Haare färben ist längst zur Routine geworden - ob zum Kaschieren grauer Haare oder einfach nur, um einen neuen Look auszuprobieren! Das Färben der Haare ist beliebter denn je - egal ob du graue Haare kaschieren oder eine neue, mutige Farbe ausprobieren möchtest! Wusstest du, dass 75% aller Frauen und eine steigende Anzahl von Männern regelmäßig ihre Haare färben?
Doch Vorsicht: Viele herkömmliche Haarfärbemittel stecken voller Chemikalien, die nicht nur deinen Haaren schaden können. Doch die weite Verbreitung bringt auch Bedenken mit sich. Studien zeigen, dass etwa 25% der Menschen, die Haarfarbe verwenden, unter allergischen Reaktionen leiden.
In diesem Artikel werden wir uns genauer ansehen, welche Inhaltsstoffe in Haarfarben enthalten sind, welche Risiken sie bergen und welche Alternativen es gibt, um deine Haare schonend zu färben.
Um zu verstehen, wie Haarfarben die Haare beeinflussen können, ist es wichtig, die verschiedenen Arten von Haarfarben und ihre Wirkungsweise zu kennen:
Viele chemische Haarfärbemittel dringen tief ins Haar ein. Dafür wird meist Ammoniak zugesetzt. Es sorgt dafür, dass die schützende Schuppenschicht des Haares aufgebrochen wird und sich die Farbpigmente besser festsetzen können. Dadurch verändert sich die Struktur der Haare, was letztendlich zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen und zum Austrocknen führt.
Haarfärbemittel enthalten oft schädliche Chemikalien wie Ammoniak, Wasserstoffperoxid, P-Phenylendiamin (PPD), Resorcin, Phthalate und Formaldehyd-freisetzende Stoffe. Diese bedenklichen Inhaltsstoffe verstecken sich oft im Kleingedruckten, getarnt unter schwammigen Bezeichnungen wie "Duftstoffe" und ähnlichen vagen Begriffen.
Hier ist eine Liste einiger der häufigsten und potenziell schädlichen Inhaltsstoffe, die in herkömmlichen Haarfärbemitteln enthalten sind:
Achte beim Durchsehen der Inhaltsstoffe auf die oben genannten Substanzen.
Mit der Zeit kann die Verwendung von Haarfarbe schädlich sein, da die Chemikalien durch deine Kopfhaut eindringen und sich im Blutkreislauf anreichern können. Chemikalien aus Haarfarben können über die Haut aufgenommen werden und in den Blutkreislauf gelangen. Schwangere Frauen sind besonders gefährdet, da einige Chemikalien die Plazenta durchdringen können.
Der Schaden endet nicht bei der Anwendung. Die Chemikalien in herkömmlichen Haarfärbemitteln gelangen beim Auswaschen in die Wassersysteme und schädigen das Leben im Wasser und tragen zur Umweltverschmutzung bei.
Die Gesetzgebung bezüglich der Verwendung von Chemikalien in Kosmetika variiert stark von Land zu Land:
Als Verbraucher in der EU bist du durch die strengeren Regularien besser geschützt.
Glücklicherweise gibt es Alternativen, die schonender für dein Haar und deine Gesundheit sind. Die sichersten Haarfarben sind die, die natürlich und frei von aggressiven Chemikalien sind.
Henna-Haarfarbe ist eine natürliche Alternative, mit der Sie Ihre Haarfarbe sanft verändern - ohne das Haar zu schädigen. Jedoch sollten Sie auch bei der Auswahl von Henna-Produkten auf bestimmte Dinge achten. Haarfarbe aus Henna wird aus den Blättern des Henna-Strauches (Lawsonia inermis, alba, spinosa) gewonnen, der in Afrika und Teilen Asiens heimisch ist. Das tiefrote Pulver färbt die Haare je nach Naturhaarfarbe auf natürliche Weise orangerot bis rot. Fügt man dem reinen Henna-Pulver Stoffe wie Kamille, Salbei, Walnuss, Indigo oder Metallsalze sowie Pyrogallol hinzu, färbt es von Hellorange bis oder Blauschwarz.
Färbt man Haare mit reinem Henna, entsteht damit eine rote Haarfarbe. Wie das Ergebnis konkret aussieht, hängt in erster Linie von der Naturhaarfarbe ab. Bei vielen Henna-Farben beeinflussen zudem natürliche oder künstliche Zusatzstoffe den Farbton. Es gibt inzwischen vorgemischte Haarfärbeprodukte mit Henna, die zu Braun, Rotblond und anderen Nuancen führen.
Einige Hersteller versprechen, dass es damit möglich ist, auch graue Haare zu färben. Wie stark die Grauabdeckung mit diesen Produkten am Ende aber ist, müssen Sie ausprobieren. Oft sind die betroffenen Haare nach dem Färbeprozess noch ein wenig heller.
Wenn Sie sich die Haare mit Henna färben wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Greifen Sie zu den bereits gemischten Henna-Produkten aus dem Drogeriemarkt, müssen Sie nur die Gebrauchsanleitung beachten. Sie können sich Henna-Farben aber auch selbst mit Pulver mischen.
Wenn Sie sich für Henna-Pulver entscheiden, wenden Sie es so richtig an:
Genauere Informationen zu Anwendung und Einwirkzeit finden Sie auf der Verpackung.
Henna-Haarfarbe bleibt dauerhaft in Ihrem Haar. Sie lässt sich weder entfernen noch vollständig auswaschen. Im Normalfall verblasst sie aber mit der Zeit. Wenn Sie danach wieder mit chemischen Produkten Ihre Haare färben, ist es notwendig zu warten, bis Henna rausgewachsen ist. Ansonsten kommt es eventuell zu unvorhergesehenen Ergebnissen.
Henna legt sich um das Haar und dringt nicht in die Haarfasern ein. Es ist deshalb schonender als chemische Haarfärbe-Produkte. So sieht das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) heute keine Einschränkungen für die Verwendung von reiner Henna-Haarfarbe.
Das BfR warnt allerdings vor Henna-Produkten, die zusätzlich synthetische Haarfarben-Bestandteile wie p-Phenylendiamin (PPD) oder 2-Nitro-PPD enthalten, um eine dunklere Färbung zu erzielen. Diese lösen eventuell Allergien aus und wirken stark gesundheitsschädigend. Schauen Sie deshalb beim Kauf von Henna-Haarfarbe ganz genau hin und erwerben Sie nur solche Produkte, die rein pflanzlich sind und keinen der genannten Zusatzstoffe enthalten.
Auch zahlreiche Hausmittel können zu einer Veränderung der natürlichen Haarfarbe beitragen. Eine leichte Aufhellung ist mit Kamillentee, Zitronensaft oder Backpulver möglich. Eine etwas dunklere Farbe erzielen Sie mit reinem Schwarzem Tee, zermahlenen Walnuss-Schalen oder Kaffeesatz. Das enthaltene Koffein soll zudem den Haarwuchs ankurbeln. Mit Hilfe von Roter Bete lassen sich sogar rote Akzente setzen.
Die Innovationen im Bereich der Clean Beauty sind regelrecht explodiert und haben die Welt der Haarfärbemittel revolutioniert.
Wenn Sie nicht auf das Färben Ihrer Haare verzichten möchten, gibt es einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko von Schäden zu minimieren:
Einige chemische Inhaltsstoffe in Haarfärbemitteln können nachweislich zu allergischen Reaktionen führen. Bei einer sogenannten Kontaktallergie fängt die Kopfhaut an zu jucken und rötet sich. In schlimmeren Fällen können sich auch Bläschen am Haaransatz und im Gesicht bilden. Waschen Sie die Farbe in solchen Fällen sofort aus und benachrichtigen Sie den Friseursalon. Lassen sie die allergische Reaktion gegebenenfalls ärztlich behandeln.
Wer sich selbst die Haare färbt, sollte unbedingt Handschuhe tragen, um einen Hautkontakt mit den Chemikalien zu vermeiden und allergische Reaktionen des Körpers so gering wie möglich zu halten. Außerdem darf die empfohlene Einwirkzeit nicht überschritten werden, um die Gesundheit der Kopfhaut nicht zu gefährden.
Für alle Kontaktallergiker:innen ist es wichtig, dass sie die Inhaltsstoffe der Haarfärbeprodukte auf ihre Allergieauslöser sorgfältig durchgehen.
Obwohl es sich beim Haarefärben um einen chemischen Prozess handelt und dieser vorübergehende Auswirkungen auf das Haar haben kann, ist er nicht gesundheitsschädlich. Wählen Sie eine hochwertige Haarfarbe und pflegen Sie Ihr Haar mit pflegenden Produkten, um es in Topzustand zu halten. Da Haarfärbemittel einen Cocktail aus starken Chemikalien enthält, überrascht es nicht, dass häufiges Färben das Haar schädigen kann.
Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und die richtigen Vorkehrungen zu treffen, um deine Haare und deine Gesundheit zu schützen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Produkten kannst du deine Haare färben, ohne sie zu schädigen.
| Inhaltsstoff | Mögliche Auswirkungen |
|---|---|
| Ammoniak | Reizung der Kopfhaut, Schädigung der Haarstruktur |
| PPD | Allergische Reaktionen, Hautreizungen |
| Resorcin | Hormonelle Störungen |
| Formaldehyd | Krebserregend, Hautreizungen |
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