Wimpernfarbe: Inhaltsstoffe und Anwendung für gefärbte Wimpern

Volle dunkle Wimpern betonen die Augen und sind für viele ein Muss. Das Färben der Wimpern ist eine Möglichkeit, morgens Zeit vor dem Spiegel zu sparen. Wenn du deine Wimpern färbst, sparst du dir die Mascara.

In puncto Augenaufschlag ist nicht jeder mit hollywoodreifen Wimpern gesegnet, die von Natur aus mit Länge, Volumen und Schwung überzeugen. Doch dank innovativer Beauty-Produkte gibt es heutzutage ein regelrechtes Meer an Möglichkeiten mit mindestens einer passenden Wimperntusche für jedes Make-up-Bedürfnis.

Hier erfährst du alles Wissenswerte über Wimpernfarbe, Inhaltsstoffe, Anwendung und Alternativen, um deine Wimpern optimal zu betonen und zu pflegen.

DIY: Natürliche Mascara selber machen?

Warum Wimpern färben?

Die Wimpern zu färben ist eine Möglichkeit, mit der du dir morgens Zeit vor dem Spiegel sparen kannst. Verwendest du Wimpernfarbe, sparst du nicht nur Zeit, sondern auch Plastikmüll.

Das Färben der Wimpern bietet eine effektive Möglichkeit, Ihren Augen dauerhaft Ausdruck zu verleihen - ganz ohne tägliches Tuschen.

Die Vorteile im Überblick:

  • Zeitersparnis am Morgen
  • Weniger Plastikmüll im Vergleich zu Mascara
  • Dauerhafter Ausdruck ohne tägliches Schminken

Wimpernfarbe: Was du wissen musst

Wimpernfarbe färbt die Wimpern durch chemische Reaktionen. Laut Codecheck verwenden viele Hersteller in Wimpernfarbe bedenkliche Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Sulfate. Sie macht die Haut durchlässiger für andere Stoffe. Sulfate können so Allergien begünstigen.

Stiftung Warentest warnt vor allem vor dem Wirkstoff 1,2,4-Trihydroxy­benzene, den fast alle Hersteller verwenden, die Wimpernfarbe anbieten, mit der du selbst färbst. Außerdem enthält diese Farbe eine Reihe von sehr bedenklichen Stoffe, die teilweise im Verdacht stehen, die Hormone zu beeinflussen.

Bedenkliche Inhaltsstoffe in Wimpernfarbe:

  • Sulfate: Können Allergien begünstigen
  • 1,2,4-Trihydroxybenzene: Wird von Stiftung Warentest kritisiert

Die Empfehlung von Stiftung Warentest lautet daher, sich bei einem Frisör oder Kosmetik­institut die Wimpern färben zu lassen.

Allergien: Die Wimpernfarbe kann auch eine Allergie auslösen. Teste daher die Farbe, bevor du sie das erste Mal anwendest. Tupfe eine angerührte Farbe auf eine kleine Stelle in der Armbeuge.

Mit einer Naturkosmetik-Mascara vermeidest du immerhin umstrittene Inhaltsstoffe, wie Mikroplastik, oder Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffen (PAK). Jedoch bleibt auch bei diesen Marken am Ende eine leere Plastikhülse und damit Plastikmüll zurück.

Alternativen mit natürlichen Inhaltsstoffen:

  • Pflanzliche Öle: Sie sind ein natürliches Wachstumsserum für deine Wimpern.
  • Pflanzliche Tönungen: Sie färben deine Wimpern auf natürliche Art einen Ton dunkler.

Mit Henna färben - lieber nicht: Mit gekaufter Henna-Haarfarbe solltest du vorsichtig sein und sie nicht an die empfindliche Haut an den Augen bringen. Generell ist Henna-Haarfarbe für die Kopfhaare gedacht. Die Pflanzenpulver sind für das Gesicht zu grob gemahlen. Vor allem bei schwarzem oder dunkelbraunem Henna helfen die Herstellen manchmal der Natur mit der Chemie auf die Sprünge. So kann das schwarze Henna, zum Beispiel im Henna-Tattoo, durchaus künstlich erzeugt sein, mit Para-Phenylendiamin (PPD).

Anleitung zum Wimpernfärben zu Hause

Um deine Wimpern zu färben, brauchst du zunächst einmal Wimpernfarbe und einen passenden Entwickler. Der Entwickler (auch Oxidant) ist eine Creme, die du oft zur Wimpernfarbe hinzu kaufen musst. Kurz bevor du die Wimpern färbst, musst du die Farbe mit dem Entwickler anmischen.

Die Wimpernfarbe und den dazu passenden Entwickler erhältst du im Drogeriemarkt oder online. Kaufe beides immer vom gleichen Hersteller, damit später das Mischungsverhältnis bei der Farbe stimmt. Vermeide aber, komplette Sets zu kaufen. Mit Wattepads vermeidest du die Silikonpads der Hersteller.

Je nach Hersteller unterscheiden sich die Anleitungen, wie du die Farbe anrührst und wie lange sie auf den Wimpern einwirken muss. Halte dich daher immer genau an die Angaben in der Gebrauchsanweisung. Das richtige Mischungsverhältnis ist wichtig. Denn erwischt du zu wenig Entwickler, färbt die Mischung nicht richtig. Tust du dagegen zu viel Entwickler dazu, kann die Farbe ätzen und es brennt am Auge.

Benötigte Materialien:

  • Wimpernfarbe
  • Entwickler
  • Wattepads
  • Fettcreme
  • Wimpernkamm oder alte Wimperntuschen-Bürste
  • Zahnstocher (optional)

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Reinige die Wimpern und Augen von Make-up.
  2. Bereite die Wattepads vor. Du brauchst mindestens vier Stück. Feuchte dafür die Watte leicht an.
  3. Trage vorsichtig eine Fettcreme rund um ein Auge auf.
  4. Mit einem dem größeren Teil des Wattepad deckst du die Haut unter dem Auge ab.
  5. Färbe die Wimpern eines Auges fertig. Trage die Farbe mit einen ausgedienten Wimpernkamm oder einer alten Wimperntuschen-Bürste auf. Mit etwas Übung kannst du die Farbe mit dem Zahnstocher auftragen.
  6. Nach der Einwirkzeit nimmst du einen weiteren feuchten Wattepad und wischt die Farbe von den Wimpern, immer vom Lidrand weg. Spüle dann mit Wasser nach und färbe das andere Auge nach der gleichen Vorgehensweise ab Punkt vier.

Vegane Mascara als Alternative

Nicht jede Wimperntusche, die man im Kosmetikregal findet, ist zugleich vegan. Das ist auf drei wesentliche Inhaltsstoffe zurückzuführen, die in vielen gängigen Wimpern-Produkten enthalten sind. Zum einen wird häufig Karmin eingesetzt, ein roter Farbstoff, der traditionell durch das Zerquetschen von weiblichen Cochenilleschildläusen gewonnen wird. Neben Mascara findet der tierische Farbstoff auch in Produkten wie Lippenstift oder Rouge Verwendung, um deren Farbe zu intensivieren.

Auch Bienenwachs und Shellac (der aus Ausscheidungen der Lackschildlaus Kerria lacca besteht) - seit einiger Zeit als besonders langhaftende Alternative zur herkömmlichen Maniküre mit Nagellack bekannt - werden für mehr Haftung, eine festere Konsistenz und Glanz als Inhaltsstoffe in Make-up-Produkten wie Wimperntusche eingesetzt.

Dass es auch anders geht und die Wimpern dennoch nichts an Schwung und Dichte einbüßen müssen, zeigt vegane Mascara.

Vegane Mascara: die häufigsten Inhaltsstoffe für intensiv gefärbte und lange Wimpern

Um ohne tierische Farbstoffe zu einem ähnlich überzeugenden Ergebnis für lange und volle Wimpern zu kommen, wird in veganer Mascara meist eine Kombination aus verschiedenen Pflanzenwachsen eingesetzt. Zu den häufigsten Inhaltsstoffen von cruelty-free Wimperntuschen zählen Candelillawachs oder Carnaubawachs.

Zudem werden als Extra bei einigen Produkten pflegende Wirkstoffe wie Jojobaöl oder Rosenextrakte verwendet, die helfen, die Wimpernhärchen geschmeidig zu halten und sie durch ihren nährenden Effekt kräftigen - was sich wiederum positiv auf das Wimpernwachstum auswirken kann.

Fünf vegane Mascaras für den perfekten Augenaufschlag:

  1. Die „Unlocked Instant Extensions Mascara“ von Hourglass
  2. Die „Cake Mascara“ von Róen Beauty
  3. Die „Yoga Waterproof Mascara“ von Eyeko
  4. Die „Natural Vegan Mascara“ von Hiro
  5. Die „Long Lash Vegan Mascara“ von Inika

Zusätzliche Tipps für schöne Wimpern

Hier sind noch einige zusätzliche Tipps, die Ihnen helfen können, das Beste aus Ihren Wimpern herauszuholen:

  • Wimpernzange verwenden: Um den Effekt deiner frisch gefärbten Wimpern zu verstärken, kannst du sie mit einer Wimpernzange in Form bringen.
  • Pflege nach dem Färben: Gönne der dünnen Haut um die Augen nach dem Wimpern Färben eine Extraportion Pflege, damit können deine Augen noch mehr strahlen. Einen schnellen Erholungseffekt können feuchtigkeitsspendende Augenpads haben. Lege die Pads unter die Augen und lasse sie mindestens zehn Minuten einwirken.
  • Manhattan Wonder’Tint Mascara: Manhattan hat das ultimative Rezept für langanhaltend schöne, dunkle Wimpern: die Wonder’Tint Mascara. Die tönende Wimperntusche sorgt nachhaltig für dunklere Wimpern, auch dann, wenn du sie gar nicht trägst. Bereits nach zwei Wochen regelmäßiger Anwendung sind deine Wimpern sichtbar dunkler und wirken dadurch länger und voller.

Häufig gestellte Fragen zum Wimpernfärben

Wie lange hält das Ergebnis vom Wimpernfärben?

Die Wirkung des Wimpernfärbens hält in der Regel 4-6 Wochen, abhängig von der Wachstumsphase der Wimpern. Nach dieser Zeit verblasst die Farbe allmählich, da die gefärbten Wimpern ausfallen und durch neue ersetzt werden. Regelmäßige Nachbehandlungen sind notwendig, um die gewünschte Intensität beizubehalten.

Kann ich Wimpernfärben selbst zu Hause durchführen?

Es gibt zwar Sets für die Heimfärbung. Die korrekte Anwendung macht aber Sorgfalt und Präzision erforderlich, weil die Farbe nicht in die Augen gelangen sollte. Schutzpads und vorsichtiges Arbeiten sind wichtig, um ein sauberes und sicheres Ergebnis zu erzielen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn das Wimpernfärben von einer geschulten Kosmetikerin durchgeführt wird.

Ist Wimpernfärben schmerzhaft?

Nein, Wimpernfärben ist schmerzfrei. Es kann jedoch bei unsachgemäßer Anwendung oder Kontakt mit den Augen zu leichtem Brennen oder Reizungen kommen. Eine vorsichtige Anwendung und das Beachten der Anweisungen minimieren das Risiko solcher Nebenwirkungen.

Für wen ist Wimpernfärben besonders geeignet?

Wimpernfärben ist ideal für Menschen mit hellen, dünnen oder wenig definierten Wimpern. Es eignet sich auch für Sportler oder Personen, die viel schwimmen, da das Ergebnis wasserfest ist. Wer keine Zeit oder Lust hat, täglich Mascara aufzutragen, profitiert ebenfalls von dieser Methode. Wachsen die Wimpern spärlich oder sind lückenhaft, ist Wimpernfärben nicht gut geeignet.

Welche Alternativen zum Wimpernfärben gibt es bei spärlichen Wimpern?

Bei spärlichen oder lückenhaften Wimpern reicht Wimpernfärben nicht aus, um den Wimpern zu verschönern. Hier empfiehlt sich eine professionelle Wimpernverlängerung in einem Kosmetikstudio, bei der die Naturwimpern mit hochwertigen Kunstwimpern verdichtet und Lücken aufgefüllt werden. Ist die Kosmetikerin gut ausgebildet, wirken die künstlichen Wimpern auf Wunsch nach der Applikation entweder natürlich oder dramatisch.

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