Manuel Neuer Glatze: Ursachen und Fakten rund um Haarausfall

Viele Menschen sind von Haarausfall betroffen, und es gibt zahlreiche Ursachen und Behandlungen. Auch Prominente wie Fußballstar Manuel Neuer legen Wert auf ihr Äußeres und ihre Haare. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte rund um das Thema Haare, von den Ursachen für Haarausfall bis hin zu modernen Behandlungsmethoden wie Haartransplantationen.

Die Bedeutung von Haaren und Haarpflege

Haare haben nicht nur ästhetische Bedeutung, sondern auch biologische Funktionen. Kopfhaare schützen vor Sonnenstrahlen, wodurch Basalzellkarzinome oder spinozelluläre Karzinome fast nur auf Glatzen, nicht aber auf dem behaarten Kopf entstehen. Wimpern, Augenbrauen und Vibrissae im Naseneingang schützen vor Schweiß und Reizungen.

Fußballstars sind heute oft auch Stilikonen, und viele betreten den Stadionrasen topgestylt. Der Berliner Promifriseur Shan Rahimkhan, der regelmäßig Nationaltrainer Joachim Löw frisiert, meint, dass die deutsche Nationalmannschaft in Sachen Frisuren schon weltmeisterlich aussieht.

Weltmeister-Torwart Manuel Neuer legt viel Wert auf sein Äußeres. "Meine Haare müssen immer schön kurz sein - längere oder lange Haare mag ich an mir nicht. Und ich achte darauf, dass ich keinen Vollbart habe", sagte der Bayern-Torhüter der Gala.

Für das optimale Styling gingen an trainingsfreien Tagen auch mal 20 Minuten im Badezimmer drauf. "Ich gehe auf jeden Fall gerne duschen", betonte der 30-Jährige.

Um in München nicht so oft von Fremden erkannt zu werden, hat sich der Keeper spezielle Plätze gesucht, an denen er seine Ruhe hat. "Es gibt schon gewisse Plätze, an denen man sich als Prominenter nicht aufhalten sollte. Mittlerweile weiß ich aber genau, wo ich hingehen kann, um unentdeckt zu bleiben.

Ursachen von Haarausfall

Nicht wenige Patienten klagen über verstärkten Haarausfall. Dabei kann es sich sowohl um vorübergehend verstärkten Haarausfall handeln (Effluvium) oder um sichtbaren Haarverlust (Alopezie). Die Zahl der täglich ausfallenden Haare kann einen Hinweis auf die zugrunde liegende Erkrankung geben. Ein Ausfall von bis zu 100 Kopfhaaren täglich ist normal.

Hierbei sind jedoch jahreszeitliche Schwankungen und Angewohnheiten bei der Haarpflege zu berücksichtigen. Verstärktes Effluvium ist vor allem im Herbst zu beobachten, wohingegen im Winter relativ wenige Haare ausfallen. Patienten, die täglich Haare waschen, verlieren regelmäßig etwa gleich viele Haare.

Wichtig sind Fragen nach Erkrankungen anderer Organsysteme wie Störungen der Schilddrüsenfunktion und nach Medikamenten. Neben den Zytostatika mit ihrem innerhalb von 2-4 Wochen schnell einsetzenden anagen-dystrophen Effluvium sind es nur wenige andere Medikamente, die wirklich relativ häufig zu einem meist telogenen Effluvium (Latenzzeit 2-4 Monate) führen.

Diagnose und Untersuchungsmethoden

Zunächst sollte durch Inspektion geklärt werden, ob eine Alopezie vorliegt. Einfach ist diese Frage zu beantworten, wenn scharf begrenzte Herde bei Alopecia areata oder eine typische androgenetische Alopezie bestehen. Bei den haarlosen Arealen sollte geklärt werden, ob ein vollständiger Haarverlust vorliegt oder die Haare lediglich abbrechen.

Zur Verifizierung eines erhöhten Haarausfalls kann der Epilationstest durchgeführt werden: Man greift mit der Hand ein Büschel Haare und zieht daran. Lassen sich auf diese Weise schmerzlos mehrere Haare an verschiedenen Stellen wiederholt epilieren, kann ein telogenes Effluvium vorliegen.

Auffällig stark epilierbare Haare sollten lichtmikroskopisch untersucht werden. Normalerweise würde man Telogenhaare erwarten. Zeigen sich jedoch viele dystrophe, zugespitzt abgebrochene Haare, muss an eine massive, akut beginnende Alopecia areata diffusa gedacht werden.

Haartransplantation - Wie lange falle ich nach der OP aus?

Das Trichogramm kann Aufschluss über Vorliegen und Stärke eines erhöhten Haarausfalls geben. Empfohlen wird eine Haarwaschkarenz von 2-5 Tagen. Bei androgenetischer Alopezie sollte die Epilation in einem sich lichtenden Kopfhautareal, also meist frontotemporal (Geheimratsecken) und am Vertex (Tonsur) erfolgen.

Die mikroskopische Wurzelanalyse erfolgt bei einer 20- bis 40-fachen Vergrößerung. Die drei physiologischen Wachstumsformen Anagen, Katagen und Telogen sind entsprechend der Dauer der Zyklusphasen zu verschiedenen Anteilen im Trichogramm zu finden.

Eine Kopfhautbiopsie sollte immer dann durchgeführt werden, wenn aufgrund des klinischen Bildes eine eindeutige diagnostische Einordnung nicht möglich ist. Empfohlen wird die Entnahme von zwei Stanzbiopsien von 4-6 mm Durchmesser.

Haartransplantation als Lösung

Wenn das Haupthaar schwindet und der Haaransatz sich immer deutlicher abzeichnet, kann eine Haartransplantation eine Lösung sein. Torwart Marc-André ter Stegen (32) hat sich vor ca. vier Jahren die Haare transplantieren lassen.

Dr. med. Frank Neidel, Facharzt für Chirurgie und Praxisleiter der Spezialpraxis Haartransplantation HAIRDOC in Düsseldorf, erklärt: „Eine Haartransplantation kommt für all die Männer und Frauen infrage, die unter kahlen Stellen auf ehemals behaarter Kopfhaut leiden."

Bei der Haartransplantation werden eigene Haarwurzeln aus dem meist dicht behaarten Hinterkopf umverteilt. Diese Haarwurzeln werden der Körperenthaarung angerechnet und produzieren meist lebenslang Haare. Die Umverteilung erfolgt meist mit sehr innovativen mikrochirurgischen Techniken in örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf, sodass man das Verfahren als schmerzfrei bezeichnen kann.

Am meisten verbreitet ist die Einzelentnahme von Haarwurzelgruppen, auch FUE-Verfahren (Follicular Unit Extraction) genannt. Die Vorteile dieses Verfahrens sind:

  • Schonend für die Kopfhaut des Patienten.
  • Garantiert eine schnelle Heilungsphase.
  • Hat kaum starke Nebenwirkungen.

Neidel betont zudem: „Für individuelle Besonderheiten gibt es verschiedene Behandlungsverfahren, die man am besten im persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt abklärt. Nur so lässt sich ein optimales Resultat mit so wenig Einschränkungen wie möglich finden.”

Kosten und Risiken einer Haartransplantation

Je nach Aufwand liegen die Behandlungskosten in Deutschland zwischen drei- und zehntausend Euro. Eine Haartransplantation ist nicht gefährlich, aber es ist wichtig, dass mögliche andere Erkrankungen im Vorfeld ausgeschlossen werden können oder mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Nach der Behandlung ist eine Woche Schonung angesagt. Leichter Sport, Haare waschen und das Tragen einer leichten Baseballkappe sind schon drei Tage nach der Behandlung möglich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Haarausfall viele Ursachen haben kann und moderne Behandlungsmethoden wie die Haartransplantation effektive Lösungen bieten. Prominente wie Manuel Neuer legen Wert auf ihr Äußeres, und auch für viele andere Menschen ist die Gesundheit und Pflege der Haare von großer Bedeutung.

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