Dauerhafte Haarentfernung: Methoden, Vergleich und Risiken

Unerwünschter Haarwuchs kann mit verschiedenen Methoden dauerhaft oder zumindest langfristig reduziert werden. Dabei kommen Laser oder intensiv gepulste Lichtquellen (IPL-Geräte) zum Einsatz. Diese Verfahren beeinträchtigen oder zerstören die für das Haarwachstum verantwortlichen Strukturen im Haarfollikel durch starke Erhitzung.

Im Folgenden werden die gängigsten Verfahren zur dauerhaften Haarentfernung vorgestellt, inklusive ihrer Erfolgsaussichten und Risiken.

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Methoden zur dauerhaften Haarentfernung im Überblick

Die gängigsten Methoden zur dauerhaften Haarentfernung, die unerwünschtes Körperhaar an der Wurzel bekämpfen, sind:

  • Laser
  • IPL (Intense Pulsed Light)
  • Elektro-Epilation

Das Wirkprinzip ist bei allen Verfahren ähnlich: Ein Reiz von außen soll die Wachstumszellen in der Haarwurzel zerstören.

IPL-Heimgeräte versprechen eine dauerhafte Haarentfernung zuhause. Credit: Philips

Dauerhafte Haarentfernung mit Laser

Mit Laser-Strahlen wird unerwünschter Haarwuchs schon lange erfolgreich bekämpft. Der auf die Haut gesendete Lichtimpuls des Lasers gelangt über das Haar an die Haarwurzel. Dort wird seine Energie in Wärme umgewandelt. Man geht davon aus, dass die Hitze die Haar-produzierenden Zellen zerstört. Entscheidend dabei: Die Laserenergie wird vom Haarfarbstoff, dem Melanin, aufgenommen.

Je dunkler das Haar und seine Wurzel, desto besser. Die Lasergeräte brauchen Kontraste. Ideal für eine Laserbehandlung ist darum dunkles Haar auf heller Haut.

Laser-Haarentfernung: So läuft die Behandlung ab

Zentimeter für Zentimeter wird der Laser über die rasierte Haut geführt und gibt dabei genau dosierte Lichtimpulse ab. Energiestärke und Impulsdauer werden vorher an den Haar- und Hauttyp des Patienten bzw. der Patientin von der Dermatologin oder dem Dermatologen angepasst. Während der Behandlung „verglüht“ das Haar an der Wurzel und ein leichtes Zwicken wird spürbar. Nach der Behandlung können dort, wo die Haarwurzeln sitzen, kleine ‚Hubbelchen‘ zu erkennen sein.

Dauerhafte Haarentfernung mit IPL

Das IPL-Verfahren wurde in den vergangenen Jahren als Weiterentwicklung der Laser-Epilation gefeiert. Die Haarentfernungsmethode wird gern mit weniger Risiken und höherer Effektivität beworben. Der Eindruck einer harmloseren Variante entsteht auch dadurch, dass es seit einiger Zeit Heimgeräte mit IPL-Technologie gibt. Im Vergleich zur Behandlung bei dem*der Kosmetiker*in oder Dermatolog*in sind die IPL-Geräte günstiger.

IPL-Geräte senden ein großes Spektrum von Wellenlängen aus, was einer Xenon-Lampe ähnelt. Das Problem: Nicht nur Haarwurzeln, sondern auch Hautgefäße, Muttermale oder Tattoos können der hohen Lichtquelle ausgesetzt sein. Bei der dauerhaften Haarentfernung mittels IPL sollten Leberflecke deshalb immer ausgespart bzw. abgedeckt werden, um Verbrennungen oder Hautveränderungen zu vermeiden.

Wird die Behandlung mit den Heimgeräten abgesetzt, kehren die lästigen Stoppeln nach einigen Monaten bei vielen Anwender*innen zurück. Der Grund liegt in einer eingebauten Leistungsbegrenzung der Geräte: Um Verbrennungen zu verhindern, geben sie nicht so viel Energie ab wie Profi-Lasergeräte. Das Haar wird oberhalb der Wachstumszellen zerstört, fällt aus und wächst später wieder nach. Wer am Ball bleibt, kann mit den DIY-Geräten seinen Haarwuchs jedoch immerhin reduzieren. Am effektivsten funktionieren IPL-Geräte zur dauerhaften Haarentfernung übrigens, wenn Sie helle Haut und sehr dunkle Haare haben.

Beliebtes IPL-Gerät zur dauerhaften Haarentfernung im Test

Ein beliebtes Gerät auf Amazon ist das „Lumea Prestige“ von Philips. Es kann die meisten Haare an den Beinen, unter den Achseln und im Intimbereich nach 8-10 Anwendungen im Abstand von 1 bis 2 Wochen dauerhaft entfernen.

Es gibt aber auch Nutzerinnen, die beklagen, dass die Haare trotz regelmäßiger Anwendung nicht verschwunden sind. Zudem ist die dauerhafte Haarentfernung mit IPL-Geräten nicht 100 % schmerzfrei. Je stärker der Lichtimpuls und je dunkler die Haare, desto schmerzhafter kann der Lichtblitz sein.

Achten Sie vor der dauerhaften Haarentfernung mittels IPL-Gerät unbedingt darauf, dass Ihre Haut komplett sauber und frisch rasiert ist, so reduzieren Sie die Schmerzen.

Haarentfernung mit Elektro-Epilation

Laser und IPL haben die Elektro-Epilation zwar etwas in den Hintergrund gedrängt, dennoch ist sie eine bewährte Methode der dauerhaften Haarentfernung. Entlang des Haars wird eine feine Sonde in die Haarwurzel eingeführt. Ein genau dosierter Stromstoß zerstört sie dann. Das Haar lässt sich anschließend mit einer Pinzette entfernen. Da jedes Haar einzeln behandelt wird, ist dieses Verfahren enorm zeitaufwändig und nur für sehr kleine Hautbereiche und Körperstellen geeignet.

Wie lange bleibt die Haut bei Elektro-Epilation haarfrei?

Die Erfolgsaussichten sind gut - vorausgesetzt, die Haarwurzel wird völlig zerstört. Dies kann jedoch auch bei größter Sorgfalt nicht garantiert werden. War der Stromimpuls nicht ausreichend, um sie zu zerstören, kann er die Haarwurzel dennoch reizen. Die Folge: Das Haar wächst stärker nach als zuvor.

Welche Nachteile hat die Haarentfernung mit Elektro-Epilation?

Der größte Nachteil der Elektro-Epilation ist: Sie ist sehr schmerzhaft - wie sehr, hängt von der Art des Stroms ab, die eingesetzt wird. Außerdem können Narben zurückbleiben, was bei einer Behandlung im Gesicht natürlich besonders unerwünscht ist.

Es gibt nahezu schmerzlose Varianten, bei denen das Haar nur mit einer stromführenden Spezial-Pinzette erfasst wird. Narben sind hier ausgeschlossen, dafür können die Haare durch eine Reizung der Haarwurzel borstig nachwachsen. Der größte Nachteil dieser Enthaarungsmethode: Sie ist extrem zeitaufwändig, da jede Haarwurzel einzeln behandelt werden muss.

Haarentfernung mit Laser und IPL im Vergleich

Ein grundlegendes Problem der Haarentfernung per Licht - egal, ob Laser oder IPL: Die Energieimpulse wirken nur auf aktive Haarwurzeln; die ruhenden werden dadurch nicht zerstört. Um alle Haare in ihrem aktiven Zustand zu erfassen, sind mehrere Behandlungen in einem Abstand von sechs bis zehn Wochen notwendig. Bis eine komplette dauerhafte Haarentfernung erreicht ist, dauert es also eine Weile.

Pro Laser-Impuls werden nur sehr kleine Körperstellen erreicht. Das macht die Behandlung zeit- und kostenintensiv. In der Regel sollte man beim Laser im Gesicht mit sechs bis acht Sitzungen, am Körper mit acht bis zehn und an den Unterschenkeln mit acht bis zwölf Behandlungen rechnen. Günstiger als Besuche im Kosmetikstudio sind IPL-Heimgeräte. Die Kosten dafür liegen je nach Gerät bei 300-400 Euro.

Bei Philips kann man das beliebte Gerät „Lumea“ auch leihen, um zu testen, ob sich Ihre Haare damit dauerhaft entfernen lassen. Sind Sie zufrieden, können Sie das Gerät abzüglich des bereits geleisteten Mietbetrags kaufen.

Tabelle: Vergleich der Haarentfernungsmethoden

Methode Vorteile Nachteile Geeignet für
Laser Präzise, wirksam bei dunklen Haaren und heller Haut Mehrere Sitzungen erforderlich, teuer Dunkle Haare, helle Haut
IPL Geeignet für größere Flächen, kostengünstiger Weniger wirksam bei hellen oder dunklen Hauttypen Größere Flächen, helle bis mittlere Hauttypen
Elektro-Epilation Wirklich dauerhaft, auch bei hellen Haaren Zeitaufwändig, schmerzhaft Alle Haut- und Haartypen

Für wen ist Haarentfernung mit Laser und IPL nicht geeignet?

Hellblondes, graues oder weißes Haar ist für eine Epilation per Licht nicht geeignet. Für IPL gilt im Speziellen: Das breite Strahlenspektrum der Geräte verhindert, dass das Licht zwischen dem Melanin der Haut und des Haares genau unterscheiden kann und die Pigmente der Haut angreift. Für Menschen mit gebräunter oder dunklerer Haut ist dieses Verfahren also ungeeignet.

Welche Risiken gibt es bei der Laser oder IPL Haarentfernung?

Bei einer Laserbehandlung wie bei IPL sind Verbrennungen grundsätzlich nicht auszuschließen. Sie treten auf, wenn die Energie der Strahlen zu hoch dosiert wurde, hinterlassen jedoch normalerweise keine Narben. Durch eine Kühlung der Haut während der Behandlung und eine gute Nachsorge können die Nebenwirkungen gering gehalten werden.

Laser und IPL: Wie lange bleibt die Haut glatt?

Wer für eine IPL- oder Laserbehandlung viel Geld ausgibt, will dauerhafte Haarfreiheit. Leider gibt es dafür, dass nach zig Sitzungen wirklich kein Härchen mehr sprießt, keine Garantie. Häufig hat man viele Jahre Ruhe, aber nach sechs bis acht Jahren können wieder ein paar Haare nachwachsen. Korrekterweise spricht man darum auch nicht von der dauerhaften Haarentfernung, sondern von einer Haarreduktion.

Laser oder IPL: Welche Methode zur Haarentfernung ist besser?

Grundsätzlich gilt: Mit IPL lassen sich die gleichen Ergebnisse erzielen, wie mit dem Laser - bei richtiger Anwendung. Das Problem ist aber: IPL-Geräte lassen sich wesentlich schwerer dem Haut- und Haartyp des Patienten anpassen - was die Erfolgsaussichten der Behandlung verringert und gleichzeitig das Risiko von Pigmentstörungen erhöht.

Das größte Risiko einer Haarentfernung per IPL liegt allerdings in einer rechtlichen Grauzone: Der Betreiber von medizinischen Lasern, dazu zählen Haarentfernungslaser, muss ein Arzt sein (z.B. ein Dermatologe oder eine Dermatologin). Bei IPL-Geräten ist das anders: Theoretisch könnte jeder ein Gerät kaufen, sich als Haarentfernungsspezialist ausgeben und ein Studio eröffnen - ohne jede Qualifikation. Entsprechend hoch ist das Risiko von Fehlbehandlungen.

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