Fast jede dritte Frau hat im Laufe ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen. Der Leidensdruck ist groß und auch lichteres Haar ist mit zunehmendem Alter keine Seltenheit.
Haare erneuern sich beim Menschen ständig. Sie hören nach einer bestimmten Zeit auf zu wachsen und fallen aus, neue Haare wachsen nach. Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als hundert Haare aus oder es entstehen haarfreie Stellen, liegt Haarausfall vor.
Haarausfall tritt in unterschiedlichen Formen auf:
Haarausfall kann genetisch bedingt sein, durch Stress oder eine Krankheit verursacht werden oder durch falsche Ernährung begünstigt werden. Nachfolgend werden die häufigsten Gründe für Haarausfall genauer erklärt.
Androgenetische Alopezie ist die häufigste Form und betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Sie wird durch eine Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Androgenen verursacht, was zu Geheimratsecken und Glatzenbildung bei Männern und zu dünner werdendem Deckhaar bei Frauen führt. Medikamente können den Prozess verlangsamen, aber nicht stoppen.
Alopecia areata, eine Autoimmunerkrankung, führt zu runden, kahlen Stellen. Behandlungen umfassen Steroidinjektionen, topische Behandlungen, Lichttherapie und Immuntherapien, wobei die Wirksamkeit variiert.
Telogen Effluvium wird durch Stress, Gewichtsverlust, hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft, Krankheiten, bestimmte Medikamente und Ernährungsdefizite ausgelöst.
Bei jüngeren Frauen kann die Abnahme der Haardichte zum Beispiel auch durch ein Polyzystisches Ovar Syndrom (PCOS) bedingt sein. Besteht ein Ungleichgewicht zwischen weiblichem Östrogen und männlichem Testosteron, lassen die männlichen Hormone die Haarfollikel schrumpfen. Die Haarwurzel wird schwach.
Kreisrunder Haarausfall - auch Alopecia areata genannt - kann in nahezu jedem Lebensalter auftreten. Dabei gehen die Haare schmerzlos und büschelweise aus. Die Krankheit kann neben dem Kopfhaar auch die übrige Körperbehaarung betreffen. Fallen die Haare komplett aus, sprechen Experten von einer Alopecia areata universalis. Alopecia areata ist eine Autoimmunkrankheit. Durch einen Angriff des Immunsystems werden die Haare in ihrem Wachstum so stark gestört, dass sie ausfallen.
Diffuser Haarausfall ist eine häufige Form von Haarverlust. Gleichmäßig, über den ganzen Kopf verteilt, fallen die Haare aus. Die Ursachen sind vielfältig. Mögliche Auslöser sind zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen, bestimmte Medikamente, chronische Erkrankungen, Autoimmunkrankheiten, schwere Infekte wie eine Grippe, Mangelernährung (beispielsweise Eisen, Zink, Selen, Vitmin D oder Vitamin A) oder eine Chemotherapie.
Einige Kopfhauterkrankungen können vorübergehend oder dauerhaft zu Haarverlust führen. Dazu zählen schwere Ekzeme der Kopfhaut oder Pilzerkrankungen. Auch Druck und Zug auf die Haare kann zum Ausfall führen.
Bei der Untersuchung fragen Ärztin oder Arzt ausführlich nach der Vorgeschichte der Patientin, bisherigen Untersuchungen und Therapien sowie Symptomen. Dann werden die Haare unter der Lupe betrachtet und geprüft, ob sie brüchig sind. Ein Zupftest zeigt, ob sich die Haare schnell lösen. Anschließend wird die Haarwurzel untersucht.
Ein sogenanntes Trichogramm zeigt, in welcher Wachstumsphase die Haare ausfallen. Weitere Erkenntnisse kann eine computergestützte Haaranalyse liefern.
Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance der Therapie. Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein, erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan. Ist ein bestimmtes Medikament für Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden.
Es gibt zwei Wirkstoffe, die dem Haarausfall wirksam entgegensteuern können. Der Blutdrucksenker Minoxidil lässt bei erblich bedingtem Haarausfall in einigen Fällen neue, kräftigere Haare nachwachsen. Allerdings kann das Medikament Nebenwirkungen wie Kreislaufbeschwerden und Haarwuchs im Gesicht verursachen.
Koffein-Präparate: Bei diagnostiziertem Haarausfall können Hautärzte als Therapie die Injektion koffeinhaltiger Präparate in die Kopfhaut verschreiben.
Anti-Androgene: Gegen hormonbedingten Haarausfall verschreiben Dermatologinnen und Dermatologen Tabletten, die Anti-Androgene enthalten.
Dafür werden Haare am Hinterkopf entnommen. An den kahlen Stellen setzt der Arzt Mikroschlitze und verpflanzt die Transplantate. Dabei bestimmt er auch die Dichte und Richtung, in der die Haare in Zukunft wachsen sollen. Das Ganze geschieht in Millimeterarbeit.
Ob Öle, Seren oder Pulver zum Einnehmen: Im Einzelhandel werben viele Produkte damit, Haarverlust "aktiv" zu bekämpfen - mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Bambus oder Basilikum. Expertinnen und Experten zweifeln jedoch an der Aussagekraft von oft kleinen und über einen kurzen Zeitraum durchgeführten Herstellerstudien.
Auch Nahrungsergänzungsmittel versprechen mitunter eine hohe Wirksamkeit bei Haarausfall, ihre Wirksamkeit ist oft jedoch nicht belegt. Die Produkte enthalten neben Vitaminen häufig auch Spurenelemente oder Extrakte, manchmal in sehr hohen Dosen. Diese sind per se nicht schädlich, jedoch kann der Körper beispielsweise zu viel Vitamin A - dessen Tagesbedarf einige der Vitaminkapseln vollständig decken - nicht ausscheiden.
Eine langfristig zu hohe Aufnahme von Vitamin A kann zu trockener Haut und Haarausfall führen. Grundsätzlich gilt: Wer sich ausgewogen und ausreichend ernährt, muss in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall einnehmen.
Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie Frauen dünne Haare pflegen und kaschieren können. Mittlerweile haben sich einige Friseurinnen und Friseure darauf spezialisiert.
Haarausfall kann für viele Menschen eine große psychische Belastung sein. Neben verschiedenen Präparaten aus der Apotheke und medizinischen Behandlungsmöglichkeiten können Sie zusätzlich mit der richtigen Frisur Haarausfall optisch kaschieren. Für das bestmögliche Ergebnis ist zudem die richtige Pflege der Haare essenziell.
Bei Haarausfall ist es wichtig, eine Frisur zu wählen, die den betroffenen Bereich kaschiert oder dem Haar mehr Volumen und Fülle verleiht. Frauen können zum Beispiel einen Bob oder einen Pixie Cut tragen, während Männer oft mit einem Comb-Over oder einem Buzz Cut gut beraten sind.
Frauen können zum Beispiel einen Bob oder einen Pixie Cut tragen, während Männer oft mit einem Comb-Over oder einem Buzz Cut gut beraten sind.
Hier sind einige Styling-Ideen:
Um Ihre Geheimratsecken geschickt zu kaschieren, benötigen Sie entgegen der landläufigen Meinung keine langen Haare. Der Übergang von viel zu wenig Haar ist bei kurzem Haar nämlich deutlich weniger auffällig, als bei einer langen Mähne. Jedoch ergeben sich bei mittellangen Haaren deutlich mehr Styling-Möglichkeiten. Dieser betont zwar die Geheimratsecke auf der einen Seite, lässt die andere aber voll erscheinen. Dieser klassische Look ist männlich und lässig zugleich.
Kein volles Haar zu tragen, liegt bei Männern derzeit voll im Trend. Nach dem Motto „bold is sexy“ zeigen Stars aus Film und Fernsehen wie Bruce Willis und Jason Statham einem Millionenpublikum, wie gut eine Glatze doch aussehen kann. Ein Dreitage- oder Vollbart machen den Filmstar-Look perfekt. Im Sommer empfehlen sich passend dazu Baseballkappen oder Hüte für den modernen Hipster-Look.
Sollten Ihnen die Haare am Hinterkopf ausgehen, können Sie die umliegenden Haare etwas länger wachsen lassen und über die kahle Stelle legen, zum Beispiel mit einem Pferdeschwanz. Angesagt ist zudem der Dutt, bei dem keine langen Haare störend ins Gesicht fallen.
Mit Styling-Produkten wie Haarschaum und Gel können Sie dem Haar zusätzliche Fülle verleihen, wie beim verwegenen Wuschel-Look. Wie Sie sehen, ist es überhaupt nicht schlimm, von Haarausfall betroffen zu sein. Erstens ergeht es nicht nur Ihnen so und zweitens finden Frauen Männer, die zu Ihren „Makeln“ stehen, selbstbewusst, sexy und männlich.
Tabelle: Übersicht der Behandlungsmethoden bei Haarausfall
| Behandlungsmethode | Beschreibung | Hinweise |
|---|---|---|
| Minoxidil | Blutdrucksenker, fördert Haarwachstum | Nebenwirkungen möglich |
| Koffein-Präparate | Injektionen in die Kopfhaut | Verschreibungspflichtig |
| Anti-Androgene | Tabletten gegen hormonbedingten Haarausfall | Verschreibungspflichtig |
| Haartransplantation | Verpflanzung von Haaren | Aufwendig und kostspielig |
| Streuhaar | Kaschiert lichte Stellen | Einfache Anwendung |
Unabhängig von der gewählten Frisur ist es wichtig, selbstbewusst zu bleiben und den Haarausfall als Teil der eigenen Persönlichkeit anzunehmen, auch wenn dies nicht immer einfach ist. Haarausfall ist ein weitverbreitetes Problem, und es gibt viele Menschen, die sich damit auseinandersetzen müssen. Akzeptanz und Selbstfürsorge sind der Schlüssel, um das Beste aus der eigenen Erscheinung zu machen und das Selbstbewusstsein zu stärken.
tags: #mit #haarausfall #zum #friseur #was #tun
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.