Dauerwelle Haarschäden: Ursachen, Behandlung und Prävention

Trockene Spitzen, sprödes Haar und Haarbruch sind Probleme, die viele kennen. Kaputtes Haar sieht nicht nur ungepflegt aus, sondern fühlt sich auch rau und kraftlos an. Keine Sorge, mit der richtigen Pflege und gezielten Maßnahmen lässt sich selbst stark strapaziertes Haar regenerieren. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Ursachen von Haarschäden durch Dauerwellen, wie Sie diese behandeln und wie Sie Ihr Haar optimal pflegen können.

Wie entstehen Haarschäden?

Gesundes Haar zeichnet sich durch eine glatte, geschlossene Schuppenschicht aus, die das Innere der Haarfaser schützt und für Glanz sowie Elastizität sorgt. Die äußere Kutikula bildet die Schutzschicht und besteht aus übereinanderliegenden, flachen Zellen, die das Haar widerstandsfähig machen. Der sich darunter befindliche Kortex ist der Hauptbestandteil des Haars.

Haarschäden können durch verschiedene Faktoren verursacht werden:

  • Chemische Behandlungen: Colorationen, Blondierungen und Dauerwellen greifen tief in die Struktur des Haares ein.
  • Mechanische Schäden: Häufiges Bürsten und Kämmen belastet die Haarfaser - insbesondere nasses Haar ist anfällig für Schäden durch physische Beanspruchung.
  • Umwelteinflüsse: Sonne, Chlor- und Salzwasser können das Haar zusätzlich beanspruchen.

Die Anzeichen kaputter Haare können variieren. Je nach eigener Haarstruktur und den Ursachen der Haarschäden zeigen sich möglicherweise andere Auffälligkeiten. Haare können nahe der Kopfhaut abbrechen, andere an den Spitzen.

Dauerwelle und Haarschäden

Während des Dauerwellprozesses quillt das Haar um über das Doppelte seines normalen Durchmessers auf. Dadurch werden sehr viele Salz-Ionen im Haar abgelegt. Spült man die Wellflüssigkeit unmittelbar nach dem Prozess mit Wasser ab, kommt es im Haarinneren zu einem starken osmotischen Druck und damit zu einer explosionsartigen weiteren Quellung des Haares. Ein solches Verfahren ist für die meisten Haarschäden durch eine Dauerwelle verantwortlich.

Haarbruch an der Kopfhaut entsteht meist durch zu stramme oder die bei flachen Gummis verdrehte Befestigung auf den Haarwickeln. Die Aufweichung des Haares durch die Dauerwelle unterstützt die Auswirkung des Drucks der Gummis und es kommt zum Bruch. Wenn Gummis über den Haarwickel gespannt sind, sollten spezielle Plastikstäbchen, die zwischen Gummi und Wickel gesteckt werden, für weniger Druck sorgen.

Spitzenbruch entsteht meist dann, wenn sehr poröse und trockene Haare mit zu starken alkalischen Wellprodukten behandelt werden: Die Spitzen trocknen noch stärker aus, das Haar kann dem Zug durch Bürste und Kamm nichts mehr entgegensetzen und bricht.

Was können Sie gegen Haarschäden durch Dauerwelle tun?

  • Verzichten Sie ganz auf eine Dauerwelle.
  • Verzichten Sie auf die Behandlung der Spitzen und lassen Sie nur den gesunden Nachwuchs umformen.

Einerseits sollten Haare nach einer Dauerwelle nicht zu stark gekämmt und damit gedehnt werden, da sich dies negativ auf die Sprungkraft auswirken kann. Andererseits birgt der Wickelprozess Fehlerquellen wie umgeknickte Spitzen. Beim Schnitt nach der Welle werden diese Spitzen entfernt und die Haare fallen besser. Ein weiterer Vorteil: Der durch die Welle veränderte Fall der Haare kann in den Haarschnitt einbezogen werden. Das Ergebnis wird in den meisten Fällen harmonischer ausfallen.

Saure Dauerwelle als schonendere Alternative

Die saure Dauerwelle verzichtet weitgehend auf Alkalität. Ganz ohne diesen Quellfaktor geht es aber doch nicht. Er kommt folgendermaßen zustande: Haut und Haar haben einen natürlichen pH-Wert von 5,5. Eine saure Welle hat meist den pH-Wert von 6,0 bis 7,0. Damit ist sie für das Haar immer noch alkalisch, aber abgeschwächt. Der alkalische Prozess fällt moderater aus und die Haare werden weniger geschädigt.

Es gibt nur eine Dauerwelle! Alle Dauerwellen beruhen auf dem gleichen chemischen Prozess. Sehr vereinfacht ausgedrückt: Die Sauerstoffverbindungen des Haares werden durch Zugabe von Wasserstoff ersetzt und damit die Lösung der Schwefelbrücken ausgelöst. Nach dem Einwirkungsprozess werden die Schwefelbrücken durch den umgekehrten Vorgang (Fixierung) in ihrer durch den Wickler hervorgerufenen Form wieder gefestigt. Dieser Vorgang kann mehr oder weniger schädigend bzw. schonend durchgeführt werden.

Es gibt nur eine Möglichkeit, das Haar in die gewünschte Form zu bringen - und das ist das Aufdrehen auf einen Wickel.

Was tun, wenn die Dauerwelle zu kraus geworden ist?

Bleibend kann das Haar nur durch den neuerlichen Einsatz von Chemie geglättet bzw. entspannt werden. Wenn es die erste Dauerwelle in Ihren Haaren ist, besteht diese Möglichkeit, vorausgesetzt, die Haarspitzen sind in einem guten Zustand. Ist das Haar schon mehrmals dauergewellt, kann diese Prozedur aber zu einer nachhaltigen Schädigung führen.

Pflegeprodukte und ihre Wirkung

Ein Aminosäure-Komplex (AminoComPlex), der in den Produkten der A\CPLEX Pflegeserie von ALCINA enthalten ist, liefert die wichtigsten Inhaltsstoffe zum Wiederaufbau geschädigter Haare. Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine der Proteine. Auch die Haarstruktur ist aus Aminosäuren aufgebaut. Da Haare, sobald sie aus der Kopfhaut herausgewachsen sind, nicht mehr von den Haarwurzeln mit Nährstoffen versorgt werden, ist es wichtig, Aminosäuren von außen wieder zuzuführen.

Die größeren strukturbildenden Proteine hingegen wirken an der Oberfläche des Haares und können es vor Schädigungen z.B. durch Färbungen bewahren. Anschließend gleichen Pflegestoffe die Haarstruktur aus. Das A\CPLEX Shampoo und auch das A\CPLEX Leave-in Treatment sind für die tägliche Anwendung konzipiert und können entsprechend angewendet werden. Das Shampoo reinigt sanft und pflegt das Haar bei der Wäsche. Das A\CPLEX Leave-in Treatment unterstützt im Anschluss den Strukturerhalt, pflegt die Haarfaser, glättet das Haar, schützt vor Hitze bis 230 °C und sorgt für strahlenden Glanz sowie Geschmeidigkeit.

Wenn die Haare durch wiederholte chemische Behandlungen und anhaltende physische Belastungen bereits stark geschädigt sind, ist es ratsam, einen Friseursalon aufzusuchen. Friseure nutzen professionelle Plex-Systeme, die tief in die Haarstruktur eindringen können. Eine solche Behandlung ist immer dann besonders sinnvoll, wenn blondiert oder coloriert wird. Mit dem ALCINA A\CPLEX PRE-SPRAY wird das Haar vorbehandelt und gestärkt. Es sollte vor Blondierungen, Umformungen oder einer Intensiv-Tönung zum Einsatz kommen. Die Reinigung erfolgt mit dem pflegenden ALCINA A\CPLEX SHAMPOO, bevor abschließend die ALCINA A\CPLEX FINISH-MASK angewendet wird.

Eine schonende Haarpflege beginnt bei der täglichen Routine. Zur Haarwäsche kommt ein sanft reinigendes Shampoo zum Einsatz. Auch beim anschließenden Trocknen und Stylen sollten Sie behutsam vorgehen und eine hohe Temperatur vermeiden. Verwenden Sie für eine bessere Kämmbarkeit anstelle eines Conditioners das ALCINA A\CPLEX Leave-In Treatment. Beim Entwirren der Haare ist es wichtig, sanft vorzugehen und grobzinkige Kämme oder spezielle Bürsten zu nutzen.

Nutzen Sie zum Haare trocknen einen Föhn oder beim späteren Styling ein Glätteisen oder einen Lockenstab, ist ein verlässlicher Hitzeschutz unerlässlich. Um Ihrem geschädigten Haar zu alter Stärke zu verhelfen, schonen Sie es und lassen Sie ihm die richtige Pflege zukommen.

Die richtige Pflege für Locken

Lockige Haare haben ein besonderes Pflegebedürfnis.

Die Rolle des Friseurs

Bei fachgerechter Durchführung durch einen Friseur sind die Risiken minimiert, und die besten Ergebnisse lassen sich erzielen. Zudem bieten viele innovative Pflegeprodukte spezielle Formulierungen an, die das Haar während des Stylings schützen und nähren.

Tipps und Tricks für die Haarpflege

Die wichtigsten Tipps zur Nachsorge sind, regelmäßige Pflegeanwendungen durchzuführen und die Haare schonend zu stylen. Regelmäßige Haarschnitte helfen zudem, Spliss zu vermeiden und die Frisur frisch zu halten. Tipps und Tricks wie das Verwenden von speziellen Haarölen und sanften Bürsten können helfen, die Wellen geschmeidig zu halten.

Wann sollte man eine Dauerwelle vermeiden?

Eine Dauerwelle sollte in bestimmten Situationen vermieden werden, um Haarschäden oder unerwünschte Ergebnisse zu verhindern.

  • Es ist ratsam, von einer Dauerwelle abzusehen, wenn das Haar bereits stark geschädigt, brüchig oder überbearbeitet ist.
  • Darüber hinaus sollte man keine Dauerwelle durchführen, wenn man kürzlich eine chemische Behandlung wie Färben oder Bleichen vorgenommen hat.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gesundheit der Kopfhaut. Wenn Anzeichen von Irritationen, Rötungen oder Verletzungen vorhanden sind, ist es besser, auf die Behandlung zu verzichten, um weitere Reizungen zu vermeiden.
  • Schließlich sollte auch der Anlass berücksichtigt werden. Wenn eine wichtige Veranstaltung oder ein Urlaub bevorsteht, könnte es besser sein, die Behandlung zu verschieben, um sicherzustellen, dass das Haar optimal aussieht und sich in einem gesunden Zustand befindet.

Dauerwelle vs. Färben: Was ist schädlicher?

Die Entscheidung, ob eine Dauerwelle oder das Färben der Haare schädlicher ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beide Verfahren können das Haar schädigen, jedoch auf unterschiedliche Weise. Insgesamt kann gesagt werden, dass beide Methoden potenziell schädlich sind, wobei die Dauerwelle in der Regel als intensiver angesehen wird, da sie tiefere Veränderungen im Haar bewirken kann.

Kann eine Dauerwelle zu Haarausfall führen?

Haarausfall kann in einigen Fällen die Folge von geschädigtem Haar sein, insbesondere wenn die Haare vor der Behandlung bereits geschwächt oder überbehandelt waren. Es ist wichtig, hochwertige Produkte zu wählen und die Behandlung von einem erfahrenen Friseur durchführen zu lassen, um das Risiko von Schäden zu minimieren.

Wie beansprucht eine Dauerwelle die Haare?

Eine Dauerwelle kann die Haare erheblich beanspruchen, insbesondere wenn sie nicht fachgerecht durchgeführt wird oder die richtigen Produkte fehlen. Die chemischen Substanzen, die zur Umformung der Haarstruktur verwendet werden, dringen in die Haarschuppen ein und verändern die natürliche Bindung des Haares. Dies kann zu einer erhöhten Porosität führen, wodurch das Haar anfälliger für Schäden wird.

Die 10 wichtigsten No-Gos bei einer Dauerwelle

  1. Für die Auswahl des richtigen Präparates ist die Analyse der Haarstruktur unumgänglich!
  2. Wird der Frisurenwunsch mit dem Kunden nicht genau abgesprochen, kann es zu Missverständnissen führen, was die Lockengröße und die Haarlänge angeht.
  3. Vor der Dauerwelle sollte nur mit einem milden Shampoo gewaschen werden und auch auf eine starke Kopfmassage sollte man verzichten.
  4. Bei der Auswahl der Wickler ist die gewünschte Lockengröße entscheidend.
  5. Die Haarqualität und auch die Dauer der gewünschten Wellung beeinflussen die Wahl des Wellmittels.
  6. Grundsätzlich muss beim Wickeln darauf geachtet werden, dass keine langen, ungewellten Ansätze entstehen, außer dies ist explizit gewünscht.
  7. Auch beim Auftragen des Wellmittels kann so einiges falsch gemacht werden.
  8. Bei der Einwirkzeit des Wellpräparates müssen die Angaben des Herstellers beachtet werden.
  9. Ist das Fixierpräparat nicht bereits gebrauchsfertig, können sich Fehler bei der Zubereitung einschleichen.
  10. Die Nachbehandlung einer Dauerwelle, z.B. durch eine Spülung oder Haarkur mit enthaltenen Antioxidantien beendet den chemischen Prozess.

Wie lange hält eine Dauerwelle?

Das Wort „Dauerwelle“ weist bereits hin, dass es sich um eine dauerhafte Umformung der Haare handelt. Da sich die Textur des Haares verändert, verschwindet eine Dauerwelle grundsätzlich nicht einfach wieder. Sie müssen sie herauswachsen lassen. Jedoch hängen sich die Locken mit der Zeit aus.

Wenn Sie in den Friseursalon gehen, bleiben die Locken oder Wellen im Optimalfall drei bis sechs Monate gut in Form. Abhängig ist das von der Dauerwellen-Art, von Ihrem Haar-Typ und wie gut Sie Ihre Haare pflegen.

Es gilt:

  • Haben Sie kurze Haare, die Sie oft schneiden lassen, hält sich die Dauerwelle kürzer als bei langen Haaren.
  • Eine sogenannte kalte, alkalische Dauerwelle ist mit einer Haltbarkeit von bis zu sechs Monaten robuster als eine sogenannte saure Dauerwelle, die bis zu vier Monate in Form bleibt. Grund ist dafür ist, dass bei der Kaltwelle mehr Chemie zum Einsatz kommt.
  • Wenn Sie eine Dauerwelle mit Produkten aus der Drogerie selbst machen, hält sie in der Regel nur mehrere Wochen.

Planen Sie mindestens zweieinhalb Stunden im Salon ein.

Arten von Dauerwellen

Es gibt verschiedene Arten von Dauerwellen. Welche für Sie am besten geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Sind die Haare dick oder dünn?
  • Sind sie gesund oder angegriffen und porös?
  • Welches Ergebnis möchten Sie mit der Dauerwelle erzielen - große Locken oder kleine?

Auch die Haarlänge ist wichtig. So erfordert eine Dauerwelle bei langen Haaren ein anderes Vorgehen als bei kurzen Haaren.

Bei der Ansatzwelle wellt der Friseur beispielsweise lediglich den Haaransatz, um der Frisur eine bessere Standfestigkeit zu verleihen oder bereits herausgewachsene Partien nachzubehandeln. Sie eignet sich vor allem bei langen Haaren.

Die Volumenwelle, bei der sehr große Lockenwickler verwendet werden, gibt größeren Bereichen mehr Stand und Form, so dass die Frisur insgesamt mehr Volumen bekommt.

Je nach pH-Wert der Dauerwell-Mittel wird zwischen alkalischen und sauren Präparaten unterschieden.

Alkalische Dauerwelle

Der Großteil der modernen Dauerwellen liegt im mildalkalischen pH-Bereich von ungefähr 7,6 bis 9,0. Mit ihr lässt sich auch kräftigeres Haar auf Dauer wellen.

Saure Dauerwelle

Die saure Dauerwelle ist besonders für vorgeschädigtes, empfindliches Haar wie etwa bei blondiertem Haar empfehlenswert. Der Umformungsgrad ist allerdings meist etwas geringer als bei der mildalkalischen Dauerwelle.

Pflegetipps für eine Dauerwelle

Um möglichst lange ein schönes Ergebnis zu haben, hilft die richtige Pflege für Dauerwellen. Beachten Sie die folgenden Tipps:

  • Verwenden Sie nach einer Dauerwelle-Prozedur Pflegeprodukte. Kuren, Masken und Spülungen für strapaziertes Haar versorgen die Haare mit Feuchtigkeit und helfen, Spliss und Haarbruch zu vermeiden.
  • Auch Olivenöl ist gut geeignet für die Pflege von dauergewelltem Haar. Massieren Sie es in die angefeuchteten Haare ein und spülen Sie es nach einigen Minuten Einwirkzeit mit einem milden Shampoo aus.
  • Vermeiden Sie Hitzestyling, silikonhaltige Produkte und Chlorwasser, um Ihre Dauerwelle intakt zu halten.
  • Wenn Sie eine frische Dauerwelle haben, warten Sie zwei bis drei Tage mit dem Waschen und greifen Sie auch danach nicht zu oft zu Shampoo und Co. Dadurch verliert das Haar an Feuchtigkeit.
  • Benutzen Sie einen Holzkamm mit breiten Zähnen zum sanften Kämmen von feuchtem Haar.
  • Seien Sie vorsichtig mit dem Färben Ihrer Haare, wenn Sie eine Dauerwelle haben. Sprechen Sie am besten mit Ihrer Friseurin, ob und ab wann Sie zu einer Koloration greifen können.
  • Wenn Ihre Dauerwelle morgens ungepflegt aussieht, wickeln Sie Ihre Haare nachts am besten in einen Seidenschal oder verwenden Sie einen seidigen Kissenbezug, damit sich das Haar nicht kräuselt.

Vermeiden Sie eine Dauerwelle, wenn Ihre Haare länger als 30 Zentimetern sind. In diesem Fall ist das Gewicht der Haare zu schwer.

Wenn Ihre Haare bereits durch Blondierungen oder andere Behandlungen stark strapaziert sind, sprechen Sie am besten mit Ihrem Friseur, ob eine Dauerwelle gut für Ihr Haar ist.

Es gibt zwar keine klinischen Beweise, dass eine Dauerwelle in der Schwangerschaft schädlich für das Baby ist. Jedoch gibt es auch keine ausreichenden Daten, die das Gegenteil beweisen. Kritisch zu beachten ist, dass es sich um eine Behandlung handelt, bei denen Chemikalien über die Kopfhaut auch in den Körper eindringen.

Viele Schwangere empfinden außerdem den starken Geruch während des Dauerwellen-Prozesses als sehr unangenehm. Es besteht weiter die Gefahr, dass durch die Hormonumstellung die Haare anders reagieren und die Dauerwelle nicht hält. Viele Friseure raten deshalb von einer Dauerwelle in der Schwangerschaft ab.

Lockenwickler oder Lockenstab sind mögliche Alternativen. Wenn Sie aber während der Schwangerschaft nicht auf eine permanente Lockenpracht verzichten möchten, sprechen Sie am besten zuvor mit Ihrem Arzt.

Wie wird eine Dauerwelle entfernt?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der Dauerwelle um eine dauerhafte Umformung der Haare. Wer seine künstlichen Locken nicht mehr mag, kann nur darauf warten, dass sie herauswachsen, sich mit der Zeit aushängen oder sie abschneiden.

Wenn Ihnen das zu lange dauert, bleibt nur die Wiederholung des chemischen Prozesses zur Haarumformung. Diesmal jedoch mit dem Ziel, die Haare zu glätten.

Ratsam ist das aber nicht, denn die Haare sind schon von der Dauerwelle strapaziert. Eine zweite chemische Behandlung belastet sie erneut und führt oft zur sichtbaren Schädigung der Haare. Sicherer ist es deshalb, zumindest vorübergehend mit der Dauerwelle zu leben.

Eine schonendere und nur vorübergehende Variante ist die Wasserwelle. Bei ihr werden die Wasserstoff- und Salzbrückenbindungen im Haar durch Wasser gespalten. Die damit erreichbare Umformung ist jedoch nur von sehr begrenzter Dauer - schon ein wenig Feuchtigkeit reicht aus, um die Lockenpracht aufzulösen.

Dauerwelle wickeln alles erklärt Tutorial

Dauerwellen bei Minderjährigen

In Deutschland gibt es seit einiger Zeit eine wichtige Regelung, die den Schutz junger Menschen bei kosmetischen Behandlungen betrifft: Dauerwellen sind für Jugendliche unter 16 Jahren verboten. Das Verbot basiert auf dem Jugendschutzgesetz sowie auf speziellen Regelungen im Kosmetikrecht. Ziel ist es, Jugendliche vor möglichen gesundheitlichen Schäden zu bewahren, da ihr Körper und insbesondere die Haare und Kopfhaut noch in der Entwicklung sind.

tags: #Dauerwelle #Haarschäden

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