Diffuser Haarausfall bei Frauen: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Diffuser Haarausfall, medizinisch als "Alopecia diffusa" bezeichnet, beschreibt einen Haarverlust, der gleichmäßig über die gesamte Kopfhaut verteilt auftritt. Im Vergleich zum erblich bedingten Haarausfall ist diese Form des Haarverlusts eher selten. Dafür ist sie deutlich besser heilbar und potenziell reversibel.

Der diffuse Haarausfall ist auch unter den Namen Alopecia diffusa, diffuse Alopezie oder Effluvium diffusum bekannt. Das Kopfhaar wird insgesamt dünner, ohne dass einzelne lichte Stellen entstehen. Das ist bei Frauen und Männern gleichermaßen so. Eine komplette Glatze kommt selten vor.

Während der erblich bedingte Haarverlust bereits klinisch eine klassische Diagnose ist und auch der kreisrunde Haarausfall ein spezifisches Krankheitsbild, ist der diffuse Haarausfall eher ein Symptom, das auf ein zugrunde liegendes Problem hindeutet. Durch eine genaue Anamnese und Untersuchung kann der Experte die Krankheitsbilder differenzieren.

Normalerweise verliert ein erwachsener Mensch pro Tag bis zu 100 Haare, bei Kindern können es bis zu 80 sein. Fallen über einen längeren Zeitraum täglich deutlich mehr Haare aus, sodass ein sichtbarer Haarverlust entsteht, spricht man von Haarausfall.

Es gibt zahlreiche Faktoren, die diffusen Haarausfall auslösen können. Neben rein mechanischen Ursachen, wie zu strenge Frisuren, können auch Krankheiten und falsche Ernährungsformen Haarausfall hervorrufen. Vieles, was zu dieser Form von Haarausfall führen kann, betrifft Frauen öfter oder in stärkerem Ausmaß als Männer. Fast jede dritte Frau hat im Lauf ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen. Der Leidensdruck ist groß. Dabei lässt sich Haarverlust gezielt bekämpfen.

Haare erneuern sich beim Menschen ständig. Sie hören nach einer bestimmten Zeit auf zu wachsen und fallen aus, neue Haare wachsen nach. Und auch lichteres Haar ist mit zunehmendem Alter normal. Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als 100 Haare aus oder entstehen haarfreie Stellen, liegt ein Haarausfall vor.

Beispielbild: Diffuser Haarausfall (Effluvium)

Was ist diffuser Haarausfall?

Diffuser Haarausfall ist an sich keine Krankheit, sondern vielmehr ein Symptom für eine tiefergehende Störung des Körpers. Es gibt immer ein auslösendes Ereignis, das für die Störung in den einzelnen Phasen des Haarzyklus verantwortlich ist, wie z.B. eine Chemotherapie.

Es kommt zu einem Verlust von über 50-100 Haaren pro Tag. Das Haar-Bild erscheint insgesamt lichter und dünner, eventuell ist die Kopfhaut dadurch sichtbarer. Kahle Stellen sind nicht vorhanden.

Formen des Haarausfalls

Beim kreisrunden Haarausfall entstehen abgegrenzte kahle Hautbereiche, im Gegensatz zum diffusen Haarausfall.

Plötzlich büschelweise HAARAUSFALL! Arzt erklärt Grund für Haarverlust (kein Vitaminmangel!)

Ursachen des diffusen Haarausfalls

Die Ursachen für diffusen Haarausfall sind sehr verschieden. So können zum Beispiel Hormonveränderungen, bestimmte Erkrankungen, Nährstoffmangel oder die Einnahme einiger Medikamente diffusen Haarausfall auslösen. Manchmal lässt sich auch kein Auslöser finden.

Insgesamt wird aber nur in etwa 70 Prozent der Fälle eine Ursache für den diffusen Haarverlust gefunden. Gerade bei Frauen ist das Ausmaß eines Haarverlusts oft schwer zu beurteilen. Frauen sind deutlich häufiger von diffusem Haarausfall betroffen, was durch einen Blick auf die häufigsten Ursachen erklärt wird. Auch Autoimmunerkrankungen, die mit Haarausfall einhergehen können, treten bei Frauen häufiger auf. Ein Nährstoffmangel, insbesondere Eisenmangel kommt bei Frauen durch erhöhten Blutverlust während der Menstruation häufig vor.

Auch bei Männern kommt es im Rahmen eines diffusen Haarverlusts oft relativ plötzlich zu einem verstärkten Ausfallen des Kopfhaars. Diese Form des Haarausfalls ist deutlich seltener als der bei Männern häufig vorkommende erblich bedingte Haarverlust. Dafür führt der diffuse Haarausfall in der Regel nicht zu einem vollständigen Haarverlust und ist reversibel, wenn die Ursache behoben wurde.

Hier sind einige der häufigsten Ursachen:

  • Hormonelle Umstellung: Hormone sind eine der häufigsten Ursachen für diffusen Haarausfall bei der Frau. Der weibliche Körper macht durch die Einnahme von empfängnisverhütenden Mitteln, eine Schwangerschaft und die Wechseljahre viele Phasen durch, die den Hormonhaushalt stark beeinflussen. Fast die Hälfte aller Frauen klagt beispielsweise über diffusen Haarausfall nach der Schwangerschaft, weil der Östrogenspiegel sinkt und Haarverlust begünstigt wird. Auch das Absetzen der Pille und das Einsetzen der Wechseljahre führt zu einem Hormonumschwung und kann die Ursache für diffusen Haarausfall sein.
  • Nährstoffmangel: Eine gesunde Ernährung ist die Basis für gesundes Haar. Kommt es aufgrund einer Mangelernährung, etwa durch eine Essstörung, eine Diät oder ein alternatives Ernährungskonzept, wie Veganismus, zu einer Unterversorgung bestimmter Nährstoffe, kann dies zu diffusem Haarausfall führen. Speziell Eisenmangel wurde als Ursache für Haarausfall von der Wissenschaft ausgemacht.
  • Stress: Emotionaler Stress, etwa der Verlust eines geliebten Menschen, kann diffusen Haarausfall verursachen. Doch auch Schwierigkeiten auf der Arbeit oder Probleme im Umgang mit der Familie und Freunden können zu einem erhöhten Stresslevel führen, welches den Ausfall von Haaren bedingt.
  • Physikalischer Stress: Gerade diffuser Haarausfall bei Frauen ist nicht selten durch mechanische Reize an der Kopfhaut bedingt. Heißes Föhnen, chemische Reize durch Tönungen und Färbungen, heiße Glätteisen und Dauerwelle sowie Flechtfrisuren und zu enge Zöpfe stressen die Haare und die Kopfhaut und können zu Haarverlust führen.
  • Pflegefehler: Falsche Pflegeprodukte, wie unverträgliche Shampoos oder Spülungen, führen ebenfalls zu diffusem Haarausfall bei Mann und Frau. Nutzen Sie am besten milde Shampoos ohne unnötige Zusatzstoffe.
  • Medikamente und Krankheiten: Ist der Körper aufgrund einer Erkrankung angeschlagen, kann sich das auch auf den Haarzyklus auswirken und für Haarausfall sorgen. Eine Schilddrüsenfehlfunktion oder Erkrankungen der Kopfhaut wie Pilze, Ekzeme und Schuppenflechten bedingen nicht selten Haarverlust. Darüber hinaus haben viele Medikamente Haarausfall als Nebenwirkung im Beipackzettel stehen.
  • Jahreszeit: Einige Dermatologen konnten in der Vergangenheit einen Zusammenhang zwischen diffusem Haarausfall und der Jahreszeit erkennen. Manche Frauen verlieren demnach im Herbst oder im Frühjahr mehr Haare, als im Rest des Jahres.

Weitere Ursachen können sein:

  • Ferritinmangel (Eisenstoffwechsel: 5-10% der Menschen in Europa haben einen Eisenmangel!)
  • Infektionen (etwa 2-4 Monate nach Infekt! z.B. Grippe, Corona-Infektion)
  • Saisonaler Wechsel (häufig im Frühling und im Herbst verstärkt)
  • Hauterkrankungen der Kopfhaut (z.B. Schuppenflechte, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Pilzinfektionen)
  • Schwere Allgemeinerkrankung / chronische Erkrankungen (z.B. Tumorerkrankungen, Lungenentzündung)
  • Zug oder Druck (z.B. durch Tragen eines straffen Zopfes)

Medikamente, die Haarausfall auslösen können:

  • Antibiotika
  • Heparin ("Blutverdünner")
  • ACE-Hemmer und Betablocker (u. a. gegen hohen Blutdruck)
  • Lipidsenker (Arzneimittel, die die Blutfette senken)
  • Retinoide (Vitamin-A-Abkömmlinge wie der Wirkstoff Acitretin)
  • Schilddrüsenmedikamente (sog. Thyreostatika)
  • Schmerzmittel (Analgetika)

Symptome: Wie sieht der diffuse Haarausfall aus?

Der diffuse Haarausfall führt sowohl bei Männern als auch bei Frauen meist dazu, dass das gesamte Kopfhaar ausgedünnt erscheint. Manchmal können aber auch lokal einzelne Stellen betroffen sein wie Scheitel, Oberkopf oder Geheimratsecken. Da es zahlreiche Ursachen gibt, kann der diffuse Haarausfall in jedem Lebensalter auftreten. Es sind etwas mehr Frauen als Männer betroffen.

Es kommt zu einem Verlust von über 50-100 Haaren pro Tag. Das Haar-Bild erscheint insgesamt lichter und dünner, eventuell ist die Kopfhaut dadurch sichtbarer. Kahle Stellen sind nicht vorhanden.

Oft tritt dieses Symptom erst zwei bis vier Monate nach dem auslösenden Ereignis auf, wie etwa einer Erkrankung oder hormonellen Veränderung. Der Haarverlust wird meist beim Kämmen oder Haarewaschen besonders deutlich.

Mit fortschreitendem Haarausfall beginnt die Kopfhaut immer mehr durchzuschimmern.

Komplikationen: Ist der diffuse Haarausfall gefährlich?

An sich ist der diffuse Haarausfall für die Patient*innen nicht gefährlich und kann seinen gesundheitlichen Zustand nicht verschlechtern. Jedoch ist nicht außen vor zu lassen, dass diese Krankheit zu einer großen psychischen Belastung werden kann, insbesondere bei betroffenen Frauen.

Diagnose von diffusem Haarausfall

Wenn Sie bei sich selbst oder einem Familienmitglied einen diffusen Haarausfall feststellen, können die ersten Untersuchungen vom Hausarzt vorgenommen werden. Es wird eine genaue Anamnese erhoben, die auch eine Familienanamnese umfasst.

Der Arzt wird nach besonderen Vorkommnissen in der letzten Zeit fragen, ob Sie neue Medikamente eingenommen haben (auch frei verkäufliche), ob sie einen Infekt hatten, sich anders ernähren oder weitere Veränderungen an Ihrem Körper aufgefallen sind.

Durch eine körperliche Untersuchung können Auffälligkeiten an Haut oder Haaren festgestellt werden. Blutwerte und eine Urinprobe können die Funktion der Schilddrüse prüfen sowie den Spiegel der Geschlechtshormone oder bestimmte Nährstoff- und Vitaminmangelzustände aufspüren.

Zu den spezielleren Untersuchungen gehört ein Zupftest, bei dem der Arzt eine Strähne von etwa zehn Haaren in die Hand nimmt und mit konstanter Kraft zieht. Lassen sich dabei mehr als drei bis vier Haare ausziehen, deutet das auf einen relevanten Haarverlust hin.

Ein Dermatologe kann auch ein Trichogramm veranlassen, bei dem etwa 50 bis 100 Haare ausgezupft und unter dem Mikroskop beurteilt werden. Im Trichoscan wird eine kleine Stelle der Kopfhaut rasiert und anschließend die Struktur der nachwachsenden Haare beurteilt.

Manchmal kommt eine Biopsie der Kopfhaut infrage. Dabei wird ein kleines Stück Kopfhaut samt Haarfollikeln entnommen und mikroskopisch untersucht. Neben Veränderungen der Haarwurzeln können sich dort auch Hinweise auf Entzündungen, Narben oder Hautkrankheiten finden.

Ein Mangel an Nährstoffen kann auftreten, wenn Sie Ihre Ernährung umstellen und sich zum Beispiel vegetarisch oder vegan ernähren. Auch viel Sport oder besonders anstrengende Lebensphasen können einen erhöhten Nährstoffbedarf zur Folge haben. Ein Eisenmangel ist bei Frauen mit starker oder häufiger Menstruationsblutung möglich. Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss geben.

Ähnliche Mangelzustände, die auch durch eine Blutuntersuchung erfasst werden können, kommen bei Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie vor.

Ein Bluttest ist auch möglich, um hormonelle Störungen zu erfassen, zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen.

Manchmal können auch bestimmte Erkrankungen einen Haarausfall begünstigen, beispielsweise Diabetes oder Erkrankungen der Leber.

Eine Blutzuckermessung bzw. Haarausfall als Nebenwirkung von Medikamenten ist meist schwieriger zu diagnostizieren. Klar ist der Fall bei vielen Chemotherapien.

Pilzerkrankungen oder Infektionen der Kopfhaut zeigen oft ein typisches Bild mit geröteter, juckender und schuppiger Hautveränderung.

Vergiftungen durch Schwermetalle werden nicht regelhaft untersucht.

Sehr selten und sehr schwierig zu diagnostizieren sind Sonderformen der anlagebedingten Alopezie und der Alopecia areata, die mit einem diffusen Haarverlust einhergehen. Das typische Alter und eine Familienanamnese mit entsprechendem Hintergrund können Hinweise geben.

Therapie: Was hilft bei diffusem Haarausfall?

Die Therapie des diffusen Haarausfalls richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Liegt der Haarausfall beispielsweise an einer Erkrankung oder an einem Medikament, bessert sich der Haarzustand meist innerhalb von sechs Monaten nach der Behandlung oder dem Absetzen des entsprechenden Präparats.

Ist die Ursache festgestellt, sollte diese behandelt werden. Des Weiteren sind äußere Faktoren (wie Stress, psychische Belastung, Zug oder Druck) möglichst zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung kann ebenso unterstützend wirken!

Der Wirkstoff Minoxidil kann als Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Dieser Wirkstoff führt zu einer Stimulation des Haarfollikelwachstums.

Wenn die Ursache des diffusen Haarausfalls behoben wurde, setzt nach einiger Zeit das Haarwachstum wieder ein. Als unterstützende Maßnahme, um das Haar wieder gesund und voll werden zu lassen, können bio-regenerative Methoden dienen.

Besonders infrage kommen diese Therapieformen, wenn keine Ursache für den Haarausfall gefunden werden kann und daher eine spezifische Behandlung nicht möglich ist. Aber auch bei anderen Patienten können bio-regenerative Methoden frühzeitig eingesetzt werden, um nicht unnötig viele Haare zu verlieren.

In der Regel kann das Fortschreiten des Haarverlusts nach ein bis zwei Behandlungen gestoppt werden.

Zu den wichtigsten bio-regenerativen Methoden gehört die PRP-Therapie (PRP= Platelet Rich Plasma). Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie. Dem Patienten wird Blut entnommen und speziell aufbereitet. Dadurch entsteht konzentriertes Blutplasma, das reich an Zytokinen, Mikronährstoffen und Wachstumsfaktoren ist. Daneben enthält es viele Blutplättchen, die wertvolle Proteine für das Zellwachstum und die Zellregeneration enthalten.

Das aufbereitete Blut wird dem Patienten in die Kopfhaut injiziert. Dort stimuliert es die Haarwurzel, sodass diese wieder aktiviert wird und das Wachstum neuer Haare beginnen kann. Auch die Neubildung von Gefäßen in der Kopfhaut wird gefördert.

Eine weitere Möglichkeit, die Durchblutung der Kopfhaut zu verbessern und das Haarwachstum zu stimulieren, ist die Low-Level-Laser-Therapie.

Ergänzend kann eine Stammzellen-Therapie wirken. Dabei wird dem Patienten Unterhautfettgewebe entnommen und aufbereitet, um es dann in die Kopfhaut zu spritzen.

Eine Methode aus der Alternativmedizin ist die Meso-Therapie. Je nach Indikation werden verschiedene Medikamente, Vitamine, Spurenelemente, homöopathische Mittel oder Hyaluronsäure in die Kopfhaut injiziert, um dort die Selbstheilungskräfte anzuregen.

Wirkstoffe gegen diffusen Haarausfall

Gegen diffusen Haarausfall werden unter anderem folgende Wirkstoffe eingesetzt:

  • Finasterid (5-alpha-Reduktase-Hemmer)
  • Minoxidil (Antihypertensivum)
  • Zink (Spurenelement)

Die folgende Tabelle fasst die verschiedenen Behandlungsmethoden zusammen:

Behandlungsmethode Wirkung
Nährstoffreiche Ernährung Eine gesunde Ernährung mit genügend Eisen, Zink, Biotin und Vitamin D ist essenziell für gesundes Haarwachstum. Falls notwendig, können Nahrungsergänzungsmittel helfen, Defizite auszugleichen.
Stressreduktion Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training können stressbedingtem Haarausfall entgegenwirken.
Spezielle Haarpflegeprodukte Milde Shampoos, Kopfhautseren und spezielle Haarwuchsmittel können das Haarwachstum fördern und die Kopfhaut stärken.
Kopfhautpigmentierung Eine Kopfhauptpigmentierung kann die Kopfhaut durch sehr feine Pigmente verdunkeln und sorgt dafür, dass eine optische Täuschung erfolgt und der Haarausfall an sich nicht mehr sichtbar ist.
Medizinische Behandlungen Falls der Haarausfall durch eine Krankheit oder Medikamente ausgelöst wird, sollte ein Experte konsultiert werden. In einigen Fällen können Minoxidil oder PRP-Therapie (Plättchenreiches Plasma) helfen.
Änderung der Haarpflege-Routine Vermeidung aggressiver Styling-Produkte, weniger Hitzeeinwirkung und sanftes Bürsten können das Haar schützen.

Diffusem Haarausfall vorbeugen: Tipps für gesundes Haar

Verschiedene Maßnahmen können dazu beitragen, diffusem Haarausfall vorzubeugen und das Wachstum der Haare begünstigen. Dazu zählen folgende Tipps:

  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung liefert wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Eisen, Zink und Biotin, die für gesundes Haarwachstum unerlässlich sind. Lebensmittel wie mageres Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und grünes Gemüse sollten regelmäßig verzehrt werden. Vitamin C kann helfen, die Eisenaufnahme zu verbessern, was einem Eisenmangel vorbeugen kann. Bei Verdacht auf einen Nährstoffmangel kann eine Blutuntersuchung Klarheit schaffen.
  • Stress reduzieren: Stress kann Haarausfall begünstigen, da Stresshormone den Haarzyklus stören. Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation oder regelmäßige Bewegung helfen dabei, den Stresspegel zu senken und die Gesundheit der Haare zu fördern.
  • Richtige Haarpflege: Verwenden Sie milde Shampoos ohne aggressive Inhaltsstoffe und vermeiden Sie übermäßige Hitzeeinwirkung durch Föhnen oder Glätten.

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über Präventionsmaßnahmen:

Präventionsmaßnahme Nutzen
Ausgewogene Ernährung Eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung unterstützt gesundes Haarwachstum.
Gesunde Lebensweise Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und wenig Stress wirken sich positiv auf den Haarzyklus aus.
Schonende Haarpflege Verwende milde Shampoos, verzichte auf aggressive Chemikalien und reduziere Hitzebehandlungen.
Regelmäßige Kopfhautpflege Massagen und pflegende Öle können die Durchblutung anregen und das Haarwachstum fördern.
Frühzeitige ärztliche Abklärung Falls erste Anzeichen auftreten, kann eine frühzeitige Untersuchung helfen, den Haarausfall zu stoppen.

Eine genaue Ursachenforschung ist essenziell, um ein Fortschreiten des diffusen Haarausfalls zu verhindern. Da die Haarwurzeln oft nicht vollständig zerstört sind, sondern sich nur in einem Ruhemodus befinden, ist der Haarverlust in vielen Fällen wieder vollständig reversibel.

Insbesondere für Patienten, bei denen keine Ursachen gefunden werden können oder die trotz Behandlung weiterhin unter Haarverlust oder reduzierter Haarqualität leiden, ist die Behandlung in einem Haarzentrum wichtig.

Sollten auch dann noch kahle Stellen verbleiben oder einzelne Regionen, zum Beispiel am Scheitel, stark ausgedünnt sein, kann eine Haartransplantation helfen. Sie kommt dann infrage, wenn alle bio-regenerativen Methoden ausgeschöpft sind.

Der Grund des Haarverlusts sollte zuerst behoben werden, sonst droht auch ein Ausfall der transplantierten Haare.

Eine der modernsten Methoden der Haartransplantation ist die I-FUE-Methode (Intermittend Follicular Unit Extraction). Dabei werden einzelne Follikuläre Einheiten aus Stellen gesunden Haarwachstums entnommen und nach nur kurzer Verweilzeit außerhalb des Körpers an eine kahle Stelle transplantiert. Durch die schonende minimal-invasive Technik entstehen nur mikroskopische Narben und die Chancen für hohe Anwuchsraten sind gut.

Sie selbst können mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zu einer guten Nährstoffversorgung beitragen. Giftstoffe wie Nikotin oder Alkohol sind dem Haarwachstum nicht zuträglich. Achten Sie auf die richtige Haarpflege mit milden Shampoos, wenig Hitzeeinwirkung, seltenes Färben und gönnen Sie sich hin und wieder eine Kopfhautmassage.

Wenden Sie sich frühzeitig an unsere Spezialisten für Haarausfall, wenn sie einen verstärkten Haarausfall bemerken. In einem Beratungsgespräch werden wir Ihnen die besten Optionen erläutern.

Beim diffusen Haarverlust ermitteln wir die Ursachen und entwickeln ein individuelles Behandlungskonzept für Sie.

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