Nachdem ich 6 Jahre lang Wimpernverlängerungen hatte, die mir viel Zeit im Bad sparten und mir ein tolles Aussehen direkt nach dem Aufstehen verliehen, zwang mich der Corona-Lockdown im April, mich wieder mit meinen Naturwimpern anzufreunden. Alles war geschlossen, auch mein Wimpernstudio. Nach anfänglichem inneren Kampf entfernte ich die letzten Fake-Lashes mit Olivenöl und stand da: kahl, hell und so, wie ich mich seit 6 Jahren nicht mehr gesehen hatte.
Auf den ersten Schock folgte aber schnell die Gewöhnung, und ich begann, die Vorteile der neuen Situation zu sehen. Endlich konnte ich mehr mit Augen-Make-up experimentieren, ohne Angst haben zu müssen, dass Eyeliner, Lidschatten & Co. meine Wimpernverlängerungen beschädigen. So einfach und praktisch es auch war, 6 Jahre lang immer schöne, lange und dichte Wimpern zu haben, fehlte mir das Ausprobieren neuer Mascaras, der Sofort-Effekt dieses Beautyprodukts und der Akt des Auftragens selbst.
Also hieß es fortan: Testen, testen, testen! Und das habe ich seit April fleißig gemacht. Mit der Zeit haben sich nicht nur meine Wimpern von den 6-jährigen Strapazen erholt, sondern auch ich mich im Mascara-Game wieder zurechtgefunden. Ausgestattet mit Wimpernzange, Wimpernkamm und jeder Menge Testprodukte habe ich gekämmt, gebürstet und getuscht was das Zeug hält und habe jetzt drei ganz klare Favoriten gefunden, deren Ergebnis es tatsächlich mit meinen Lash-Extensions aufnehmen kann.
Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass die perfekte Wimperntusche sehr individuell ist. Was für mich funktioniert, muss nicht unbedingt auch für andere gelten. Dennoch möchte ich meine Erfahrungen teilen, um euch bei der Suche nach eurer persönlichen Lieblingsmascara zu unterstützen.
Bevor ich meine Top 3 vorstelle, möchte ich noch einige andere interessante Mascaras erwähnen, die ich im Laufe der Zeit getestet habe:
Hier sind meine Top 3 Mascaras, die mich am meisten überzeugt haben:
Diese Wimperntusche war mein unangefochtener Favorit, bevor ich mit den Lash-Extensions anfing und deshalb logischerweise auch meine erste Wahl, nachdem ich sie „abgelegt“ hatte. Auch nach 6 Jahren performte diese Wimperntusche 1A und belegt damit einmal wieder, was ich an der Brand Benefit im Allgemeinen so schätze: Verlässlichkeit.
Ob in Sachen Augenbrauen oder Wimpern - bei Benefit schaffen es die Produkte einfach mit dem Ergebnis zu überzeugen und dieses auch über lange Zeit hinweg zu liefern. Kein kurzer Hype, sondern Lieblingsprodukte fürs Leben! Die Wimpern werden getrennt, gestreckt und verdickt und das ohne zu Verklumpen. Die Wimperntusche verschmiert nicht, lässt sich super entfernen und hält und hält und hält.
Dass diese geniale Produkt in meinem kleinen Ranking nur auf Platz 3 landet, ist ehrlicherweise wohl der Vertrautheit geschuldet. Ich liebe sie ganz ehrlich heiß und innig, aber genau deshalb hatten die beiden mir vorher unbekannten Produkte wohl den Vorteil der Überraschung.
Von Lippenstift, über Puder, bis zu Duft: Die immer noch junge Make-up-Sparte von Gucci schafft es mit EINEM PRODUKT NACH DEM ANDEREN, mich nicht nur designtechnisch abzuholen, sondern nachhaltig mit Performance, Handling und Finish zu überzeugen.
Genauso geschehen mit der Mascara des italienischen Modehauses, die passenderweise direkt zu Beginn des Lockdowns gelauncht wurde und mich somit zeitgleich mit meinem Wimpernverlust erreichte. Das ultra feine Bürstchen trennt die Wimpern beispiellos und die Textur lässt sich ganz easy aufbauen, sodass mit einem Produkt entweder ein super natürlicher oder mega dramatischer Look entsteht. Das Schwarz ist so schwarz wie nur möglich und die schwere Verpackung liegt top in der Hand.
Vom Design möchte ich jetzt eigentlich gar nicht erst anfangen, denn es ist einfach viel zu schön - aber das alleine reicht für einen zweiten Platz in meinem Ranking natürlich bei weitem nicht.
Kommen wir jetzt zum unangefochtenen Sieger meines kleinen Mascara-Rankings: Der Kombi aus Primer und Mascara von Marc Jacobs. Egal wie gut die ersten beiden Mascaras schon waren, dieses Duo ist der absolute Knüller, für mich persönlich eine Revolution und möglicherweise der heilige Mascara-Gral.
Dabei war ich zunächst sehr skeptisch, als dieses Duo bei mir zuhause eintrudelte, da meine Erfahrung auf die Kombi von Primer und Mascara auf ein Erlebnis in meiner Teeniezeit zurückgeht, als L’oreal Paris mal eine zweiköpfige Variante auf den Markt brachte. Statt Klimperwimpern gab es Klebe-Wimpern und mein Bedarf an Lash-Primern war gedeckt. Ganz anders aber diese Kombi!
Der weiße Primer legt sich ganz easy um die Wimpern, trennt sie und klebt null. Kommt dann (gleich nach dem Auftragen des Primers) die schwarze Mascara drüber, könnt ihr tatsächlich zusehen, wie sich eure Wimpern verdoppeln! Die Wimpern werden getrennt (wenn auch nicht so stark, wie z.B. bei der Mascara von Gucci), aber vor allem werden sie aufgefächert, verdichtet, verlängert und - wie gesagt - optisch verdoppelt.
Seitdem ich diese Mascara trage, glaubt mir ungelogen kaum jemand, dass ich nicht heimlich wieder ins Wimpernstudio gerannt bin. So unfassbar dicht, dick und lang sind sie.
Um einen besseren Überblick über die getesteten Mascaras zu geben, hier eine Tabelle mit den wichtigsten Eigenschaften:
| Mascara | Volumen | Länge | Definition | Haltbarkeit | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Benefit They’re Real! | Hoch | Mittel | Hoch | Sehr gut | 29 € |
| Gucci L’Obscur | Mittel | Hoch | Sehr hoch | Gut | 36 € |
| Marc Jacobs Velvet Noir | Sehr hoch | Sehr hoch | Mittel | Sehr gut | 28 € |
| NARS Climax | Hoch | Mittel | Mittel | Gut | 25 € |
| Essence Lash Princess | Mittel | Hoch | Mittel | Gut | 3 € |
Wir wissen glaube ich alle, wie schwer es ist, die richtige Mascara für sich zu finden und ich will gar nicht behaupten, dass meine Top 3 auch eure Top 3 sein müssen.
Da ich die letzten 6 Jahre nichts zum Thema „Die perfekte Mascara“ habe beitragen können, wollte ich meine jüngsten Erfahrungen unbedingt mit euch teilen. Denn diese Produktentdeckungen haben mich tatsächlich mit meinen Naturwimpern versöhnen können, sodass ich auch nach Öffnung der Kosmetikstudios derzeit nicht vorhabe, mir wieder Extensions kleben zu lassen. Stattdessen zelebriere ich jeden Morgen das kleine optische Wunder, das sich Mascara nennt.
Die Pandemie bescherte der Kosmetikbranche hohe Umsatzeinbrüche. Mit einer Ausnahme: Die Absatzzahlen von Mascara steigen und steigen. Welche neuen Wimperntuschen gefragt sind und was sie können. Der Lebenswandel in der Pandemie macht sich wirtschaftlich auch im Kosmetikmarkt bemerkbar: Ans Ungeschminktsein haben sich viele Frauen gewöhnt.
Am meisten betroffen von Absatzrückgängen ist, wenig überraschend, der Lippenstift. Weltweit sind die Verkäufe im Jahr 2020 um 49 Prozent eingebrochen, so die Zahlen des Marktforscherunternehmens der Npd Group. Kaum verwunderlich, denn das Sozialleben ist kaum mehr existent, für viele Menschen hat sich der Berufsalltag ins Homeoffice verlagert. Geht man doch mal aus der Wohnung, trägt man einen Mund-Nasen-Schutz. Warum also schminken?
Aber es gibt auch einen Gewinner der Krisenzeit: die Wimperntusche. Deren Verkäufe sind sogar gestiegen, in manchen Ländern um 150 Prozent, wie Npd in einer Pressemitteilung berichtet. Die Gründe sind naheliegend. Dank der Maske liegt der Fokus auf der Augenpartie, der Rest des Gesichts ist ohnehin verdeckt. Mascara betont die Augen und nimmt dem Blick etwas von der Pandemie-Müdigkeit.
Kein Wunder also, dass sich Beautyfirmen sich im Jahr 2021 darauf fokussierten, innovative Wimperntuschen mit neuen Werbeversprechen auf den Markt zu bringen - oder ihre Topseller-Mascaras zu überarbeiten. Aber welche Exemplare können wirklich was?
tags: #marc #jacobs #wimperntusche #test
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