Die Styling-Kosten von Spitzenpolitikern sind immer wieder ein Thema für öffentliche Diskussionen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob die Ausgaben angemessen sind, sondern auch um die politische Signalwirkung, die von solchen Ausgaben ausgeht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Kosten, die für Visagisten und Friseure durch Mitglieder der Bundesregierung entstehen. Im Folgenden werden die Ausgaben verschiedener Kabinettsmitglieder beleuchtet und die Kritik daran dargestellt.
Annalena Baerbock bei einem Auslandsauftritt
Im Jahr 2023 stellte die AfD-Fraktion eine kleine Anfrage zur Aufschlüsselung der Kosten für Visagisten und Friseure durch Mitglieder der Bundesregierung, Staatssekretäre und Parlamentarische Staatssekretäre. Dabei kam heraus, dass knapp 200.000 Euro für das Styling der Top-Parlamentarier aufgewendet wurden. Ehemalige Bundeskanzler verrechneten im selben Zeitraum zudem 29.416,99 Euro für eine freiberufliche Assistentin für Make-up und Frisur. Davon entfielen 17.200 Euro auf Alt-Kanzlerin Angela Merkel, die seit dem Ende ihrer Amtszeit über 55.000 Euro für Haare und Make-up aufgewendet haben soll.
Die Summe der Stylingkosten der Ampel-Regierung von 2022 bis Ende 2024 belief sich auf über 538.000 Euro. Das Auswärtige Amt, angeführt von Annalena Baerbock, trug dabei die höchste Rechnung. Baerbock soll monatlich etwa 8.925 Euro allein für ihre Visagistin gezahlt haben. In den ersten drei Monaten von 2025 kamen weitere fast 50.000 Euro für Visagisten hinzu. Damit summierten sich die bekannten Stylingkosten der Ex-Regierung auf knapp 600.000 Euro.
Die "Bild" berichtete unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine CDU-Anfrage, dass Baerbocks Styling im November 2023 insgesamt 11.900 Euro kostete. Bundeskanzler Olaf Scholz rechnete im Dezember 2023 insgesamt 3.141,60 Euro für Friseur und Stylisten ab. Bei Bundesfamilienministerin Lisa Paus fielen 2.677,50 Euro an, während Bundesinnenministerin Nancy Faeser 541,45 Euro ausgab.
Nancy Faeser auf dem roten Teppich
In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 gab es erneut erhebliche Ausgaben für Visagisten:
| Ministerium | Betrag (01.01. - 25.03.2025) |
|---|---|
| Kanzleramt (Olaf Scholz, SPD) | 13.015 € |
| Auswärtiges Amt (Annalena Baerbock, Grüne) | 20.849 € |
| Familienministerium (Lisa Paus, Grüne) | 4.287 € |
| Innenministerium (Nancy Faeser, SPD) | 3.737 € |
| Umweltministerium (Steffi Lemke, Grüne) | 3.554 € |
| Bundesministerium für Wohnen (Klara Geywitz, SPD) | 1.999 € |
| Arbeitsministerium (Hubertus Heil, SPD) | 1.607 € |
| Wirtschaftsministerium (Robert Habeck, Grüne) | 598 € |
| GESAMT | 49.646 € |
Die hohen Styling-Kosten stießen nicht nur beim Bundesbürger auf Kritik. AfD-Politiker Stephan Brandner kritisierte, dass die Ampel-Minister selbst in den letzten Monaten ihrer Amtszeit tief in die Tasche der Steuerzahler griffen. Die Fraktion forderte ein Ende der Kostenübernahme für Visagisten. Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, forderte, dass diese Ausgaben auf das Notwendigste reduziert und im Zweifel privat bezahlt werden sollten.
CDU-Bundestagsabgeordneter Christoph Ploß sprach sich für eine Friseurkosten-Obergrenze aus und sagte: "Wenn hart arbeitende Steuerzahler jeden Monat fünfstellige Summen für die Frisur von Annalena Baerbock ausgeben sollen, hört der Spaß auf."
Frisuren können in der Politik ein Statement sein. Javier Milei, Argentiniens designierter Präsident, fällt durch seine wirre Frisur auf, die als Zeichen gegen das Establishment interpretiert wird. Auch Boris Johnson und Donald Trump nutzten ihre Frisuren, um bestimmte Botschaften zu vermitteln.
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