Ursachen und Behandlung von Augenbrauenausfall: Ein umfassender Leitfaden

Jeder Mensch verfügt über eine umfassende Körperbehaarung, die sich im Laufe des Lebens immer wieder ändert. Wimpern und Augenbrauen verhindern, dass Schweiß in die Augen gelangt. Fallen sie aus, wirkt sich dies in der Regel negativ auf das Selbstbewusstsein und auf das Wohlbefinden der Betroffenen aus. Denn ohne den gebogenen, symmetrischen Haarwuchs über Ihren Augen, verändert sich Ihre Ausstrahlung, während zeitgleich das Risiko für Augenreizungen steigt.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen jetzt die Ursachen für den Augenbrauenausfall und seine Symptome erläutern. Sollten Sie sich gerade mit ausfallenden Augenbrauen herumplagen, sind Sie hier genau richtig.

Ursachen für Augenbrauenausfall

Die Ursachen für einen Verlust der Augenbrauen sind vielfältig: sie reichen von Mineral- oder Vitaminmangel über verschiedene Erkrankungen bis hin zu psychischem Stress. Zudem können die Gründe von Augenbrauenverlust bei Männern und Frauen unterschiedlich ausgeprägt sein.

Oft liegt dem Augenbrauenverlust eine Erkrankung zugrunde - diese, aber auch ihre Behandlungsmethoden können den vollständigen Ausfall oder die Lückenbildung in Ihren Augenbrauen fördern.

Einige der häufigsten Ursachen sind:

  • Krankheiten: Viele Krankheiten können zu Haarausfall führen, einschließlich der Augenbrauen. Die häufigste Haarausfallerkrankung ist die Alopecia areata, auch kreisrunder Haarausfall genannt. In seltenen Fällen kann dies zur Alopecia universalis führen - dem vollständigen Verlust der gesamten Körperbehaarung.
  • Hormonschwankungen: Den schwindenden Augenbrauen können aber auch Hormonschwankungen zugrunde liegen. Bei Frauen zum Beispiel in den Wechseljahren bei einem niedrigen Östrogenspiegel.
  • Kosmetika: Nicht zu unterschätzen ist die Auswirkung von Kosmetika auf die empfindliche Haut des Gesichts. Regelmäßige Colorationen der Wimpern und Brauen können so ebenfalls zu Augenbrauenverlust führen und starke Hautreizungen nach sich ziehen. Selbst die tägliche Verwendung von Augenbrauenstiften kann dazu führen, dass die Haarwurzeln geschwächt und irreversibel geschädigt werden.
  • Übermäßiges Zupfen: Auch das übermäßige Zupfen kann eine mögliche Ursache für den Verlust von Augenbrauen sein. Augenbrauenausfall kann also auch auf zu häufigem und falschem Zupfen beruhen.
  • Nährstoffmangel: Auch ein Zinkmangel, Eisenmangel oder Magnesiummangel kann sich nachteilig auf die Haargesundheit auswirken.
  • Medikamente: Patienten, die sich einer Strahlen- oder Chemotherapie aussetzen müssen, leiden oft unter Haarausfall. Bei Augenbrauenverlust durch Medikamenten-Einnahme kommt es bei den meisten Patienten nach dem Absetzen des Medikaments zu einem erneuten Wachstum der ausgefallenen Haare.
  • Stress: Permanenter Stress sorgt nämlich für einen hohen Spiegel an Stresshormonen, die wiederum die Konzentration der Botenstoffe in der Kopfhaut beeinflussen.
  • Permanent Make-up und Microblading: Die hierbei entstehenden Narben und Schädigungen sind noch massiver als klassisches Permanent Make-up. Durch zu intensives Augenbrauen zupfen kann es zum partiellen oder gar kompletten und langfristigen Verlust der Augenbrauen kommen.

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Symptome von Augenbrauenausfall

Das auffälligste Anzeichen ist sicherlich, dass die Haardichte an den Brauen auffallend abnimmt und die Augenbrauen immer dünner, lichter und auch stumpfer werden. Oft an bestimmten Stellen, manchmal aber auch über die gesamten Augenbrauen verteilt.

Weitere Symptome können sein:

  • Ausdünnung des Wimpernkranzes
  • Juckreiz, Schuppen und Rötungen

Diagnose von Augenbrauenausfall

Um den Totalverlust mit der Haarwurzel nach Möglichkeit zu vermeiden, sollten Sie beim Verlust der Augenbrauen zeitnah eine Diagnose stellen lassen. Je länger Sie die Diagnose aufschieben und mit der Ursachenbehandlung warten, desto höher ist das Risiko für vollständigen Augenbrauenverlust.

Konsultieren Sie einen Experten. Das kann zunächst ein Dermatologe oder Trichologe sein. Hinterfragen Sie jedoch die Eignung und die Spezialisierung auf Haarausfall.

Die Diagnose umfasst in der Regel:

  • Untersuchung der Haare: Untersuchung der Haare am Kopf, im Gesicht und am Körper sowie der Nägel. Bei einer Alopecia areata zeigen sich hier in meisten Fällen die typischen kreisrunden haarlosen Areale an der Kopfhaut. Sie kann sich aber auch durch teilweisen oder kompletten Verlust der Augenbrauen, Wimpern oder Barthaare, oder auch an anderen behaarten Arealen zeigen.
  • Dermatoskopie der Kopfhaut: Die Untersuchung der Haut und Haarfollikel mittels Hautoberflächenmikroskopie. Die klinische Untersuchung gemeinsam mit der Dermatoskopie der Kopfhaut sind die wichtigsten Schritte und, in meisten Fällen, ausreichend um die Diagnose Alopecia areata zu stellen.
  • Zupftest: Sehr hilfreicher Test zur Einschätzung der Aktivität der Alopecia areata, aber auch zum Ausschluss anderer Haarerkrankungen, so wie der Trichotillomanie.

Behandlungsmöglichkeiten bei Augenbrauenausfall

Eine Symptombehandlung gegen Augenbrauenausfall gibt es nicht. Da es sich bei dieser Form des Haarverlusts um eine Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen, ungeeigneter kosmetischer Behandlungen oder um ein Symptom bei hormonellem Ungleichgewicht handeln kann, sollten Sie unbedingt die Ursache in Erfahrung bringen und genau dort ansetzen.

Einige Behandlungsmöglichkeiten umfassen:

  • Vitalstoffversorgung: Genau wie Ihr Kopfhaar, benötigen auch Ihre Augenbrauen eine gute Vitalstoffversorgung. Ernähren Sie sich deshalb ausgewogen gesund und führen Sie Ihrem Körper alle essenziellen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe in ausreichender Menge zu.
  • Pflegeprodukte: Um den Haarwuchs zu fördern, können Sie außerdem spezielle Pflegeprodukte für die Augenbrauen und Wimpern nutzen.
  • Augenbrauentransplantation: Ist das Haar samt seiner Wurzel verloren oder sind die Follikel irreversibel geschädigt, sorgt eine Augenbrauentransplantation für die Wiederherstellung Ihrer natürlichen Ästhetik inklusive der Mimik.

Nach dem Augenbrauenausfall sind ihre Haarwurzeln irreversibel geschädigt? Dann haben wir eine gute Nachricht für Sie: Ja, die Transplantation von Augenbrauen ist bei den meisten Betroffenen möglich. Es handelt sich hierbei um einen minimalinvasiven Eingriff, der unter lokaler Betäubung schmerzfrei erfolgt.

Da es sich um eine professionelle Eigenhaarverpflanzung handelt, entnimmt Ihnen das Behandlungsteam dafür im Spenderbereich die im Empfängerbereich benötigte Menge an Grafts, um das Haarbild der Augenbrauen wieder aufzufüllen.

Die Verpflanzung selbst erfolgt mit der FUE-Methode und sorgt für ein dauerhaftes Ergebnis. Sie müssen sich also nicht davor fürchten, die Haare ein weiteres Mal zu verlieren. Die neu verpflanzten Haare passen sich dann außerdem auch in der Wuchslänge und in der Struktur an die Körperregion an. Das heißt, dass Sie bei aus dem Hinterkopf transplantierten Follikeleinheiten ebenfalls keine Sorge haben müssen, dass Ihre Augenbrauen zukünftig die Länge der Kopfbehaarung erreichen.

Wenige Wochen nach dem Eingriff werden Sie feststellen, dass die Augenbrauen wieder ausfallen. Das muss Sie nicht erschrecken, da der erneute Augenbrauenverlust nur temporär und ein gewöhnlicher Prozess nach einer erfolgreichen Haartransplantation ist. Hierbei handelt es sich um den Shock Loss, der nur die Haare selbst und nicht deren Wurzeln betrifft.

Behandlung von Alopecia Areata

Die derzeitig eingesetzten Therapien zielen vor allem auf das Unterdrücken des Entzündungsprozesses ab und bekämpfen nicht die eigentliche Ursache der Krankheit.

Einige Therapieansätze sind:

  • Topische Kortikosteroide: Hierbei wird ein stark bis sehr stark wirksames Kortikosteroid (Klasse III/IV) im Bereich der Haarausfallherde an der Kopfhaut angewendet.
  • Kortison-Injektionen: Hier wird mit einer dünnen Nadel eine bestimmte Menge eines Kortisonpräparates (Triamcinolonacetonid Kristallsuspension) in die Kopfhaut eingespritzt.
  • Systemische Therapie mit Kortison: Die systemische Therapie mit Kortison erfolgt meistens in Form einer oralen Prednisolon-Stoßtherapie, d.h. tägliche ca. einwöchige orale Einnahme von Kortikosteroiden jeweils unterbrochen durch einnahmefreie Intervalle.
  • Dithranol: Diese Option ist aufgrund ihres günstigeren Risikoprofils eine Alternative zur Sensibilisierungstherapie, besonders bei Kindern.
  • JAK-Inhibitoren: Bislang sind zwei Januskinase (JAK) Inhibitoren für die Behandlung der schweren AA zugelassen.
  • Minoxidil: Dies ist eine Substanz, die die Durchblutung um den Haarfollikel verbessert und so das Haarwachstum anregt.
  • Zink Supplementierung: Zink hilft die Immunantwort zu modulieren, und könnte bei Zink-Mangel hilfreich sein.
  • Vitamin D Supplementierung: Die Einnahme bei entsprechendem Vitaminmangel könnte von Bedeutung sein.

Vorbeugung von Augenbrauenausfall

Augenbrauenausfall kann viele Ursachen haben, von Umweltfaktoren und persönlichen Beauty- und Pflegegewohnheiten bis hin zu Krankheiten. In den allermeisten Fällen können sich die Augenbrauen wieder erholen und wachsen nach. Dazu können Sie Ihren Teil beitragen, indem Sie auf gesunde Ernährung, milde Pflegeprodukte und die Vermeidung aggressiver Praktiken wie übermäßiges Zupfen oder Permanent Make-up achten.

Einige Tipps zur Vorbeugung:

  • Eine gesunde Haut ist die Grundlage für gesundes Haarwachstum.
  • Stress für die Augenbrauen vermeiden: Übermäßiges Zupfen kann dazu führen, dass die Haarfollikel beschädigt werden oder sogar absterben.
  • Auch Permanent Make-up kann die Haarfollikel beschädigen und das Haarwachstum hemmen.

Zusammenhang mit Seborrhoischem Ekzem

Rote Flecken und schuppige Stellen auf der Haut beeinträchtigen das Wohlbefinden - manchmal deuten sie auf ein seborrhoisches Ekzem hin. Nicht der ganze Körper ist betroffen, sondern bestimmte Hautbereiche. Die seborrhoische Dermatitis, wie das seborrhoische Ekzem auch genannt wird, bildet sich vor allem dort, wo sich viele Talgdrüsen befinden, - Patienten und Patientinnen entwickeln das Ekzem beispielsweise im Gesicht oder auf dem Kopf.

Die nicht juckenden Ekzeme können an diesen Körperbereichen auftreten:

  • auf der Kopfhaut oder am Haaransatz
  • an und zwischen den Augenbrauen
  • auf den Wangen
  • Im Areal seitlich der Nase bis zum Mund (Nasolabialbereich)
  • im Bereich des Brustbeins, auf dem oberen Rücken oder in der Leistenregion
  • in den Körperfalten an den Achseln, Genitalien oder der Brüste

Bei Menschen mit einem seborrhoischen Ekzem sind die Rötungen und Schuppungen auf der Kopfhaut oder an anderen Körperstellen mal mehr und mal weniger ausgeprägt - spielt der Lebensstil hier eine Rolle? Laut einiger Theorien wirkt sich die Ernährung auf ein seborrhoisches Ekzem aus. Derzeit gibt es aber keine anerkannten Ernährungsempfehlungen für Betroffene. Ein stressiger Alltag kann jedoch eine Verschlechterung bewirken. In vielen Fällen bessert sich der Hautauschlag durch regelmäßige Sonnenbäder. Dabei ist der Sonnenschutz wichtig. Herkömmliche Sonnenschutzmittel reichen aus, um sich gemäß dem eigenen Hauttyp vor UV-Strahlen zu schützen.

Behandlung von Seborrhoischem Ekzem

Wer auffällige Hautstellen bei sich entdeckt, kann sich zunächst an die hausärztliche Praxis wenden. Sie stellt bei Bedarf eine Überweisung zu einem Dermatologen oder einer Dermatologin aus. Für die Diagnose seborrhoisches Ekzem reichen in der Regel die Angaben zur Krankengeschichte und ein geschulter Blick auf die Haut. So grenzen Medizinerinnen und Mediziner auch das seborrhoische Ekzem von einer Schuppenflechte oder einer Neurodermitis ab.

Steht fest, dass es sich, etwa im Gesicht, um ein seborrhoisches Ekzem handelt, existieren verschiedene Behandlungen. Oral einzunehmende Medikamente sind nicht nötig, stattdessen wird die Hautstelle lokal therapiert:

  • Die Kopfhaut profitiert von teerhaltigen Shampoos und Waschlösungen mit pilzhemmenden Eigenschaften.
  • Außerdem steht eine große Bandbreite an Cremes bereit. Medizinerinnen und Mediziner beraten, welche Creme gegen das seborrhoische Ekzem hilft - infrage kommen auch salicylsäurehaltige Cremes oder solche mit Antipilzmitteln.
  • Manchmal sind auch entzündungshemmende Cremes und Kortison-Gele notwendig.

Je nachdem, wie stark die Entzündungen ausfallen und um welches Produkt es sich handelt, dauert die Behandlung mehrere Tage bis wenige Wochen.

Hausmittel gegen Seborrhoisches Ekzem

  • Sonne tanken: Sonnenstrahlen können nicht nur das Gemüt aufhellen, sondern sind auch bei einer seborrhoischen Dermatitis empfehlenswert.
  • Stress reduzieren: Da Stress sich ungünstig auf das seborrhoische Ekzem auswirkt, sollte der Lebensstil möglichst stressarm sein. Dabei helfen entspannende Maßnahmen, wie Yoga oder Achtsamkeitsübungen.
  • Sparsam schminken: Ekzeme, etwa im Gesicht, können zu Schamgefühlen führen. Betroffene bedecken die Hautstellen oft mit Make-up. Das kann jedoch die Hautporen verschließen und andere Hautprobleme hervorrufen - ein leichtes Make-up und milde Pflegeprodukte mit einem geringeren Fettanteil vertragen Betroffene meist gut.

Führen seborrhoische Ekzeme zu einem hohen Leidensdruck, bietet sich eine Verhaltenstherapie an.

Wir beobachten den Haarausfall an Augenbrauen bei vielen Patienten.

Haarausfall bei Frauen: Neben erblich bedingtem Haarverlust liegt die Ursache oft in einer Mangelerscheinung oder Hormonschwankungen. Jedoch sehen wir auch häufig eine falsche Pflege bzw. zu aggressiven Einsatz von Permanent Make-Up bzw. Microblading.

Haarausfall bei Männern: Die meisten Männer leiden unter erblich bedingtem Haarausfall bzw. einer Ausdünnung im Alter.

Haarausfall bei Kindern: Auch Kinder können von Haarausfall betroffen sein, natürlich auch an den Augenbrauen.

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