Metal-Sängerinnen mit blauen Haaren: Eine Liste

Heavy Metal ist eine reine Männerdomäne? Von wegen! Wie überall sind die Ladys auch in der Headbanger-Szene schwer im Kommen. Ohne ihre Sängerinnen ist die Metal-Szene inzwischen nicht mehr denkbar. Ein Thema - jahrelang gekonnt ignoriert - findet langsam seinen Weg an die Oberfläche der Metal-Gemeinde: Frauen im Musikbusiness. Wie in so vielen Disziplinen hat die Frau auch in der Musik mit zahlreichen Vorurteilen, Hindernissen und Benachteiligungen zu kämpfen.

Klar, Metal war in der Vergangenheit schon immer und ist in der Gegenwart noch immer ein männerdominiertes Genre. Den Anspruch, das zu ändern, hat diese Artikel-Serie nicht. Denn es gibt sie, Frauen im Metal. Im Folgenden werden Protagonistinnen eines Genres vorgestellt, das in den wenigsten Köpfen mit dem Begriff „Frau“ verknüpft ist: Death Metal. Aber warum eigentlich nicht Geschlechtergleichberechtigung auch im Death Metal großschreiben?

Anlässlich des neuen Albums "Everest" von Halestorm um Sängerin Lzzy Hale stellen wir die bekanntesten Frontfrauen vor.

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Alissa White-Gluz: Eine Ikone mit blauen Haaren

Menschen, die Heavy-Metal machen, tragen schwarz und sind Männer - so lautet auch im Jahr 2019 ein weit verbreitetes Vorurteil. Auch über den Death-Metal gibt es dieses Klischee. Die Band Arch Enemy aber, die seit über 20 Jahren diesem Subgenre, in dem hohe Melodien auf extrem tief gestimmte E-Gitarren und E-Bässen gespielt werden, zugerechnet wird, ist anders.

Alissa White-Gluz ist die Frontfrau und Sängerin der Band - sie singt ganz typisch für ihr Genre nicht klar, sondern guttural, was man als "Growling" bezeichnet. Alissa kennt die Klischees. Der Grund: Sie ist eine Frau, sie hat blaue Haare, sie lebt vegan und sie ist straight edge. Alissa sagt:"Ich wusste schon von Anfang an, dass ich in der Metal-Szene ein bisschen exzentrisch rüberkommen würde. Erstmal natürlich, weil ich ein Mädchen bin."

Doch allen Widerständen zum Trotz geht Alissa ihren eigenen Weg."Ich war schon mit aller Art von sexistischer Kritik konfrontiert: 'Wenn du so aussiehst, kannst du gar nicht intelligent sein', oder: 'Wenn du so klingst, kannst du gar nicht attraktiv sein.' Ich bin, wer ich bin. Take it or leave it. Ich werde mich nicht verändern." Inzwischen ist sie aufgrund ihres Könnens, ihres Erfolgs, ihrer Werte und ihres eigenen Looks ein Vorbild für viele junge Frauen in der Szene. "Ich weiß nicht, ob ich dem Stereotyp entspreche. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht der Fall ist. Aber es sieht so aus, als würde ich vielleicht eine neue Art von 'Stereotyp' erschaffen: Wir sehen mehr und mehr Menschen, die sehr offen damit umgehen, was sie wirklich fühlen und denken.

Alissa White-Gluz von Arch Enemy

Autogrammstunde mit Alissa White-Gluz

Ein Bericht über eine Autogrammstunde mit Arch Enemy zeigt die Begeisterung der Fans für Alissa. Einige Girls haben Alissa like ihre Haare in Blau gefärbt. Und alle wollen natürlich ein Selfie mit Alissa. Alissa lächelt immer wieder bereitwillig in die Handykameras.

Weitere bemerkenswerte Metal-Sängerinnen

Auch im Death Metal gibt es sie: Talentierte Musikerinnen, weibliche Death Growls, Protagonistinnen. METAL HAMMER stellt euch fünf wichtige Musikerinnen und ihre Bands vor.

  • Mallika Sundaramurthy (Abnormality): Growlt tiefer als der durchschnittliche, testosterongeladene Death-Metal-Fan.
  • Estefanía García (früher In Mute, jetzt Vanja Plavšić): Vanja Plavšić hat Erfahrung. Vor [In Mute] stand sie ganze sechs Jahre lang mit der maltesischen Death-Black-Metal-Band MartYriuM auf der Bühne und eröffnete unter anderem für Sepultura, Cradle Of Filth und Rotting Christ.
  • Vicky Psarakis (The Agonist): Ersetzte Alissa White-Gluz bei The Agonist.
  • Angela Gossow (ehemalig Arch Enemy): Die Kölnerin zählt zu den wenigen weiblichen Protagonistinnen im Death Metal, die sich mithilfe ihres unverwechselbaren gutturalen Gesangs in einem klar männerdominierten Genre durchsetzen konnte.

Charlotte Wessels: Ein neuer Solo-Pfad

Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Release des ersten Solo-Albums der Holländerin Charlotte Wessels. Charlotte Wessels hat sich während der Coronapandemie von ihrer Funktion als Sängerin bei dem Symphonic Metal-Projekt Delain verabschiedet. Nun sollten diese Compilation-Alben nicht das letzte sein, was wir von Wessels als Solo-Singvogel gehört haben. In diesem September erscheint ihr erstes vollwertiges Solo-Album „The Obsession“.

Davon erreicht haben uns mit „The Crying Room“, „Chasing Sunsets“, „The Exorcism“ und „Dopamine“ bereits vier Vorab-Singles, immer in Kombination mit herrlich-aufwendigen und verträumten Musikvideos. Und weil Charlotte ihre Mädels so liebt, hat es mit „Ode To The West Wind“ ein weiteres Feature auf „The Obsession“ geschafft. Nach rosa, braunen und schwarzen Haaren folgt nun blau - oder eher ein zarter Lavendel-Ton. Mit einer ebenfalls perückten Alissa White-Gluz (Arch Enemy) bekommen wir eine nächste Powerhymne serviert.

Die Wartezeit zieht sich ins Unermessliche aber wir haben es fast geschafft: Bereits in zwei Tagen erscheint „The Obesssion“ in seiner Gänze. Und dann kann man Charlotte auch noch live im Vorprogramm von Vola erleben.

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