Hauptsache Gesund: Ursachen und Therapien für Haarausfall

Volles, glänzendes Haar gilt als Schönheitsideal und Zeichen von Jugendlichkeit und Vitalität. Umso belastender ist es, wenn die Haare dünner werden oder ausfallen. Sowohl Männer als auch Frauen leiden unter diesem Problem, das oft mit einem verringerten Selbstbewusstsein einhergeht. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Haarausfall, insbesondere im Zusammenhang mit den Wechseljahren, und stellt verschiedene Therapiemöglichkeiten vor.

Ursachen von Haarausfall

Ein einzelnes Haar auf dem Kopfkissen, drei weitere im Waschbecken und fünf in der Bürste - das ist noch kein Haarausfall, sondern völlig normal. Der Verlust von täglich bis zu 100 Haaren ist normal. Fallen aber mehr Haare aus oder werden sie schütter, kann dies für Männer und Frauen gleichermaßen sehr belastend werden. Jeder zweite Mann ist von Haarausfall betroffen. Er betrifft etwa 40 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen in Deutschland.

Die Ursachen für Haarausfall können vielfältig sein. Dermatologin Dr. Yael Adler erklärt, dass Nährstoffmangel, Nebenwirkungen von Medikamenten, hormonelle Störungen oder auch Schilddrüsen- und Stoffwechselerkrankungen eine Rolle spielen können.

Haarausfall in den Wechseljahren

Die Wechseljahre bringen einige Herausforderungen mit sich. Die Palette ist nicht besonders amüsant, aber umfassend: die meisten klagen über Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme. Aber viele erleben auch schmerzende Gelenke, brüchige Knochen, rasende Herzen, trockene Haut oben und unten rum oder Haarausfall.

Bei stumpfen Haaren oder gar vermehrten Haarausfall, wie er in den Wechseljahren vorkommt, kann Frau sich schon ganz schön schlecht fühlen, aber man kann sowohl innerlich als auch äußerlich erfolgreich gegensteuern.

Therapiemöglichkeiten bei Haarausfall

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln. Die Wahl der Therapie hängt von der Ursache und dem Ausmaß des Haarverlusts ab.

Medizinische Behandlungen

PRP-Therapie

Die Eigenblut-Therapie mit PRP-Plasma zeigt hervorragende Ergebnisse bei der Behandlung von Haarausfall. Im Rahmen der Eigenblut-Therapie wird aus dem Blut des Patienten hochkonzentriertes Plasma gewonnen, welches Thrombozyten, spezielle Wachstumsfaktoren sowie wert- volle Stammzellen enthält. Das gewonnene Plasma wird wieder in die Kopfhaut des Patienten injiziert, um Haarwurzelzellen zu stimulieren und blutgefäßbildende Zellen zu aktivieren. Es kommt zu einer verbesserten Durchblutung und sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung der Kopfhaut.

Der Vorteil dieser Behandlung liegt darin, dass es sich um ein risikoarmes und sicheres Verfahren handelt. Durch die Verwendung von körpereigenem Plasma können allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten und unerwünschte Nebenwirkungen so gut wie ausgeschlossen werden.

Die PRP-Therapie kann mit anderen Methoden kombiniert werden, beispielsweise in Verbindung mit der Mesotherapie und der Anwendung des medizinischen Microneedling-Pens. Der Pen besitzt sehr feine Nadeln. Kleinste, kaum spürbare Einstiche in die Kopfhaut stimulieren die Wachstumsfaktoren der Zellen. Das Ergebnis: Diese fördern die Wundheilung und regen auch die Bildung neuer Haarfollikel an. Durch die Behandlung mit dem Microneedling-Pen wird eine Vielzahl von kleinen Verletzungsreizen gesetzt, welche die Kopfhautzellen stimulieren, aber nicht zerstören!

Mesotherapie

Die Mesotherapie stellt bei schwachem Haarwuchs und nicht krankheitsbedingtem Haaraus- fall eine wirkungsvolle Methode dar. Ziel ist, den Haarausfall zu verlangsamen, bestenfalls zu stoppen und gleichzeitig das Haarwachstum anzuregen. Bei der Behandlung werden mittels feiner Mikroinjektionen bzw. eines medizinischen Microneedling-Pens individuell zusammengestellte Meso-Cocktails flächig in die betroffenen Bereiche eingebracht.

Die Mesohair-Behandlung sorgt für eine intensivere Zirkulation des Blut- und Lymphflusses und für eine Entsäuerung des Gewebes. Die Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen verbessert sich.

Dennoch hat auch die Mesotherapie ihre Grenzen: Optimale Ergebnisse können nur dann er- zielt werden, wenn die betroffenen anatomischen Strukturen noch intakt sind, vor allem die Haarwurzeln. Bei starker Autoimmunaktivität oder langjähriger Glatzenbildung ist eine Mesotherapie aufgrund schlechter Erfolgsaussichten eher nicht zu empfehlen. Auch die eigenen Lebensgewohnheiten können die Ergebnisse stark beeinflussen.

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Naturheilkundliche Ansätze

Es gibt für jede Beschwerde eine Antwort aus der Natur, die Frauen über Tausende von Jahren angewendet haben.

Ernährung

Hilfe von innen bieten Vollkornprodukte, viel Gemüse, Nüsse und Samen, trocken Obst, Hülsenfrüchte und täglich etwas Obst. So werden Sie ausreichend mit Vitamin B5, B7, B9 Zink und Silicium, wichtigen Helfern für Haut und Haare, versorgt. Tierisches Eiweiß besser reduzieren. Genauso wie Fett, denn es wirkt sich ungünstig auf den Hormonhaushalt aus.

Pflanzliche Mittel

Klassische, naturheilkundliche Haarausfall-Mittel sind die Brennnesseleinreibung und die Beinwellspülung. Besonders spannend finde ich die Rosmarineinreibung. Denn Rosmarin hat in einer Studie gezeigt, dass es genauso gut wirkt wie das gängige Haarwuchs Mittel Regaine.

Allerdings macht hier die Dosis das Gift, niemals das reine Öl auftragen, sondern 2-3 Tropfen ätherisches Rosmarin Öl mit zwei Esslöffel eines Träger-Öls, (zum Beispiel Jojoba oder sogar Olivenöl), mischen. Dann die Kopfhaut damit einreiben und nach 1 Stunde wieder ausspülen. Beginnen Sie mit zwei Anwendungen wöchentlich und steigern Sie es bei guter Verträglichkeit.

Haarverlängerung und -verdichtung

Sind die Haare gesund und lang genug, bleibt die Frage zu klären, welche Methode der Haarverlängerung oder -verdichtung am besten zu einem passt. Salonleiterin Evelin Gronau erklärt, dass es verschiedene Techniken gibt, die sich in Pflegeaufwand und Tragedauer unterscheiden. Die schonendste Variante ist die Klebetechnik. Dann gibt es auch die Schweißtechnik, wo das Eigenhaar mit Keratin durch Hitze verschmolzen wird. Es gibt auch Extensions, die man sich reinklipsen kann. Es gibt ganz viele Möglichkeiten. Welche Methode in Frage kommt, hängt auch vom Pflegeaufwand und der Tragedauer ab.

Die Strähnchen mit Klebetechnik halten nur vier bis sechs Wochen, dann müssen sie wieder gelöst und neu fixiert werden. Dafür sind die etwa vier Zentimeter breiten Echthaar-Strähnchen an der Klebestelle besonders weich. Man bleibt beim Bürsten nicht hängen, und es drückt auch nichts beim Schlafen. Strähnchen, die mit der Keratin-Schweißtechnik angebracht werden, halten bis zu vier Monate.

"Der Preis geht nach Strähne", sagt die Friseurmeisterin, "Je nachdem, wie viel Haarmasse ich benötige, wieviel Dichte ich erreichen möchte oder auch wie lang das Haar sein soll. Danach geht auch der Preis." Bei etwa 200 Euro beginnt es. Nach oben hin sind preislich keine Grenzen gesetzt. Da können schnell 1.500 Euro oder mehr zusammenkommen, verrät die Stylistin.

Es gibt eine Spezial-Extensions-Bürste, mit der können sie alles machen. Sie können mit den Haaren ganz normal umgehen, so wie sie mit ihrem eigenen Haar vorher auch gemacht haben. Das gilt auch für den Pferdeschwanz. Haarewaschen funktioniert weiterhin mit demselben Shampoo wie vorher, da nur Echthaar aus der ganzen Welt verwendet wird. Und ansonsten gilt der Tipp, den jeder Stylist immer wiederholt: Bitte nicht zu heiß föhnen.

Tabelle: Vergleich von Haarverlängerungsmethoden

Methode Haltbarkeit Vorteile Nachteile Preis (ungefähr)
Klebetechnik 4-6 Wochen Schonend, weiche Klebestelle Kurze Haltbarkeit, regelmäßige Neufixierung Ab 200 Euro
Schweißtechnik Bis zu 4 Monate Längere Haltbarkeit Hitzebelastung für das Haar Ab 200 Euro (je nach Haarmasse)
Clip-In Extensions Variabel Einfache Anwendung, flexibel Nicht für dauerhaften Gebrauch Variabel

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