Botox ist ein beliebtes Mittel zur Glättung von Falten, insbesondere im Stirnbereich. Doch manchmal kann es zu unerwünschten Nebeneffekten kommen, wie zu hoch gezogenen Augenbrauen. Dieser Artikel erklärt, was Sie dagegen tun können.
Botox, auch BTX oder Botulinumtoxin genannt, wird in feinsten Dosierungen direkt in die Muskeln gespritzt. Dort blockiert es vorübergehend die Nervenimpulse, die normalerweise zur Muskelkontraktion führen.
Normalerweise sind die Muskeln um die Brauen herum so angeordnet, dass sie eine nach unten ziehende Kraft ausüben. Das führt dazu, dass die Augenbrauen im Alter nach unten rutschen und das Auge kleiner wirkt. Wenn die Muskelkraft der nach unten ziehenden Muskeln nachlässt, kann der für das Hochziehen der Augenbrauen verantwortliche Gegenmuskel seine Arbeit ungestört verrichten. Dadurch werden die Augenbrauen angehoben und der Gesichtsausdruck wirkt wacher und jugendlicher.
Ein erfahrener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie kennt die Anatomie des Gesichts genau und wird bei der Injektion von Botox sorgfältig und gezielt vorgehen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Aufgrund der Hauterscheinungen heißen die Komplikationen wie Charaktere bzw. Stark hochgezogene Augenbrauen wie beim vulkanischen Offizier des Raumschiffs Enterprise sind ein häufiges Phänomen nach Botulinumtoxin-Therapie an der Stirn. Das Spock-Phänomen (auch Mephisto-Augenbraue) wird durch eine kompensatorische Überaktivierung der seitlichen Fasern des Musculus frontalis verursacht, erläuterte Dr. Said Hilton, niedergelassener Hautarzt in Düsseldorf. Der Muskelzug ist noch bis zum oberen Haaransatz möglich. Es ist ein Zeichen, dass der laterale Anteil des M. frontalis nicht ausreichend behandelt wurde. Meist wurden die Injektionen zu medial gesetzt, ist Dr. Hiltons Erfahrung.
Es mag paradox klingen, aber Botox kann tatsächlich die Augenbrauen anheben, obwohl es eigentlich eine Muskelentspannung bewirkt. Es ist eine beliebte und effektive Methode, um die Augenbrauen anzuheben.
Über der äußeren Begrenzung der Augenhöhle liegt ein Ringmuskel oberflächlich unter der Haut. Dieser Ringmuskel (Musculus orbicularis) ermöglicht ein Zukneifen des Auges. Eine Grundanspannung dieser mimischen Muskulatur um das Auge führt zu einer Herabsetzung der Augenbrauenposition. Durch Schwächung des M. orbicularis mit Botulinumtoxin können sich die ringförmig verlaufenden Fasern weniger Zusammenziehen, grundsätzlich ist eine Entspannung möglich. Dadurch soll Ihr Auge auch in Ruhe weniger zusammengekniffen werden und die Augenbrauen sich heben. Zusätzlich kann man den Zug des Stirnmuskels, der die Brauen grundsätzlich nach oben zieht, durch eine mittige Schwächung auf die Außenseiten der Augenbrauen lenken. Dadurch werden die äußeren Enden der Augenbrauen angehoben. Mit dem Effekt der Augenbrauenanhebung sollte vorsichtig umgegangen werden, da sich sonst über den seitlichen Enden der Augenbrauen sog. Spok-Falten bilden.
Ihre Augenbrauen können sich um einen bis drei Millimeter anheben. Die Erwartung darf allerdings nicht zu hoch sein. Übertrieben gezupfte Augenbrauen oder ein stark erhöhtes Permanent Make-Up über entfernten Augenbrauen deuten auf eine übersteigerte Erwartung hin. Bei Unzufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis ist ‘Nachspritzen’ sehr kritisch.
Die häufigste Folge von zu viel Botox in die Stirn sind herabsinkende Augenbrauen. Tritt das Problem nur einseitig auf, dann steht eine Augenbraue höher als die andere. Die Medizin spricht von einer Brauenptosis. Sie wirkt optisch unvorteilhaft. Binnen einiger Wochen vergeht sie wieder. Um den Prozess zu unterstützen, kann die Augenpartie mit den Fingerspitzen oder der Rückseite einer elektrischen Zahnbürste massiert werden. Zur Unterstützung kommen Augentropfen mit Apraclonidin in Frage (Iopidine 5 mg/ml).
Leider ist es in diesem Fall so, dass man leider warten muss bis sich das Produkt abgebaut hat. Das Phänomen, dass die Braue etwas abgesunken ist, könnte damit zusammenhängen, dass zu nah an die Braue infiltriert wurde oder das Botox sich in Areale ausgebreitet hat, wo es nicht wirken sollte. Leider ist es nicht selten, dass Falten im Bereich der Augenbrauen sichtbarer werden, wenn der Rest behandelt ist. Diese kann man leider nicht mit Botox behandeln, da die Augenbraue noch mehr absinkt. Evtl. ist Hyaluronsäure eine Lösung? Eine richtige Wulst habe ich in diesem Bereich nach Botox noch nicht gesehen. Dies müßte man sich tatsächlich einmal live anschauen.
Einige Sofortmaßnahmen, die Sie selbst ergreifen können:
Was der Arzt tun kann:
Die Wirkung von Botox zeigt sich nach wenigen Tagen und ist nach etwa zwei Wochen vollständig sichtbar. Das Ergebnis hält im Schnitt 4 bis 6 Monate an. Bei regelmäßiger Auffrischung verlängert sich die Wirkung, da sich die Muskulatur zunehmend beruhigt. Da Botox vom Körper abgebaut wird, ist die Wirkung zeitlich begrenzt. Sie hält 4-6 Monate an.
Als Richtwert der Botox-Kosten für eine Behandlung der Stirn kann ich für meine Praxis in München rund 280-385 Euro nennen. Dafür erhält man eine ganze Ampulle Toxin mit 50 Einheiten. Das reicht zumeist, um Stirnfalten, Glabella und Augenbrauen in einer Sitzung zu behandeln.
Standard-Injektionsschema Stirn. Die Behandlung einer ausgeprägten „hohen“ Stirn mit Botox kann eine 2. Davon weiche ich nur in Ausnahmefällen ab, etwa bei einer besonders hohen Stirn, die eine zweite Injektionsreihe erfordert. Das gängige Standardschema für Botox gegen Stirnfalten umfasst eine einzige Injektionslinie.
Typische Nebenwirkungen sind Rötungen, Schwellungen und Hämatome. Botox in die Stirn zieht keine Ausfallzeit nach sich.
Eine gute Alternative zu klassischem Botox in die Stirn ist, wie oben erwähnt, ein Verfahren namens Baby-Botox. Dabei wird der Wirkstoff in stärkerer Verdünnung in die Haut injiziert und nicht in den Muskel. Die Mimik wird dabei nicht beeinträchtigt. In allen Fällen, in denen Stirnfalten keinen mimischen Ursprung haben oder aufgrund eines erhöhten Muskeltonus mit Botox nicht optimal behandelt werden können, eignen sich die Unterspritzung mit Hyaluronsäure, das Lifting mit PDO Fäden oder die Laserbehandlung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wichtig ist, sich von einem erfahrenen Arzt behandeln zu lassen und die Nachsorgehinweise genau zu befolgen, um unerwünschte Ergebnisse zu vermeiden.
Nebenwirkungen von Botox sind relativ selten und entstehen in den meisten Fällen durch eine nicht fachgerechte Behandlung. Dies trifft vor allem auf die Risiken und Nebenwirkungen von Botox bei der Faltenbehandlung zu. Denn die meisten Nebenwirkungen von Botox sind durch andere Anwendungen aus dem medizinischen Spektrum, zum Beispiel bei Muskelkrämpfen oder Nervenkrankheiten, bekannt. Im Bereich der ästhetischen Medizin kann es vereinzelt zu leichten Botox-Nebenwirkungen kommen, die in der Regel nach einigen Tagen wieder verschwinden.
Gefahren und Risiken von Botox entstehen vor allem durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder durch eine nicht fachgerechte Behandlung trotz Kontraindikation. Eine Behandlung während der Einnahme bestimmter Medikamente birgt das Risiko einer Botox-Wechselwirkung und eines entsprechend geringeren Effekts des Wirkstoffs. Dies ist beispielsweise der Fall bei der Einnahme von:
Ernstzunehmende Gefahren bei Botox treten nur auf, wenn die Patient*innen an Krankheiten leiden, die eine Kontraindikation darstellen. Dabei handelt es sich konkret um Allergien gegen den Wirkstoff oder andere Bestandteile des Medikaments oder Entzündungen an der gewünschten Einstichstelle. Zusätzlich sollte bei bestimmten krankheitlichen Vorgeschichten eine Nutzen-Risiken-Abwägung durch den behandelnden Arzt stattfinden, um Gefahren von Botox zu vermeiden.
Die häufigste Nebenwirkung von Botox ist ein Hämatom oder Bluterguss an der Einstichstelle.
Je nach behandeltem Muskel kann es vereinzelt zu folgenden Botox-Nebenwirkungen kommen:
Ein sogenanntes mimikloses „Maskengesicht“ ist übrigens kein Risiko einer Botox-Behandlung. Dieses entsteht nur durch relativ hoch dosierte Anwendungen auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten oder der Patientin.
Um das Risiko solcher Nebenwirkungen von vornherein zu reduzieren, sollten Sie auf Folgendes achten:
Individuelle Beratung und Analyse: Jede Behandlung mit Botox zur Stirnfalten-Glättung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch in meiner Praxis in München. Ich analysiere Ihre Mimik, die Faltenstruktur und die Muskelaktivität der Stirn, um Dosierung und Injektionspunkte exakt festzulegen.
Vorbereitung der Haut: Vor dem Glätten der Stirnfalten mit Botox wird die Haut gründlich gereinigt und desinfiziert.
Gezielte Injektion des Botulinumtoxins: Das Botulinumtoxin Typ A (Botox) wird mit mikrofeiner Nadel präzise in die Stirnmuskulatur injiziert, um die Stirnfalten gezielt zu glätten. Die Behandlung dauert etwa 10-20 Minuten, ist ambulant und erfordert keine Betäubung.
Unmittelbare Nachsorge: Nach der Botox-Stirn-Behandlung kann die Haut kurzzeitig leicht gerötet oder empfindlich sein. Eine Kühlung lindert die Reaktion.
Kontrolle und Nachdosierung: Die Wirkung des Botox zur Stirnfalten-Glättung setzt nach 2-5 Tagen ein und ist nach etwa zwei Wochen voll ausgeprägt.
Alle Injektionen zum Stirnfalten glätten werden ausschließlich von Dr. Dr. med. univ. Eva Maria Strobl ist Inhaberin der Praxis LIPS and SKIN Ästhetische Medizin in München. Sie ist ausgebildete Fachärztin für Allgemeinmedizin (MedUni Wien) und seit mehr als 10 Jahren spezialisiert auf nicht-chirurgische ästhetische Eingriffe. Sie ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Botulinum-Therapie e.V (DGBT), der German Society of Anti-Aging Medicine e.V. (GSAAM) und im Network Global Health.
Nein, leider hilft Botox nicht bei allen Stirnfalten. Gute Resultate sind bei Patienten zu erwarten, die bei willentlicher Anspannung und Entspannung der Stirn die quer verlaufenden Falten hervorrufen und wieder verschwinden lassen können. Hingegen ist bei Patienten, bei denen aufgrund eines erhöhten Muskeltonus (Grundanspannung) die Querfalten immer sichtbar sind, mit Botox allein kein befriedigendes Ergebnis zu erwarten.
Botox® mindert mimische Falten, wie z.B. die Zornesfalte, Stirnfalten, Krähenfüße oder auch herabhängende Mundwinkel, indem es den Muskel, der für die Bewegung zuständig ist, sanft entspannt. Statische Falten, wie die Nasolabialfalte oder die Marionettfalten am Mundwinkel, werden in der Regel über Filler Injektionen mit Hyaluronsäure wieder sanft aufgebaut, so dass die Falte weniger tief ausgeprägt ist und das Gesicht wieder einen weicheren, harmonischeren Look erhält. Hyaluronsäure Filler sind auch das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, ein verlorenes Volumen im mittleren Gesichtsbereich wieder aufzufüllen und abgesunkene Hautpartien wieder anzuheben.
Eine ästhetische Behandlung lebt von der perfekten Dosierung der zu verwendenden Substanzen und gehört immer in die Hände eines sehr geschulten Behandlers.
Das Mittel der Wahl zur Dämpfung des Schließmuskels des Auges (Musculus orbicularis oculi) ist Botulinum Toxin. Die Kunst besteht darin, diesen großen, ringförmigen Muskel in seiner Schließfunktion zu dämpfen, ohne die in der tiefer liegenden Gewebeschicht befindlichen Oberlidhebermuskeln (Musculus tarsalis und Musculus levator palpebrae) zu schwächen. Eine besondere Herausforderung besteht, wenn es zusätzlich um die Unterspritzung der queren Stirnfalten im seitlichen Bereich oberhalb der Augenbrauen geht. Auch hier erfolgt die Behandlung mit Botulinum Toxin. Das Dämpfen der queren Stirnfalten in diesem Bereich führt jedoch zu einem weiteren Absinken der Augenbrauen.
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