Es schuppt, juckt und spannt. Wenn die Haut sehr trocken und irritiert ist, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Doch gerade trockener Haut fehlt es oft an diesem gesunden Glow, ihr mangelt es an Feuchtigkeit oder der richtigen Pflege. Ist die Haut überdurchschnittlich trocken, kann sie sogar schuppen und Rötungen aufweisen. Was dann hilft? Wir haben die Dermatologin Frau Dr. Stefanie Montag nach ihren Tipps und Empfehlungen gefragt, mit der schuppige Hautstellen gesund gepflegt werden können.
Ein trockener Hauttyp mit der Tendenz, sich zu schuppen, kann ziemlich lästig sein, vor allem, wenn sich die Haut längerfristig weigert, weich und geschmeidig zu werden. Verantwortlich dafür können äußere Faktoren sowie innere Ursachen sein. Ausgedehnte Sonnenbäder, trockene Heizungsluft im Herbst und Winter sowie heißes Baden oder Duschen können die Haut austrocknen. Dadurch werden ihr Lipide und Feuchtigkeit entzogen.
Trockene Haut kann verschiedene Ursachen haben und äußert sich oft durch Schuppenbildung und Spannungsgefühle.
Schuppige Haut kann ein Symptom von trockener Haut sein. Oft fühlt sich die Gesichtshaut dann extrem trocken und rissig an, kann gerötet oder fahl sein und jucken. Auch abfallende Hautpartikel können ein Erkennungsmerkmal sein. Die Symptome können im Gesicht und am Körper auftreten, großflächig oder nur an einzelnen Hautstellen. Besonders häufig zeigt sie sich etwa rund um den Nasen- und Mundbereich, zwischen den Augenbrauen, den Armbeugen oder Kniekehlen.
"Häufig irritiert die Haut auch durch eine falsche Pflege, die nicht optimal auf die Haut abgestimmt ist. Das können etwa austrocknende Wirkstoffe wie Fruchtsäure, starke Reinigungsprodukte oder chemische Peelings sein. Sie reizen die sensible Haut und können dazu führen, dass sie sich rau und trocken anfühlt", erklärt Dr. Stefanie Montag. Milde und rückfettende Hautpflegeprodukte sowie die richtige Pflegeroutine sind also ideal für eine gut durchfeuchtete Haut und eine starke Hautschutzbarriere.
Es gibt trockene bis sehr trockene Hauttypen, das ist ganz normal - wenn schuppige Haut jedoch anhaltend ist oder von anderen Symptomen begleitet wird, solltest du eine:n Dermatolog:in aufsuchen. Ein Profi kann eine genaue Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung empfehlen. Denn hinter den Ursachen kann sich auch eine genetische Veranlagung oder eine entzündliche Hautkrankheit verbergen, wie Neurodermitis oder Psoriasis (Schuppenflechte).
Bevor du dein Gesicht dick eincremst, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Produkte und die Beauty-Routine: Verwendest du sehr viele unterschiedliche Produkte? Sind deine Cremes für trockene Haut geeignet? Für Haut, die nicht krankheitsbedingt schuppt, gibt es eine Vielzahl an guter Hautpflege, die dabei hilft, die Feuchtigkeitsdepots wieder aufzufüllen und dadurch eine gesunde Hautfeuchtigkeit zu sichern.
Man kann dazu neigen, schuppende Haut mit Unmengen an Produkten zu pflegen. Die Werbung verspricht genau das - es ist nie genug. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Bei der sogenannten Überpflegung kann die Hautbarriere aufgrund zu vieler Wirkstoffe aus der Balance geraten. Statt glatt und geschmeidig fühlt sich die Haut dann trocken und schuppig an. Die erste Faustregel lautet also: Lieber weniger, dafür hochwertige und milde Produkte verwenden.
Die tägliche Anwendung einer hochwertigen Feuchtigkeitscreme ist entscheidend, um die gereizte Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und Trockenheit zu reduzieren. Wähle eine Creme, die reich an Feuchtigkeitsspendern wie Glycerin, Hyaluronsäure oder Panthenol ist.
Dr. Montag empfiehlt außerdem feuchtigkeitsspendende Cremes mit dem Inhaltsstoff Urea. Dabei handelt es sich um ein Abbauprodukt des Stoffwechsels, das der Körper über den Urin und den Schweiß ausscheidet. Klingt erstmal seltsam - Urea ist aber ein natürlicher Bestandteil der Haut. Er lagert sich in den oberen Hautschichten ein und bindet dort Feuchtigkeit. "Gesichtscremes mit fünf Prozent Urea lindern Spannungsgefühle und sorgen für ein geschmeidigeres Hautgefühl."
Verwende milde Reinigungsprodukte mit einem neutralen pH-Wert, um die Haut von Make-up und äußeren Umwelteinflüssen zu reinigen. Vorsicht bei aggressiven Cleansern - sie können die Hautbarriere beeinträchtigen und zu zusätzlicher Austrocknung führen.
Beauty-Produkte, die potenziell irritierende Inhaltsstoffe wie Duftstoffe oder Alkohol enthalten können, solltest du aus deinem Badezimmer verbannen.
UV-Strahlen und Hitze können die Haut - ebenso wie Kälte - reizen und weiter austrocknen. Ein täglicher Sonnenschutz, vor allem im Sommer, ist als letzter Schritt in der Hautpflegeroutine Pflicht (und hilft bei Anti-Aging - win-win).
Laut der Dermatologin sollte man bei trockenen Hautstellen im Gesicht zunächst auf Peelings verzichten, da sie die Haut zusätzlich reizen. Wenn sich der Hautzustand beruhigt hat, können sanfte Peelingprodukte helfen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Hauterneuerung zu fördern. Die sanftesten Produkte sind Enzympeelings, die die oberste Hautschicht schonend exfolieren. Im Gegensatz zu chemischen oder mechanischen Peelings enthalten sie keine reibenden Partikel oder Säuren.
Wenn es um schuppige Haut im Gesicht und Make-up geht, gibt es einige Tipps, die dir helfen können, deine Haut vorzubereiten und Make-up aufzutragen, ohne die Schuppenbildung zu betonen.
Verwende eine milde, feuchtigkeitsspendende Reinigung und trage eine reichhaltige Creme auf, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und die Schuppenbildung zu minimieren. Sobald die Pflege eingezogen ist, eignet sich ein Primer mit feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften, der den Teint optisch glättet.
Wähle eine feuchtigkeitsspendende Foundation oder - noch besser - eine BB- oder CC-Cream, die dazu beiträgt, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und Trockenheit zu mildern. Verwende außerdem cremige Make-up-Produkte, wie Creme-Lidschatten, Rouge und Highlighter, da sie besser mit einer trockenen Gesichtshaut verschmelzen.
Puderprodukte solltest du besser meiden, da sie schuppige Haut im Gesicht betonen können. Wenn du Puder verwenden möchtest, trage ihn sparsam auf und vermeide stark pudrige Formeln.
Schuppige Haut am Körper kann genauso unangenehm sein wie im Gesicht. Mit diesen Tricks kannst du Spannungsgefühle, Juckreiz und trockene Stellen reduzieren.
Schuppige Haut kann ein Symptom von trockener Haut sein und die wiederum entsteht, solange kein Krankheitsbild vorliegt, durch den Verlust von Feuchtigkeit. Damit es also gar nicht erst dazu kommt, geht es vorbeugend darum, die Hautschutzbarriere zu schützen und die Epidermis mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Das gelingt unter anderem mit der richtigen Hautpflege, also feuchtigkeitsspendenden Cremes und milden Reinigungsprodukten.
Die Suche nach der perfekten Foundation ist eine echte Herausforderung und mit dem richtigen Farbton ist es noch lange nicht getan - insbesondere, wenn die Haut trocken ist. Denn trockene Haut kann zu Spannungsgefühl, Schuppigkeit und einem matten Teint neigen, weshalb eine feuchtigkeitsspendende Wirkung auch bei der Foundation entscheidend ist. Doch nicht jede trockene Haut ist gleich: Man unterscheidet zwischen feuchtigkeitsarmer und fettarmer Haut. Dazu kommen unterschiedliche Ansprüche an Deckkraft und Finish. Hier erfahren Sie, welche Foundation Ihre Haut zum Strahlen bringt und wie Sie das perfekte Produkt für Ihre Bedürfnisse finden.
Trockene Haut ist nicht gleich trockene Haut. Während feuchtigkeitsarme Haut unter einem Mangel an Wasser leidet und fahl und glanzlos wirken und feine Trockenheitslinien haben kann, produziert fettarme Haut weniger Öl, was zu Schuppenbildung und einem rauen Hautgefühl führen kann. Beide Hauttypen profitieren von Foundations, die Feuchtigkeit spenden und ein geschmeidiges Finish hinterlassen, doch die Anforderungen unterscheiden sich leicht:
Bevor Sie die Foundation auftragen, sollten Sie Ihre Haut optimal vorbereiten. Eine gut gepflegte Basis ist der Schlüssel, damit Ihr Make-up den ganzen Tag frisch und makellos aussieht.
Die Wahl der Deckkraft hängt stark von Ihrem persönlichen Geschmack und den Bedürfnissen Ihrer Haut ab. Trockene Haut hat oft eine relativ gleichmäßige Textur, weshalb Sie mit leichter oder mittlerer Deckkraft meist gut auskommen. Diese Varianten lassen die Haut atmen und wirken natürlich.
Ob dewy, satin oder matt - das Finish einer Foundation beeinflusst nicht nur, wie Ihr Teint aussieht, sondern auch, wie sich Ihre Haut im Laufe des Tages anfühlt.
Hier ist eine Tabelle mit empfohlenen Foundations für trockene Haut, basierend auf den oben genannten Kriterien:
| Foundation | Hauttyp | Deckkraft | Finish | Besondere Inhaltsstoffe |
|---|---|---|---|---|
| La Mer The Luminous Lifting Foundation | Trockene Haut | Leicht bis mittel | Strahlend | Miracle Broth |
| Giorgio Armani Luminous Silk Foundation | Feuchtigkeitsarme Haut | Aufbaubar | Seidig | Leichte Textur |
| Laura Mercier Tinted Moisturizer | Alle Hauttypen | Leicht | Natürlich | Mikrokapsel-Pigmente |
| Dior Forever Skin Glow Foundation | Trockene Haut | Mittel bis voll | Dewy | Pflegende Öle |
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