Die Räude (Scabies) ist eine weitverbreitete Hautkrankheit bei Tieren, die durch Parasiten - in der Regel Krätzemilben - verursacht wird. Die Räude ist sehr ansteckend und kann auch auf den Menschen übertragen werden. Bei einem Befall mit den etwa 0,2 Millimeter großen Milben bohren sich die weiblichen Parasiten durch die Haut und legen dort Kotballen und Eier ab. Diese verursachen zunächst Bläschen oder Quaddeln auf der Haut. Im fortschreitenden Stadium rufen sie Verkrustungen und einen starken Juckreiz hervor. Die Inkubationszeit beträgt zwischen drei und sechs Wochen.
Eine Räude (Krätze) ist hochansteckend! Die Infektion tritt häufig bei einem geschwächten Immunsystem auf, wenn der Körper nur wenig Widerstand leisten kann. Eine zu hohe Umgebungstemperatur, schlechte Belüftung, unzureichende Hygienemaßnahmen im Stall oder Gehege können das Risiko einer Infektion mit Krätzemilben genauso erhöhen wie eine mangelhafte Ernährungsweise.
Erste Symptome für einen Milbenbefall zeigen sich in geröteter Haut und dem Auftreten von starkem Juckreiz. In diesen Wunden kommt es dann häufig zu Sekundärinfektionen, die dem Tier starke Schmerzen verursachen, sodass es weniger frisst und trinkt. Ohne die richtige Behandlung stirbt das Tier einen qualvollen Tod.
Wenn an den kahlen Stellen dann auch noch blutige Stellen und Verkrustungen zu sehen sind, ist die Wahrscheinlichkeit ausgesprochen hoch, dass dein Nager die Meerschweinchen-Milben hat. Häufig sind diese Verkrustungen an den Innenseiten der Schenkel, an den Schultern oder im Halsbereich der Meerschweinchen zu finden. Weitere Symptome betreffen die Psyche des Tieres. Das umfasst vor allem Unruhe und Stress. Merkst du, dass dein Meerschweinchen kaum noch zur Ruhe kommt und aufgehetzt im Gehege herumläuft, dann solltest du darauf reagieren. Hältst du mehrere Meerschweinchen können auch vermehrte Rangkämpfe ein Symptom sein. Da die Tiere durch die Meerschweinchen-Milben gestresster sind, bleiben gegenseitige Beißattacken manchmal nicht aus.
Auch das völlige Gegenteil kann der Fall sein. Die Meerschweinchen liegen dann völlig still im Käfig, wirken bewegungsunfähig und apathisch. Bei vielen Meerschweinchen-Milben reagiert das Tier sehr empfindlich auf Berührung und hat starke Schmerzen, vermeidet also jeden Hautkontakt. Bleiben die Milben unbehandelt, können auch weitere Symptome auftreten. Das sind vor allem Ermattung und Verweigerung der Nahrung. Die fehlende Bereitschaft zum Fressen zieht einen starken Gewichtsverlust nach sich und das Tier magert ab. Im schlimmsten Fall stirbt das Meerschweinchen entweder an diesen Symptomen oder durch das geschwächte Immunsystem an Folgeinfektionen.
Das erste, was dieser machen wird, ist die Art der Meerschweinchen-Milben unter dem Mikroskop zu identifizieren. Je nach Milbenart werden dann wirksame Mittel verschrieben. Aber welche Mittel gegen Milben gibt es bei Meerschweinchen überhaupt?
Bei Grabmilben wird in der Regel eine Injektion oder eine Spot-On-Lösung mit dem Wirkstoff Ivermectin verabreicht. Das ist zum Beispiel bei dem Medikament Ivomec enthalten. Die Injektion spritzt der Tierarzt direkt unter die Haut des Meerschweinchens. Die Spot-On-Lösung wird auf den Nacken des Tieres geträufelt. Bei Pelzmilben wird der Tierarzt zu Mitteln mit dem Wirkstoff Propoxur oder Fipronil greifen. Diese Wirkstoffe sind meist in Flohpuder oder -spray enthalten und wirken von außen. Auch Herbstgrasmilben werden vorwiegend mit Sprays behandelt. Aber auch der Wirkstoff Selamectin kann in Form von einer Spot-On-Lösung verabreicht werden. Bei allen Medikamenten wird aber der Arzt entscheiden, welches sich nach seiner Erfahrung am besten bewährt hat.
Wichtig bei Spot-On-Lösungen und Sprays ist aber darauf zu achten, dass die Meerschweinchen sich nicht gegenseitig die Mittel beim Putzen ablecken.
Ein weiteres Hausmittel ist die Essigmixtur. Der Essig sollte gut verdünnt sein (ein Verhältnis von 1 (Essig) : 2 (Wasser) wird empfohlen), da der Essig in zu hoher Konzentration die Haut angreifen kann. Der Essig verändert den Säuregehalt der Hautoberfläche und macht diese ungenießbar für die Parasiten. Du solltest aber am besten bei deinem Tierarzt nachfragen, wie du die Essigmixtur in Kombination mit beispielsweise einer Spot-On-Lösung verwenden kannst.
Teebaumöl ist ein weiters Hausmittel, das in vielen Foren gegen Meerschweinchen-Milben empfohlen wird. Teebaumöl besticht vor allem durch seine antibakterielle und kühlende Wirkung. Gegen Meerschweinchen-Milben selbst hilft es aber nicht. Da das Öl bei den Tieren eine allergische Reaktion auslösen und bei Kontakt mit den Augen eine Erblindung herbeiführen kann, ist das Einreiben mit Teebaumöl nicht zu empfehlen. In manchen Fällen kann der Tierarzt ein speziell für das Meerschweinchen hergestelltes Teebaumwasser verschreiben, was aber auch eher der Kühlung statt dem Bekämpfen der Meerschweinchen-Milben selbst dient. Informiere dich dazu aber am besten noch einmal beim Fachmann.
Bei Milben Meerschweinchen Kokosöl zu verabreichen, ist ein Tipp, den man von mehreren Seiten erhält. Das Kokosöl hilft aber ebenfalls nicht direkt gegen Meerschweinchen-Milben. Es hat vielmehr eine pflegende Wirkung, welche die Haut beim Heilungsprozess von Milben-Wunden unterstützt.
Holzteile oder andere Naturmaterialien kannst du auch im Ofen ausbacken. Empfehlenswert sind dabei Temperaturen von 100 bis 150 Grad Celsius. Alles was nicht abwaschbar ist, solltest du entsorgen, wenn dein Tier Meerschweinchen-Milben hatte oder erst gar nicht anschaffen. Das betrifft zum Beispiel Heunester. Heu, welches mit den Milben in Kontakt war solltest du luftdicht im Plastiksack entsorgen und alle Stoffe, die dein Meerschweinchen berührt haben in der Waschmaschine waschen. So verhinderst du auch, dass diese Meerschweinchen-Milben auf Menschen übertragbar sein könnten.
Wichtig ist auch das Thema Futter. Dieses kann zwar nicht direkt die Meerschweinchen-Milben aufhalten, es unterstützt dein Tier aber von innen heraus beim Heilungsprozess. Vitaminreiche Nahrung hält dein Tier gesund und stärkt den Nager von innen heraus. Vor allem Vitamin C pusht das Immunsystem. Zum vitaminreichen Gemüse zählen beispielsweise rote Paprika, Brokkoli, Grünkohl und Rüben. Kräuter wie Petersilie halten dein Meerschweinchen ebenfalls fit.
Zusätzlich gibt es auch noch andere Parasiten, die dein Tier befallen können. Flöhe und Zecken gehören ebenfalls zu Blutsaugern, die dein Meerschweinchen als Wirt bevorzugen. Für den Haarausfall könnte es auch hormonelle Ursachen geben. Aber Schluss mit den Spekulationen. Es gibt eine ganze Reihe sehr verschiedenartiger Parasiten, die bei unseren Haustieren die verschiedenartigsten Hauterkrankungen verursachen. Das Spektrum reicht von lokalen Reizungen über stark juckende Erkrankungen mit zunächst wenig sichtbaren Hautveränderungen bis hin zu schweren, generalisierten Krankheiten, die zum Teil lebensbedrohlich sind.
Das Spray bietet eine effektive Linderung von Juckreiz und Hautproblemen bei Haustieren. Es pflegt die Haut, fördert deren Heilung und sorgt für ein angenehmes Wohlbefinden der Tiere. Die natürliche Zusammensetzung ist dermatologisch getestet und zeichnet sich durch gute Verträglichkeit aus, auch für empfindliche Hauttypen.
Es eignet sich sowohl für Hunde als auch für Katzen sowie Kleintiere. Das Produkt lässt sich einfach mit einem Sprühkopf anwenden, wodurch es besonders benutzerfreundlich ist. Regelmäßige Anwendungen sind erforderlich, um optimale Ergebnisse zu erzielen, wobei das Preis-Leistungs-Verhältnis insgesamt positiv bewertet wird.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Milbenbefall oder andere Gesundheitsprobleme sollte immer ein Tierarzt konsultiert werden.
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