Blonde Haare ziehen die Blicke auf sich und sind oft mit bestimmten Vorstellungen und Klischees verbunden. Doch was steckt wirklich hinter dieser Haarfarbe? Sagt die Tatsache, dass jemand blonde Haare hat, etwas über seine Persönlichkeit aus? Und welche Merkmale sind typisch für blonde Haare?
Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte blonder Haare, von den wissenschaftlichen Grundlagen bis hin zu den kulturellen und psychologischen Zusammenhängen. Wir gehen den Klischees auf den Grund und zeigen, welche Farben Blondinen besonders gut stehen.
Haarfarben sind genetisch bedingt und werden durch spezielle Zellen in der Haut und den Haarwurzeln hervorgerufen. Diese Farbzellen, Melanozyten genannt, produzieren den Farbstoff Melanin. Es gibt zwei Arten von Melanin-Farbkörnchen: schwarz-braune und rot-gelbe. Die verschiedenen Haarfarben entstehen durch das Mischungsverhältnis dieser beiden Melanin-Typen und die Gesamtmenge an Farbkörnchen im einzelnen Haar.
Blonde Haare enthalten nur wenig Melanin, hauptsächlich die rot-gelbe Sorte. Braune Haare hingegen enthalten eine Mischung aus schwarz-braunem und rot-gelbem Melanin. Je nach Verhältnis der beiden Melanin-Typen sind die Haare dunkel- oder hellbraun. Rote Haare enthalten ausschließlich rot-gelbes Melanin, und zwar sehr viel davon. Schwarze Haare enthalten hauptsächlich schwarz-braunes Melanin.
Tatsächlich haben in Deutschland nur etwa 10 Prozent der Bevölkerung naturblondes Haar. Viele Menschen helfen mit Wasserstoffperoxid nach, um den gewünschten Blondton zu erzielen.
Blonde Menschen sind wohl die am häufigsten von Klischees betroffenen. Einige dieser Klischees sind wenig schmeichelhaft:
Studien belegen jedoch, dass blonde Menschen oft eher kühl sind und ungern Emotionen zeigen, was sie schnell unnahbar wirken lässt. Dennoch werden sie oft von Männern bevorzugt. Eine Studie ergab, dass 67 Prozent der Männer blonde Haare an ihrer Traumfrau bevorzugen. Zudem verbinden viele Menschen blonde Haare mit Jugendlichkeit, da ein Großteil der Menschen in jungen Jahren blonde Haare hat, die erst mit der Zeit nachdunkeln.
Früher hieß es, blonde Haare korrelieren mit Idealismus, dunkle eher mit Materialismus und rote mit kriegerischem Geist. Natürlich kann man immer Korrelationen feststellen, aber diese implizieren ja keine Kausalität. Naturblonde Leute haben vielleicht eine etwas rationalere Heransgehensweise und sind weniger theatralisch veranlagt. Auch fällt auf, daß blonde Leute oft sehr sportlich und wettbewerbsorientiert sind. Ihre Denkweise ist eher liberal kann aber auch, vor allem bei Frauen, sehr soziale Züge annehmen. (Starkes Pflichtgefühl und der Wunsch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.) Was den Blonden allerdings gar nicht zu liegen scheint, ist Gruppendenken, Herdentum und Chauvinismus.
Die Psychologie geht davon aus, dass die Haarfarbe interessante Einblicke in die Persönlichkeit geben kann. Blonde Menschen werden oft mit Fröhlichkeit und Optimismus in Verbindung gebracht. Studien zeigen, dass blonde Frauen als zugänglicher und geselliger wahrgenommen werden. Sie strahlen eine positive Einstellung und eine gewisse Leichtigkeit aus. Außerdem gelten sie als abenteuerlustig und offen für neue Erfahrungen.
Eine Theorie besagt, dass kulturelle und soziale Einflüsse eine große Rolle bei der Verbindung bestimmter Charaktereigenschaften mit bestimmten Haarfarben spielen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Selbsterfüllung. Menschen neigen dazu, sich den Erwartungen anzupassen, die mit ihrer Haarfarbe verbunden sind.
Ob Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Barbie oder Pamela Anderson - Blondinen üben auf viele Menschen einen besonderen Reiz aus. Sie gelten als sexy und verführerisch und haben es angeblich leichter im Leben. Doch werden Blondinen wirklich bevorzugt? Oder sieht die Wirklichkeit anders aus?
Beweise dafür, dass die Haarfarbe Blond von Männern bevorzugt wird, gibt es nicht, nur Spekulationen. Der Anthropologe Peter Frost vermutet, dass Blondinen schon in der Steinzeit erfolgreich um die Gunst der Männer geworben haben, da sie sich vom Durchschnitt abhoben. Der Verhaltensforscher Bernhard Fink hingegen meint, dass gerade der Durchschnitt attraktiv sei, da er auf eine große genetische Vielfalt und damit Überlebensfähigkeit hinweise.
Generell scheint die Haarfarbe für Männer weniger ausschlaggebend bei der Wahl der Partnerin zu sein als andere Merkmale wie Jugendlichkeit und weibliche Formen. Frauen wiederum achten auf Vitalität und markante Gesichtszüge. Aber auch das sind nur statistische Beobachtungen - hinzu kommen viele weitere Eigenschaften, die eine wichtige Rolle bei der individuellen Partnerwahl spielen.
Dennoch hat eine Studie der University of California ergeben, dass Blondinen durch den „Prinzessinneneffekt“ oft erfolgreicher im Leben sind. Es scheint so zu sein, dass schon blonde Kinder im Durchschnitt besser behandelt werden, mehr Aufmerksamkeit bekommen und mehr verwöhnt werden. Dies lässt sich auch auf erwachsene Blondinen übertragen.
Betritt eine Blondine den Raum, ist es, als würde ein Licht angehen. Die helle Haarfarbe hat eine Signalwirkung und zieht automatisch viele Blicke auf sich. Menschen mit dunkleren Haaren sind da oft auf den „zweiten Blick“ angewiesen. Doch stehen wirklich alle Männer auf blonde Frauen?
Umfragen haben ergeben, dass sich viele Menschen bei der Partnerwahl von Gegensätzen angezogen fühlen. Ein nordischer Typ Mann mit blonden Haaren und blauen Augen findet dann z. B. eher südländische, dunkelhaarige Frauen interessant. Frauen mit brünetten oder schwarzen Haaren stehen häufig auf blonde Männer.
Aber auch die Beschaffenheit der Haare ist wichtig. Die meisten Männer sind gar nicht auf eine bestimmte Haarfarbe festgelegt - sie achten eher darauf, ob die Haare gepflegt sind und glänzen. Und nach wie vor sind längere Haare beliebt.
In Großbritannien haben Untersuchungen gezeigt, dass Männer zwar für sexuelle Abenteuer und schnelle Eroberungen Blondinen bevorzugen, in der Partnerschaft und Ehe aber eher auf Brünette setzen, denen sie Werte wie Verlässlichkeit und Mütterlichkeit zuschreiben.
Manche Farben bringen blondes Haar besonders gut zur Geltung und lassen den Teint strahlen. Hier sind einige Tipps:
| Haarfarbe | Positive Klischees | Negative Klischees |
|---|---|---|
| Blond | Sinnlich, verführerisch, erotisch, glaubwürdig, weiblich, modern, romantisch, mutig, selbstbewusst, attraktiv | Kindlich, naiv, dumm, leicht zu haben, untreu, gerissen, nur auf's Geld aus |
| Braun | Geduldig, bodenständig, stressresistent, warmherzig, intelligent, seriös, fleißig, bescheiden | Unsichtbar, durchschnittlich, unauffällig, natürlich, langweilig, Mauerblümchen |
| Rot | Verführerisch, leidenschaftlich, selbstbewusst, frech, sexy, temperamentvoll, feurig, anders, einzigartig, willens- und durchsetzungsstark, unvorhersehbar, kreativ | Geheimnisvoll, empfindlich, stolz, launisch, frech |
| Schwarz | Geheimnisvoll, temperamentvoll, leistungsstark, elegant, erotisch, schön, intelligent, durchsetzungsstark | Unscheinbar, emotional, unnahbar, düster |
Jede Haarfarbe ist mit Vorurteilen und Klischees belegt, mit denen wir bei einem Friseurbesuch bewusst spielen können. Doch jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter, unabhängig davon, ob er nun blonde und glatte, violette Haare oder den Ombré-Look trägt. Daher sollte niemand nur nach seinem Aussehen beurteilt und auf keinen Fall vorab verurteilt werden.
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