Michaela Koschak: Mehr als nur Wettervorhersagen

Michaela Koschak ist weit mehr als nur eine bekannte Stimme und ein Gesicht aus dem Wetterbericht. Die Meteorologin engagiert sich in vielfältiger Weise für die Vermittlung von Wissen über Klima, Wetter und Klimaschutz, insbesondere an Kinder und Jugendliche.

Klimawandel und seine Folgen

Der Klimawandel ist ein zentrales Thema, dem sich Michaela Koschak mit großem Engagement widmet. Sie erklärt komplexe Zusammenhänge verständlich und verdeutlicht die Auswirkungen auf unseren Alltag.

Laut Koschak verkürzt sich der Winter durch den Klimawandel. Studien hätten herausgefunden, dass der Winter im Vergleich zur Zeit von 1961 bis 1990 um 16 Tage kürzer sei. Schon im Februar beginne der Vorfrühling. Der Sommer beginne in manchen Jahren schon Mitte Mai - obwohl dann eigentlich noch das Frühlingsgefühl herrsche. Der Herbst ende zwar normal, aber der Winter ist inzwischen viel kürzer. Und das ändere sich durch den Klimawandel weiter.

Koschak geht eher davon aus, dass die Stürme in Zukunft weniger werden. Die Erklärung dafür: Der Nordpol erwärmt sich schneller als der Rest der Welt. Und Wind entsteht normalerweise durch Temperaturunterschiede. Wenn die Luft im Norden aber wärmer ist, dürfte es demnach weniger Winterstürme geben, sagt sie.

Sie sagt, dass es im Sommer mehr Gewitter geben wird. Damit kommt es zunehmend zu starken regionalen Windböen. Der Winter fällt in Zukunft deswegen aber nicht aus. Es kann durchaus mal knackig kalt werden und zu heftigen Schneefällen kommen, sagt Sebastian Sonntag.

Für die Natur bedeutet das, dass sich der Jahresrhythmus der Pflanzen ändert. Teilweise kann man das jetzt schon beobachten. Sebastian Sonntag berichtet, dass Frühblüher bis zu vier Wochen eher blühen. Das bedeutet natürlich, dass sie ihre Blüten früher im Jahr verlieren.

Zu früh austreibende Obstbäumen könnten Probleme bekommen, wenn es dann noch einmal Frost gibt, sagt Reporter Sebastian Sonntag. Denn das könne Ernteverluste zur Folge haben.

Der Klimawandel wirkt sich langfristig auch auf Tiere aus. Zecken, Blatt- und Schildläuse freuen sich über milde Winter. Hingegen haben Stechmücken ohne kalte Winter Probleme. Sie werden häufig von Bakterien und Pilzen befallen.

Auch Bienen und Hummeln können verhungern, wenn der Frühling zu früh beginnt. Mildere Winter sind für heimische Vogel und Zugvögel zunächst kein Problem, solange es genug Nahrung gibt. Und Zugvögel ziehen deswegen später Richtung Süden. Das ist teilweise schon jetzt zu beobachten.

Engagement in der Bildung

Ein besonderes Anliegen von Michaela Koschak ist die Bildung junger Menschen. Am 16. und 23. Januar durfte die Stadtbibliothek Naunhof Michaela Koschak begrüßen. In Kooperation mit der Grundschule Naunhof entstand nun eine Reihe an Vorträgen für alle Schülerinnen und Schüler, welche den Kindern die Themen Klima, Wetter und Klimaschutz näherbringen.

Dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins der Grundschule und des Schulhorts Naunhof e.V. sowie einer Spende der Familie Bosniatzki (B+M Heizung-Sanitär-Bau GmbH aus Naunhof), die die Finanzierung der Busfahrten übernahmen, konnten kurz vor den Weihnachtsferien die 3. und 4. Klassen an den Veranstaltungen teilnehmen.

Die Kinder der Grundschule Naunhof lernen das 1 x 1 des gesunden Lebens. Schulleiterin Dr. begründet: „Wir möchten Kinder frühzeitig für das Thema Gesundheit begeistern und sie dabei unterstützen, die Herausforderungen des Lebens ohne Sucht und Gewalt zu lösen. Mit der Symbolfigur KLARO erforschen die Kinder spielerisch und mit viel Spaß, was sie selbst tun können, um gesund zu bleiben und sich wohlzufühlen“.

Klasse2000 begleitet Kinder von Klasse 1 bis 4 und behandelt alle Themen, die zum gesunden Leben dazugehören: von Bewegung, Ernährung und Entspannung bis hin zur gewaltfreien Lösung von Konflikten und der kritischen Auseinandersetzung mit Bildschirmmedien, Werbung, Tabak und Alkohol.

Besondere Höhepunkte im Unterricht sind für die Kinder die Stunden der Klasse2000-Gesundheitsförderin Frau Raddei. Sie führt zwei- bis dreimal pro Schuljahr neue Themen in den Unterricht ein und bringt dafür interessante Spiele und Materialien mit - z. B. einen Atemtrainer, eine Pausenbrot-Drehscheibe oder ein Gefühle-Buch. Anschließend vertiefen die Lehrkräfte diese Themen, so dass in jedem Schuljahr ca. 15 Klasse2000-Stunden stattfinden.

Die Erstklässler erforschen in diesem Schuljahr den Weg der Luft durch den Körper und lernen dabei die einfachste Entspannungsübung der Welt kennen - das tiefe Ausatmen. Sie erfahren, warum sich ihr Körper bewegen kann und dass er eine ausgewogene Ernährung braucht, um gesund zu bleiben.

Klasse2000 wird laufend wissenschaftlich begleitet und überprüft. Mehrere Studien belegen - neben der Praxistauglichkeit und guten Bewertung des Programms durch Lehrkräfte und Eltern - positive Effekte auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Klasse2000-Kindern sowie auf die Häufigkeit von Rauchen und Rauschtrinken auch noch am Ende der 7. Klasse.

Seit 1991 hat Klasse2000 mehr als 2 Millionen Kinder erreicht. Das Programm wird über Spenden in Form von Patenschaften finanziert (220 € pro Klasse und Schuljahr).

Der Wetter-Föhn: Ein meteorologisches Phänomen erklärt von Michaela Koschak

Haben Sie schon einmal etwas von einem Wetter-Föhn gehört? Der entsteht am Wochenende in den Alpen. Unsere Kolumnistin Michaela Koschak erklärt, was der meteorologische Effekt mit einem Haartrockner gemeinsam hat.

Einen Föhn kennt jeder und hat ihn wahrscheinlich auch regelmäßig in Gebrauch. Die meisten nehmen ihn zum Haaretrocknen, junge Mütter versuchen damit manchmal nach so einigen schlaflosen Nächten, ihre frischgeborenen Babys zu beruhigen. Mal klappt das ganz gut, mal ist es die verzweifelte letzte Hoffnung - bei meiner Tochter war es einige Wochen lang die Wunderwaffe.

Aber auch beim Wetter gibt es den Föhn und der kann ebenfalls eine Wunderwaffe sein, wenn man im Herbst noch mal Frühlingsgefühle haben möchte. Dennoch kann der meteorologische Föhn auch gefährlich werden, denn es ist ein lokaler Wind, der zum Teil Orkanstärke erreicht.

Der Föhn entsteht, wenn feuchte Luft vor einem Gebirge aufsteigt. Dabei kühlt sich die Luft zunächst um 1 Grad pro hundert Meter ab, das nennt man trockenadiabatisch in der Fachsprache. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft, deshalb bilden sich irgendwann auf der Luvseite des Gebirges Wolken.

Wenn die schwer genug sind, regnen sie sich ab. Da diese Wolken gegen die Berge gedrückt werden und nicht weichen können, regnet oder schneit es dabei manchmal langanhaltend und ergiebig, sogenannte Stauniederschläge entstehen. Ab einer bestimmten Höhe kühlt sich die Luft dann nur noch um 0,5 Grad pro hundert Meter ab - das nennt man dann feuchtadiabatisch im Fachjargon.

Wie ein Föhn zum Haaretrocknen besteht auch der Wetter-Föhn aus einigen Teilen, allerdings nicht aus Motor, Tülle, Kabel und Gehäuse. Beim Föhn in der Meteorologie gibt es zum Beispiel die Föhnmauer: Das ist genau die Grenzregion oben auf den Bergen, wo sich die Wolken wieder auflösen und es erneut schönes Wetter gibt, der Himmel nämlich aufklart.

In dieser Luft bilden sich meine Lieblingswolken, die sogenannten Föhnfische, unter den Meteorologen heißen sie Altocumulus-lenticularis-Wolken.

Auf der Leeseite des Gebirges sinkt die Luft dann wieder ab, zunächst feuchtadiabatisch - das kennen Sie ja schon, das bedeutet um 0,5 Grad pro hundert Meter und später dann trockenadiabatisch, also um 1 Grad pro hundert Meter.

Die Luft erwärmt sich, je tiefer sie kommt, und kann dadurch wieder mehr Feuchtigkeit aufnehmen - das bedeutet, Wolken lösen sich auf. Es entsteht ein sehr warmer, trockener Wind. Eigentlich heißt nur dieser abwärts gerichtete, teils extrem warme, manchmal stürmische Wind auf der Leeseite des Gebirges Föhn.

Vor allem im Winterhalbjahr können da erstaunliche Temperaturen erreicht werden. Wer an den Alpen wohnt, kennt das - manchmal sind bis zu 20 Grad am Alpenrand dabei möglich.

Schematische Darstellung einer Föhnlage

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