Bestimmt haben Sie schon einmal von der Minipli-Frisur gehört. Retro ist Trend und das auch auf dem Kopf. Die Dauerwelle ist zurück! Wer jetzt sofort in Panik verfällt, weil er an furchtbar krause Mähnen aus den Achtzigern zurückdenkt: Keine Sorge, man kann die wilden Locken auch durchaus schick tragen. Und ein Friseurbesuch ist auch nicht zwingend nötig, um ein schönes Ergebnis zu erzielen.
Meg Ryan, Madonna, Cher: Jeder Star, der in den 80ern etwas auf sich hielt, schmückte sein Haupt mit einer kringeligen Dauerwelle. Die Frauen sind bis heute im Showgeschäft; die mal extreme, mal leichte Dauerwelle auf ihren Köpfen gehört allerdings der Vergangenheit an. Denn allein beim Gedanken an den Retro-Haarstyle kräuseln sich vielen Frauen (und Männern, die den Trend ja zum Teil auch mitgemacht haben!) die Nackenhaare.
Was früher nach explodiertem Pudel aussah, schleicht sich heute allerdings wieder als Frisurentrend von hinten an. Das Gute: Der Wellenlook kann in moderner Aufmachung echt toll aussehen! Zudem lässt sich die Dauerwelle auch selber machen.
Es gibt verschiedene Dauerwelle-Varianten. Es müssen ja nicht gleich die winzigen Kringellocken sein, die die Mähne kraus aussehen lassen. Eine Volumenwelle mit großen, wilden Locken oder Korkenzieherlocken können gerade bei sehr langen Haaren richtig schön aussehen. In diesem Fall kannst Du die Dauerwelle auch ohne Wickler selber machen, indem Du sie zum Beispiel zu einem Dutt zusammenrollst und auf den gewickelten Haaren die Dauerwelle-Anwendung machst.
Es gibt zwei Hauptmethoden, um eine Dauerwelle zu machen:
Sie wird auch kalte Welle genannt. Hier wird mit einer starken, sehr wirksamen Chemikalie gearbeitet, die sogar von Natur aus sehr glattes Haar in die gewünschte Wellenform bringt. Die alkalische Welle bietet sich somit auch für dickes und widerspenstiges Haar an. Die Welle ist übrigens in rund 15 Minuten im Haar fixiert, es geht mit dieser Methode also sehr schnell. Achtung: Weil die Haare durch die Chemikalie ziemlich angegriffen werden, sollte nach der Wellenlegung erst mal nicht gefärbt werden.
Schluss mit glatt und ordentlich, eine wilde Lockenmähne muss her! Wir zeigen dir, wie du eine Dauerwelle selber machen kannst.
Sie wird auch saure Welle genannt. Diese Verfahrensweise ist etwas schonender, weil sie die Schuppenschicht der Haare nicht so stark öffnet und die Haare dadurch belastet. Die saure Chemikalie braucht dafür aber auch eine längere Einwirkzeit und Wärme, um richtig zu wirken. Letztere gab es damals in Form einer Trockenhaube, heute kann die Wärme durch eine chemische Reaktion innerhalb des Dauerwelle-Mittels von alleine entstehen. Die saure Dauerwelle eignet sich besonders für feines, beanspruchtes Haar.
Willst du dir eine Dauerwelle selber machen, solltest du dich gerade als Anfänger für die saure Welle entscheiden. Die Gefahr ist einfach geringer, dass du deinen Haaren mit dieser Anwendung schadest.
War der Gang zum Friseur für eine Dauerwelle in den Achtzigern noch obligatorisch, weil die Chemikalien für den Heimgebrauch zu riskant waren, kann man heute eine Dauerwelle auch durchaus selber in die Haare zaubern.
Für einen anschaulichen Vorher-/Nachher-Effekt solltest du allerdings sehr vorsichtig und sorgfältig vorgehen. Es kann auch helfen, sich eine Freundin als Assistentin zur Seite zu nehmen, damit auch nichts schiefgeht.
Eine Dauerwelle lässt sich für unterschiedliche Haarlängen selber machen.
Zunächst einmal benötigst du eine Well-Lotion oder einen Schaumbalsam, der dir die gewünschte Dauerwelle zaubert. Wenn noch keine Wickler im Dauerwelle-Set enthalten sind, kannst du diese auch einzeln kaufen (hier auf Amazon gibt's die kleinen Wickler, die für eine Dauerwelle nötig sind!). Das solltest du sowieso noch mal machen, wenn dir die mitgelieferte Größe zu groß oder zu klein ist. Was du außerdem bereithalten solltest: ein großes Handtuch, eine Fettcreme und einen Friseur-Umhang oder ein altes T-Shirt.
Anleitung: So kannst du die Dauerwelle selber machen:
Lies dir jeden Punkt genau durch und gehe dann Schritt für Schritt vor. Lass dir Zeit und arbeite sorgfältig für ein sauberes Ergebnis!
Weil gerade das Wickeln der Haare nicht jedem leicht fällt, kannst du dir hier nochmal eine YouTube-Anleitung und ein paar hilfreiche Tipps ansehen.
Ganz wichtig: Die Haare dürfen nach der Dauerwelle 48 Stunden nicht erneut gewaschen oder mit Stylingprodukten, geschweige denn Färbemitteln, belastet werden. Auch Föhnen und intensives Kämmen solltest du erst mal sein lassen. Die Haare müssen sich nämlich zum einen von den Strapazen der Dauerwelle-Behandlung erholen und zum anderen muss sich die neu entstandene Lockenform erst in Ruhe herausbilden und aushängen.
Nach den ersten Tagen wirst du merken, dass deine Haare durch die Dauerwelle trockener geworden sind. Dadurch müssen sie zwar nicht mehr so oft gewaschen werden, brauchen aber auch gezielte Pflege durch feuchtigkeitsspendende Produkte. Zu häufiges Bürsten sollte man weiterhin vermeiden, um die trockenen Haare nicht unnötig aufzuplustern und die Schuppenschicht zu strapazieren.
Der große Vorteil einer selbst gemachten Dauerwelle gegenüber der Friseur-Variante: Sie ist wesentlich günstiger. Die Kosten beim Friseur variieren je nach Haarlänge, -struktur und natürlich dem Erfahrungslevel des Friseurs. Du musst ungefähr mit einem Preis zwischen 50 und 150 Euro rechnen. Zu Hause lässt sich das Ganze auch schon zu einem Bruchteil des Preises machen, meistens sogar unter 50 Euro. Der Nachteil ist, dass man wirklich vorsichtig und sauber vorgehen muss, denn eine DIY-Dauerwelle kann auch schnell in die Hose gehen und die Haare böse schädigen. Wer sich das Verfahren also nicht richtig zutraut, sollte lieber das Geld beim Profi investieren, um im Nachhinein mit dem Ergebnis glücklich zu sein.
Eine kalte Dauerwelle hält durch den größeren Chemie-Einsatz grundlegend länger als eine saure Dauerwelle. Hier kommt es jedoch immer auf den Einzelfall an. In der Regel hält die Frisur zwischen zwei und sechs Monaten, ehe sich die Wellen langsam wieder aushängen. Eine allgemeine Empfehlung, wann man die nächste Dauerwelle selber machen sollte, gibt es nicht.
Manche Frauen, deren Haare die Prozedur gut vertragen, machen bereits nach drei Monaten eine neue Dauerwelle ins Haar. Andere warten wiederum ein ganzes Jahr oder länger, um ihre Haare nicht zu strapazieren. Beim Nachwellen sollte man sich dann so oder so auch um den herausgewachsenen, ungewellten Ansatz kümmern.
Die Dauerwelle lässt sofort an die ikonischen Frisuren von Madonna, Jennifer Grey (Dirty Dancing) und Julia Roberts (Pretty Woman) der 80er- und 90er-Jahre zurückdenken. Und wie in vielen Dingen ist es auch in diesem Fall so: Alles kommt irgendwann wieder zurück. Und so auch die Dauerwelle, die jetzt ihr Comeback feiert und glatte Haare gekonnt ablöst - jedoch in modernen Interpretationen wie soften Wellen und lässigen Beach Waves.
Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei einer Dauerwelle um eine permanente Lockung der Haare. Dieser Effekt wird auf chemische Weise erzeugt, da es sich bei einer Dauerwelle um eine Redoxreaktion handelt. Um die chemische Behandlung zu umgehen, können Sie auf Lockenstab und Co. zurückgreifen. Dann hält der Effekt aber nur bis zur nächsten Haarwäsche.
Es gibt verschiedene Arten von Dauerwellen: alkalische und saure. Damit ist der pH-Wert gemeint. Meistens wird eine alkalische Welle gemacht. Bei der Dauerwelle werden die Disulfidbrücken und Doppelschwefelbrücken im Haar geöffnet und mit einer Fixierung an anderer Stelle wieder geschlossen.
Eine Dauerwelle ist relativ aufwändig und kann daher je nach Salon etwa 45 bis 90 Minuten lang dauern, was aber von der Haarlänge und dem Haartypen abhängt.
Die Expertin erklärt, welche Schritte für eine perfekte Dauerwelle notwendig sind:
Damit die Locken optimal herauskommen und eine schöne Sprungkraft haben, sollte das Haar mindestens eine Länge von sieben bis zehn Zentimetern und höchstens eine Länge von 25 bis 30 Zentimetern (etwa Schulterlänge) haben. Diese Grundlänge sollte gegeben sein, sodass die Wickler während der Behandlung gut haften können. Als Grundregel können Sie sich merken: Umso kürzer das Haar ist, umso besser kringeln sich die kleinen Löckchen. Und je länger das Haar, desto größer die Locken und desto schneller hängen sich die Locken auch wieder aus.
Eine Dauerwelle kann das Haar sehr beanspruchen und ist daher nicht für alle Haartypen geeignet. Vorsicht gilt insbesondere bei heller gefärbtem Haar. Da eine Blondierung das Haar bereits sehr stark angreift, könnte eine Dauerwelle zu aggressiv sein. Idealerweise sollte das Haar für eine Dauerwelle gesund, kräftig und frei von Spliss und Haarbruch sein.
Geeignet:
Nicht geeignet:
Die Haare sollten nach der Dauerwellen-Behandlung mindestens 24 Stunden lang nicht gewaschen werden. Das rührt daher, dass die Frisur nach der Behandlung durch den in der Luft enthaltenen Sauerstoff nachhärtet. Zudem benötigt das Haar nach der Behandlung ausreichend Pflege, die speziell auf eine Dauerwelle ausgelegt ist.
Nach der chemischen Dauerwellen-Behandlung ist es wichtig, dass das Haar mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird. Achten Sie daher darauf, das Haar nicht zu häufig zu waschen und das Shampoo mit Conditioner und Haarkur zu ergänzen. Am besten geeignet sind spezielle Locken- oder feuchtigkeitsspendende Produkte. Nach dem Waschen können Sie zudem eine Leave-in-Pflege auf das handtucktrockene Haar geben - das hilft nicht nur die Curls leichter zu entwirren, sondern schützt gleichzeitig auch vor Frizz und verleiht den Locken Definition und Sprungkraft. Die Spitzen können Sie zusätzlich mit etwas Haaröl pflegen, um Spliss und Haarbruch vorzubeugen. Außerdem wichtig: Vor dem Styling immer einen Hitzeschutz auftragen und bei Sonne einen UV-Schutz für die Haare verwenden.
Eine Dauerwelle hängt sich nach etwa zwei bis drei Monaten aus und kann natürlich herauswachsen. Was bleibt, sind dann eher softe Wellen, die ganz ähnlich aussehen wie leichte Beach Waves. Sollte Sie der herausgewachsene Ansatz der Dauerwelle stören, können Sie auch eine Ansatzdauerwelle durchführen, bei der die bereits gewellten Haare für die neue Behandlung abgebunden werden, sodass wirklich nur der Ansatz behandelt wird.
Wie viel eine Dauerwelle kostet, hängt von der Haarlänge und dem damit verbundenen Aufwand der Anwendung ab. Sie können mit Preisen zwischen 30 und 160 Euro rechnen.
Grundsätzlich kann man eine Dauerwelle selber machen, ja. Hierfür gibt es spezielle Kits im Handel, die alles enthalten, was für die Locken benötigt wird. Da eine Dauerwelle die Haare bei unsachgemäßer Anwendung allerdings stark in Mitleidenschaft ziehen kann, ist dringend von DIY-Sets abzuraten. Lassen Sie die Behandlung stattdessen professionell im Friseursalon durchführen.
Zu Hause können Sie die Wartezeit bis zum Termin mit Lockenstab, Welleneisen, Lockenwickler, Papilotten & Co. überbrücken und so schon einmal testen, wie gut Ihnen der Locken-Look gefällt.
Für diejenigen, deren Haar sich nicht für eine chemische Dauerwelle eignet oder die sie vielleicht einfach vermeiden wollen, gibt es etliche Alternativen, die Haare zu locken. Wir stellen sechs mögliche Methoden vor:
Für welche Variante Sie sich letztlich entscheiden, wird von dem Ergebnis bedingt, das Sie sich wünschen: Soll Ihr Haar grundsätzlich voller und voluminöser erscheinen oder soll es gelockt werden? Eine Volumenwelle ist eine Weiterentwicklung der Dauerwelle, wobei das Haar hier nicht gelockt, sondern nur leicht gecurlt wird, sodass es mehr Volumen bekommt. Auch hier kommen chemische Prozesse zum Tragen, die die Schwefelbrücken im Haar öffnen und dem Haar mithilfe von großen Wicklern neue Form verleihen. Eine Dauerwelle ist nicht für jedes Haar geeignet, während eine Volumenwelle bei mehreren Haartypen angewendet werden kann. Die Lotionen haben eine deutlich kürzere Einwirkzeit als bei der Dauerwelle und hinterlassen somit auch weniger Schäden.
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