Du hast keine Lust auf den Friseursalon, aber dein Nacken und deine Koteletten brauchen ein Fresh-Up? Mit diesen Tipps wirst du selbst zum Profi!
Anleitung: Kurze Haare selber schneiden
Klar, trau dich! Mit den richtigen Tipps bringst du deine Haare wieder in Form.
Sich die Haare selber zu schneiden, schien bis vor Kurzem ziemlich undenkbar. Doch als irgendwann Frauen auf ihre Haare zu treten drohten und Männer vor ihren Augen nur noch schemenhafte Umrisse ihrer Umwelt erkennen konnten, sahen sich viele gezwungen, selbst Schere anzulegen.
Durch die Corona-Krise hat auch in Sachen Haarschnitt ein Umdenken stattgefunden. Lang ist das neue Kurz, natural ist wieder angesagt. Und günstiger ist es ohnehin. Umso wichtiger zu wissen, welche Tools Sie zum Haare schneiden benötigen, wie Sie Schritt für Schritt dabei vorgehen und worauf Sie sonst noch achten sollten.
Wir zeigen dir die passenden Haarschneidemaschinen und genaue Anleitungen, damit nichts schiefgeht.
Das richtige Zubehör für den DIY-Haarschnitt
Das richtige Werkzeug ist wichtig.
Gut, sollten Sie unter Haare schneiden verstehen, sich auf dem Kopf bis auf fünf Millimeter (Stichwort: Buzzcut) alles abzurasieren, benötigen Sie für Ihre neue Frisur lediglich eine Haarschneidemaschine.
Wenn Sie allerdings Ihren Haarschnitt auch etwas in Form bringen wollen, sind unter anderem eine scharfe Schere und ein Kamm Must-haves.
Die wichtigsten Tools zum selber schneiden:
- Eine gute Schere: Eine Schere ist essenziell und zwar eine gute. Es sollte im Idealfall eine professionelle Friseurschere sein, denn diese muss unbedingt scharf sein, um Spliss und Ausfransen zu verhindern. Also nehmen Sie bitte keine Papier- oder Nagelschere zur Hand. Es gibt außerdem noch spezielle Effilier- und Modellierscheren zum Ausdünnen und für feine Schnittübergänge. Um mit diesen Modellen aber richtig umgehen zu können, braucht es Friseur-Skills.
- Kamm: Auch um einen Kamm kommen Sie nicht herum. Am besten wählen Sie einen mit grober und feiner Seite, um die einzelnen Strähnen gut voneinander trennen zu können.
- Langhaarschneider: Eine Haarschneidemaschine brauchen Sie dann, wenn Sie sich für sehr kurze Haare à la Buzz oder Butch Cut entscheiden sollten. Wichtig ist eine kabellose Maschine mit verschiedenen Aufsätzen für unterschiedliche Längen.
- Spiegel: Ein großer, beleuchteter Spiegel ist obligatorisch. Am besten platzieren Sie noch einen zweiten Spiegel hinter sich, damit Sie auch alle Bereiche Ihres Kopfes inklusive Nacken kontrollieren können.
- Licht: Ein helles Tageslichtbad ist natürlich Trumpf. Sollten Sie ausschließlich auf künstliches Licht angewiesen sein, sorgen Sie dafür, dass der Raum mit zusätzlichen Lichtquellen ausgeleuchtet ist.
Neben Handfeger und Kehrblech oder einem Staubsauger, um die geschnittenen Haare nicht in deiner gesamten Wohnung zu verteilen, benötigt man folgendes Profi-Werkzeug um Männern einen Kurzhaarschnitt zu schneiden:
- Haarschneidemaschine* (mit Aufsätzen in unterschiedlichen Längen)
- Haarschneidekamm* (mit zwei unterschiedlichen Kämmstärken - grob und fein)
- Haar-Clips* (zum Abteilen von Haar-Partien oder für längeres Deckhaar)
- Frisierumhang* (damit die abgeschnittenen Haare nicht überall piksen), alternativ kannst du hier auch ein dünnes Handtuch nehmen
- Effilierschere* (falls du die Haare nach dem Schneiden ausdünnen willst)
Auch wenn du bereits erprobt bist im Haare selber schneiden, weil du dir mit einer Haarschneideschere (bitte niemals, aber wirklich niemals Bastel- oder Nagelscheren verwenden) den Pony oder ganze Frisuren selbst geschnitten hast, solltest du bei Kurzhaarfrisuren unbedingt zur Haarschneidemaschine greifen. Es erleichtert dir die Arbeit ungemein und führt zu schönen Ergebnissen.
Das richtige Werkzeug ist wichtiger als du denkst. Denn am Ende wird der Haarschnitt nur maximal so gut, wie die Haarschneidemaschine, die du dafür verwendest. Es wird sich also mehr als lohnen, das vom deinen ausfallenden Friseurbesuchen gesparte Geld, direkt in einen Profi-Haarschneider zu investieren.
Produkttipps: 3 Haarschneidemaschinen für Männer
Möchtest du dir selbst die Haare schneiden, ist das Equipment entscheidend: Was du jetzt brauchst, ist eine gute Haarschneidemaschine. Achte darauf, dass das Gerät mehrere Aufsätze hat. So kannst du mit unterschiedlichen Längen arbeiten.
Hier sind einige Empfehlungen:
Der Preis-Leistungs-Sieger: Philips Series 5000
Er bietet einen attraktiven Preis und viele Funktionen, die du brauchst, wenn du selber Haare schneiden möchtest:
- 2 Kammaufsätze
- 17 Längeneinstellungen für kurze und lange Haare
Mit der praktischen Feststelltaste sicherst du deine bevorzugte Einstellung. Das Gerät hat eine Laufzeit von bis zu 50 Minuten, eine 5-Minuten-Schnellladung reicht für eine komplette Rasur. Nach dem Haareschneiden kannst du es einfach unter fließendem Wasser abwaschen. Die Klingen sind laut Hersteller lebenslang scharf. Du musst dich also nicht um Ersatzteile kümmern, sondern kannst dauerhaft deine Haare selber schneiden.
Das Multitalent: Philips MG 7950/15 (~85 €)
Ein Gerät, viele Funktionen: Der Haarschneider von Philips ist die perfekte Wahl für alle, die gern ein Multigroom-Gerät haben möchten. Das ist ein Haarschneider mit mehreren Einsatzbereichen. Der Multi-Groomer hat insgesamt 15 Aufsätze:
- 7 für die Haare
- 2 für den Körper
- 4 für den Bart
- 1 für die Details
Ein echter Pluspunkt bei diesem Gerät ist die Tatsache, dass du den Multi-Groomer unter der Dusche verwenden kannst. Da er aus Metall besteht, ist er zudem besonders langlebig.
Der Profi-Tipp: Panasonic ER-DGP84 (~170 €)
Das Gerät von Panasonic ist die Luxus-Variante unter den Haarschneidegeräten:
- Durch die Karbon-Beschichtung verschleißt der Panasonic kaum
- Es bildet sich weniger Hitze
- Das Gerät hat eine lange Lebensdauer
Durch das schlanke, ergonomische Design mit teilweise gummierten Oberflächen liegt der Rasierer zudem besonders gut in der Hand. Sehr praktisch ist das Einstellrad zur Schnittlängeneinstellung: Hiermit kannst du die Schnittlänge bequem während des Schneidens anpassen und z. B. den Nacken kurz schneiden und direkt danach die anderen Haare rasieren oder stutzen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur DIY-Frisur
Vorab sollten wir noch erwähnen, dass die DIY-Anleitung für Ihren Männer-Haarschnitt in keinem Fall einen Friseurbesuch ersetzt. Die Schnitt-Anleitung soll vielmehr dazu dienen, Deckhaar, Pony und Spitzen im Notfall vor der kompletten Verwahrlosung zu bewahren, also nur leichte Anpassungen vorzunehmen. Auch Friseure schneiden sich in der Regel nicht selber die Haare - denken Sie mal darüber nach.
Mit dieser Anleitung gelingt Ihnen das Haareschneiden auch zuhause: Schauen Sie sich Ihr Haar erst einmal genau an, bevor Sie wild drauflosschnippeln. Auch Männer-Haare haben eine natürliche Wuchsrichtung, die von verschiedenen Wirbeln auf dem Kopf ausgeht. Entsprechend sollten Sie das Haar auch kämmen.
Für den Haarschnitt selbst gibt es eine wichtige Grundregel, die du unbedingt im Hinterkopf haben solltest: Je kürzer die Haare und je weniger Übergänge die Frisur hat, desto einfacher ist das Haare selber schneiden.
Das sind die wichtigsten Schritte fürs Haare selber schneiden bei deinem Mann, Freund, Kind, Mitbewohner & Co.:
- Der Nacken: Achte darauf, dass der Kopf stets gerade gehalten wird. Beim Haare selber schneiden solltest du am Besten im Nacken beginnen. Welche Länge soll das Ergebnis haben? Für einen klassischen Kurzhaarschnitt gilt es, den Nacken schön kurz zu gestalten. Am besten stellst du deine Haarschneidemaschine also auf 6mm oder 9mm ein. Einmal richtig eingestellt, kannst du damit beginnen, den Nacken auszurasieren. Wichtig: Die Haare werden immer gegen ihre Wuchsrichtung gekürzt, also ziehst du den Haar-Trimmer von unten nach oben durch die Haare. Beim Nachobenziehen hebst du die Maschine in einer leichten Bewegung aus den Haaren heraus in deine Richtung. Arbeite dich bis über den Atlasknochen, dieser markiert seine Stopplinie.
- Die Seiten: Klapp den oberen Ohrmuschelrand immer mit der nicht schneidenden Hand ein wenig nach unten, oder bitte deinen Freund, dass er es mit den Fingern gedrückt hält. So geht ihr der Gefahr aus dem Weg, in das Ohr zu schneiden, bzw. zu rasieren. Einige dich auch hier zuvor auf einen Maschinenaufsatz mit der gewünschten Millimetereinstellung. Setz die Maschine ähnlich wie im Nacken nun auch an den Seiten an und arbeite dich sowohl von Gesichtskontur zu Gesichtskontur als auch von unten nach oben. Deine Stopplinie ist die sogenannte Hutlinie, sie markiert die weiteste Stelle des Kopfes. So garantierst du eine ausgeglichene Kopfform und eine schöne Frisuren-Silhouette.
- Deckhaar schneiden: Hier ist das Haar typischerweise am längsten. Darum solltest du den größtmöglichen Aufsatz deiner Haarschneidemaschine wählen und das Deckhaar anschließend kürzen, fertig! Sollte das Deckhaar länger sein, kannst du hier zur Haarschneideschere greifen. Hierbei arbeitest du dich von der hinteren Kopfrundung nach vorne zur Stirn und kürzt dabei das Haar um die gewünschte Länge. Fang mit weniger Zentimetern an und schneide lieber noch einmal nach, wenn es zu lang sein sollte. Wichtig beim Haare selber schneiden mit der Schere ist, dass du die zuvor geschnittene Haarpartie mit in die neue noch ungeschnittene aufnimmst. Sie wird so zu deine sogenannten Führungslinie und zeigt dir an, wie weit du das Haar kürzen darfst. Ein Schritt, den du natürlich auch mit dem Haartrimmer machen kannst, den du an Stelle der Schere über den Kamm führst. Dickes oder lockiges Haar kannst du mit einer Effilier- oder Modellierschere noch zusätzlich ausdünnen.
- Übergänge vom Konturen- und Nackenbereich: Da die meisten Haarschnitte aus mehr als eine Haarlänge bestehen, geht es nun darum, einen fließenden Übergang von dem Konturen- und Nackenbereich zum Deckhaar zu schaffen. Da kommt die Frage auf, wie man Haare mit einem Übergang schneidet. Es ist einer der kniffligsten Schritte, der anfänglich auch jedem Friseur-Auszubildenden mit größter Wahrscheinlichkeit den letzten Nerv raubt (Ich spreche da aus eigener Erfahrung). Aber keine Sorge, das wird klappen. Sollte es dein Mann, Freund oder Kind mögen, ist die einfachste Version ein harter Cut zwischen Seiten- und Deckhaar. Ein Haarschnitt, der vielen steht und einfach wieder nachgeschnitten werden kann. Entscheidest du dich für weiche Übergänge, verläuft dieser Schritt ähnlich wie der Nacken. Auch hier hebst du die Haarschneidemaschine nach und nach etwas mehr an und ziehst sie dabei aus den Haaren heraus. Alternativ kürzt du zuerst eine untere Stelle mit einem kleineren Aufsatz. Danach wählst du einen größeren Aufsatz und lässt zwischen der ersten und zweiten Haarpartie Platz für eine dritte. Nachdem du die längeren Haare nun auch etwas gekürzt hast, kannst du die ausgelassenen Stellen zwischen den beiden Haarpartien an die obere und untere anpassen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.
- Konturen & Nacken rasieren: Ganz zum Schluss widmest du dich den Feinheiten deines Haarschnittes: Den Konturen und dem Nacken. Damit diese frei von kleinen Härchen sind und eine schöne saubere Linie ergeben, greifst du hier am Besten zu einer Konturenmaschine. Alternativ kannst du selbstverständlich auch deine Haarschneidemaschine ohne Aufsatz hierfür einsetzen. Am Haaransatz und den Seiten des Nackens kannst du die Maschine angewinkelt direkt mit ihren Klingen ansetzen und nur an dieser Stelle kurz halten. Mit dem sogenannten Abstecken arbeitest du dich in einer schönen Linie bis zu den Ohren hoch. Um hier kein Dreieck oder Zick-Zack-Muster zu kreieren (außer es ist gewünscht), musst du die Maschine seitlich halten und einen Bogen zu den Koteletten zeichnen. Diese kannst du im Anschluss ebenfalls auf gleiche „Höhe“ bringen.
Anleitung für den klassischen, (sehr) kurzen Männer-Cut mit der Haarschneidemaschine
An den Seiten und im Nacken kurz mit weichen Übergängen zum etwas längeren Deckhaar - ein Cut, der wohl nie aus der Mode kommen wird. So schneiden Sie den Haarschnitt mit der Haarschneidemaschine: Arbeiten Sie stufenweise: Je nachdem, ob Sie kurze oder lange Haare haben und wie viel am Ende noch übrigbleiben soll, stecken Sie den entsprechenden Aufsatz für die gewünschte Länge auf die Maschine.
Starten Sie am Oberkopf und rasieren Sie die Haare von der Stirn an gegen den Strich nach hinten. Im Nacken gehen Sie von unten nach oben (wie bereits beschrieben). Für einen sanften Übergang setzen Sie das Gerät unten im Nacken an und heben es, je weiter Sie nach oben kommen, immer weiter an. An den Seiten schneiden Sie am besten schräg von vorne in Richtung des Hinterkopfs.
Tipp: Damit der Kopf insgesamt nicht so rund wirkt, sollten Sie Nacken und Seiten etwas kürzer schneiden als das Zentrum. Dadurch erhält der Schnitt mehr Kontrast und Stil.
Die verschiedenen Männerhaarschnitte zum Selbermachen
Nachdem du nun alle Vorteile kennengelernt hast, fragst du dich wahrscheinlich zurecht: „Na aber, wie kann ich mir denn jetzt meine Haare selber schneiden?“ Männer, keine Sorge, hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für alle Männer, die Ihre Haare selber schneiden möchten:
Der klassische Buzz Cut
Der Buzz Cut ist eine zeitlose und pflegeleichte Frisur, die Selbstbewusstsein ausstrahlt. Befolge diese Schritte, um einen sauberen und stilvollen Buzz-Cut zu erzielen, und lerne, wie du am besten deine Haare schneidest. Mit einer Maschine fürs Haare schneiden gelingt der Haarschnitt leicht und unkompliziert.
- Besorge dir zunächst die richtigen Werkzeuge: Einen guten Haarschneider, verschiedene Aufsätze, einen Kamm und einen Handspiegel.
- Beginne mit sauberem, trockenem Haar. Wenn dein Haar eher lang ist, schneide es als erstes mit einer Schere ab, bevor der Haarschneider zum Einsatz kommt.
- Bringt die gewünschte Aufsatzgröße an deinem Haarschneider an. Für einen kürzeren Buzz Cut beginnst du am besten mit einer höheren Nummer (z. B. Nr. 4) und passt sie dann entsprechend an. Mit der Philips Haarschneider Serie 9000 kannst du mit der Digitalen Touch-Steuerung schnell zwischen mehr als 400 Schnittlängen wechseln.
- Beginne an den Seiten und am Hinterkopf und bewege die Haarschneidemaschine in gleichmäßigen Bewegungen nach oben. Verwende den Kamm, um die Haarschneidemaschine zu führen und einen gleichmäßigeren Schnitt zu erzielen.
- Bewege dich zur Oberseite deines Kopfes hin und arbeite dabei gegen die natürliche Haarwuchsrichtung, um ein gleichmäßiges Finish zu erzielen.
Der Undercut
Der Undercut ist eine trendige und vielseitige Frisur, die einen Kontrast zwischen längerem Oberhaar und kürzeren Seiten ermöglicht. Befolge diese Schritte, um einen präzisen und modernen Undercut zu erzielen:
- Besorge dir die passenden Werkzeuge: Haarschneider, verschiedene Aufsatzgrößen, einen Kamm, einen Handspiegel und eine Friseurschere.
- Beginne mit sauberem, trockenem Haar. Schneide den oberen Teil mit der Schere auf die gewünschte Länge zu, sodass er länger als die Seiten bleibt.
- Befestige einen Aufsatz in der gewünschten Größe der Seiten am Gerät. Beginne mit einem längeren Aufsatz (z. B. Nr. 3) und passe ihn nach Bedarf an.
- Beginne mit der Haarschneidemaschine im Nacken und bewege sie nach oben und an den Seiten entlang. Verwende den Kamm, um die Haarschneidemaschine zu führen und eine gleichmäßige Länge beizubehalten.
- Blende das längere Deckhaar mit den kürzeren Seiten mit einer Schere oder einem Blending Aufsatz, um einen nahtlosen Übergang zu schaffen.
- Style den oberen Bereich mit einem Haartrockner, einem Kamm und einem Stylingprodukt wie gewünscht. Experimentiere mit verschiedenen Looks, wie zum Beispiel einen mit Gel nach hinten gestyltem Look.
Der Seitenscheitel
Der Seitenscheitel ist eine klassische und raffinierte Frisur, die jedem Look einen Hauch von Eleganz verleiht. Befolge diese Schritte, um einen präzisen Seitenscheitel zu erhalten:
- Das brauchst du: Haarschneider, verschiedene Aufsatzgrößen, einen Kamm, einen Handspiegel, eine Friseurschere und ein Stylingprodukt.
- Beginne mit sauberem, trockenem Haar. Kämme dein Haar und bestimme die natürliche Scheitellinie.
- Erstelle mit dem Kamm eine saubere Trennlinie, indem du die Haare zur Seite kämmen. Der Teil sollte mit deinem Augenbrauenbogen übereinstimmen.
- Schneide die Seiten und die Rückseite mit einer Haarschneidemaschine und einem geeigneten Aufsatz ab. Beginne mit einem längeren Aufsatz (z. B. Nr. 4) und stelle ihn auf ein allmählicheres Ausblenden ein.
- Mische den längeren oberen Teil mit den kürzeren Seiten mit einer Schere oder einem Blending Aufsatz. Arbeite in kleinen Abschnitten und achte auf einen nahtlosen Übergang.
- Style den oberen Teil, indem du ihn auf die gewünschte Seite kämmst und ein Stylingprodukt für Halt und Definition aufträgst.
Weitere wichtige Tipps für Anfänger
Egal, welcher Schnitt es letztlich werden soll - damit der Selfmade-Cut gelingt, sollten Sie sich ausreichend Ruhe und Zeit dafür nehmen. Tagsüber am Wochenende klappt es mit den schönen Haaren deutlich besser als morgens vor oder abends nach der Arbeit.
Um sehen zu können, wie die Haare natürlich fallen, sollten Sie diese in trockenem Zustand schneiden. Nasse Haare sind länger und haben eine ganz andere Struktur, die sich verändert, wenn es wieder trocken wird. Gerade bei lockigen Haaren ist das sehr schwer zu beurteilen. Aber auch glatte Haare am Pony sollten Sie nicht nass schneiden.
Abgeschnittene Haare können Sie nicht wieder ankleben - daher unser Tipp: Schneiden Sie das trockene Haar stückweise. Kürzen Sie es lieber in kleinen Schritten, als auf einmal zu viel wegzunehmen. Auch bei elektrischen Haarschneidern empfiehlt es sich, erst einen längeren Aufsatz herzunehmen.
Um Ihre Mitmenschen nicht zu verstören, raten wir dazu, keine (betrunkenen) Haar-Experimente durchzuführen. Gerade beim ersten Mal sollten Sie sich klar an der bereits existierenden Form orientieren, die Ihnen vom Friseur geschnitten wurde.
Man kennt es vom Friseur - die vielen feinen Härchen, die sich überall festsetzen und nervig piksen. Benutzen Sie daher entweder einen Friseurumhang oder stutzen Sie sich oberkörperfrei. Außerdem sollten Sie Ihre Haare auf einem Untergrund ohne Teppich schneiden.
Haare selbst schneiden: Was, wenn es schiefgeht?
Damit beim Haareschneiden nichts schiefläuft, startest du am besten mit einem längeren Aufsatz. Solltest du aus Versehen eine Kante hineinrasieren, kannst du mit einem kürzeren Aufsatz das kleine Malheur ausgleichen.
Ups! Wenn der Schnitt mal danebengeht, hilft nur eins: cool bleiben, nachbessern, Buzz Cut - oder verwuscheln und so tun, als wär’s Absicht. Nimm auch im Nacken und an den Koteletten lieber erst einmal weniger weg und schneide später nach. Dann bist du auf der sicheren Seite. Wenn alle Stricke reißen, lässt du im Friseursalon den Fehler ausbügeln oder stylst die Haare so, dass man den Ausrutscher nicht sieht.
Schnittkanten fallen übrigens besonders auf, wenn die Haare glatt fallen oder unfrisiert sind. Am besten verwuschelst du die sie mit etwas Styling-Paste. Durch den Undone-Look fallen etwaige Unebenheiten nicht mehr auf.
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#Männer #Haarschnitt #DIY #Anleitung
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