Die Mona Lisa, zweifellos eines der bekanntesten Gemälde der Welt, fasziniert seit Jahrhunderten Künstler, Denker und Bewunderer. Hinter ihrem geheimnisvollen Lächeln und weltweiten Ruhm verbirgt sich eine Welt voller faszinierender Geschichten.
Die Identität der Mona Lisa konnte bis heute nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Was die Identifizierung der Mona Lisa so schwer macht, ist die Tatsache, dass zu dem Porträt keine Auftragsdokumente, Verträge, Rechnungen oder ähnliches existieren. Die Mehrheit der Leonardo Forscher hält die Dargestellte für Lisa del Giocondo, geborene Lisa Gherardini. Die italienische Anrede “Mona” ist die altitalienische Kurzform von “Monna”, was wiederum die Kurzform von “Madonna” ist, also “Meine Dame”.
Eine der meistgestellten Fragen lautet: Warum hat die Mona Lisa keine Augenbrauen? Lange Zeit wurde angenommen, dass dies dem Schönheitsideal der Renaissance entsprach - Frauen rasierten sich damals angeblich die Augenbrauen ab. Doch 2007 zeigte der Forscher Pascal Cotte mithilfe von Hyperscans, dass Leonardo sie ursprünglich gemalt hatte.
Tatsächlich hat Fotograf Pascal Cotte Mona Lisas Augenbrauen nachgewiesen. Mit Infrarotlicht und monatelange Detektivarbeit erforschte er Leonardo da Vincis berühmtes Bild. Laut Cotte hat Leonardo da Vinci Mona Lisa Augenbrauen gemalt, doch sie wurden bei einem frühen Restaurierungsversuch ausgelöscht.
Bei den Wimpern und Augenbrauen seien die Pigmente möglicherweise durch das Altern des Ölbildes verblasst, sagte er. Auf seinen Scans sei aber "die Spur der unteren Wimpern" zu erkennen.
2012 tauchte eine alternative Version des Gemäldes auf - wahrscheinlich von einem Schüler da Vincis - bei der deutlich Augenbrauen und Wimpern zu sehen sind.
Leonardo da Vincis "Mona Lisa" hatte laut einem französischen Forscher ursprünglich klar sichtbare Augenbrauen und Wimpern, ein "deutlicheres Lächeln" und eine Decke auf den Knien. Dies hätten Scans mit einer hochauflösenden Spektralkamera gezeigt, sagte der Ingenieur Pascal Cotte, der das Bild vor drei Jahren nach einer Ausstellung in San Francisco untersuchen konnte.
Dabei habe das Gemälde "24 Geheimnisse" offenbart, sagte Cotte, auch wenn einige davon schon lange in der Wissenschaft diskutiert würden. Bisher hätten aber eindeutige Beweise gefehlt.
Cotte fand dabei nicht nur die Augenbrauen und Lider sondern auch eine veränderte Handhaltung, ein ursprünglich breiteres Gesicht und vor allem ein intensiveres Lächeln. Außerdem will er die ursprünglichen Farben, die längst unter Firniss und dem Schmutz der Jahrhunderte verschwunden sind, mit Hilfe einer 22 Gigabyte Digitalkamera und 13 Farbfiltern rekonstruiert haben.
Das Ergebnis von Pascal Cottes Untersuchung klärt wesentliche offene Fragen im Zusammenhang mit der Mona Lisa. Vasari beschreibt die fein gemalten Augenbrauen der Mona Lisa, obwohl sie offensichtlich keine Augenbrauen hat. Er muss sich daher auf Erzählungen bezogen haben, die er von der ersten Version der Mona Lisa gehört hat.
Pascal Cottes Erkenntnisse erklären auch die auffällige Ähnlichkeit dreier Porträts von Raffael mit dem der Mona Lisa. Ohne Zweifel sind sie zur selben Zeit entstanden.
Es ist möglich, dass die Augenbrauen im Laufe der Zeit und durch Restaurierungsversuche verloren gegangen sind. Die Wissenschaft ist wie üblich skeptisch.
Heute befindet sich die Mona Lisa in einem der meistbesuchten Museen der Welt: dem Louvre in Paris. Ihre genaue Position? Der ikonische Salle des États - ein großer Saal, in dem sie hinter dickem, kugelsicherem Glas ausgestellt ist.
Dass die Mona Lisa im Louvre zu Hause ist, ist kein Zufall. Das Museum beherbergt eine der größten und beeindruckendsten Kunstsammlungen weltweit. Und dennoch: Im Vergleich zu den monumentalen Gemälden ringsum wirkt die Mona Lisa erstaunlich klein.
Die Mona Lisa entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts, zwischen 1503 und 1506 - in einer Zeit, in der Florenz das pulsierende Zentrum der italienischen Renaissance war. Florenz war damals ein Hotspot künstlerischer Innovation.
Leonardo experimentierte hier mit neuen Maltechniken, darunter das berühmte Sfumato, das weiche Übergänge zwischen Licht und Schatten ermöglicht. Seine Maltechnik war revolutionär: Durch den Einsatz von Sfumato - weiche Übergänge zwischen Licht und Schatten - verlieh er dem Porträt eine fast fotografische Tiefe.
Das Lächeln der Mona Lisa zählt zu den größten Mysterien der Kunstgeschichte. Ist es freundlich? Melancholisch? Oder schwebt es irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit?
Im Saal Nummer 49 hängt die „Mona Lisa“. Nicht die von Leonardo da Vinci. Im selben Atelier, Pinselstrich für Pinselstrich. Das Bild weist Änderungen und Nachbesserungen auf, die auch da Vinci an seinem Original vorgenommen hat. All das lässt auf die zeitgleiche Entstehung schließen.
Wie die Mona Lisa nach Frankreich kam, ist also geklärt. Sie ist das bekannteste Exponat des gesamten Louvre. Leonardo da Vincis Werk zieht jedes Jahr mehrere Millionen Besucher an.
Näheres dazu erfährt man in einem Dokumentarfilm der Arte-Serie „Karambolage“. Demnach lud König Franz I. im Jahr 1518 den damals bereits 64-jährigen da Vinci nach Frankreich ein. Der Künstler nahm einige seiner Bilder mit, die er auf seiner Reise weiter bearbeiten wollte, darunter auch das heute weltberühmte Bild einer Frau ohne Augenbrauen - die Mona Lisa. Während seines Besuchs soll der König sie ihm abgekauft haben.
Die Gemächer des französischen Renaissance-Königs waren nur die erste Station der Mona Lisa. In den darauffolgenden Jahren hing sie in verschiedenen Schlössern, darunter dem Palais des Tuileries, dem Louvre-Palast und Versailles, sowie im Schlafzimmer von Napoleon Bonaparte.
Am 21. August 1911 verschwand die weltberühmte Mona Lisa spurlos aus dem Louvre in Paris - ein Ereignis, das das Museum schlagartig in den internationalen Fokus rückte.
Der Täter? Kein Meisterdieb aus einem Hollywood-Film, sondern ein italienischer Anstreicher namens Vincenzo Peruggia, der einst selbst im Louvre gearbeitet hatte. Zwei Jahre blieb das Bild verschwunden. Dieser spektakuläre Diebstahl wurde zum Medienereignis des Jahrhunderts und machte die Mona Lisa schlagartig weltberühmt.
Peruggia erklärte später, dass er das Gemälde nicht aus Gier, sondern aus Patriotismus gestohlen habe. Ein italienisches Meisterwerk, so fand er, gehöre auf italienischen Boden - nicht in ein französisches Museum. In Italien wurde seine Tat von einigen sogar als patriotischer Akt gefeiert.
1913, zwei Jahre nach dem Raub, versuchte Peruggia, das Werk der Uffizien in Florenz zu verkaufen. Nach seiner Verhaftung gestand Peruggia, dass er das Gemälde in einer einzigen Nacht entwendet hatte - möglicherweise mit Hilfe von zwei Komplizen.
Die erste offizielle Schätzung des Wertes der Mona Lisa stammt aus dem Jahr 1962, als das Gemälde auf Welttournee in die USA und Japan ging. Damals wurde ihr Wert auf 100 Millionen US-Dollar geschätzt - eine astronomische Summe für jene Zeit. Ein offizielles Preisschild gibt es jedoch nicht. Die Mona Lisa ist unbezahlbar - sie wird nicht verkauft und ist auf dem Markt auch nicht versicherbar.
Heute ist die Mona Lisa besser gesichert als je zuvor. Sie hängt in der Salle des États im Louvre - geschützt durch dreifach kugelsicheres Glas, Kameras, Laser und Bewegungssensoren.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Künstler | Leonardo da Vinci |
| Entstehungszeitraum | 1503-1506 |
| Modell | Lisa Gherardini (vermutlich) |
| Ausstellungsort | Louvre, Paris |
| Besondere Merkmale | Sfumato-Technik, geheimnisvolles Lächeln, fehlende Augenbrauen (ursprünglich vorhanden) |
tags: #mona #lisa #augenbrauen #warum
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.