Nass oder trocken rasieren: Vor- und Nachteile für Männer

Jeder zweite deutsche Mann rasiert sich jeden Tag. Die perfekte Rasur gehört für viele Männer genauso zum gepflegten Äußeren wie gute Kleidung. Einige Männer legen selbst viel Wert auf ein glattes Gesicht, in anderen Situationen erfordert es sogar der Beruf. Doch welche Rasur ist die beste: Die Trockenrasur oder die Nassrasur?

Seit der Trockenrasierer vor mehr als 80 Jahren in den USA auf den Markt kam, debattieren Männer über die beste Rasurmethode. Wenn du dir gerade deinen ersten Elektrorasierer zulegt hast, hast du vielleicht noch einige Fragen. Hier erfährst du, was du über deinen Elektrorasierer und Rasierschaum wissen musst.

Hier sind die Vor- und Nachteile der Verwendung eines Elektrorasierers mit Rasierschaum:

  • Haare lassen sich leichter schneiden, wenn sie nass sind, somit bietet die Nassrasur ein sanfteres Rasurerlebnis.
  • Eine Rasiercreme bereitet die Haut auf die Rasur vor. Sie reduziert Irritationen, beruhigt die Haut und hilft dabei, zu erkennen, welche Teile des Gesichts noch rasiert werden müssen: Wenn der Rasierschaum auf deiner Unterlippe noch unberührt ist, ist das ein ziemlich klares Zeichen dafür, dass du dich dort noch nicht rasiert hast.
  • Eine Nassrasur ermöglicht eine gründlichere und sauberere Rasur. Nach einer gründlichen Rasur musst du dich meistens eine Zeit lang nicht rasieren.

Und hier sind die Vorteile der Trockenrasur:

  • Da du deine Haut auf die Trockenrasur nicht vorbereiten musst und auch anschließend keinen Rasierschaum abspülen musst, lässt sich die Trockenrasur einfach und schnell durchführen.
  • Wenn du von der Nass- auf die Trockenrasur umsteigst, musst du dich auch nicht um Rasierschaum oder -gel kümmern. Natürlich kannst du dich trotzdem noch nass rasieren, aber wenn du dich zwischendurch für eine Trockenrasur entscheidest, kannst du Zeit und Geld sparen.
  • Auch wenn die Trockenrasur nicht so gründlich ist wie eine Nassrasur, kann das auch seine Vorteile haben. Die Haut wird dabei weniger gereizt, es gibt weniger nachwachsende Stoppeln und ein geringeres Risiko von Schnittwunden, als beim nass rasieren. Daher wird die Trockenrasur bei empfindlicher Haut oft angenehmer empfunden als die Nassrasur.

Am besten ist es daher sich über die Vor- und Nachteile von Nass- und Trockenrasierer zu informieren, um sich für die Rasur entscheiden zu können, die am besten zu deinem Hauttyp und Lifestyle passt.

Trockenrasur: Schonender aber weniger gründlich

Die Trockenrasur gefällt Männern, die es bequem und schnell mögen. Einfach nur das Preshave auftragen, den batterie- oder strombetriebenen Rasierer anwerfen und schon fallen die ersten Barthaare. Bei der Trockenrasur ist die Gefahr, sich zu verletzen, relativ gering. Wer eine sehr empfindliche Haut hat, sollte diese Rasur bevorzugen.

Der Nachteil der Trockenrasur ist, dass die Barthaare nur an der Oberfläche der Haut getrennt werden, ein kleiner Stummel bleibt also immer stehen. Aus diesem Grund ist eine Trockenrasur weniger gründlich und hält nicht so lange wie die nasse Alternative.

Ein weiterer Nachteil der Trockenrasur ist die Art, wie die Barthaare abgetrennt werden. Sie werden von den Scherköpfen des Rasierapparats abgehobelt und nicht abgeschnitten. Bei jeder Nassrasur wird also automatisch ein Teil der Hornschicht der Haut mit entfernt. Diese Rückstände dürfen nicht zurückbleiben, da sie die Hautporen verstopfen können - das Resultat wären Entzündungen und die Bildung von Pickeln.

Mit einem Preshave und einer anschließenden Behandlung durch ein Aftershave lässt sich dieses Problem vermeiden. Das Preshave richtet die Barthaare auf und erlaubt dem Rasierapparat, sie besser abzuhobeln. Gleichzeitig schützen die Inhaltsstoffe des Preshave vor Entzündungen. Zusätzlich desinfiziert das Aftershave nach der Rasur und schützt so die Haut.

Nassrasur: Spiegelglatt aber hautreizend

Die Nassrasur bietet deutlich gründlichere Ergebnisse als die trockene Variante, da sich die Klingen der individuellen Gesichtsform anpassen und das Barthaar direkt an der Hautoberfläche abkappen. Das Ritual selbst ist in etwa dasselbe: Mit Rasierschaum, -creme oder -gel kann Mann die Stoppeln aufquellen, damit sie sich leichter entfernen lassen. Gleichzeitig sorgt das Rasierprodukt, dass die Klinge besser auf der Haut gleitet und diese nicht überstrapaziert.

Rasiert wird immer nach dem Duschen oder Baden: Das warme Wasser weicht die Barthaare ein, wodurch sie sich leichter abschneiden lassen. Bei der Klingenwahl ist darauf zu achten, dass sie möglichst hochwertig ist. Empfehlenswert sind Klingen aus Edelstahl, Einwegklingen sind ein absolutes No-Go.

Um die Barthaare nah an der Hautoberfläche abzukappen, rasieren viele Männer entgegen der Haarwuchsrichtung. Nicht jeder Mann verträgt diese Rasur, gerade bei empfindlicher Haut kommt es zu Hautirritationen.

Nach der Rasur folgt wie bei der Trockenrasur das Aftershave. Es desinfiziert mit seinen antibakteriellen Stoffen die Haut und schützt vor unschönen Entzündungen.

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Unterschiede zwischen Nass- und Trockenrasur zusammenfasst:

Merkmal Nassrasur Trockenrasur
Gründlichkeit Sehr gründlich Weniger gründlich
Hautirritation Höher Geringer
Zeitaufwand Höher Geringer
Vorbereitung Erforderlich Nicht erforderlich
Benötigte Produkte Rasierschaum/Gel, Aftershave Preshave, Aftershave

Hygienische Nassrasur | Schritt für Schritt | Grundpflege

Alternativen zur Trocken- und Nassrasur

Eine Alternative zur klassischen Trocken- oder Nassrasur sind sogenannte Nass-Trocken-Rasierer. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich um Geräte, die beide Methoden kombinieren: Mit ihnen ist sowohl die Rasur auf trockener Haut als auch mit Schaum in der Dusche ermöglichen. Im Prinzip funktionieren Nass-Trocken-Rasierer jedoch wie normale Trockenrasierer. Es kommt lediglich das Element Wasser hinzu oder es wird ein Gel beziehungsweise Schaum aufgetragen. Sie haben also nichts mit der klassischen Nassrasur gemeinsam. Auch die Qualität der Rasur ist nicht zwingend besser als bei einer simplen Trockenrasur. Ihr Vorteil liegt vielmehr darin, dass der feine Hornstaub entfernt wird und die Poren nicht verstopfen kann. Eine Nass-Trocken-Rasur ist somit Rasur und Pflege in einem.

Neben der Nass-Trocken-Rasur gibt es noch zwei weitere Methoden zur Haarentfernung:

  • Epilation: Männer epilieren sich nicht nur auf der Brust, unter den Achseln und anderen Bereichen, auch eine Epilation im Gesicht ist möglich. Diese etwas schmerzhafte Haarentfernung erfolgt entweder mit einem Epiliergerät, bei dem die Barthaare aus der Haarwurzel ausgerissen werden, oder mit Wachs. Der Vorteil liegt darin, dass die Barthaare erst in etwa sechs Wochen nachwachsen.
  • Laserbehandlung: Die Haarentfernung mit einem Laser oder Blitzlampen erfolgt durch einen Profi. Bei der Laserepilation wird das Wachstum der Haarwurzel gestört. Eine solche Anwendung bedarf mehrerer Sitzungen, dafür ist der Patient mehrere Monate oder Jahre haarfrei.

8 Tipps für die perfekte Rasur

  1. Für die Trockenrasur gibt es spezielle Pre-Shave-Produkte, die die Haut entwässern und dadurch die Barthaare versteifen. Preshave-Produkte sollte man nicht bei einer Nassrasur verwenden, da die Haare in Kontakt mit Wasser und Schaum aufquellen und die Stoppel weicher machen - also genau der gegenteilige Effekt.
  2. Ob Mann sich für aufgeschäumte Rasierseife, Rasierschaum oder Rasiergel entscheidet, hängt von seinem Geschmack ab. Die Kombination aus Pinsel, Tiegel und Seife macht durchaus einen edlen Eindruck, grundsätzlich reduzieren aber alle drei Varianten Hautprobleme gleich gut und bringen die Barthaare in die perfekte Position.
  3. Hochwertige Rasierklingen überstehen selbst beim stärksten Bartwuchs bis zu 20 Rasuren. Einwegrasierer gilt es, zu meiden. Sie fühlen sich nicht nur sehr unangenehm auf der Haut an, sondern erhöhen auch die Gefahr vor Schnittverletzungen.
  4. Einige Elektrorasierer eignen sich für den Einsatz unter der Dusche. Bevor man sich mit dem Gerät ins Kühle Nass wagt, sollte man aber sichergehen, dass das Modell tatsächlich wasserdicht ist.
  5. Die Klingenblöcke und Scherblätter eines Trockenrasierers werden im Laufe der Zeit genauso stumpf wie die eines Nassrasierers. Hier hilft nur noch der Austausch, um unschöne Verletzungen zu vermeiden.
  6. Grundsätzlich ist es bei der Nassrasur empfehlenswert, die Rasierklinge nur in Bartwuchsrichtung zu führen. Diese Handhabung der Klinge schont die Haut und beugt Verletzungen vor. Damit die Rasur gründlich wird, kann man sich ein zweites Mal rasieren.
  7. Auf den Scherköpfen des Trockenrasierers sammeln sich nach jeder Rasur kleine Barthaare an. Deshalb ist es wichtig, den Rasierer nach jeder Rasur zu reinigen. Von Zeit zu Zeit sollte man ihn auch mit einer Speziallösung desinfizieren.
  8. Bei der Trockenrasur wird ein wenig Haut abgehobelt. Die männliche Gesichtshaut ist zwar wesentlich dicker und grobporiger als bei Frauen, aber trotzdem kann sie sowohl unter der Nass- als auch der Trocken-Rasur leiden. Um Hautirritationen oder Entzündungen zu vermeiden, sollten Rasiermethode und Rasierprodukte auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein.

Die richtige Hautpflege nach der Rasur

Barthaare wachsen auf Wangen, Oberlippe, Kinn und Hals und sind ungefähr doppelt so dick wie das Haupthaar. Wie schnell der Bart wächst, ist allerdings individuell verschieden und hängt auch vom Alter ab. Wer Wert auf eine glatte Gesichtshaut und ein gepflegtes Erscheinungsbild legt, sollte sich jeden Tag rasieren. Allerdings kann empfindliche Haut mit Rötungen auf die tägliche Rasur reagieren.

Eine nicht zuletzt bei der Damenwelt beliebte Alternative ist der Drei-Tage-Bart. Er entsteht, wenn die Rasur nur alle zwei bis drei Tage erfolgt. Ein üppiger Vollbart liegt bei Männern gerade sehr im Trend. Doch ganz so pflegeleicht ist die üppige Pracht auch nicht. Der Bart sollte regelmäßig getrimmt und in Form gebracht werden. Unerlässlich ist eine Pflege mit speziellen Produkten.

Ob normale, empfindliche oder trockene Haut, nach der Rasur ist eine wohltuende Pflege erforderlich. Da die Oberfläche und damit der Schutzmantel der Haut leicht angegriffen wird, bilden sich schnell Pickel oder gerötete Stellen. Ohne Pflege spannt und brennt die Haut sowohl bei der Nass- als auch der Trockenrasur.

Traditionell wurde lange Zeit Rasierwasser mit Alkohol verwendet, um kleine Verletzungen zu desinfizieren. Der Alkohol verschließt die Poren und stoppt die Blutungen. Außerdem sorgen Produkte mit Alkohol für einen Frischekick. Allerdings reizt Alkohol die Haut und trocknet sie aus.

Inzwischen gibt es sehr viele unterschiedliche After Shave Produkte mit und ohne Alkohol. Ideal ist eine Pflege, die die Haut erfrischt und mit Feuchtigkeit versorgt. In der Naturkosmetik enthalten die Pflegeprodukte natürliche Öle wie Teebaumöl oder Jojobaöl, um die Haut mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen zu desinfizieren, zu beruhigen und zu regenerieren. Produkte mit Aloe Vera sorgen wiederum für viel Feuchtigkeit.

Die Lösung für gereizte Haut nach der Rasur

Am wichtigsten ist die Entscheidung: nass oder trocken? Vorteil der Nassrasur: Sie ist ein erfrischendes Morgenritual, und die modernen, ausgefeilten Klingensysteme passen sich optimal der Gesichtsform an. Weil das Barthaar durch warmes Wasser und Rasierschaum oder Gel aufquillt, lässt es sich leichter kappen. Außerdem gleitet der Rasierer besser - auch das schont Haut und Klinge.

Nachteil: Bei zu viel Druck auf die Klinge begünstigt die Nassrasur Schnittwunden und Entzündungen sowie langfristig trockene Haut.

Bei feuchtigkeitsarmer Haut empfiehlt Dermatologe Hebel die Trockenrasur: "Sie ist in diesem Fall schonender, weil die Haut nicht direkt mit der Klinge in Berührung kommt. So wird die Verletzungsgefahr minimiert, was auch bei Akne von Vorteil ist." Außerdem ist die Trockenrasur eine unkomplizierte Angelegenheit. Ein Wermutstropfen: So gründlich wie die Klinge entfernt sie die Stoppeln nicht.

Dr. Cyrus Ehtechami, Apotheker in München, rät: "Bei empfindlicher und trockener Haut sollten Sie keine alkoholhaltigen Schäume und After- Shaves verwenden. Sie reizen die Haut und trocknen sie zusätzlich aus. Besser sind alkoholfreies Rasiergel und After-Shave-Balsam mit entzündungshemmendem Thermalwasser. Das Gel bildet einen Film, der hilft, den natürlichen Schutzmantel der Haut zu erhalten. Regenerierendes Allantoin pflegt und beruhigt, Lipo-Hydroxy-Säure peelt die Haut sanft und sorgt so für einen glatten Teint.

Ideal bei eingewachsenen Haaren und entzündeten Pickeln: eine glycerolhaltige Creme, die am Abend aufgetragen wird und so gleichsam im Schlaf die Hornschicht löst. Urea hält die Haarbälge offen, Kupfer- und Zinksulfat beugen Infektionen vor. Nach der Rasur bremst ein beruhigendes After-Shave-Fluid mit Kürbiskern-Extrakt die Talgbildung. Alpha-Bisabolol desinfiziert, Glyzerin und Färberdistelöl schützen vor dem Austrocknen."

Die Nassrasur - Tipps für eine schonende Rasur

  • Rasierschaum und -gel entfalten ihr volles Potenzial erst nach etwa zwei Minuten - also immer gut einwirken lassen.
  • Bei empfindlicher Haut grundsätzlich mit dem Strich rasieren. Für eine gründliche Rasur mehrmals einseifen.
  • Nehmen Sie sich Zeit: Wer langsam rasiert, vermeidet Wunden.
  • Um Entzündungen vorzubeugen, den Rasierer während und nach der Rasur gut abspülen und hinterher an der Luft trocknen lassen.
  • Nach spätestens zehn Rasuren empfiehlt sich eine neue Klinge.
  • Entzündungsherde beim Rasieren umfahren. Wenn entzündete Haarbälge zum Dauerzustand werden, können Einwegrasierer helfen. Sehr hartnäckige Fälle sollte sich der Hautarzt ansehen.
  • Treten nach der Rasur Rötungen auf, kann das an einer Allergie auf Duft- oder Wirkstoffe in Kosmetika liegen. Auch in diesem Fall einen Hautarzt aufsuchen.

Die Trockenrasur - Tipps für eine schonende Rasur

  • Bei eingewachsenen Haaren hilft ein regelmäßiges Peeling, das die Härchen befreit sowie Hornschüppchen, Schmutz und Talg entfernt.
  • Vor der Rasur Pre-Shave-Produkte verwenden, sie richten das Barthaar auf.
  • Wer empfindliche Haut hat und ein Scherfolien-Gerät benutzt, sollte mit dem Strich rasieren.
  • Desinfizieren Sie die Scherköpfe alle drei bis sechs Wochen mit einer milden Speziallösung.

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