #haarfarbe #natur #ideen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen