Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit, in der viele Frauen Veränderungen an ihrem Körper feststellen. Während einige von einem strahlenden Teint und kräftigen Nägeln berichten, müssen andere mit unerwünschten Begleiterscheinungen wie grauen Haaren kämpfen. Aber warum treten graue Haare während der Schwangerschaft auf, und was kann man dagegen tun?
Immer wieder klagen Frauen darüber, dass sie während der Schwangerschaft graue Haare bekommen. Sogar Stars wie Chrissy Teigen haben dies öffentlich gemacht. Die Münchner Dermatologin Dr. Miriam Rehbein erklärt, dass es verschiedene Gründe für graue Haare gibt, aber allen ist gemein, dass die Aktivität der Melanozyten nachlässt.
Das Pigment Melanin ist für die Färbung von Haar und Haut verantwortlich. Mit dem Alter produziert der Körper stetig weniger davon, sodass unsere Haare auf ganz natürliche Weise ergrauen. Anders verhält es sich bei grauen Haaren in der Schwangerschaft: Sie entstehen meist durch eine hormonelle Störung beziehungsweise Umstellung. Dadurch fehlen auch Vitamine und Eisen - und weil beides aus den körpereigenen Ressourcen zugunsten des Kindes verbraucht wird, muss dann halt Mamas Haar an Farbe einbüßen.
Grundsätzlich kann jede Frau während ihrer Schwangerschaft ergrauen, aber nur die wenigsten leiden tatsächlich unter dieser Schwangerschaftsbeschwerde. Wer eine silbrig glänzende Locke entdeckt, muss nicht gleich in Panik verfallen. Hier sind einige Tipps:
Die gute Nachricht ist, dass mangelbedingte graue Haare oft nicht von Dauer sind und nach der Schwangerschaft wieder verschwinden können.
Dr. Rehbein empfiehlt, höchsten Wert auf eine hochwertige und ballaststoffreiche Ernährung zu legen, um dem Lametta-Look entgegenzuwirken. Eine ausgewogene und eiweißreiche Ernährung hat ohnehin nur Vorteile für einen gesunden und strahlenden Körper.
Viele Frauen haben Bedenken, ihre Haare während der Schwangerschaft zu färben. Sie befürchten, dass die in Färbemitteln enthaltenen Inhaltsstoffe über die Kopfhaut in den Körperkreislauf gelangen und dem Ungeborenen schaden könnten. Zwar gibt es beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) keine konkreten Hinweise darauf, dass es wirklich schädlich ist, sich in der Schwangerschaft die Haare zu färben, aber da das Risiko nicht komplett ausgeschlossen werden kann, sollten Sie bestenfalls darauf verzichten oder zumindest folgende Dinge beachten:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, graue Haare während der Schwangerschaft zu kaschieren, ohne auf chemische Färbemittel zurückzugreifen:
Nach der Schwangerschaft und Stillzeit können Sie Ihre Haare wieder wie gewohnt färben. Viele Frauen nutzen diese Zeit auch, um neue Wege in puncto Haare färben auszuprobieren.
Sollte sich herausstellen, dass es sich um altersbedingte graue Haare handelt, die zufällig während der Schwangerschaft aufgetaucht sind, dürfen Sie sie mit Stolz tragen. Graue Haare sind ein Zeichen von Weisheit und Erfahrung und sollten selbstbewusst und mit einem Lächeln getragen werden.
| Problem | Lösung |
|---|---|
| Hormonelle Veränderungen | Ausgewogene Ernährung, Stressreduktion |
| Vitamin- und Eisenmangel | Nahrungsergänzungsmittel nach Absprache mit dem Arzt, eisenreiche Ernährung |
| Bedenken beim Haarefärben | Hausmittel, Strähnchen/Balayage, pflanzliche Tönungen |
| Sichtbarer Haaransatz | Getönte Trockenshampoos, Kurzhaarschnitt, Frisuren im Undone Look, Haaraccessoires |
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