Braun Silk-épil 7 Test: Gründliche Haarentfernung für langanhaltend glatte Haut

Die meisten Menschen duschen nie allein - Nassrasierer sind ihre täglichen Begleiter für streichelzarte Beine, haarlose Achseln und eine glatte Intimzone. Viele sind deshalb unzufrieden mit ihrem rasiermesserscharfen Partner und schielen auf langfristigere Methoden, wie Waxen oder Epilieren. Um herauszufinden, wie gut die rotierenden Pinzetten Körperhaaren zu Leibe rücken, haben wir 15 Epilierer getestet - darunter sowohl Markenprodukte als auch No-Name-Epilierer. Bereits vorab: Ein bisschen ziepen wird es auch mit dem besten Epilierer. Und günstig ist in diesem Fall leider auch nicht gut.

Ein Weg: Epilierer. Sie packen das Haar an der Wurzel und sorgen tagelang für glatte Haut. Sie wachsen an den Beinen, unter den Achseln, an Armen, im Gesicht und im Intimbereich: Körperhaare - sehr zum Leidwesen vieler. Wer glatte Haut bevorzugt, greift regelmäßig zu Rasierer, Wachs, Pinzette oder Enthaarungscreme. Eine besonders gründliche und natürliche Methode: das Epilieren. Ein Epiliergerät entfernt die Haare samt Wurzel und verspricht dadurch länger anhaltende Ergebnisse. Der Ruf der Geräte ist durchwachsen - viele halten sie für schmerzhaft.

Im Zentrum unseres Tests stand die Frage: Wie effizient entfernen die Geräte Haare - und wie unangenehm fühlt sich das an? Unsere Testerin probierte jedes Modell an Beinen, Achseln und in der Bikinizone aus und bewertete das individuelle Schmerzempfinden.

So funktioniert das Epilieren

So funktioniert’s: Ein Epilierer wird wie ein Rasierer über die Haut geführt. Anfangs unangenehm: Gerade beim ersten Einsatz empfinden viele die Anwendung als schmerzhaft. Doch keine Sorge: Mit jedem Mal epilieren lässt der Schmerz ein bisschen nach, da die Haare spärlicher und dünner nachwachsen. Dabei hilft es regelmäßig zu epilieren und gerade zu Beginn am Ball zu bleiben. Wir können aus eigener jahrelanger Epilier-Erfahrung sagen: Inzwischen ist es überhaupt nicht mehr schlimm.

Theoretisch kann man überall epilieren - außer auf dem Kopf, auf Schleimhäuten oder verletzter Haut. Am besten eignet sich diese Methode der Haarentfernung allerdings für Arme und Beine. Während an diesen Stellen die Haarentfernung gut aushaltbar ist, ist die Epilation des sensiblen Achsel- und Intimbereichs schon wirklich was für Hartgesottene. Einige Geräte bieten spezielle Aufsätze für diese Zonen, die einen Teil des Epilierkopfs abdecken, sodass weniger Haare auf einmal ausgerupft werden.

Das Epilieren selbst ist kein Hexenwerk und gelingt bei jedem „Haartyp“. Damit das Gerät die Haare gut erfassen kann, sollten sie zwei bis fünf Millimeter lang sein, manche Hersteller versprechen Erfolge auch bei geringerer Länge. Sind die Haare zu kurz, erwischen die Pinzetten sie nicht. Sind sie zu lang, sollte man sie mit einem (oft beiliegenden) Trimmeraufsatz stutzen. Dann geht’s los! Die Haut mit den Fingern etwas straffen, den Epilierer im 90-Grad-Winkel ansetzen und langsam gegen die Wuchsrichtung führen. Lassen Sie sich dabei wirklich Zeit, damit das Gerät die Haare an der Wurzel erwischt und nicht einfach abbricht.

Hat das Gerät verschiedene Geschwindigkeitsstufen, nutzen Einsteiger am besten die niedrigste. Das wiederholen Sie so oft, bis der Epilierer alle Härchen entfernt hat. Wird der Schmerz zu groß, am besten erstmal an einer anderen Stelle weitermachen und große Flächen, wie die Beine in Abschnitte einteilen. Klingt das Ziepen ab, gehts weiter.

Nicht erschrecken: Nach dem Epilieren ist die Haut vermutlich gereizt und mit kleinen roten Punkten gesprenkelt. Das ist ganz normal und sollte nach wenigen Stunden oder am spätesten nächsten Tag abklingen. Und auch diese Reaktion wird weniger, je öfter man die Haarentfernung wiederholt hat. Um erste Irritationen zu beruhigen, nach dem Epilieren gut eincremen, z. B. mit feuchtigkeitsspendem, kühlenden Aloe Vera Gel. Vermeiden Sie unbedingt Sonnenbaden oder Solarium direkt nach der Haarentfernnung, um die Haut nicht weiter zu belasten.

Vor eingewachsenen Haaren bewahrt ein regelmäßiges Peeling. Ob man zwei, drei oder sogar vier Wochen Ruhe vor den ungeliebten Härchen hat, kommt darauf an, wie regelmäßig man epiliert, wie schnell die eigenen Haare wachsen und wie hoch die eigene Toleranz für ein paar abtrünnige Härchen ist. Fakt ist: Da die Haare an der Wurzel entfernt werden, hält Epilieren länger als Rasieren. Zudem wachsen die Haare nicht so kratzig und stoppelig nach. Wer als Neuling mit dem Epilieren startet, sollte sich nicht entmutigen lassen, wenn nach ein paar Tage schon wieder erste Härchen spürbar sind. Der Grund dafür ist: Haare wachsen in Phasen. Nicht alle befinden sich immer in derselben Wachstumsphase, nicht alle sind immer gleich lang.

Beim ersten Epilieren werden nur die Haare erwischt, die gerade sichtbar sind. Nach ein paar Tagen können Haare aus den anderen Phasen durchbrechen, die zuvor unter der Haut verborgen waren. Anfangs empfehlen wir deshalb ruhig wöchentlich zum Epilierer zu greifen.

Braun Silk-épil 7: Ein genauerer Blick

Über 100 Euro werden für den Silk-épil 7 7/880 von Braun fällig, dafür kriegt man hier dann aber auch einen erstklassigen Epilierer mit moderner Technik. Die Ausstattung ist reichhaltig, die Verarbeitung frei von Kritik und auch die Epilierleistung überzeugt im Test.

Wer in den letzten Jahren einen Braun Epilierer aus dem gehobenen oder zumindest dem mittleren Segment in Händen gehalten hat, wird auch beim Silk-épil 7 7/880 direkt viel Vertrautes entdecken. Er verfügt über das bekannte Smartlight im Griff, das verbliebene Härchen besser sichtbar machen soll und lässt sich in 2 Geschwindigkeitsstufen nutzen. Das Gehäuse ist komplett wasserdicht, was nicht nur die Reinigung erleichtert. Als Wet&Dry Epilierer kann der 7/780 außerdem auch in der Dusche oder der Badewanne verwendet werden.

Der Epilierkopf ist in 2 Richtungen schwenkbar und soll sich so besser den jeweiligen Körperkonturen anpassen. Gerade schwer erreichbare Stellen wie unter den Armen oder rund um die Knöchel können so einfacher und gründlicher epiliert werden. Genau wie sonst nur die Topmodelle von Braun verfügt der Silk-épil 7 7/880 außerdem auch über die SensoSmart Technologie. Das bezeichnet im Endeffekt eine kleine Warnleuchte, die bei zu starkem Druck aufleuchtet.

Neben dem Epilierer sind im Preis hier auch zahlreiche Zubehörteile enthalten: Rasier- und Trimmer-Aufsatz, Massageaufsatz, Aufsatz für besseren Hautkontakt, Aufsatz für empfindliche Bereiche sowie ein Aufsatz zur Epilation des Gesichts.

Auf dem Papier liegt der Braun Silk-épil 7 7/880 knapp hinter den Silk-épil 9 Epilierern, sobald man ihn in Händen hält, vergisst man das aber schnell. Hier riecht doch vieles ebenfalls nach Topmodell und gerade in Sachen Verarbeitung und Qualität bleibt kein Auge trocken. Der Epilierer sieht nicht nur super aus, er wirkt auch ausgesprochen wertig und liegt sehr gut in der Hand. Der Akku kann in gut 2 Stunden komplett geladen werden und bietet dann genug Energie für rund 45 Minuten Betrieb.

Die beiden Geschwindigkeitsstufen sind leicht wählbar und unterscheiden sich auch deutlich. Im Betrieb ist der 7/880 angenehm leise und lässt sich auch leicht und ohne Widerstand über die Haut bewegen. Die Ergebnisse sind bei der trockenen Verwendung schon ordentlich, können dann aber vor allem bei der nassen Epilation in der Wanne oder der Dusche voll überzeugen.

Wenn man weiß, dass ein Silk-épil 9 kaum mehr kostet, dafür aber noch mal deutlich mehr Komfort bedeutet, relativiert das die Leistung des Braun Silk-épil 7 7/880. Kann man den Braun Silk-épil 7 7/880 bedenkenlos empfehlen? Ohne jeden Zweifel! Gibt es bessere Epilierer auf dem Markt? Ja, definitiv!

Alternativen zum Braun Silk-épil 7

Der wasserfeste, kabellose Braun Silk-épil 9 ist unser Favorit. Er liegt super in der Hand und entfernt dank breitem Epilieraufsatz mit 40 Micro-Grip-Pinzetten selbst feine Haare effektiv und vergleichsweise schmerzarm. Der Akku hält mit rund 50 Minuten richtig lange durch und ein helles LED-Licht garantiert, dass man selbst in der schummrigsten Duschkabine nichts übersieht. Leuchtet sie rot auf, warnt das Gerät, dass man zu stark aufdrückt - diese SensoSmart-Kontolle der neuen Braun-Epilierer-Generation macht die Haarentfernung besonders hautschonend und effektiv.

Besonders flexibel arbeitet der Schwingkopf des Braun Silk-épil 9 Flex, mit welchem sich auch schwierige Stelle problemlos bearbeiten lassen. Der Gummigriff liegt bei der Verwendung unter der Dusche rutschsicher in der Hand, zwei leise Geschwindingkeitsstufen, die helle LED-Leuchte, eine Andruckkontrolle sowie eine sehr lange Akku-Laufzeit garantieren ein Spitzen-Epiliererlebnis, bei dem es unserem Empfinden nach kaum noch ziept.

Wer eine Form mit Stielgriff bevorzugt, könnte an diesem Modell Gefallen finden: Die kabellosen Epilierer der Panasonic ES-EY-Serie arbeiten dank zwei Epilierwalzen mit stolzen 60 Pinzetten schnell, sanft und so effizient, dass den meisten die nicht allzu lange Akku-Laufzeit von 30 Minuten reichen sollte. Der flexible Schwenkkopf des Epilierers passt sich gut an den Körper an und ist besonders bei der Verwendung unter der Dusche wenig schmerzhaft. Der hochwertige Epilierer erreicht auch knifflige Stellen problemlos.

Da kommt richtig Power aus der Steckdose. Der Philips Satinelle Essential BRE275/00 ist ein ausschließliches Kabel-Modell. Deshalb darf es zwar nicht mit unter die Dusche, dafür kommt allerdings wirklich Wumms aus der Steckdose - wohl auch deshalb liefert das Gerät so gute Ergebnisse. Beim Arbeiten könnte der Epilierer leiser und sanfter sein - und optisch moderner.

Epilierer Test – Braun, Philips und Panasonic im Vergleich

Tipps für eine schmerzarme Epilation

Drei Wochen glatte Haut? Die größte Sorge beim Epilieren ist für die meisten: Tut das weh? Für alle, die noch nie epiliert haben, hier ein kleiner Realtitätscheck: Ja, am Anfang tut Epilieren weh - auch mit dem allerbesten Gerät und dem allerbesten Aufsatz. Denn egal, wie man es nennt: Letztlich reißt man sich mit vielen kleinen Pinzetten viele kleine Haare aus. Und das fühlt sich eben nicht besonders angenehm an.

Um Schmerzen zu lindern, bieten einige Geräte spezielle Massageaufsätze an. Sie stimulieren die Haut während des Prozesses, entspannen sie und lenken die Nerven ab, sodass die Epilation weniger intensiv wahrgenommen wird. Zweiter Minuspunkt im Vergleich zum Rasierer: Epilieren dauert. Wer viele Haare an den Beinen hat, ist anfangs oftmals eine halbe Stunde und länger beschäftigt. Deshalb sollte der Akku bei kabellosen Geräten mindestens 30 Minuten durchhalten. Je mehr rotierende Pinzetten ein Epilierer hat, desto schneller und effektiver arbeitet er. Werden die Haare nach regelmäßiger Behandlung weniger und dünner, geht das Ganze aber oftmals erheblich schneller.

Worauf Sie beim Kauf eines Epilierers achten sollten

Bei Braun gibt es zum Zeitpunkt unseres Tests über 20 Epilierer im Sortiment, die sich preislich etwa im Bereich zwischen 30 und 150 Euro bewegen. Die günstigsten Geräte findet man dabei in der Silk-épil 3 Reihe, welche sich in erster Linie an Ein- und Umsteigerinnen richtet. In der 5er Reihe darüber bewegt man sich dagegen bereits in der Mittelklasse und dementsprechend werden hier auch Preise zwischen 50 und 80 Euro aufgerufen. Die beiden Topreihen Silk-épil 7 und 9 beherbergen die teuersten aber potentiell eben auch die besten Geräte. Für die meisten Silk-épil 9 Modelle werden Preise jenseits der 100-Euromarke aufgerufen, was nach unseren Tests aber auch durchaus gerechtfertigt ist.

Die 7er Geräte sind nur unwesentlich günstiger, wurden an einer entscheidenden Stelle aber beschnitten, denn auf den besonders breiten Epilierkopf der 9er wurde hier verzichtet. Abgesehen davon scheinen die beiden Serien nahezu baugleich und unterscheiden sich in erster Linie beim Zubehör.

Fazit

Im Test überzeugten vor allem drei Modelle mit besonders gründlichen Ergebnissen: der Braun Silk-épil 9 Flex, der Panasonic ES-EY30 und der Braun Silk-épil 9. Während der Braun Flex und der Panasonic an den Beinen mit starker Leistung glänzten, war der bewegliche Kopf des Silk-épil 9 Flex unter den Achseln besonders effektiv. In der Bikinizone wiederum zeigte der herkömmliche Silk-épil 9 mit seiner schlankeren Form und der passenden Abdeckkappe die besten Resultate.

Auch die preiswerteren Braun-Geräte machten im Test einen ordentlichen Job. Weniger überzeugt hat der Philips-Epilierer, der durch seine nach innen gewölbte Form an einigen Körperstellen - etwa unter den Achseln - nicht richtig anliegt und so Haare oft unberührt lässt.

Die Dauer des glatten Ergebnisses hängt stark vom individuellen Haarwachstum ab. Im Unterschied zur Rasur, bei der das Haar lediglich an der Oberfläche gekappt wird, entfernt der Epilierer das Haar direkt an der Wurzel. Bis sich eine neue Haarwurzel bildet, vergeht deutlich mehr Zeit - das sorgt für nachhaltig glattere Haut. Bei unserer Testerin reicht etwa eine Anwendung pro Woche.

tags: #epilierer #braun #silk #epil #7 #test

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen