Nass rasieren mit Schaum: Eine detaillierte Anleitung für eine glatte Haut

Du wünschst dir glatte und gepflegte Haut direkt nach der Rasur? Stoppelfreie Haut? Ja. Rasurbrand und eingewachsene Haare? Bitte nicht. Die Nassrasur ist ein wichtiger Bestandteil der Bartpflege. Ob du dich im Gesicht nun komplett glatt rasierst oder voller Stolz einen Bart trägst und nur die Konturen rasierst, ist dabei nicht ausschlaggebend.

Höhlenmalereien belegen, dass sich Männer schon vor 25.000 Jahren die Barthaare - damals mit Hilfe von Steinen und Muscheln - aus dem Gesicht geschabt haben. Heutzutage ist die Rasur um einiges komfortabler, wenn du dir ein paar Gedanken dazu machst, wie eine richtige Rasur abläuft. Unschwer zu erkennen, ganz gleich, ob du nun einen Bart trägst oder nicht, du befindest dich in einem Kreislauf, den du nicht durchbrechen kannst.

Die Grundlagen der Nassrasur

Bei der Nassrasur führst du, wie der Name schon sagt, die Rasur bei nasser oder feuchter Haut durch. Du benötigst scharfe Rasierklingen. Vor der Prozedur sollte die Haut mit warmem Wasser abgeduscht werden. Bei Bedarf kann Rasierschaum oder Rasierseife verwendet werden. Beide machen die Haut geschmeidiger und die Haare weicher und lassen die Rasierklinge glatt über die Haut gleiten. Somit werden Verletzungen während der Rasur minimiert.

Was du für eine perfekte Nassrasur benötigst:

  • Einen Nassrasierer, am besten einen Systemrasierer mit mehreren Klingenreihen und beweglichen Rasurköpfen.
  • Eine vorbereitende Rasurpflege wie Rasierschaum, Rasiergel oder Rasierseife.
  • Eine Abschlusspflege wie After Shave, Gesichtsbalsam oder Ähnliches.

Vorbereitung ist alles

Du solltest wissen, dass die meisten Probleme bei der Rasur dadurch entstehen, dass du deine Haut nicht ordentlich darauf vorbereitest. Nimm Pflegeprodukte wie Seife oder Waschlotion, die der Reinigung dienen. Dein Ziel ist es, dass die Barthaare frei von Fett, Creme oder Verunreinigungen sind, was das Einweichen im nächsten Schritt verhindern könnte. Eine milde Waschlotion sorgt für eine schonende Reinigung und Pflege der Haut. Gebe eine nur kleine Menge der Waschlotion auf deine Hände, vermische sie mit warmem Wasser und verteile den Schaum leicht im Gesicht. Warm abspülen und weiter.

Reinige deine Gesichtshaut und den Bart zunächst mit warmem Wasser. Wähle die richtigen Produkte für Ideinen Hauttyp: Gel ist aufgrund des geringen Fettanteils besonders für Mischhaut oder fettige Haut geeignet. Bei empfindlicher Haut wird Rasiercreme empfohlen. Diese sollte einmassiert und danach der Schaum aufgetragen werden.

Bedenke dabei, dass auch eine solche Reinigung Stress für deine Gesichtshaut bedeutet. Auch gut: Mache hin und wieder ein Peeling vor der Rasur. Dadurch lösen sich noch besser abgestorbene Hautschüppchen und lose Haare aus deinem Bart, die bei der Rasur selbst nur stören würden. Übertreibe es aber nicht mit den Peelings, hier gilt dasselbe wie bei der Waschlotion. Zuviel Peeling zu nehmen ist nicht nur Verschwendung, es bringt auch absolut nichts.

Zusammengefasst: Reinige deinen Bart und deine Gesichtshaut vor der Rasur immer, so wird sie von abgestorbenen Hautzellen und Unreinheiten befreit.

Einweichen der Barthaare

Der nächste wichtige Schritt der Rasurvorbereitung: das Einweichen der Barthaare. Die beste Vorbereitung auf die Rasur ist es, zu duschen. Du stehst etwas länger unter warmem Wasser, das Haar quillt auf und wird weich, so dass es besser von der Klinge geschnitten werden kann.

Du hast keine Lust zu duschen? Alternativ machst du diesen Schritt der Rasurvorbereitung einfach am Waschbecken mit einem heißen, nassen Tuch, das du ans Gesicht hältst, oder mit einem Handtuch, das du dir um den Kopf wickelst. Unnötig zu erwähnen, dass deine Nase frei bleibt, damit du atmen kannst. Wenn dein Gesicht leicht rot wird, ist das normal und sogar erwünscht, denn Wärme fördert die Durchblutung und entspannt den Muskel des Haarkanales.

Achte darauf, dass du eine Temperatur wählst, die du als angenehm empfindest, was bedeutet: nicht zu heiß. Dauer dieser Prozedur: circa drei Minuten. Bei starkem Bartwuchs empfehlen wir dir Pre Shave Öl, auch Rasieröl genannt.

Pre-Shave Öl

Nun mögen einige anmerken, dass Pre Shave Öle zwar eine tolle Sache, aber nicht zwingend erforderlich und nicht immer angenehm seien. Wir haben schon einige getestet und ja, es kommt tatsächlich auf das Rasieröl an. Denn das Auftragen von Pre Shave Öl erzeugt auf der Gesichtshaut den erwähnten schützenden Film zwischen Klinge und Haut, was kleine Schnitte, Rasurbrand, Rötungen oder Hautirritationen vermindert. Diese Rasurprobleme entstehen durch zu starke mechanische Einflüsse, wie zu hohen Druck oder stumpfe Klingen. Wenn du nun Rasieröl einmassierst, werden deine Barthaare aufgestellt, was den folgenden Schnitt erleichtert. Rasieröle gibt es sehr viele.

Anleitung: Rasierseife richtig aufschäumen

Der Rasierschaum

Schäume das Gesicht mit Rasierschaum ein. Es gilt, eine wichtige Wahl zu treffen: Rasierschaum aus der Dose, Rasiergel, Rasiercreme oder Rasierseife? Natürlich, die Auswahl ist groß. Es geht primär um Komfort und eine perfekte Rasur. Verfechter des gepflegten Rasierkultes sind zurecht der Überzeugung, dass es nur zwei Arten von optimalem Rasierschaum gibt.

Rasierschaum hat zwei wichtige Aufgaben: Erstens soll er das Barthaar aufweichen und aufstellen, zweitens soll er einen Film auf die Haut legen, um den Rasierer beim Gleiten zu unterstützen und die Haut vor Schnitten zu schützen.

Auftragen der Produkte: lass den Pinsel kurz in warmen Wasser einwirken, um deine Produkte optimal aufzuschäumen. Trage den Schaum in kreisenden Bewegungen auf deinen Bart.

Rasierschaum selber machen

Du machst deinen Rasierschaum selbst? Großartige Entscheidung! An der Herstellung von gutem Schaum aus Rasiercreme oder Rasierseife kann der Ungeübte verzweifeln, deshalb schreiben wir dir eine Anleitung. Mit Rasiercreme lässt sich leichter Schaum herstellen. Theoretisch kannst du die Rasiercreme einfach auf die Haut auftragen und mit den Fingern einreiben. Praktisch kannst du aber auch gleich die Herstellung von Rasierschaum mit einem Rasierpinsel ausprobieren, damit erzielst du sahnige Konsistenz.

Wärme die Porzellanschüssel an. Das machst du mit heißem Wasser, welches du wieder ausschüttest. Gehen wir von Rasiercreme aus der Tube aus, gibst du nun einen Strang von circa drei Zentimetern in die Schüssel. Hinzu fügst du drei Teelöffel warmes, nicht heißes, Wasser. Nimm den trockenen Rasierpinsel und rühre eine Minute lang die Creme mit Kreisbewegungen oder "schlage“ mit dem Pinsel auf dem Boden der Schüssel.

Wichtig ist, dass du das Mischverhältnis von Wasser zu Creme einhältst (3:3). Deshalb muss der Rasierpinsel trocken sein. Es gibt noch zwei Alternativen, um Rasierschaum mit Rasiercreme zu schlagen: Entweder du massierst dir eine haselnussgroße Menge Rasiercreme ins Gesicht und schäumst mit kreisenden Bewegungen des Rasierpinsels direkt im Gesicht auf, oder du machst das in der Handfläche.

Oder aber, du schlägst den Rasierschaum aus Rasierseife. Das ist die Königsdisziplin. Wärme auch hierfür die Porzellanschüssel vorher an. Lege die Rasierseife in die Porzellanschüssel. Wenn du eine relativ harte Seife hast, übergieße sie mit etwas heißem Wasser, damit sie weicher wird. Anschließend wird der warm angefeuchtete Rasierpinsel auf dem Seifenstück gerieben. Du streichst und kreist den Rasierpinsel, du massierst sanft die Seife. Et voilà, es entsteht wundervoller Rasierschaum.

Die Konsistenz wird von zwei Faktoren beeinflusst. Erstens von der Relation zwischen Wasser und Seife, zweitens von der Zeit, die du rührst. Zuviel Wasser führt zu dünnflüssigem Schaum, zuviel Seife macht das Ganze… naja, seifig eben. Wenn der Schaum verläuft, also zu dünnflüssig ist, gib noch ein wenig Seife hinzu, sprich: rühre weiter! Wenn deine Pinselspitze zu seifig ist, tauche ihn nochmal ein wenig in warmes Wasser.

Wenn du darüber nachdenkst, ist es sinnvoll, lieber mit einem zu trockenen Pinsel zu beginnen. Den Schaum streichst du dir dann wie beim Malern mit dem Rasierpinsel ins Gesicht, oder trägst ihn direkt mit der Hand auf.

Die Rasur

Der Hauptakt. Jetzt wird es ernst. Egal mit welchem Rasierer, du sollst die Klinge im Winkel von etwa 30 Grad über die Haut führen. Achtung: Damit meinen wir nicht den Griff, sondern tatsächlich die Klinge. Diesen perfekten Winkel stellen die meisten Systemrasierer fast von selbst her. Mit dem Rasierhobel oder Rasiermesser muss dieser Winkel jedoch von dir selbst eingehalten werden. Wie so oft gilt, Übung macht den Meister.

Du hast in jedem Fall eine Hand frei. Mit dieser freien Hand ziehst du die Haut im Gesicht und am Hals nach oben. Kurze Erläuterung, einfaches Beispiel: Die Barthaare wachsen für gewöhnlich Richtung Kinn, das heißt nach unten. Anders gesagt, der Strich geht Richtung Kinn. Spanne des Spaßes wegen mit einer Hand die Haut nach unten. Was passiert? Die Barthaare liegen noch enger an, die Rasur wird schwieriger. Tue das Gegenteil und du stellst fest, dass sich die Barthaare aufstellen, du kannst besser rasieren. Ziehe also nach oben. Oder nutze deine Gesichtsmuskulatur, schneide Grimassen.

Und jetzt lege los. Ob du gegen den Strich oder mit ihm rasierst, ist abhängig von der Empfindlichkeit deiner Haut, der Stärke deines Bartwuchses sowie deiner Übung. Gründlicher ist die Rasur jedenfalls gegen den Strich. Wenn du starken Bartwuchs hast, gehe vielleicht vorher einmal mit einem Langhaarschneider darüber oder rasiere mit dem Strich.

Der optimale Winkel zwischen Hautoberfläche und Gesichtsbehaarung liegt bei ca. 30 Grad. Um überall dran zu kommen, kannst du den Kopf in den Nacken legen.

Wichtige Hinweise während der Rasur:

  • Regelmäßiger Klingenwechsel: Wichtig ist es, die Rasierklinge regelmäßig zu wechseln, denn abgenutzte Rasierklingen erhöhen die Verletzungsgefahr und irritieren die Haut. Pickelchen, Schnitte und Juckreiz sind dann die Folgen.
  • Anzahl der Klingen: Grundsätzlich gilt: Je mehr Rasierklingen ein Nassrasierer hat, desto besser. Die meisten Rasierer besitzen drei bis vier Klingen.
  • Haut spannen: Wichtig bei der Rasur ist die Haut stets zu spannen, egal welches Gerät Sie wählen. Ziehen Sie die Haut mit der freien Hand entgegen der Wuchsrichtung. Blasen Sie die Wangen auf oder schneiden Sie Grimassen.
  • Nicht zu oft über dieselbe Stelle rasieren: Sie sollten allerdings nicht zu oft über eine Stelle rasieren um die Haut nicht unnötig zu reizen.
  • Leichter Druck: Drücke bei der Rasur nicht zu stark auf. Eine scharfe Klinge ist daher unverzichtbar.

Die Nachbereitung

Kaltes Wasser schließt die Poren und erfrischt deine Haut. Dein Gesicht trocknest du mit einem eigenen, sauberen Handtuch ab. Bestenfalls tupfst du nur leicht ab und rubbelst nicht.

Nun, da dein Gesicht trocken ist, trägst du ein After Shave zur Desinfektion auf. Manche machen das nicht, aber wir haben bei unseren Selbstversuchen und bei kleineren Umfragen unter Männern in Kenntnis gebracht, dass du dadurch ein besseres Ergebnis erzielen kannst. Das Ergebnis sind unangenehme Entzündungen.

Wasch dir das Gesicht mit kaltem Wasser ab und trag After Shave auf. Trockne das Gesicht vorsichtig mit einem Handtuch ab und pflege die gereizte Haut mit beruhigenden Produkten.

After-Shave Produkte

After Shave Produkte sind neben dem klassischen Rasierwasser zum Beispiel Lotionen, Gele oder Balsame. Es gibt sie mit verschiedenen Inhaltstoffen, und sie können so auch verschiedene Wirkungen haben. Apropos blutstillend. Verdammt, du hast dich tatsächlich geschnitten? Sofern deine Verletzung nicht lebensgefährlich ist, kannst du, wenn du dich geschnitten hast, jede kleine Schnittwunde mit einem Alaunstift oder Alaunstein versorgen. Tupfe mit feuchtem Alaunstift kurz auf die Verletzung, es folgt ein leichtes Brennen und sofort ist die Blutung gestoppt.

Mit After Shave Balsam oder After Shave Lotion lässt du unangenehme Nebenerscheinungen deiner Nassrasur wie beispielsweise Rasurbrand oder Rötungen kaum eine Chance. Deine Haut wird mit rückfettenden Wirkstoffen versorgt und gleichzeitig mit einem verführerischen Duft belegt. After Shave mit Alkohol brennt kurz, das ist ganz normal. Alkohol desinfiziert. Es gibt aber auch viele Produkte auf dem Markt, die keinen Alkohol enthalten. Für welches After Shave du dich entscheidest, hängt von der Empfindlichkeit deiner Haut und deinen persönlichen Vorlieben ab.

Das Tonic beruhigt die Haut und verringert Entzündungsherde oder Rötungen. Das liegt auch daran, dass es den pH-Wert deiner Haut wieder verringert, der durch den Rasierschaum erhöht wurde.

Moisturizer

Tja, und dann gibt es da noch Moisturiser. Du kannst dein Gesicht nun mit einer Gesichtscreme behandeln, oder du versuchst es mal damit. Denn ein After Shave Moisturizer ist besonders reichhaltig und hilft deiner Haut, sich nach der Rasur zu regenerieren. Da Moisturiser rückfettend wirken, werden kleinen Blutungen nach der Rasur gestillt. After Shave Cremes lindern auch das Brennen, mit denen man sich als Opfer kleinerer Schnittwunden herumzuschlagen hat, sofort. Sie ziehen schnell ein und schenken dir ein zauberhaftes Hautgefühl, das den ganzen Tag anhält.

So verwöhnt, wirst du bald nicht mehr verstehen können, wie du dich jemals mit beißendem Rasurbrand und Co. herumschlagen hast müssen. Moisturizer können übrigens von jedem Hauttyp verwendet werden, egal, ob du jetzt ein Sensibelchen oder ein richtig harter Kerl bist. Besonders Männer mit trockener Haut profitierten von diesem Produkt.

Tipps und Tricks für eine gelungene Rasur

  • Regelmäßigkeit: Rasiere mindestens drei Mal pro Woche, damit deine Haut an den Elektro-Nassrasierer gewöhnt bleibt und du ein 1A Ergebnis erzielst.
  • Richtige Reinigung: Also spüle ihn nach Gebrauch mit viel lauwarmem Wasser sauber, schüttle das Restwasser ab und lasse den Scherkopf gut trocken, bevor du ihn abdeckst. Er wird es dir mit optimaler Leistung danken.
  • Rasurbrand vermeiden: Wenn du zu eingewachsenen Haaren neigst, solltest du es grade an diesen Stellen meiden. Auch hier gilt: Die Haut muss sich am Anfang daran gewöhnen.
  • Die richtige Pflege: Jeder Rasiervorgang bedeutet Mikroverletzungen und Stress für die Haut. Mit der richtigen Pflege lässt sich aber auch deine Bikinizone nach der Rasur gekonnt beruhigen und verwöhnen.
Schritt Beschreibung
1. Vorbereitung Gesicht reinigen, Barthaare einweichen (warmes Wasser, Tuch oder Dusche).
2. Rasierschaum auftragen Rasierschaum, -gel, -creme oder -seife aufschlagen und auftragen. Einwirkzeit beachten.
3. Rasieren Mit dem Strich oder gegen den Strich rasieren (je nach Hauttyp und Bartwuchs). Haut spannen.
4. Nachbereitung Gesicht mit kaltem Wasser abspülen, abtrocknen, After Shave auftragen.

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