Ab Mitte 40 kommen Frauen nach und nach in die Wechseljahre. Der Körper verändert sich, die Regel bleibt aus und der Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen verändert sich. Hitzewallungen und Schweißausbrüche können Begleiterscheinungen der Veränderung sein, ebenso wie Haarausfall. Dieser Artikel erklärt, wie Sie dem entgegenwirken können und was bei Haarausfall wirklich hilft.
Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein neuer Lebensabschnitt, der Veränderungen mit sich bringt, die zum Teil unangenehme Folgen haben können. Allerdings ist nicht jeder Mensch gleich davon betroffen; es gibt ganz individuelle Verläufe dieser Lebensperiode.
Ein Drittel aller Frauen kommt gut mit den Wechseljahren zurecht und leidet kaum unter den Begleiterscheinungen. Zwei Drittel sind etwas stärker betroffen. Die Eierstöcke produzieren im vierten Lebensjahrzehnt weniger Geschlechtshormone, der Eisprung bleibt häufiger aus, und die Monatsblutungen kommen unregelmäßiger vor und bleiben schließlich ganz aus. Bis zur letzten Blutung vergehen einige Jahre, meist sind die Frauen in Deutschland rund 50 Jahre alt, wenn die Wechseljahre und die Veränderung für den Körper abgeschlossen sind.
Typische Beschwerden während der Wechseljahre sind:
Diese Symptome sind meist über einen Zeitraum von fünf Jahren festzustellen, lassen aber in vielen Fällen auch schnell wieder nach und sind mit Ende der Wechseljahre vergessen. Während der Wechseljahre treten sie häufig sehr plötzlich auf.
Weitere Begleiterscheinungen können unter anderem sein:
Ungefähr die Hälfte aller Männer klagt ab einem Alter über 50 über Wechseljahrbeschwerden. Bei ihnen nimmt im Körper die Menge des Sexualhormons Testosteron ab. Hinzu kommt eine Verringerung der Geschlechtshormone Dehydroepiandrosteron und Dehydroepiandrosteronsulfat. Wie auch bei Frauen unterliegen die Konsequenzen großen Unterschieden. Nicht jeder Mann verspürt die gleichen Symptome in der gleichen Stärke.
Folgende Symptome sind häufig bei Männern ab 50 während der Dauer der Wechseljahre:
Ein weiteres Problem für Männer: Haarausfall. Wer in dem Alter noch immer recht volles Haar hat, erlebt nicht selten einen Rückgang des Haaransatzes oder eine allgemeine Ausdünnung der Haare. Die Angst vieler Männer ist groß, dass die Haare komplett ausfallen - das ist allerdings nicht immer der Fall. Belastend für die Psyche der Männer ist es jedoch in vielen Fällen trotzdem.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Haarverlust in den Wechseljahren entgegenzuwirken. Hier sind einige Tipps und Behandlungen, die helfen können:
Die richtige Pflege für Ihre Haare ist immer wichtig, nicht nur in den Wechseljahren. Wenn Sie bislang keine Probleme mit Haarausfall gehabt haben, sollten Sie Ihre Haare so weiter pflegen wie bisher. Waschen Sie Ihre Haare regelmäßig mit Produkten, die für Ihren Haartyp geeignet sind. Nicht zu oft, aber regelmäßig, um die Haare perfekt zu pflegen, aber nicht überzustrapazieren.
Waschen Sie Gels und Haarspray restlos aus und föhnen Sie nicht zu häufig, da die Haare sonst spröde werden können. Das Abtrocknen sollten Sie behutsam angehen, reiben Sie keinesfalls zu fest.
Unsere inneren Organe, unsere Haut und auch unsere Haare - unser Körper reagiert auf unsere Ernährung. Eine vitaminreiche Ernährung ist gesund und kann sich auch positiv auf den Haarwuchs auswirken. Verzichten Sie daher weitestgehend auf zu fettige Speisen, zu viele Süßigkeiten und am besten generell auf Alkohol und Zigaretten. Ihre Haare werden es Ihnen danken - erst recht in fortschreitendem Alter. Eine Ernährung reich an Eisen, Kalium, Kalzium und den Vitaminen E, B1, B5, C und D sind entscheidend.
Auch Stress kann ein Grund für Haarausfall sein. Versuchen Sie diesen zu minimieren und sorgen Sie für einen Ausgleich, etwa durch Sport - hier bieten sich Entspannungsübungen aus dem Yoga und Tai-Chi an. Aber auch Ausdauersport wie Joggen oder Radfahren können wahre Wunder bewirken.
Haarausfall bei Frauen kann viele Ursachen haben, wie z.B. eine Schwangerschaft, die Wechseljahre, die Einnahme bzw. das Absetzen der Antibabypille oder eine erbliche Veranlagung. Um eine passende Therapie zur Bekämpfung des Haarausfalls zu finden, ist eine fachärztliche Beratung beim Dermatologen oder ggf. Gynäkologen zur Klärung der eigentlichen Ursache des Haarausfalls sehr wichtig.
Häufige Ursachen für Haarausfall bei Frauen:
Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind. Der hormonell erblich bedingte Haarausfall ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen die häufigste Form. Diffuser Haarausfall kann durch Eisen- oder Nährstoffmangel sowie Stress verursacht werden. Kreisrunder Haarausfall ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich klar abgegrenzte kahle Stellen auf der Kopfhaut bilden.
Je nach Ursache des Haarausfalls können verschiedene Therapien eingeleitet werden, um das Haarwachstum zu fördern:
Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie Frauen dünne Haare pflegen und kaschieren können. Mittlerweile haben sich einige Friseurinnen und Friseure darauf spezialisiert:
Die beste Unterstützung für Haarwurzeln während der Wechseljahre ist eine ausgewogene Ernährung. Vitamine, Ballaststoffe und vor allem Proteine werden zur Entwicklung von Haarzellen gebraucht. Auch ein Mangel an Vitamin D kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. Vitamin D kann nicht über die Nahrung aufgenommen werden, sondern wird von der Haut unter Einfluss von UV-B Strahlung körperintern produziert.
Nährstoffe und ihre Wirkung:
| Nährstoff | Wirkung | Quellen |
|---|---|---|
| Eisen | Wichtig für den Sauerstofftransport im Blut, fördert das Haarwachstum | Rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse |
| Kalium | Reguliert den Wasserhaushalt und unterstützt die Zellfunktion | Bananen, Avocados, Süßkartoffeln |
| Kalzium | Stärkt die Haarstruktur | Milchprodukte, grünes Gemüse, Nüsse |
| Vitamin E | Schützt die Zellen vor oxidativem Stress | Nüsse, Samen, pflanzliche Öle |
| Vitamin B1 | Unterstützt den Energiestoffwechsel | Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Schweinefleisch |
| Vitamin B5 | Fördert das Haarwachstum | Avocado, Pilze, Süßkartoffeln |
| Vitamin C | Stärkt das Immunsystem und fördert die Eisenaufnahme | Zitrusfrüchte, Paprika, Beeren |
| Vitamin D | Wichtig für die Aufnahme von Kalzium und Phosphor | Fetter Fisch, Eier, Sonnenlicht |
Es ist wichtig, bei Haarausfall frühzeitig einen Arzt zu konsultieren, um die genaue Ursache zu ermitteln und eine geeignete Behandlung zu beginnen. Mit der richtigen Pflege, Ernährung und gegebenenfalls medizinischer Unterstützung können Frauen auch in den Wechseljahren gesundes und kräftiges Haar erhalten.
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