Die androgenetische Alopezie (AGA) ist bei Männern die häufigste Form des Haarverlustes. Im Alter von 50 Jahren ist circa Hälfte der Männer betroffen, im Verlauf des Lebens sind es 90 %. Der Haarverlust kann die gesundheitsabhängige Lebensqualität und das Selbstwertgefühl nachteilig beeinflussen.
Es kursieren zahlreiche Medikamente, Tinkturen, Shampoos und Pillen gegen Haarausfall im Internet und in den Apotheken. Häufig sind diese kostenintensiv und versprechen schnelle Erfolge. Mit Hilfe von Langzeitstudien konnte die Wirksamkeit von 2 Produkte wissenschaftlich nachgewiesen werden: Minoxidil (Regaine) und Finasterid.
Dieser Artikel untersucht die Wirksamkeit von Finasterid und Minoxidil zur Behandlung der androgenetischen Alopezie. Die Auswahl der geeigneten Therapie sollte individuell erfolgen und eine sorgfältige Abwägung zwischen Nutzen und potenziellen Risiken unter ärztlicher Aufsicht beinhalten.
Finasterid und Minoxidil sind zwei verschiedene Behandlungsformen, die häufig zusammen zur Behandlung des Haarausfalls bei Männern eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um zwei der einzigen Medikamente, deren Wirksamkeit gegen Haarausfall klinisch erwiesen ist. Minoxidil und Finasterid können zusammen einen großen Einfluss auf dein Haarwachstum haben.
Finasterid und Minoxidil sind zwei völlig unterschiedliche Medikamente, die bei der Behandlung von Haarausfall eine unterschiedliche Rolle spielen. Minoxidil, das in Form einer 5%igen topischen Lösung verabreicht wird, erhöht die Durchblutung der Kopfhaut, wodurch die geschädigten und geschrumpften Haarfollikel auf deinem Kopf mit wichtigen Sauerstoff- und Nährstoffen versorgt werden. Auch die Anwendung von Minoxidil ist einfach: Trage einfach zweimal täglich, einmal morgens und einmal abends, 1 ml der Lösung auf die betroffenen Stellen deiner Kopfhaut (in der Regel Scheitel oder Schläfen) auf.
Im Gegensatz zu Minoxidil wird Finasterid in Form einer Tablette verabreicht, die über einige Monate hinweg einmal täglich eingenommen werden muss, um eine Wirkung auf dein Haar zu erzielen. Die Finasterid Tabletten wirken, indem es die Produktion von DHT blockiert - einem Hormon, das die Hauptursache für Haarausfall bei Männern ist. Bei Menschen, die empfindlich auf das Hormon reagieren, bindet sich DHT an die Haarfollikel, was dazu führt, dass sie dünner werden und schließlich absterben. Finasterid wirkt diesem Mechanismus gezielt entgegen.
Eine wichtige ätiologische Rolle spielt das Enzym 5-α-Reduktase. Zur Behandlung der androgenetischen Alopezie werden 5-α-Reduktase-Inhibitoren (5-ARIs) wie Finasterid und Dutasterid eingesetzt. Eine weitere Option ist Minoxidil, das zur topischen Therapie von der FDA zugelassen ist und oral „Off Label“ gegeben wird. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt.
Minoxidil fördert die Durchblutung der Haarwurzel, die dadurch besser mit Sauerstoff und Mineralstoffen versorgt wird. Der Wirkstoff kann auch bei diffusem Haarausfall helfen und zur Stärkung der Augenbrauen eingesetzt werden. Nicht wirksam ist er beim kreisrunden Haarausfall.
Minoxidil-Präparate zur Behandlung von Haarsaufall sind in Apotheken rezeptfrei erhältlich. Für Männer mit 5 Prozent und für Frauen mit 2 Prozent Wirkstoffanteil. Sie werden als Schaum, Lösung oder Spray zur äußerlichen Anwendung angeboten und zweimal täglich auf die trockene Kopfhaut aufgetragen. Dort wo Haarwuchs erwünscht ist, sollen sie etwa vier Stunden lang einwirken.
Minoxidil wurde ursprünglich zur Behandlung von hohem Blutdruck eingesetzt. Dabei zeigte sich, dass als Nebenwirkung verstärkter Haarwuchs auftrat. Der Wirkstoff wurde daraufhin zur Behandlung von Haarausfall weiterentwickelt. In Deutschland sind derzeit 28 Präparate mit Minoxidil zugelassen. In Form von Tabletten wird damit Bluthochdruck behandelt. 19 Präparate sind zur lokalen äußerlichen (topischen) Anwendung bei Haarausfall zugelassen.
Finasterid ist ein selektiver Inhibitor des Enzyms 5α-Reduktase Typ II, das Testosteron in das biologisch aktive Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. DHT gilt als zentraler pathogener Faktor bei der Miniaturisierung androgen-sensitiver Haarfollikel. Durch die Reduktion des DHT-Spiegels um bis zu 70 % im Serum und in der Kopfhaut kann Finasterid die follikuläre Schrumpfung verlangsamen oder aufhalten. In vielen Fällen wird zudem ein Wiederanwachsen von terminalem Haar beobachtet.
Präparate mit dem Wirkstoff Finasterid sind verschreibungspflichtig. Sie hemmen die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. In Tablettenform sollen sie bei regelmäßiger Anwendung den androgenetischen Haarausfall bei über neunzig Prozent der Männer stoppen können. Präparate mit Finasterid stehen auch als Lotion zur äußerlichen Anwendung zur Verfügung.
Die Wirksamkeit von Finasterid wurde mehrfach in Studien nachgewiesen. Diesen nach half Finasterid in 90% der männlichen Probanden, ihren Haarausfall zu stoppen.
Dieses verschreibungspflichtige Medikament birgt nicht zu verschweigende Risiken: Potenzstörungen, ein verminderter oder nicht vorhandener Libido oder aber wachsende Brüste sind häufige Nebenwirkungen. Der Spermiengehalt in der Samenflüssigkeit nimmt erheblich ab, was womöglich zu Unfruchtbarkeit führen kann. Für Frauen ist Finasterid völlig ungeeignet, da der Wirkstoff bei weiblichem Haarausfall in der Regel wirkungslos ist. Für schwangere Frauen ist das Medikament sogar gefährlich, dass,da es zu Fehlbildungen der Geschlechtsorgane beim Fötus führen kann.
Finasterid steht allerdings im Verdacht Potenzprobleme oder psychische Erkrankungen zu verursachen oder zu verstärken. Zudem sollten Frauen mit Kinderwunsch Finasterid nicht einnehmen oder anwenden, da der Wirkstoff in der Schwangerschaft Fehlbildungen hervorrufen kann.
Eine kanadische Studiengruppe hat jetzt die Wirksamkeit dieser Medikamente für AGA bei männlichen Patienten in einer Metaanalyse zu evaluieren versucht und basierend auf den Ergebnissen von 23 Studien, bei denen eine totale Haarzählung wie eine Zählung des Terminalhaares nach 24 und 48 Wochen erfolgte, ein Ranking erstellt. Die größte Zunahme bei der totalen Haarzählung wurde nach 24 Wochen unter einer Therapie mit Dutasterid oral 0,5 mg pro Tag erzielt. Das Ergebnis war mit einer medianen Differenz (MD) von 7,1 Haaren/cm2 (95-%-Konfidenzintervall [5,1; 9,39]) besser als bei 1 mg Finasterid pro Tag und als 0,25 mg Minoxidil pro Tag (MD: 23,7 Haare/cm2 [9,5; 38,0]). Gegenüber der topischen 2-%-Lösung dieses Wirkstoffes war Dutasterid mit einer MD von 8,5 Haaren/cm2 [4,8; 12,3] überlegen.
Nach 48 Wochen Behandlung war die Zunahme der Gesamthaarzahl unter der Gabe von 5 mg Finasterid pro Tag am erfolgreichsten mit einer MD von 20,7 Haaren/cm2 [9,5; 31,5] gegenüber topischem Minoxidil.
Bei einer Gesamtschau aller Ergebnisse setzten die Autoren orales Dutasterid auf Platz 1 ihrer Rangliste, gefolgt von oralem Finasterid 5 mg/d, oralem Minoxidil 5 mg/d, oralem Finasterid 1 mg/d, Minoxidil 5 % topisch, Minoxidil 2 % topisch und Minoxidil 0,25 mg/d oral.
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Normalerweise wachsen die etwa 100.000 Kopfhaarfollikel völlig unabhängig voneinander. Innerliche oder äußerliche Einflussfaktoren können allerdings Haarfollikel durch vorzeitigen Übergang vom Anagen ins Telogen synchronisieren und so nach zwei bis vier Monaten einen spürbar stärkeren Haarausfall auslösen. Zu diesen Einflussfaktoren gehören u. a. Hormone, Wachstumsfaktoren, Medikamente und Jahreszeiten. Viele Menschen weisen periodisch verstärkte Haarwechsel auf, einige davon sind auch jahreszeitlich synchronisiert: Vor allem im Herbst bemerken viele Frauen verstärkten Haarausfall (2).
Finasterid, Minoxidil sowie alle anderen Medikamente können den Haarverlust lediglich minimieren, sie können bereits ausgefallenes Haar jedoch nicht erneut zum Wachsen bringen. Das heißt, Medikamente sind nur dann sinnvoll, wenn der Haarausfall noch nicht weit fortschritten ist. Je früher Sie mit der Behandlung anfangen, desto besser.
Wie bei jedem Mittel gegen Haarausfall ist es laut Hautarzt Wolfgang Klee mit einer kurzfristigen Anwendung von Minoxidil nicht getan.
Allerdings können bei langfristiger Anwendung auch diverse Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Kurzatmigkeit (Dyspnoe), Juckreiz, Hautauschlag und verstärkter Haarwuchs (Hypertrichose). Um eine unbeabsichtigte Übertragung des Wirkstoffs auf andere zu vermeiden, sollten die Hände nach jeder Anwendung gründlich gewaschen werden.
Übermäßiger Haarwuchs bei Säuglingen und Kleinkindern, etwa im Gesicht und am Rücken, war bereits vor einigen Jahren als mögliche Nebenwirkung von Minoxidil in die Schlagzeilen geraten. Die Symptome erinnern an das sogenannte Werwolf-Syndrom, bei dem es genetisch bedingt zu einer verstärkten Körperbehaarung kommt.
Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) haben sich Experten mit den Nebenwirkungen von Minoxidil bei äußerlicher Anwendung befasst. Seitdem muss in den Beipackzetteln auf die mögliche Entstehung einer Hypertrichose hingewiesen werden. Fälle in Deutschland gibt es bisher nicht.
Minoxidil-Präparate können bei langfristiger, äußerlicher Anwendung das Haarwachstum fördern. Beim Gebrauch sollte man aber sorgfältig sein und darauf achten, dass andere Personen mit dem Wirkstoff nicht unbeabsichtigt in Kontakt kommen.
Shampoos mit Koffein oder Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin können den Haarwuchs zusätzlich fördern.
Eine häufige Ursache für Haarausfall bei Frauen ist Eisenmangel. Daher sollte dies immer mit untersucht werden. Auf alle anderen Bestimmungen, wie z. B. den Zinkspiegel im Serum, kann in unserer Lebenswelt getrost verzichtet werden. Dies bedeutet auch, dass „Nahrungsergänzungsmittel“ bei Haarausfall überflüssig und nutzlos sind.
Es gibt zudem einige Nahrungsmittel, in denen natürliche Stoffe vorkommen, die den DHT-Spiegel im Körper senken und damit erblich bedingtem Haarausfall entgegenwirken können. Sie sind zum Beispiel in Bananen, Mangos, Tomaten oder Kohl enthalten.
Ja - die gleichzeitige Anwendung kann die Wirksamkeit der Behandlung gegen Haarausfall sogar langfristig erhöhen. Da Finasterid die Wirkung von DHT auf die Haarfollikel blockiert, erhöht Minoxidil die Durchblutung dieser geschädigten Follikel und versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen. Während unsere Behandlungspläne Minoxidil und Finasterid enthalten, kombiniert unser Topical Spray die beiden Medikamente mit großer Wirkung. Dieses einfach und leicht anzuwendende Topical Spray ist die perfekte Alternative für Männer, die keine täglichen Finasterid Tabletten einnehmen möchten (oder für die orales Finasterid nicht geeignet ist), um den Haarausfall zu bekämpfen. Das Spray sollte zweimal täglich auf die vom Haarausfall betroffenen Stellen der Kopfhaut aufgetragen werden. Sprühe diese Stellen einfach ein und lass es in deine Kopfhaut einziehen. Die Wirkung des Sprays setzt fast sofort nach der ersten Anwendung ein. Nach drei Monaten konsequenter Anwendung solltst du erste Anzeichen einer Verbesserung sehen, nach neun Monaten sind die besten Ergebnisse zu erwarten.
Finasterid in Tablettenform ist zwar gut erforscht und die bevorzugte Lösung, aber die Forschung legt nahe, dass topisches Finasterid ebenso wirksam sein könnte.
Haarausfall ist für viele Männer und Frauen ein belastendes Problem. Zwei der bekanntesten Behandlungen sind Finasterid und Minoxidil - beide haben sich als wirksam bei der Bekämpfung von Haarausfall etabliert. Im Jahr 2025 ist es auch möglich, Finasterid sicher online zu beziehen.
Identifizieren Sie anschließend Ihre gesundheitlichen Anliegen und konsultieren Sie einen Arzt online, der Ihren Fragebogen beurteilt und prüft, ob Finasterid für Sie geeignet ist. Ihr Rezept wird dann an eine der Apotheken weitergeleitet, zu denen DoktorABC Zugang hat. Schließlich wird das Medikament von einer der EU-Apotheken versandt, die ausschließlich in der EU registrierte Original-Arzneimittel abgeben.
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