Das Auftreten der ersten grauen Haare ist für viele Menschen ein bedeutendes Ereignis. Während einige den natürlichen Alterungsprozess akzeptieren, suchen andere nach Möglichkeiten, das Ergrauen der Haare zu verlangsamen oder sogar umzukehren. In diesem Zusammenhang rücken Melanin Tabletten immer wieder in den Fokus. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für graue Haare, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Melanin und die Erfahrungen mit Melanin Tabletten.
Die Farbe unserer Haare wird durch das Pigment Melanin bestimmt. Dieser Farbstoff sorgt dafür, dass die Haare schwarz, braun, blond oder rot leuchten. Melanin wird in den pigmentbildenden Zellen im Haarbalg, den sogenannten Melanozyten, produziert. Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität der Melanozyten nach. Schließlich lösen sie sich mit dem Haar zusammen von der Haarwurzel ab. Die Folge: Es wachsen nur noch farblose Haare nach. Genau genommen wird unser Haar also nicht grau, sondern weiß.
Die Forschung zeigt, dass der Alterungsprozess nicht die einzige Ursache für graue Haare ist. Auch krankheitsbedingte Störungen in der Pigmentproduktion können die Haarfarbe verändern. Darüber hinaus spielen die folgenden Faktoren eine Rolle:
Insgesamt begünstigen alle genannten Faktoren das Ergrauen der Haare und beeinflussen den Zeitpunkt, ab dem man graue Haare bekommt.
Melanin ist das Farbpigment, das unseren Haaren ihre natürliche Farbe verleiht. Es wird in den Melanozyten der Haarfollikel produziert. Wenn diese Zellen nicht ausreichend mit Nährstoffen und Mineralien versorgt werden, produzieren sie kein Melanin mehr, was zum Ergrauen der Haare führt.
Kupfer spielt eine wichtige Rolle bei der Mikronährstoffversorgung in Bezug auf die vorzeitige Ergrauung: "Kupfer ist ein Cofaktor der Synthese von Pigmenten". Demnach ist Kupfer unterstützend an der Herstellung von Pigmenten beteiligt. Ist der Kupferspiegel also zu niedrig, können graue Haare die Folge sein. Dann kann Kupfer supplementiert werden.
Ein Proteinmangel kann laut Expertin ebenfalls eine Ursache für graue Haare sein, denn: Das Pigment Melanin wird aus der Aminosäure L-Tyrosin gebildet und ist in höheren Mengen in verschiedenen eiweißreichen Lebensmittel wie Lachs, Kürbiskernen und Walnüssen enthalten.
Forschende in den USA haben den Prozess, durch den Haare ergrauen, in einem Experiment mit Mäusen genau rekonstruiert. Dabei zeigte sich, dass das Problem etwas anders ist, als bisher vermutet wurde. Bekannt war, dass das Problem zusammenhängt mit den Melanin-produzierenden Stammzellen, sogenannten Melanozyten. Sie stellen den Farbstoff Melanin her, der unter anderem bei der Bräunung von Haut aber auch bei der Farbe der Haare gebraucht wird.
Die Forschung ging bisher davon aus, dass diese Stammzellen sich im Lauf des Lebens erschöpfen. Melanozyten sitzen in den Haarwurzeln, den sogenannten Follikeln. Wenn das Haar wächst, wandern die Stammzellen von der einen Seite der kleinen Blase auf die andere. Dabei kommen sie in Berührung mit Signalproteinen, die die Farbzellen aktivieren, so dass sie die gefragten Pigmente produzieren.
Nach der bisherigen Theorie sollten in den Wurzeln von grauem Haar eigentlich keine Melanozyten mehr nachweisbar sein. In einem aufwendigen Verfahren machten sie die Stammzellen bei Mäusen sichtbar und verfolgten ihre Entwicklung in den Versuchstieren über zwei Jahre lang. Dabei zeigte sich, dass die Zellen in den Wurzeln des Fells der Mäuse immer hin und herwanderten, wenn sie gebraucht wurden.
Durch das Ausfallen alter und das Nachwachsen neuer Haare alterte die Haarzelle insgesamt. Dabei verloren auch die Follikel an Flexibilität. Die Wissenschaftler beschleunigten den Prozess, indem sie einzelne Haare auszupften. Ergebnis: Irgendwann hingen die Stammzellen in ihrer Ruheposition fest und konnten nicht mehr hin- und herwandern. Dadurch trafen sie nicht mehr auf die Signalproteine und produzierten folglich auch kein Melanin mehr.
Die Autoren räumen ein, dass die Studie an Nagetieren durchgeführt wurde, vermuten aber, dass der Mechanismus bei Menschen sehr ähnlich abläuft.
Die Pharmaindustrie wirbt mit Melanin-Tabletten als Alternative. Dabei handelt es sich um eine Art Nahrungsergänzungsmittel, das die Pigmentproduktion in den Haaren wieder ankurbeln soll. Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, ist nicht Melanin, sondern Tyrosin in den Tabletten enthalten. Diese Aminosäure benötigt der Körper in ausreichender Menge, um Melanin zu produzieren.
Melanin Tabletten enthalten Stoffe wie Tyrosin, Kupfer und B-Vitamine, die den körpereigenen Pigmentbildungsprozess unterstützen sollen. Ob es oral eingenommen, tatsächlich intakt in der Kopfhaut ankommt, um eine solche Funktion zu erfüllen, ist wissenschaftlich nicht belegt. Daher rate ich eher davon ab.
Es gibt auch Produkte, die natürliches Melanin enthalten, wie z.B. Cellufine® ReColour-Kapseln. Diese Kapseln versorgen den Körper mit natürlichem Melanin und zusätzlich mit Kupfer, einem wichtigen Vitalstoff für die natürliche Haarfärbung.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass Kupfer zu einer normalen Haarpigmentierung beiträgt.
APOrtha® ReColour-Kapseln enthalten Kupfer und den Markenrohstoff MELATINE®, der das Haar mit natürlichem Melanin versorgt. Wenn die Haarfollikel nicht ausreichend mit Nährstoffen und Mineralien versorgt werden, produzieren sie kein Melanin mehr. MELATINE® ist ein melanischer Keratin-Peptidkomplex, der sich durch gute Löslichkeit und Bioaktivität auszeichnet und alle wichtigen Nährstoffe sowie bioverfügbare Vorprodukte für die Haarfärbung liefert.
In einer klinischen Studie durch Pharmascan konnte bei einer täglichen Einnahme von 650 Milligramm MELATINE® die Wirkung nachgewiesen werden. Nach 120 Tagen verdunkelte sich das Haar bis zu 13 Prozent. Dies belegt eine schrittweise Repigmentierung von weißem und ergrautem Haar.
Neofollics Anti-Grau Tabletten sind ein Nahrungsergänzungsmittel, das für die effektive Bekämpfung grauen Haares entwickelt wurde und Menschen bei der Erhaltung Ihrer natürlichen Haarfarbe helfen soll.
Die Tabletten enthalten außerdem Jod und die Vitamine D3, B6 & C. Dies ist eines der wichtigsten Vitamine gegen Haarausfall. Vitamin B8 ist für die Erhaltung gesunder Haare notwendig. Dies ist ein wichtiges Enzym, das beim Ergrauen der Haare eine Rolle spielt. Da Katalase Wasserstoffperoxid abbaut, verhindert es das Ergrauen der Haare. Mit zunehmendem Alter wird weniger Katalase im Körper produziert.
Inhaltsstoffe der Neofollics Anti-Grau Tabletten:
| Inhaltsstoff | Menge pro Dosis | % empfohlenen Tagesdosis |
|---|---|---|
| Catalase | 22500 Baker Units | * |
| L-Tyrosine | 100 mg | * |
| Tee-Catechine | 26.7 mg | * |
| Quercetin | 66 mg | * |
| EGCG | 20 mg | * |
| Jod | 100 µg | 67% RDA |
| Calcium | 20 mg | 5% RDA |
| Kupfer | 6 mg | 600% RDA |
| Selen | 55 µg | 100% RDA |
| Zink | 10 mg | 100% RDA |
| Biotin | 2000 µg | 4000% RDA |
| Folsäure | 500 µg | 250% RDA |
| Vitamine B6 | 2.5 mg | 179% RDA |
| Vitamine B12 | 2.5 µg | 100% RDA |
| Vitamine D | 20 µg | 400% RDA |
| Vitamine C | 43.65 mg | 55% RDA |
* % Tageswert nicht festgestellt
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit grauen Haaren umzugehen:
Grauen Haaren kann man nur begrenzt vorbeugen. Eine ausgewogene, mineralstoffreiche Ernährung, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie ein stressfreier Lebensstil können jedoch dazu beitragen, das Ergrauen der Haare zu verlangsamen.
Graue Haare benötigen keine besondere Pflege, aber mit zunehmendem Alter werden die Haare oft trockener und brüchiger. Daher empfiehlt es sich, Produkte für strapaziertes Haar zu verwenden und die Haare vor UV-Strahlung zu schützen.
Letztendlich ist der Umgang mit grauen Haaren eine persönliche Entscheidung. Ob man sie akzeptiert, kaschiert oder versucht, sie zu bekämpfen, hängt von den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen ab.
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