Der Fade-Haarschnitt, umgangssprachlich auch "Seiten auf 0 mit Übergang" genannt, erfreut sich seit Langem großer Beliebtheit bei Männern. Ein Grund dafür ist die Vielseitigkeit, die ein solcher Fade bietet. Denn es gibt extrem viele Möglichkeiten, diesen Schnitt zu individualisieren und zu kombinieren: Angefangen von der Länge bis hin zur Art und Weise, wie du dein Haupthaar stylen möchtest.
Bei einem Fade-Haarschnitt wird das Haar an den Seiten und am Hinterkopf, angefangen von oben nach unten, immer kürzer geschnitten. Dabei wird in der Regel eine Haarschneidemaschine (engl. Clipper) verwendet, um einen nahtlosen Übergang von kurzem zu langem Haar zu erzielen.
Um sicherzustellen, damit dein Fade immer fresh aussieht, müsstest du alle 2-4 Wochen einen Besuch bei deinem Barber des Vertrauens einplanen. Schauen wir uns jetzt doch einfach einige Beispiele für die verschiedenen Arten von Fades an.
Die verschiedenen Fade-Typen
Da sich die Barber-Branche ständig verändert und an neue Stiltrends anpasst, kann es schwierig sein, mit all den verschiedenen Fade-Typen, die man sieht, Schritt zu halten. Aber es gibt nur sieben Grundtypen von Fades, die all diesen modernen, trendigen Styles zugrunde liegen. Sie können bei verschiednen Haardicken getragen werden.
EINFACHES FADE TUTORIAL auf DEUTSCH
- High Fade: Ein High Fade ist ein moderner Fade, der weiter oben auf dem Kopf an den Schläfen beginnt und nicht in der Mitte über den Ohren. Die Haare an den Seiten und am Hinterkopf sind in der Regel sehr kurz, manchmal sogar bis auf die Haut rasiert (ein sogenannter Skin Fade, den wir ebenfalls weiter unten ansprechen). High Fades eignen sich am besten für Männer mit runden oder eckigen Gesichtsformen, vor allem, wenn du den Fade mit längerem Haar on top kombinierst. Den High Fade solltest du eher meiden, wenn du ein längliches, ovales oder herzförmiges Gesicht hast.
- Medium (oder Mid) Fade: Medium/Mid Fades eignen sich perfekt für alle Gesichtsformen, da sie für Ausgewogenheit sorgen. Wenn du ein rundes, quadratisches, herzförmiges oder ovales Gesicht hast, solltest du mal den Mid Fade ausprobieren - es wird großartig aussehen! Bleibt dann nur noch herauszufinden, was du mit dem Haupthaar anstellen möchtest! Bei diesem Klassiker werden die kürzeren Haarpartien weiter nach unten verlegt, was für einen perfekt ausgewogenen Look sorgt. Medium (oder Mid) Fades beginnen tiefer als hohen Fades, in der Regel auf halber Höhe über den Ohren.
- Low Fade: Low Fades lassen den Kopf oben und in der Mitte optisch breiter erscheinen und sind daher für runde Gesichtsformen nicht geeignet. Viereckige, kantige Gesichtsformen sehen mit einem niedrigen Fade noch kantiger aus. Diese Art von Haarschnitt passt gut zu ovalen und herzförmigen Gesichtsformen. Während hohe Fades um die Schläfen herum beginnen und mittlere Fades in der Mitte über den Ohren beginnen, haben niedrige Fades eine niedrigere Fade-Linie, ungefähr auf der Höhe der Ohren. Low Fades können bei jedem Haartyp und jeder Haarstruktur getragen werden.
- Drop Fade: Drop Fades können für jede Gesichtsform und jeden Haartyp verwendet werden. Kombiniere einen Drop Fade mit der Art von Fade, der am besten zu deiner Gesichtsform passt - hoch, mittel oder tief! Drop Fades können weit oben, in der Mitte oder weiter unten am Kopf beginnen, aber sie haben alle eines gemeinsam: Die Fade-Linie am Hinterkopf wird niedriger angesetzt als an den Seiten. Das Ergebnis ist eine "Senkung" in der Fade-Linie, daher der Name "Drop Fade". Es gibt viele verschiedene Looks, die man mit Drop Fades erzielen kann.
- Skin Fade: Skin Fades können mit jeder Art von Fade kombiniert werden, so dass sie für jede Gesichtsform und jeden Haartyp geeignet sind. Allerdings sehen Skin Fades bei Männern mit gleichmäßigem Hautton am besten aus, da sie große Teile der Kopfhaut zeigen. Skin Fades werden oft auch als "Zero Fades", "Bald Fades" oder hierzulande als "Seiten auf 0" bezeichnet. Skin Fades können jede Art von Fade sein, aber sie haben alle eines gemeinsam: Das Haar wird an der kürzesten Stelle des Fades auf der Haut abrasiert = Länge 0mm. Wenn du einen kontrastreichen Look ausprobieren möchtest, solltest du dich für einen Skin Fade entscheiden. Die oben aufgezeigten Beispiele zeigen alle einen Skinfade, da hier bis auf die Haut herunter rasiert wird.
- Taper: Taper Cuts sehen am besten bei Männern mit ovaler Gesichtsform aus. Ein Taper hat das gleiche Ziel wie ein Fade: Einen nahtlosen Übergang von kurzem hin zu langem Haar zu erzielen.
- Burst Fade: Beim Burst Fade bleibt am Hinterkopf mehr Haar stehen. Der einzige Bereich, der "verblasst" ist, ist der halbkreisförmige Bereich um das Ohr herum. Burst Fades nehmen die Form eines Halbkreises an, der das Ohr umgibt. Die Überblendlinie nutzt das Ohr als Mittelpunkt und bewegt sich kreisförmig darum herum. Sie ähneln den Drop Fades, weil die Fade-Linie am Hinterkopf abzufallen scheint.
Welcher Fade passt zu welcher Gesichtsform?
Jetzt, wo du die grundlegenden Fade-Typen kennengelernt hast, stellt sich die Frage, welcher der beste Look für dich ist. Im folgenden findest du ein paar Tipps, um den Fade-Haarschnitt zu finden, der dir am besten steht.
- Ovale Gesichtsform: Männer mit ovaler Gesichtsform haben den großen Vorteil, dass ihnen fast jede Art von Übergang steht.
- Herzförmige Gesichtsform: Das markante Kinn und die breitere Stirn wirken bei herzförmigen Gesichtern besonders stimmig, wenn ein Low Fade gewählt wird.
- Runde Gesichtsform: Bei runden Gesichtern sorgen High oder Drop Fades für klare Konturen und lassen das Gesicht markanter wirken.
- Eckige Gesichtsform: Männer mit eckigen Gesichtszügen profitieren von einem High Fade, da er die markanten Kieferpartien betont und den kantigen Look verstärkt.
Wie style und pflege ich einen Fade-Haarschnitt?
Damit ein Fade perfekt aussieht, reicht der Haarschnitt allein nicht aus. Stylingprodukte wie leichte Stylingcremes oder Pomaden sorgen für Halt und Struktur, ohne das Haar zu beschweren. Wenn Sie etwas längeres Haar haben, sollten Sie Produkte wählen, die für leichten Glanz und Flexibilität stehen. Waschen Sie regelmäßiges mit einem milden Shampoo sowie ein Feuchtigkeitsspray oder Haaröl, um die Haare gesund zu behalten.
Frisuren mit Übergang eignen sich auch hervorragend, wenn man die Haare wachsen lassen möchte. Wer beispielsweise vom Buzz Cut oder Fade Cut zu einem Surfer-Look oder Man Bun wechseln will, kann über den Übergang die Übergangsphase elegant kaschieren.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Viele machen beim Fade-Schnitt oder beim Styling ähnliche Fehler. Das zu lange warten bis zum Nachschneiden - so verliert ein Fade sehr schnell an Präzision. Also besser alle 2-4 Wochen auffrischen. Benutzen Sie auf keinen Fall die falschen Pflegeprodukte. Zu schwere Wachse oder Gele lassen die Haare fettig wirken. Leichtere Stylingprodukte oder spezielle Cremes sind die bessere Wahl.
Ein Übergang erfordert mehr Technik, deshalb sollten Sie das selber schneiden lieber sein lassen. Es sei denn Sie haben Erfahrung. Anfänger sollten lieber kleine Korrekturen machen oder sich beim Barbier beraten lassen.
Die besten Undercut-Alternativen
Für alle, die dem Undercut noch etwas nostalgisch hinterher trauern und sich nach den abrasierten Seiten sehnen: Hier kommen drei coole Alternativen.
- Faded Cut: Statt Undercut auf Kante wird versucht, die Seiten mit dem Haupthaar dank einem Übergang miteinander zu verbinden und zu verblenden. Die obere Partie kann dann nach Belieben kürzer oder länger geschnitten und dementsprechend auch gestylt werden. Beim Low Faded Cut ist die Besonderheit, dass der Übergang erst recht tief am Kopf beginnt. Eine perfekte Alternative zu den hart abrasierten Seiten vom Undercut, die längst wie aus der Zeit gefallen wirken.
- Caesar Cut: Die Seiten laufen - genauso wie beim Faded Cut - ganz sanft zum Deckhaar aus, das mit Mikro-Pony und akkuratem Schnitt richtig cool wirken kann. Dieser Schnitt steht, zugegeben, nicht jedem Typ, aber das kann ein Friseur oder eine Friseurin am allerbesten beurteilen. So viel steht aber fest: Der Ceasar Cut ist die coolste Trend-Frisur für den Sommer 2021.
- Längere Seiten: Wie wäre es denn, wenn die Seiten mal überhaupt nicht gekürzt werden? Und Stattdessen auf gleicher Länge mit dem Deckhaar bleiben? Klingt erstmal absurd, nachdem wir uns ja die letzten acht Jahre daran gewöhnt haben, dass die Seiten kurzrasiert werden. War halt auch praktisch, wenn man weniger föhnen und stylen musste.
| Fade-Typ | Beschreibung | Geeignet für Gesichtsform |
| High Fade | Beginnt hoch oben an den Schläfen | Runde und eckige Gesichter |
| Medium Fade | Beginnt auf halber Höhe über den Ohren | Alle Gesichtsformen |
| Low Fade | Beginnt auf Höhe der Ohren | Ovale und herzförmige Gesichter |
| Drop Fade | Fade-Linie am Hinterkopf ist niedriger | Alle Gesichtsformen |
| Skin Fade | Haar wird auf der Haut abrasiert (0mm) | Alle Gesichtsformen (gleichmäßiger Hautton vorteilhaft) |
| Taper | Übergang nur im Nacken und an den Koteletten | Ovale Gesichtsform |
| Burst Fade | Halbkreisförmiger Fade um das Ohr herum | - |
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