Max Giermann ist einer der bekanntesten Komiker Deutschlands, der für seine Parodien prominenter Persönlichkeiten geschätzt wird. Doch wer ist dieser Mann, der das Publikum immer wieder zum Lachen bringt?
Hättest Du gedacht, dass ein Lachverbot so lustig sein kann? Seit nunmehr drei Staffeln treten in der Amazon Prime Video-Serie „LOL: Last One Laughing“ je zehn Comedians gegeneinander an. LOL Staffel 4 ist bereits bestätigt.
Das Konzept ist so einfach wie genial: Man stecke zehn Comedians zusammen, die sich gegenseitig bespaßen sollen, aber nicht lachen dürfen. Die zwei Regeln: Wer zweimal mit erhobenen Mundwinkeln erwischt wird, fliegt raus. Wer am Ende übrig bleibt, gewinnt.
Das führt nicht nur zu einem Gag-Feuerwerk nach dem anderen, sondern auch zu den abstrusesten Versuchen, einen Lachflash zu vermeiden. Von animalischen Schreien (Teddy Teclebrhan) über schmerzverzerrte Grimassen (Kurt Krömer, Hazel Brugger) bis hin zu Schlägen mit der Fliegenklatsche ins eigene Gesicht (Axel Stein): Den Komiker:innen im LOL-Studio fallen die kreativsten Dinge ein, um gefasst zu bleiben.
Über drei Runden lief das Comedy-Spektakel bereits und soll mit LOL Staffel 4 erweitert werden. Grenzen zu überschreiten, gehört bei Last One Laughing zum guten Ton.
In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf Max Giermann, seine denkwürdigsten Momente bei "LOL: Last One Laughing" und seine neue Leidenschaft für Wein.
Max Giermann schießt den Vogel bereits in der ersten Staffel ab: Nicht nur, dass er sich in der Hoffnung auf ein paar Lacher spontan den Kopf rasiert. Als wäre das noch nicht genug, präsentiert Giermann wenig später auch noch eine brüllend komische Zaubershow und weist einen wütenden Höhlenmenschen in seine Schranken.
So stürmt in Folge vier plötzlich ein lauthals schimpfender Neandertaler ins LOL-Studio und stellt die angespannten Lachmuskeln der Comedians gehörig auf die Probe. Max Giermann lässt sich davon nicht beirren und dreht den Spieß einfach um.
Der Meister der Imitation verschwindet kurz, verkleidet sich − und kehrt als mächtig zorniger Klaus Kinski zurück, der den primitiven Eindringling in Grund und Boden brüllt. Max Giermann imitiert Klaus Kinski.
Auch in der dritten LOL-Staffel darf Giermann gleich mehrfach zeigen, wie gut er parodieren kann. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt schlüpft er in die Rolle von Stefan Raab und schafft damit in der Show einen lustigen LOL-Moment. Auch das typische „Nippelboard“ kommt zum Einsatz und sorgt dafür, dass Giermann topaktuelle Momente aus der dritten Staffel von LOL einspielen kann.
Mehrfach stellt er die Teilnehmer:innen der Sendung auf eine harte Probe.
Nicht alle Gags bei Amazons Comedy-Hit LOL: Last One Laughing sitzen. Max Giermann enthüllte zum Beispiel eine Aktion, die komplett daneben ging und rausgeschnitten wurde.
In der 4. Staffel des Amazon-Formats klebte sich Parodien-Meister Max Giermann extra falsche Brusthaare auf seine echten. Eine ähnliche Aktion hatte er in einer der vorherigen Staffeln mit seinen Füßen vor.
Wie er im YouTube-Interview gegenüber STREAM WARS verriet, hatte er sich extra ein Fußhaar-Toupet im Herr der Ringe-Hobbit-Style anfertigen und auf die Füße kleben lassen. Als er in der Staffel Fußschmerzen vortäuschte und die Schuhe auszog, riss er sich aber auch versehentlich das komplette Fake-Haar mit ab. Die Aktion ging also komplett schief und landete gar nicht erst in der Show.
Max Giermann ("Switch Reloaded", "Heute-Show") ist mit seinen Parodien prominenter Menschen selten wirklich zufrieden. "Ich bin sehr selbstkritisch. Ich will die Figur ja so exakt wie möglich treffen. Ich sehe immer die Unterschiede, die noch da sind", verriet der 44 Jahre alte Schauspieler dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH in Bad Vilbel.
Lediglich seine Darstellungen des Schauspielers Klaus Kinski, des Komikers Torsten Sträter oder des Grünen-Politikers Robert Habeck hält er für gelungen. Vor allem Habeck imitiere er gern. "Ich habe großen Spaß, ihn zu spielen, die verstrubbelten Haare, der etwas müde Blick. Es wirkt ja immer bei ihm so, als würde er gerade aus dem Bett kommen.
Max: Ich muss dazu sagen, dass Christian Rach bei „Switch reloaded“ tatsächlich eine meiner Lieblingsparodien gewesen ist. Er ist eine super Vorlage, weil jede Folge des „Restauranttesters“ im Prinzip immer gleich beginnt, Christian immer die gleichen Sätze sagt. Das erkennt jeder sofort.
Was das Vorgehen anbelangt: Man guckt sich alles an Filmmaterial an, was man kriegen kann. Es gibt sehr viele „Restauranttester“-Folgen. Nach der Sichtung arbeite ich ganz viel an der Stimme, das ist das Schwierigste. Ich habe mit einem Diktiergerät stundenlang geübt.
Das optische Merkmal bei Christian sind natürlich die ausladenden Gesten.
Aktuell sind vier von sechs Folgen der ersten Staffel „LOL: Laughing Out Loud“ bei Amazon Prime Video verfügbar - und in diesen haben mit Barbara Schöneberger, Wigald Boning, Kurt Krömer, Mirco Nontschew und Rick Kavanian bereits die Hälfte der zehn anfänglichen Kandidat*innen ihre beiden Leben eingebüßt und daraufhin in Michael „Bully“ Herbigs Kontrollraum platzgenommen. Übriggeblieben sind dementsprechend aktuell noch Carolin Kebekus, Anke Engelke, Max Giermann, Torsten Sträter und Teddy Teclebrhan.
Aber wer wird den Sieg am Ende der Staffel davontragen? Hier sind einige Tipps:
Doch Giermann hat noch eine andere Seite: Er ist Weinproduzent. Zusammen mit einem Winzer aus der badischen Heimat hat er einen Gutedel produziert. Theresa Olkus hat ihn auf dem Weingut im Markgräflerland besucht.
Max Giermann hält ein Stück Heimat in der Hand. Mit Gutedel hat seine Liebe zum Wein angefangen.
Theresa: Raus aus der Großstadt, mitten ins Markgräflerland, wo wir heute Max Giermann treffen. Schön, dass du da bist.
Max: Ich freue mich auch. Ich bin ein bisschen aufgeregt, ehrlich gesagt. Du hattest mich vor einiger Zeit schon einmal angefragt. Ich habe damals abgesagt, weil ich dachte: Was soll ich denn über Wein sagen? Allerdings wäre es mir damals im Grunde egal gewesen, wenn ich mich blamiert hätte. Jetzt ist das anders, weil ich nun mit Wein zu tun habe. Also ja, ich bin aufgeregt, freudig aufgeregt.
Theresa: Man könnte auch sagen: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen.
Max: Ja, genau. Wie beim Wein, der muss ja auch ein bisschen reifen.
Theresa: Ich muss gestehen: Ich freue mich heute schon die ganze Zeit auf all die Komik und das Drumherum. Das findet man beim Wein nicht unbedingt, zumindest nicht auf den ersten Blick. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Wein für viele Leute eher ein ernstes Thema ist.
Max: Ich arbeite mit einem Winzer zusammen. Mit ihm mache ich das Weinprojekt und wir haben es eigentlich immer sehr lustig. Wir lachen sehr viel, selbst wenn wir uns natürlich über vieles geärgert haben, auch übereinander wahrscheinlich. Ich erlebe das also anders.
Theresa: Was war denn der letzte Wein, den du getrunken hast, und wann?
Max: Ich habe gestern Abend tatsächlich ein Glas Riesling getrunken. Es war ein Wein von einem badischen Winzer hier aus der Region. Der war lecker, wobei ich aktuell sehr auf Gutedel stehe.
Theresa: Sehr gutes Stichwort. Lass uns über dein Projekt sprechen. Es heißt „Gier auf Wein “. Ein weiterer Promiwein, könnte man sagen. Aber ich kenne bisher niemanden, der einen Gutedel-Wein macht. Und das hat einen Grund.
Max: Wenn es nicht Gutedel gewesen wäre, hätte ich das Projekt nicht gestartet. Mir ging es von Anfang an darum, meine Heimatverbundenheit zu transportieren. Ich bin mit Gutedel groß geworden. Er stand bei uns zu Hause im Kühlschrank. Wahrscheinlich war das auch der erste Wein, den ich getrunken habe. Ich habe lange nicht gewusst, dass das eine regionale Spezialität ist, und habe erst später gelernt, dass man diese Rebsorte im Rest Deutschlands weitestgehend nicht kennt. Die Idee war also, etwas aus meiner Heimat nach draußen in die Welt zu tragen.
Max Giermann hat eine Vision: Er möchte Gutedel in Deutschland bekannter machen.
Uns war wichtig, dass wir einen Wein machen, den man bei jeder Gelegenheit trinken kann. Es sollte etwas Unkompliziertes sein. Ich selbst möchte mich noch intensiver mit dem Weinmachen beschäftigen. Ich bin auf jeden Fall angefixt.
Es wird ja oftmals gesagt, dass das Klischee der Weinromantik gar nicht zutrifft. Ich finde das aber schon. Es hat etwas Sinnliches, auch weil man so viel mit der Natur zu tun hat. Man lernt Gelassenheit, weil man in der Weinherstellung von vielen Faktoren abhängig ist. Da kann ich, der im Job immer bemüht ist, die Kontrolle zu behalten, viel lernen. Jetzt lass uns probieren.
Max Giermann kann auch ernst. Sein Ziel ist es, noch tiefer ins Thema Wein einzutauchen.
Max: Bis jetzt ist es eher ein Liebhaberprojekt für mich. Es macht mir großen Spaß und ich hoffe, dass wir wachsen werden. Wir planen tatsächlich, einen Crémant zu machen.
Von der Rebsorte Gutedel gibt es nur 1088 Hektar in Deutschland, von insgesamt 100 000 Hektar. Eine absolute Seltenheit.
Ja, es ist tatsächlich eine der ältesten Rebsorten der Welt.
| Rebsorte | Hektar in Deutschland |
|---|---|
| Gutedel | 1088 |
| Gesamt | 100 000 |
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.