Haarausfall, ob erblich oder krankheitsbedingt, kann sehr belastend sein. Von Haarausfall sprechen Experten, wenn Haare kontinuierlich ausgehen und nicht wieder nachwachsen. Bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, entspricht dem normalen Zyklus des Haarwachstums.
Der erblich bedingte Haarausfall, die sogenannte androgenetische Alopezie, ist eine der häufigsten Ursachen für Haarverlust bei Männern und Frauen. Schätzungsweise gehen 95 Prozent aller Fälle auf eine genetische Veranlagung für Haarausfall zurück. Doch es gibt auch andere Ursachen für Haarausfall, bei denen Minoxidil helfen kann.
In diesem Artikel werden wir uns näher mit den Ursachen von nicht erblich bedingtem Haarausfall und der Behandlung mit Minoxidil befassen.
Das Haarwachstum ist wesentlich von unseren Genen bestimmt. Sie geben vor, wie viel Haare sich bilden und welche Struktur sie haben. Liegt eine erblich bedingte Störung des Haarwuchses vor, kann sich das auf die Entwicklung der Haare auswirken. Die Haarfollikel reagieren dabei empfindlicher auf ein bestimmtes körpereigenes Hormon, die Haare werden dünner und fallen verfrüht aus.
Für ein gesundes Wachstum der Haare braucht es bestimmte Nährstoffe in ausreichender Menge. Bei einem Mangel an wichtigen Spurenelementen und Vitaminen wie Eisen, Zink, Folsäure, Vitamin D oder Vitamin B12 sind die Haare unterversorgt und fallen aus. Ein solcher Mangel entsteht oft im Zuge von Diäten oder körperlichem Stress.
Auch Erkrankungen des Immunsystems, Hormonstörungen oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes können das Wachstum der Haare beeinflussen. Diese führen vor allem zu kreisrundem bzw. Von Natur aus nimmt mit dem Alter bei den meisten Menschen das Haarwachstum ab (etwa ab 50 Jahren) - die Haare wachsen langsamer, regenerieren schlechter, werden dünner und fallen stärker aus.
Vor allem Frauen sind von diffusem Haarausfall betroffen. Typisches Merkmal: Das Haarwachstum ist stark verlangsamt oder unterbrochen.
Mögliche Ursachen für nicht erblich bedingten Haarausfall:
Gesunde Ernährung ist Pflicht für alle, die sich gesundes und kräftiges Haar wünschen. Auch wenn man annimmt, dass Mangelerscheinungen in Deutschland nicht vorkommen, gehören sie mit zu den häufigsten Gründen für diffusen Haarausfall. Besonders betroffen sind Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen haben, zu wenige Nährstoffe aufnehmen oder diese im Körper nicht richtig resorbieren können.
Dazu gehören Vegetarier und Veganer, Schwangere, Sportler, Menschen mit Essstörungen oder bestimmten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Man sollte deshalb auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten sowie ggf. nach ärztlicher Rücksprache bestimmte Vitamine und Spurenelemente zusätzlich substituieren.
Es gibt zudem einige Nahrungsmittel, in denen natürliche Stoffe vorkommen, die den DHT-Spiegel im Körper senken und damit erblich bedingtem Haarausfall entgegenwirken können. Sie sind zum Beispiel in Bananen, Mangos, Tomaten oder Kohl enthalten.
Minoxidil ist ein Wirkstoff, der ursprünglich als blutdrucksenkendes Mittel entwickelt wurde. Seine Fähigkeit, die Blutgefäße zu erweitern, führt zu einer verbesserten Durchblutung der Kopfhaut. Diese verstärkte Durchblutung kann die Haarfollikel stimulieren und den Haarwuchs fördern.
Minoxidil gehört zur Klasse der Antihypertensiva. Ursprünglich wurde der Wirkstoff als Mittel gegen Bluthochdruck (Hypertonie) entwickelt, doch heute kommt er hauptsächlich als Haarwuchsmittel zum Einsatz.
Nach dem Auftragen auf die Kopfhaut erweitert Minoxidil die Blutgefäße, wodurch die Blut- und Nährstoffversorgung des Haares angeregt wird. Auf diese Weise wird vorhandenes gesundes Haar gestärkt und das Wachstum neuer Haare gefördert. Durch die Behebung der Mangelversorgung können die Dichte und Dicke der Haare verbessert und der Haarverlust gestoppt werden. So kann Minoxidil das Fortschreiten des androgenetischen Haarverlusts verlangsamen.
Wirkungsweise von Minoxidil:
Minoxidil hilft jedoch, die Symptome zu bekämpfen und damit dem Fortschreiten des Haarverlusts Einhalt zu bieten.
Da sowohl Männer als auch Frauen unter androgenetischer Alopezie leiden, hat REGAINE® zwei Produkte entwickelt, die genau auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind. Die Produkte unterscheiden sich in der Konzentration des Wirkstoffs Minoxidil:
Bei Männern hat sich eine 5%-ige Minoxidil-Konzentration bei 2x täglicher Anwendung als wirksam erwiesen, wie sie beispielsweise in REGAINE® für Männer enthalten ist.
Bei Frauen führt bereits eine geringere Menge zu Erfolgen. Sie haben die Wahl zwischen einer 1x täglichen Anwendung mit 5% Minoxidil Schaum von REGAINE® und einer 2x täglichen Anwendung mit 2% Minoxidil Lösung von REGAINE® Frauen.
Minoxidil wird in Form einer Lösung oder eines Schaums direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Die meisten Anwender berichten von positiven Ergebnissen nach regelmäßiger Anwendung über mehrere Monate.
Minoxidil wird normalerweise zweimal täglich angewendet, einmal morgens und einmal abends. Wichtig ist, das Produkt direkt auf die Kopfhaut aufzutragen, da es an den Haarwurzeln wirken muss.
Minoxidil ist in verschiedenen Konzentrationen erhältlich, meist in 2 % und 5 %. Die 5 %-Lösung wird häufig Männern empfohlen, während Frauen in der Regel die 2 %-Lösung verwenden, da höhere Konzentrationen bei Frauen vermehrt zu unerwünschtem Haarwuchs an Stellen wie dem Gesicht führen können.
In einer Studie testete ein US-Forschungsteam unter der Leitung von Dr. med. Anne Elise A. Olsen die Wirksamkeit von Minoxidil in der Therapie von erblich bedingtem Haarausfall bei Männern. Über 16 Wochen hinweg kamen bei den 352 männlichen Testpersonen 5%iger Minoxidil-Schaum und ein wirkstofffreies Placebo zum Einsatz.
Das Ergebnis: Mit REGAINE® MÄNNER Schaum 5 % Minoxidil wird eine Zunahme des Haarwachstums erreicht. Verglichen mit dem Placebo beträgt die Zunahme der Haarzahl nach der empfohlenen Mindestanwendungsdauer von 12 Wochen bereits mehr als das 4-Fache; nach 16 Wochen mehr als das 5-Fache.
Die Wirksamkeit von Minoxidil in der Therapie der androgenetischen Alopezie bei Frauen überprüfte das Forschungsteam um Dr. med. Anne W. Lucky über einen Zeitraum von 48 Wochen mit 381 weiblichen Patienten. In dieser Studie wurden 2%ig- und 5%ig konzentriertes Minoxidil sowie ein wirkstofffreies Placebo erprobt.
Das Ergebnis: Bei der Verwendung von REGAINE® FRAUEN 2 % Minoxidil zeigt sich in allen Phasen der Anwendung eine deutliche Zunahme des Haarwachstums.
Der Haarwachstumszyklus ist ein langsamer Prozess, daher dauert es einige Zeit, bis Minoxidil wirkt. Meist zeigen sich Ergebnisse nach 4 bis 6 Monaten.
Wie bei den meisten Medikamenten kann auch die Anwendung von Minoxidil Nebenwirkungen haben. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Juckreiz, Rötungen oder Trockenheit der Kopfhaut. Diese Symptome sind oft mild und verschwinden in der Regel nach einiger Zeit.
Schwere Nebenwirkungen sind selten, können aber auftreten. Dazu zählen Herzrasen, Brustschmerzen oder Schwindel. In solchen Fällen sollte die Anwendung sofort gestoppt und ein Arzt konsultiert werden.
Es ist auch wichtig zu beachten, dass Minoxidil bei Personen mit bestimmten Vorerkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente nicht geeignet sein kann.
Zu Beginn Ihrer Behandlung kann es vorkommen, dass vermehrt alte, nicht mehr aktive Haare ausfallen. Dieser sogenannte Shedding-Effekt geht bei regelmäßiger Anwendung jedoch innerhalb von wenigen Wochen zurück; stattdessen kann ein verstärkter Haarwuchs einsetzen. In Ausnahmefällen kann es zu Hautreizungen oder Trockenheit der Kopfhaut kommen. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Hautarzt.
Mögliche Nebenwirkungen von Minoxidil:
Minoxidil ist zweifellos eine der effektivsten und am besten erforschten Behandlungen gegen Haarausfall. Für viele Menschen ist es eine zuverlässige Lösung, die das Haarwachstum anregen und Haarausfall verlangsamen kann. In solchen Fällen bieten Alternativen wie Finasterid, Lasertherapie oder natürliche Präparate mögliche Optionen.
Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile jeder Behandlung abzuwägen und möglicherweise verschiedene Ansätze zu kombinieren, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Ob du dich für Minoxidil oder eine Alternative entscheidest, hängt letztlich von deinen individuellen Bedürfnissen und deinem Hauttyp ab.
Seit der Markteinführung von Minoxidil-Lotion im Jahr 1988 hat es neue Entwicklungen in der Forschung für wirksame Haarwuchsmittel gegeben. Inzwischen gibt es Produkte mit Inhaltsstoffen, die bei vielen Menschen genauso gut oder sogar besser wirken als Minoxidil. Dies gilt zum Beispiel für die Inhaltsstoffe Nanoxidil, Adenosin und Ecklonia Cava. Diese Inhaltsstoffe sind in verschiedenen Lotionen zu finden.
| Behandlung | Wirkstoff | Anwendung | Nebenwirkungen |
|---|---|---|---|
| Minoxidil | Minoxidil | Topisch (Lösung oder Schaum) | Juckreiz, Rötungen, Trockenheit der Kopfhaut, unerwünschtes Haarwachstum |
| Finasterid | Finasterid | Oral (Tablette) | Sexuelle Dysfunktion, Depressionen |
| Lasertherapie | Laserlicht | Professionelle Behandlung | Rötungen, Schwellungen |
| Neofollics Lotion | Adenosin, Vividine®, Aminexil® | Topisch (Lotion) | Selten leichte Reizungen oder Juckreiz |
Die Lotion Spectral.DNC-N enthält 5% Nanoxidil und darüber hinaus verschiedene andere Inhaltsstoffe, die das Haarwachstum auf verschiedenen Wegen verbessern und die Absorption fördern. Minoxidil-Lotionen hingegen enthalten in der Regel nur Minoxidil.
Wenn Sie derzeit Minoxidil verwenden und auf eine andere Lotion umsteigen möchten, empfehlen wir, beide Lotionen zwei Wochen lang nebeneinander anzuwenden. Zum Beispiel Minoxidil am Morgen und die neue Lotion am Abend.
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