Minoxidil ist eines der bekanntesten Mittel zur Behandlung von Haarausfall. Ursprünglich als Mittel gegen Bluthochdruck entwickelt, wurde seine Wirkung auf das Haarwachstum zufällig entdeckt. Heute wird es hauptsächlich in topischer Form angewendet, um androgenetischen Haarausfall (erblich bedingter Haarausfall) bei Männern und Frauen zu bekämpfen.
Minoxidil ist ein Wirkstoff, der ursprünglich als blutdrucksenkendes Mittel entwickelt wurde. Seine Fähigkeit, die Blutgefäße zu erweitern, führt zu einer verbesserten Durchblutung der Kopfhaut. Diese verstärkte Durchblutung kann die Haarfollikel stimulieren und den Haarwuchs fördern.
Dass Minoxidil gegen Haarausfall wirkt, gilt mittlerweile als gesichert. Allerdings sind sich Wissenschaftler:innen noch uneinig, warum genau das so ist. Am weitesten verbreitet ist die Theorie, dass Minoxidil die Blutgefäße der Kopfhaut erweitert und die Wurzeln so besser mit Nährstoffen versorgt werden können. Eine neuere Hypothese ist, dass Minoxidil ein spezifisches Enzym (ATP genannt) im Haarfollikel erhöht und dessen Wachstumsphase verlängert (wissenschaftlich Anagenphase genannt). Manche Forscher:innen nehmen auch an, dass Minoxidil Haarfollikel vergrößert, die zuvor durch Hormone geschrumpft sind.
Besonders geeignet ist Minoxidil für Frauen, deren Haarausfall durch einen Testosteronüberschuss verursacht wird.
Minoxidil beeinflusst das Wachstum und die Differenzierung der Haarzellen. Der Haarausfall wird verlangsamt und das Wachstum neuer Haare angeregt. Gleichzeitig verlängert sich die Wachstumsphase bestehender Haare.
Minoxidil wird in Form einer Lösung oder eines Schaums direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Minoxidil wird normalerweise zweimal täglich angewendet, einmal morgens und einmal abends. Wichtig ist, das Produkt direkt auf die Kopfhaut aufzutragen, da es an den Haarwurzeln wirken muss.
Je nach gewähltem Produkt wird das Minoxidil Präparat zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen und zwei bis drei Minuten in kreisenden Bewegungen leicht einmassiert.
Minoxidil ist in verschiedenen Konzentrationen erhältlich, meist in 2 % und 5 %. Die 5 %-Lösung wird häufig Männern empfohlen, während Frauen in der Regel die 2 %-Lösung verwenden, da höhere Konzentrationen bei Frauen vermehrt zu unerwünschtem Haarwuchs an Stellen wie dem Gesicht führen können.
Minoxidil Präparate sind in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Als besonders wirksam haben sich Schäume und Tinkturen mit einem Minoxidil-Anteil von zwei bis fünf Prozent erwiesen.
Minoxidil ist für alle von Haarausfall betroffenen Männer und Frauen ab 18 Jahren zugelassen. Die Expertin erklärt: "Minoxidil ist bei männlich (und weiblich) bedingtem Haarausfall indiziert und kann ab dem 18. Lebensjahr zum Einsatz kommen. Generell sollte früh mit der Therapie begonnen werden, da bereits inaktive Haarwurzeln nur selten reaktiviert werden können." Also, nicht lange zögern!
Laut Dr. Hölscher wirkt Minoxidil am besten bei mittiger Glatzenbildung. Der Hersteller lobt keine Wirksamkeit bei Geheimratsecken aus, sollte allerdings nicht bei Geheimratsecken angewendet werden, da hier noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen. Im Internet findest du aber viele positive Erfahrungsberichte von Männern, die sich über volleres Haar am vorderen Kopf freuen.
Übrigens: Manche Männer verwenden Minoxidil auch, um das Wachstum der Barthaare zu beschleunigen. Mit Erfolg. "Die Nutzung erfolgt allerdings Off-Label. Wissenschaftliche Studien hierzu sind nicht vorhanden", so Dr. Hölscher.
Bis zu einer Dosierung von 5% ist Minoxidil rezeptfrei erhältlich. Darüber, bis zu welchem Alter eine Anwendung von Minoxidil sinnvoll ist, gibt es abweichende Angaben. Einige Hersteller empfehlen Minoxidil bei Haarausfall bis zum 65. Lebensjahr, andere empfehlen, die Behandlung bereits mit Ende 40 zu beenden.
Der Haarwachstumszyklus ist ein langsamer Prozess, daher dauert es einige Zeit, bis Minoxidil wirkt. Meist zeigen sich Ergebnisse nach 4 bis 6 Monaten. "Um einen Erfolg des Haarwuchses zu erkennen, sollte das Präparat mindestens 3 Monate, nach meiner persönlichen Einschätzung eher 6-9 Monate angewendet werden", betont die Dermatologin und Haarexpertin. Danach gilt: Dranbleiben, und zwar für immer.
Leider wirkt Minoxidil nicht über Nacht. Denn die Haarwurzeln benötigen rund vier Wochen, um zu regenerieren und neue Haare zu produzieren.
Zwischen der zweiten und sechsten Behandlungswoche kann es zu einem vermehrten Haarverlust kommen, dem sogenannten Shedding. Das Minoxidil sollte dann keinesfalls abgesetzt werden, da dies ein normaler und erwünschter Vorgang ist, der zeigt, dass die Minoxidil-Therapie wirkt.
Wie bei den meisten Medikamenten kann auch die Anwendung von Minoxidil Nebenwirkungen haben. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Juckreiz, Rötungen oder Trockenheit der Kopfhaut. Diese Symptome sind oft mild und verschwinden in der Regel nach einiger Zeit. Schwere Nebenwirkungen sind selten, können aber auftreten. Dazu zählen Herzrasen, Brustschmerzen oder Schwindel. In solchen Fällen sollte die Anwendung sofort gestoppt und ein Arzt konsultiert werden.
Ein kräftiger Körper, ein fitter Geist - und die richtige Ernährung. In unserem Newsletter erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um gut und gesund durch den Alltag zu kommen. Bei etwa einem von hundert Behandelten kann die Haut an der Stelle, an der das Mittel aufgetragen wurde, jucken, schuppen, sich röten oder entzünden. Minoxidil kann sich eventuell nachteilig auf Herz und Kreislauf auswirken, was insbesondere bei einer Langzeitbehandlung bedeutsam ist.
Da es bei der Anwendung von Minoxidil zu Nebenwirkungen kommen kann, sind einige Anwender auf der Suche nach einer Alternative. Das ist beispielswiese Redensyl. In einer Studie¹ steigerte Redensyl das Haarwachstum um +214 Prozent und zeigte damit ein fast zwei Mal besseres Ergebnis als Minoxidil. ¹Induchem, Redensyl®: The Hair Growth Galvanizer, Reactivates hair follicle stem cells for an outstanding hair growth.
Es ist auch wichtig zu beachten, dass Minoxidil bei Personen mit bestimmten Vorerkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente nicht geeignet sein kann.
Man liest häufig, dass Frauen bei bestehendem Kinderwunsch, spätestens aber zu Beginn einer Schwangerschaft, keine Produkte mit Minoxidil mehr verwenden sollten. Generell wird Schwangeren empfohlen, während der Schwangerschaft zum einen alle Behandlungen und Medikamente mit ihrem behandelnden Gynäkologen abzustimmen.
In solchen Fällen bieten Alternativen wie Finasterid, Lasertherapie oder natürliche Präparate mögliche Optionen. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile jeder Behandlung abzuwägen und möglicherweise verschiedene Ansätze zu kombinieren, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Ein natürlicher DHT-Blocker wie der in den Growfine Haarkapseln kann helfen, die Ursache gezielt anzugehen, indem er die Umwandlung von Testosteron zu DHT hemmt - ganz ohne aggressive Wirkstoffe.
Ob du dich für Minoxidil oder eine Alternative entscheidest, hängt letztlich von deinen individuellen Bedürfnissen und deinem Hauttyp ab.
Kein Wunder, dass es mittlerweile zahlreiche „Wundermittelchen“ am Markt gibt, die schnelle Hilfe gegen Haarausfall versprechen.
Viele Menschen nutzen Minoxidil, um ihren Haarausfall zu stoppenDabei hilft der Wirkstoff meistens nur bei einer bestimmten Art von HaarausfallEine Dermatologin erklärt hier, wann und wem sie Minoxidil empfehlen würdeKaum ein Wirkstoff gegen Haarausfall ist derzeit so präsent auf Social Media wie Minoxidil. Scharenweise Influencer, Stars und Sternchen schwören auf den Wirkstoff, der Haarausfall nicht nur stoppen, sondern auch das Haarwachstum beschleunigen soll. In Videos wird das Mittel gerne als Schaum oder Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert. Doch wie sinnvoll ist die Anwendung von Minoxidil wirklich? Und wo kann man das Arzneimittel überhaupt bekommen?
Prof. Dr. med. Natalie Garcia Bartels ist Dermatologin mit Schwerpunkt auf Haarerkrankungen sowie Expertin der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.
Jeder Mensch verliert jeden Tag bis zu 100 Haare. Das ist vollkommen normal, da sich unser Haar im einem Zyklus von rund 28 Tagen stetig erneuert. Liegt die Anzahl der ausfallenden Haare jedoch über einen längeren Zeitraum bei deutlich über 100, sprechen wir von Haarausfall.
Der erblich bedingte Haarausfall, die sogenannte androgenetische Alopezie, ist eine der häufigsten Ursachen für Haarverlust bei Männern und Frauen. Schätzungsweise gehen 95 Prozent aller Fälle auf eine genetische Veranlagung für Haarausfall zurück.
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