Michael Angelo Batio ist ein Name, der in der Welt des Heavy Metal für Hochgeschwindigkeits-Gitarrenspiel und technische Virtuosität steht. Bekannt für seine beeindruckende Geschwindigkeit und Präzision, hat sich Batio einen Ruf als einer der schnellsten Gitarristen der Welt erworben. Doch neben seinem musikalischen Können gibt es auch Diskussionen um sein Aussehen, insbesondere um die Frage, ob er eine Perücke trägt.
Michael Angelo Batio sieht aus, wie man sich einen Vertreter des Heavy Metal vorzustellen hat. Der Mann ist mittelgroß und muskulös, trägt bevorzugt dunkle Kleidung, schwarzer Jeansstoff, leicht ausgewaschen, vor allem aber oberarmfrei: Seine Tätowierungen reichen bis zu den Handgelenken, seine Hände sind groß und kräftig, die Turnschuhe knallrot. Das dichte Haar trägt Batio mittellang, vorne verdeckt es seine Augen, seine große Nase und sein breiter Mund lassen das Gesicht etwas grob aussehen.
In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf Michael Angelo Batios Karriere, seine Zusammenarbeit mit Manowar und die Diskussionen um seinen Gitarrenstil und sein Aussehen.
Michael Angelo Batio ist Berufsmusiker. Auf der Frankfurter Musikmesse arbeitet er in Halle 4 am Stand des Gitarrenherstellers Dean. Batio ist Gitarrist, dem breiteren Publikum weitgehend unbekannt, doch gehört er - wie soll man nur sagen? - ins Hochgeschwindigkeitssegment des Heavy Metal. Mit anderen Worten, er gilt als einer der schnellsten Gitarristen der Welt, schlägt nämlich die Saiten pro Sekunde häufiger an als jeder andere. Fast jeder: Ein Rusty Cooley, ebenfalls bei Dean unter Vertrag, kann da vielleicht noch mithalten… Skalen und Arpeggios werden hier schneller, als das Auge sehen kann, rauf und runter gerattert. Leistung zählt.
Wie auch immer, Batio spielt ein eigens für ihn angefertigtes Instrument, Dean stellt es ihm kostenlos zur Verfügung. Dafür muss der Musiker immer dann auf der Bühne sein Können unter Beweis stellen, wenn er gerufen wird. Also auch in Frankfurt. Da spult er nun jeden Tag sein Programm ab, lobt seine Gitarre und ihren Hersteller: Dean sei immer schon mehr als irgendeine Firma gewesen, Dean sei eine Herzensangelegenheit. Außer Batio verteilen sich unzählige Berufsmusiker auf dem Messegelände und erfüllen ihre Vertragspflichten. Es ist schön laut hier, aber eben auch schön.
Dann kommt der Gitarrist endlich zur Sache. Ein schneller Rhythmus wird angezählt, er kommt wie auch der übrige Soundtrack vom Band, und schon fliegen die Noten. Lichtschnell. Coverversionen von Jimi Hendrix und Richie Blackmore sowie Batios eigene Kompositionen, zumeist neobarocker, bevorzugt in den hohen Lagen gespielter Schwulst, füllen das Programm. Das ist musikalisch nicht das Neueste, aber es kommt, so versichert uns der Künstler - es kommt natürlich von Herzen. Der Besucher merkt: Abgesehen von den vertraglichen Verpflichtungen und den anderen Geldangelegenheiten, um derentwillen die Messe veranstaltet wird, huldigt man hier immer noch den wahren Leidenschaften und also auch der Kunst.
Das Schöne an der Frankfurter Musikmesse - analog zur Buchmesse übrigens - ist die Lüge, man sei trotz des Geschäfts vor allem und immer noch Künstler und also Teil einer großen Familie. Eine schöne Lüge, derentwillen sich der Besuch aber lohnt. Nirgends sonst wird man so vielen wirklich guten oder wenigstens technisch versierten Musikern so genau auf die Finger schauen können. Batio jedenfalls lockt die Besuchermassen an den Stand seines Auftraggebers, lauter verzückte, zumeist jüngere und den Darbietungen des Meisters so ungläubig wie ergeben folgende Menschen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das Drumherum, durch das ein solcher Auftritt erst seine volle Würde und Anmut entfalten kann: Am Stand von Dean wird tatsächlich Bier ausgeschenkt, so dass sich hier am eigens installierten Tresen sogar etwas Kneipenatmosphäre verbreitet. Außerdem geben sich die Amerikaner erneut alle Mühe, in Frankfurt die am leichtesten bekleideten Messehostessen zu engagieren. Fassen wir also zusammen: Ein kühles Bier, schöne Frauen, harte Kerle, noch härtere Musik - das ergibt eine Oase der Heavy-Metal-Seligkeit, einen Heavy-Metal-Himmel, eine Heavy-Metal-Idylle. So schön war es damals in den 70ern, so schön wird es niemals wieder sein. Außer an vier Frankfurter Messetagen im April.
Und siehe da, auch Kraftbolzen Batio verwandelt sich in ein anderes Wesen. In den hohen, mit Lichtgeschwindigkeit absolvierten Lagen scheint auch er endlich in ferne Welten entrückt zu sein. Der Krampf ist verschwunden, Haare und Kleidung und das Rot der Schuhe sind vergessen, jetzt ist er nur noch Klang. Jetzt ist er schön geworden, ganz bei seiner Musik und für sie allein noch da. Ein kleiner Zauber auf der Handelsmesse, wie er trotz allem immer wieder vorkommt. Übrigens auch in den Abteilungen Akkordeon, Schlagwerk oder Sequenzer-Software…
Doch für heute wollen wir uns ausnahmsweise auf die Gitarren konzentrieren: An diesem, für das breite Publikum geöffneten Messesamstag werden Musiker auftreten, die allesamt aus den USA eingeflogen wurden und die als Weltklasse zu beschreiben eine Untertreibung ist. Der legendäre Toto-Gitarrist Steve Lukather gibt sich auf der großen Bühne im Agorazelt gleich mehrmals die Ehre. Dort wird auch Paul Gilbert auftreten, um einmal mehr zu beweisen, wie technische Vollendung und gitarristischer Witz klingen. Und dann ist da noch Joe Satriani, ohne den es das bereits seit den 1980ern andauernde Gitarrenrevival gar nicht geben würde - er entdeckte die elektrische Gitarre wieder als Soloinstrument und zählt immer noch zu den einflussreichsten Instrumentalisten.
Wer also nicht kommt, ist selber schuld. Und wer das nur mit dem richtigen, zünftigen oder schlicht Heavy-Metal-folkloristischem Drumherum ertragen kann, dem sei gesagt, dass im Agorazelt immerhin auch Bier ausgeschenkt wird.
Wer angesichts dieser umfassenden Gitarrenherrlichkeit dennoch einen kühlen Kopf bewahrt: Vor den Toren der Musikmesse stehen Demonstranten aus Südkorea, Arbeiter beim Gitarrenhersteller Cort, die einen sehr langen Weg hinter sich haben, um die Besucher auf die Missstände in ihrer Heimat aufmerksam zu machen. Cort bezahlt seinen Arbeitern umgerechnet 14 Euro am Tag und unterdrückt gewaltsam alle gewerkschaftlichen Betätigungen. Unfallschutz gibt es hier nicht, Arbeitnehmerrechte schon gar nicht…
Cort gehört zu den größten Gitarrenproduzenten der Welt und fertigt außer in Südkorea auch in Indonesien und China. Jede Gitarre auf der Musikmesse hat ihre Geschichte.
Der renommierte Gitarrist Michael Angelo Batio wird im kommenden Jahr bei Manowar spielen - zumindest für die „Crushing The Enemies Of Metal Anniversary Tour 2023“. Der Grund: Stammgitarrist E.V. Martel kann aus persönlichen Gründen nächstes Jahr nicht auf Konzertreise gehen.
Joey DeMaio ergänzte: „Wir lieben und respektieren E.V. und unterstützen seine Entscheidung. Er ist ein echter Bruder. Und wir werden für immer unvergessliche Erinnerungen teilen, wie in der Nähe des nördlichen Polarkreises oder zum ersten Mal in Mexiko zu spielen.“
Manowar-Boss DeMaio dazu: „Wir kennen Michael seit vielen Jahren und haben seine Arbeit schon immer bewundert. Seine Technik ist verblüffend. Als wir ihn eingeladen haben, mit uns zu jammen, haben wir in Lichtgeschwindigkeit miteinander gespielt. Alles nahm sofort Gestalt an. Wir sind bereit für eine Mördertournee.“
Michael Angelo Batio kommentiert: „Ich könnte nicht begeisterter sein. Mehr als alles andere liebe ich Metal - und mehr Metal als Manowar geht nicht!
Es gibt Spekulationen darüber, ob Michael Angelo Batio eine Perücke trägt. Einige Leute haben online erwähnt, dass er "zumindest heute btw. eine Perücke" trägt. Ob dies tatsächlich der Fall ist, lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit sagen.
Unabhängig davon, ob Batio eine Perücke trägt oder nicht, ändert dies nichts an seinem musikalischen Talent und seiner Fähigkeit, das Publikum mit seinem Gitarrenspiel zu begeistern. Sein Können und seine Leidenschaft für die Musik stehen im Vordergrund.
Michael Angelo Batio ist zweifellos technisch eine Bombe. Da sollten tatsächlich nicht viele ihm das Wasser reichen können. Leider mangelt ihm es aber an Stil. Es gibt viele Gitarristen, die schneller, perfekter und technisch versierter spielen. Aber kompositorisch und stilistisch ist sie auf jeden Fall ganz weit vorne. Sie hat es geschafft auch heute noch einen eigenen Stil und Sound zu schaffen, der ihr Wiedererkennungswert gibt. Das schaffen die allermeisten Schnell-Schredder aka Gniedelkasper nicht.
Trotz dieser Kritik bleibt Batio ein einflussreicher Gitarrist, der viele Musiker inspiriert hat und weiterhin inspiriert.
Abschließend lässt sich sagen, dass Michael Angelo Batio eine faszinierende Figur in der Welt des Heavy Metal ist. Seine technische Virtuosität und seine Zusammenarbeit mit Manowar haben ihm einen festen Platz in der Musikgeschichte gesichert. Ob er eine Perücke trägt oder nicht, ist letztendlich irrelevant, da sein musikalisches Talent und seine Leidenschaft für die Gitarre im Vordergrund stehen.
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