L'Oréal Shampoo für geschädigtes Haar im Test: Was taugen die Produkte wirklich?

L'Oréal ist ein Marktführer im Bereich Kosmetik in Deutschland und bietet eine breite Palette an Haarpflegeprodukten. Dabei unterhält L'Oréal im Bereich Haarpflege drei hauseigene Marken, wobei nach EverPure und EverRich mit insgesamt 18 Haarpflegeserien Elvital die größte Geltung auf dem deutschen Markt besitzt.

Der Konzern hat seit jeher versucht, die Philosophie „Schönheit für alle“ zu bedienen. Um jedem Kunden das Auffinden des passenden Produkts zu erleichtern, stellt es auf seiner Homepage einen Produktfinder bereit. Via App und Tablet kann sich der Verbraucher außerdem Haarpflegetipps holen.

An Wachstum mangelt es nicht, seit den 1990er Jahren konnte sich der Konzern durch Akquisition zahlreicher weiterer Marken nicht nur im Consumerbereich geradezu dramatisch vergrößern - etwa mit Garnier Maybelline Jade, Essie oder Softsheen-Carson, zu der die breite Käuferschicht greift. 2006 übernahm der Kosmetikkonzern die Naturkosmetikkette „The Body Shop“ für rund 1 Milliarde Euro, um das Markenimage zu stärken.

Elvital: Schönes Haar für alle

Die Marktbedeutung des Kosmetikkonzerns zeigt sich natürlich auch im Sortimentsumfang allein im Segment Haarpflege. Für nicht weniger als sieben verschiedene Haartypen präpariert das Unternehmen die für den Anwendungsfall maßgeschneiderte Haarkosmetik mit Shampoo und Pflege heraus.

So finden sich zwischen bis zu 32 verschiedene Produkte speziell für normales, coloriertes, dünnes, krauses, trockenes Haar oder gegen Schuppen, und mit Pflege gegen Haarverlust und für Haar im Alter werden mit einer Handvoll Spezialshampoos pflichtbewusst auch kleinere Segmente bedient. Den größten Anteil stellt das Sortiment für trockenes, coloriertes und feines Haar mit 32, 20 respektive 13 unterschiedlichen Shampoos, Spülungen und Kuren.

Für L’Oréal besonders bedeutend ist die Pflege colorierten Haares. Geht es um Qualitätsurteile bei Pflegeeigenschaften, belegen L'Oréal-Shampoos in Produkttests mit schöner Regelmäßigkeit vordere Plätze - mit Ausnahme des Elvital Pflege-Shampoos Color-Glanz, das bei Stiftung Warentest (4/2012) wegen zu hoch gepriesener Farbschutzwirkung mit einem „Mangelhaft“ durchfiel.

Glanz und Pflege schon beim Waschen verspricht L'Oréal mit seinem Elvital Öl Magique Nährpflege Shampoo. (Bildquelle: amazon.de)

EverRich, EverPure: Sulfatfreie Haarpflege

L'Oréal gilt als einer der wenigen Shampoohersteller, die mit sulfatfreier und silikonarmer Haarpflege werben. Insbesondere hinter der Serie „EverRich“ für trockenes Haar verbergen sich Shampoos ohne austrocknende Sulfate. Produkt-Vorteile werden hier insbesondere durch sanfte Reinigung des Haares versprochen, wobei der Haarfaser zugleich nährende und reparative Aspekte zufließen sollen.

Sieben Produkte für Reinigung und Pflege, darunter das „EverRich Absolute Haarzauber-Öl“ oder das „EverRich Veredelndes Elixier“ stehen zur Auswahl, wobei die Shampoos „Nährpflege & Reparatur“ und „Nährpflege & Geschmeidigkeit“ mit entsprechenden Spülungen und eine Tiefen-Nährpflege-Maske das milde Spezialprogramm abrunden. Die Spülungen der beiden Serien „Farbpflege & Feuchtigkeit“ sowie „Farbpflege & Glättung“ der EverPure-Serie sind frei von Silikonen mit „Build-Up“-Effekt, die Shampoos enthalten geringe Anteile an Silikonen.

In der Produktfamilie „EverPure“ wiederum lassen sich zwei Haarpflegeserien mit sanfter Pflege für coloriertes Haar finden.

L'Oréal Haarkuren für geschädigtes Haar

Nach wiederholtem Färben, dem Einsatz von Hitze-Stylinggeräten oder durch Umwelteinflüsse kann die Haarstruktur strapaziert und der natürliche Glanz beeinträchtigt sein. L'Oréal Haarkuren regenerieren strapaziertes und trockenes Haar durch hochwertige Pflegeformeln, wodurch die Haarstruktur von innen heraus gestärkt wird. Die L'Oréal Haarkuren regenerieren strapaziertes Haar durch nährstoffreiche Pflegeformeln, wodurch die Haarstruktur wieder gestärkt wird.

Die L'Oréal Haarmasken behandeln unterschiedlichste Haarprobleme effektiv und schonend. Die L'Oréal Haarmasken wirken bereits nach wenigen Minuten Einwirkzeit spürbar pflegend. Von der L'Oréal Haarkur ohne Silikone bis zur L'Oréal Haarkur Intense Repair erhalten Sie spezialisierte Pflegeprodukte für gesundes, glänzendes Haar.

Diese speziellen Tiefenpflegeprodukte zeichnen sich durch ihre konzentrierten Wirkstoffe aus, die gezielt auf verschiedene Haarbedürfnisse eingehen.

Das Produkt von L'Oréal bietet eine intensive Pflegeformel, die speziell für stark beanspruchte Fasern entwickelt wurde. Die Variante „Intense Repair“ enthält aufbauende Wirkstoffe wie Keratin und Ceramide, die gezielt zur Regeneration beitragen.

Speziellen Wirkstoffe in den Haarkuren reparieren Haarbruch und beugen Spliss vor. Die pflegenden Formeln bändigen selbst widerspenstiges Haar für mehrere Tage.

Professionelle Haarpflegeprodukte, die sich lohnen.

Anwendungsempfehlung für L'Oréal Haarkuren

Die Häufigkeit der Anwendung spezieller Pflegeprodukte von L'Oréal richtet sich in erster Linie nach dem Zustand und den individuellen Bedürfnissen der Struktur. Bei starken Beanspruchungen kann eine intensivere Pflegeroutine erforderlich sein als bei einem unbeeinträchtigten Ausgangszustand. Als grundlegende Empfehlung gilt, pflegende Intensivprodukte ein- bis zweimal pro Woche anzuwenden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Der Unterschied zwischen einer klassischen Pflegemaske und einer leichten Aufbaupflege liegt vor allem in der Textur und der empfohlenen Einwirkzeit. Pflegemasken zeichnen sich typischerweise durch eine dickere, cremigere Textur aus und werden für eine längere Einwirkzeit von 5 bis 15 Minuten empfohlen. Sie enthalten meist besonders hohe Konzentrationen an nährenden Wirkstoffen und eignen sich ideal für eine wöchentliche Intensivpflege. Die klassische Haarkur hingegen hat oft eine leichtere Konsistenz, kürzere Einwirkzeiten und kann häufiger im Pflegealltag eingesetzt werden.

L'Oréal Haarkuren versorgen das Haar mit essentiellen Nährstoffen durch ihre hochwertigen Inhaltskomplexe, wodurch selbst widerspenstiges Haar wieder geschmeidig und glänzend wird. Die Wirksamkeit der Formeln basiert auf einer ausgeklügelten Kombination aus reparierenden Proteinen, feuchtigkeitsspendenden Ölen und schützenden Antioxidantien. Besonders hervorzuheben sind die Proteinverbindungen wie Keratin und Kollagen, die geschädigte Strukturen gezielt auffüllen. Natürliche Öle wie Argan, Kokos oder Macadamia schenken spürbare Geschmeidigkeit und reduzieren Frizz effektiv.

L'Oréal Paris Elvital Bond Repair für geschädigtes Haar

L'Oréal Haarkur ohne Silikone: Die Vorteile

Die Verwendung einer L'Oréal Haarkur ohne Silikone bringt langfristige Vorteile für die Haargesundheit mit sich. Silikone können mit der Zeit einen Film auf dem Haar bilden, der zwar kurzfristig für Glanz sorgt, aber langfristig die Aufnahme von Feuchtigkeit und Nährstoffen behindert. Eine silikonfreie Pflegeformel ermöglicht es den Wirkstoffen, tief in die Struktur einzudringen und langanhaltende Ergebnisse zu erzielen. Besonders geeignet sind solche Produkte für feine oder schnell nachfettende Partien, die durch herkömmliche Rezepturen häufig beschwert werden.

Spezielle Pflege für coloriertes Haar

Gefärbtes Haar benötigt besondere Pflege, um die Farbbrillanz zu erhalten und Strukturschäden vorzubeugen. Die Pflegeprodukte für coloriertes Strukturgut aus dem L'Oréal Sortiment wurden speziell entwickelt, um Farbmoleküle zu versiegeln und dem Verblassen entgegenzuwirken. Formulierungen mit UV-Filtern und Antioxidantien schützen zuverlässig vor äußeren Einflüssen wie Sonne, Luftverschmutzung oder Stylingbelastung. Die Farbschutz-Formeln beinhalten farbversiegelnde Wirkstoffe und rückfettende Komponenten, die das durch den Färbeprozess geöffnete Schuppenschicht wieder glätten und so für längere Farbintensität sorgen.

Intensive Reparatur bei Haarbruch und Spliss

Bei häufigem Styling mit Hitze oder chemischen Behandlungen entstehen oft Haarbruch und Spliss als typische Schadensbilder. Die L'Oréal Haarkur Intense Repair bekämpft diese Probleme durch ihre rekonstruierende Formel mit Ceramiden und Proteinen, die gezielt an beschädigten Stellen wirken. Der innovative Wirkstoffkomplex dringt tief in die Haarfaser ein und repariert die geschwächte Haarstruktur von innen heraus. Haarkuren bei Spliss sollten regelmäßig angewendet werden, um die Haarspitzen vor weiterem Aufspalten zu schützen und die Haarfaser insgesamt zu stärken. Die spezielle Formel versiegelt zudem die Schuppenschicht, was dem Haar mehr Widerstandskraft gegen alltägliche Belastungen verleiht und es geschmeidiger macht.

L'Oréal-Professional-Shampoo Vergleich

L'Oréal hat für jeden Kopf das passende Shampoo - ob coloriertes, normales, fettiges oder trockenes Haar.

Die besten L'Oréal-Professional-Shampoos im Überblick

Unser Ranking zeigt die aktuell besten Shampoos von L'Oréal - zusammengestellt von unserer unabhängigen Redaktion. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung.

ModellHaartypGeeignet fürMengePreis pro lPflegewirkung
L'Oréal Professionnel Vitamino Colorcoloriertes HaarDamen | Herren750 ml66,65 €Feuchtigkeitsspendend, Farbschutz
L'Oréal Professionnel 3474637153557für geschädigtes HaarDamen | Herren500 ml57,28 €Verleiht Glanz, pflegt das Haar
L'Oréal Professionnel Filler-A100 + Amino Acid Pro Longerdünnes HaarDamen | Herren300 ml6,52 € pro 100 mlKräftigt das Haar, repariert das Haar
L'Oréal Professionnel Magnesium Silverhellblondes, weißes & graues HaarDamen | Herren300 ml88,97 €Neutralisiert Gelb- oder Kupferstich
L'Oréal Professionnel Scalp Advancedfettiges HaarDamen | Herren300 ml56,23 €Beruhigt die Kopfhaut, reinigt das Haar zuverlässig

Testbericht über 18 Shampoos für normales Haar bzw. Haarpflege

Noch nie war das Angebot an flüssigen und festen Shampoos sowie Haarseifen so groß. Vorteil der festen Produkte: Sie sind, was die Verpackung betrifft, umweltfreundlicher. Sie lassen sich aber auch besser dosieren und reichen sehr lange. Sind festes Shampoo und Haarseife das Gleiche? Nein!

„Die neue Farbe auf dem Kopf soll schön glänzen und möglichst lange halten. Das stellen spezielle Shampoos für coloriertes Haar zumindest in Aussicht. Glänzendes, voluminöses, seidig glattes Haar wie in der Werbung wünschen sich viele. Und anders als viele andere Beauty-Träume lässt sich dieser mit der richtigen Pflege durchaus realisieren oder zumindest ein Ergebnis erzielen, dass dem sehr nahe kommt. Das richtige Produkt für einen selbst zu finden ist allerdings gar nicht so einfach. Zum einen, weil ihr Haar je nach Alter, Ernährung, Lebensumständen und Haarstruktur andere Bedürfnisse hat. Auch achten immer mehr Verbraucher darauf, dass sie Produkte kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Insgesamt haben wir 44 Shampoos getestet, um das beste für die meisten zu finden. Das Jean&Len Volumen Shampoo hat uns überzeugt - und zwar in allen Bereichen! Es macht das Haar angenehm weich und leicht. Zudem kommt es - anders als viele andere - ohne Parabene, Silikone und Co. aus.

Ein Shampoo, das auf den ayurvedischen Beauty-Standards aufbaut: Das Khadi Aryuvedisches Elixier Shampoo Rose Repair soll die Haare in der Tiefe regenerieren. Im Test überzeugt allen voran das Endergebnis der Haarstruktur: weich, leicht und glänzend. Dafür kommen natürliche Inhaltsstoffe zum Einsatz, auf Silikone und Co.

Das Lavera Pflegeshampoo Family wird seinem Namen gerecht: Es bietet tolle Pflege für Kinder und Erwachsene. Dafür kommen unter anderem Bio-Apfel und Bio-Quinoa zum Einsatz. Dass die gesamte Rezeptur biologisch abbaubar ist, verschafft dem Shampoo einen weiteren Pluspunkt.

Ein Shampoo, das für Balance sorgt: Das Swiss-O-Par Shampoo Teebaumöl wurde für gereizte Kopfhaut und gegen Schuppen entwickelt. Ein Ziel, das hier mit wenigen, aber dafür effektiven Inhaltsstoffen erreicht wird.

Alles, was Kopfhaut und Haare brauchen, um ins Gleichgewicht zu kommen: Das Anti-Juckreiz Shampoo von Salthouse setzt auf beruhigende und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Mineralien aus dem Toten Meer.

So funktioniert Shampoo

Wir gebrauchen es nahezu tagtäglich, doch die wenigsten von uns wissen wahrscheinlich, wie ein Shampoo überhaupt funktioniert. Shampoo reinigt das Haar und befreit es von abgestorbenen Hautschüppchen, überschüssigem Fett und Kalkrückständen. Stylingprodukte wie Haarspray, Gel und Co. werden von einem Shampoo ebenso herausgespült wie Staub und andere Umwelteinflüsse.

Um eine gründliche Reinigung zu garantieren, enthalten Shampoos Inhaltsstoffe - Stichwort: waschaktive Tenside -, die die Haarfasern öffnen. Das Haar soll aber nicht nur sauber, sondern auch gepflegt werden. Damit ihr Shampoo optimal wirken kann, lohnt es sich beim Haarewaschen ein paar Dinge zu beachten. Schon bevor es unter die Dusche geht, können Sie Ihr Haar auf die bevorstehende Wäsche vorbereiten.

Tipps zur Anwendung

Viele von uns verwenden beim Einschäumen der Haare zu viel Shampoo. Dabei ist bereits eine haselnussgroße Menge ausreichend. Mehr sollte - bei einem guten Shampoo - nicht nötig sein. Allen voran, weil stets nur der Ansatz und die Kopfhaut eingeseift werden sollten. Wird das Shampoo ausgespült, werden Längen und Spitzen automatisch mit gewaschen.

Stellen sie sicher, dass Sie ihre Haare gründlich Auswaschen. Shampooreste können das Haar unnötig beschweren und für schnelles Nachfetten sorgen. Deshalb so lange spülen, bis sich die Haare wirklich sauber und frei von Schaum und Shampoo anfühlen.

Shampoo-Arten für verschiedene Haartypen

Nicht jedes Shampoo funktioniert für jeden Haartyp und auch wenn wir uns in unserem Test auf normales Haar konzentriert haben, möchtet wir Ihnen hier einen kleinen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Shampoo-Arten geben.

  • Anti-Frizz-Shampoo: Wer abstehenden Härchen und Krauselocken den Kampf ansagen möchte, sollte zu dieser Shampoo-Art greifen. Sie glättet die Haarstruktur sichtbar. Da Frizz viele Ursachen hat, wie beispielsweise feuchte Umgebungsluft, gibt es meist keine Möglichkeit, das Problem ganz loszuwerden.
  • Shampoo für lockiges Haar: Die Struktur lockiger Haare unterscheidet sich deutlich von der glatter Haare. Deshalb braucht man für diese auch eine speziell auf sie zugeschnittene Pflege.
  • Anti-Schuppen-Shampoo: Schluss mit Schuppen! Wie Frizz, kann auch schuppiges Haar viele Ursachen haben: genetische Veranlagung, Hormonschwankungen oder äußere Einwirkungen. Um gegen das Problem anzugehen, konzentrieren Anti-Schuppen-Shampoos sich auf die Kopfhaut.
  • Shampoo für coloriertes und dauergewelltes Haar: Dass es unser Haar strapaziert, wenn wir es färben, tönen oder uns eine Dauerwelle machen lassen, ist kein Geheimnis. Umso wichtiger ist es, dass wir es im Anschluss besonders gut pflegen. Shampoos für koloriertes und dauergewelltes Haar sind spezifisch darauf ausgelegt, den Haaren dieses Plus an Pflege zukommen zu lassen. Vitamine und Pflanzenextrakte stärken das Haar und helfen ihm dabei, sich zu regenerieren.
  • Shampoo für strapaziertes Haar: Am wohlsten fühlt sich unser Haar, wenn wir es möglichst naturbelassen tragen. Glätten, häufiges Frisieren mit Gel und Haarspray, aber auch das Föhnen strapaziert unser Haar. Auch hierfür gibt es Shampoos mit speziell darauf zugeschnittenen Rezepturen. Diese eignen sich auch sehr gut für besonders lange Haare, bei denen man oft mit ausgetrockneten, splissanfälligen Spitzen zu kämpfen hat.

Feste Shampoos und Haarseifen als Alternative

Auch wenn in unserem Test viele Produkte mit vorwiegend natürlichen Inhaltsstoffen vertreten waren, bleibt bei den Flüssig-Shampoos stets das Problem der Verpackung. Immer mehr Menschen wechseln deshalb zu festem Shampoo oder Haarseifen, die einfach in einer umweltfreundlicheren Pappschachtel verpackt werden können. Wie bei jeder Seife sind auch hier die Grundzutaten Fette und Laugen. Je nach Rezepturen gesellen sich dann noch unterschiedliche Öle dazu. Allerdings kommt es bei der Verseifung - ein komplizierter Prozess, dessen Erklärung hier den Rahmen sprengen würde - häufig zu Überfettung. Sicher, manche Haare mögen sich darüber freuen. Aber meistens führt dieser Effekt zu schweren und, wie sich erraten lässt, fettigen Haaren. Dem kann man mit einer sauren Rinse allerdings gut entgegenwirken. Die Rinse lässt sich ganz einfach selbst herstellen, indem man zwei Esslöffel Apfelessig zu einem Liter Wasser hinzugibt.

Festes Shampoo ist quasi flüssiges Shampoo, dem Wasser entzogen wurde. Viel mehr Unterschiede gibt es gar nicht. So schäumt eine Haarseife ebenso wie sein flüssiger Bruder und kann zudem mit den gleichen pflegenden Ergebnissen punkten. Deshalb entscheiden sich immer mehr für feste Shampoos, zumal diese umweltfreundlich in Papier oder Pappe verpackt werden können. Übrigens: Auch auf der Liste der Inhaltsstoffe findet sich in der Regel kein Plastik, auch nicht in Form von Mikroplastik.

Problematische Inhaltsstoffe in Shampoos

Wie bereits erwähnt sind die Inhaltsstoffe auf die Haarstruktur und die Effekte, die das Shampoo erzielen soll, abgestimmt. Dennoch gibt es einige Inhaltsstoffe, die auf der Liste der Inhaltsstoffe regelmäßig zu finden sind. Beispielsweise Pflanzenextrakte, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Öle. Dass diese Substanzen dennoch regelmäßig auf den Listen der Inhaltsstoffe zu finden sind, liegt unter anderem an ihren positiven Wirkungen. Das ist selbstverständlich keine Rechtfertigung für ihren fortwährenden Einsatz und wird zunehmend kritisch gesehen, was viele Verbraucher auch immer eindeutiger mit ihrem Kaufverhalten zeigen.

Leider machen es einem die Hersteller alles andere als leicht und greifen bei der Auflistung der Inhaltsstoffe mit Vorliebe auf komplizierte chemische Bezeichnungen zurück, die gute und schlechte Inhaltsstoffe gleichermaßen fremd wirken lassen.

  • Silikone: Verspricht ein Shampoo Geschmeidigkeit und Glanz, sind meist Silikone im Spiel. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und sorgen so für eine weiche und glänzende Oberfläche. Während Silikone oft haptische und optische Wunder wirken, beschweren sie allerdings allen voran feines Haar auch und sorgen zudem für schnelles Nachfetten. Und: Silikone lassen sich nicht einfach so ausspülen. Das bedeutet, dass sich bei jeder Haarwäsche neue Silikon-Partikel auf den Haaren und der Kopfhaut ansammeln und beides künstlich versiegeln. Weitere Pflege dringt dann erst gar nicht mehr zu den Haaren vor. Es wird zwischen wasserlöslichen und nicht wasserlöslichen Silikonen unterschieden, wobei erstere als besser gelten - zumindest was die Verträglichkeit für Haut und Haar betrifft. Im Test haben wir daher vor allem nicht wasserlösliche Silikone als problematisch bewertet. Gut für die Umwelt sind allerdings beide Varianten nicht, denn die feinen Partikel können im Klärwerk nicht komplett herausgefiltert werden.
  • Parabene: Einmal haltbar machen, bitte! Das ist die Hauptaufgabe von Parabenen im Shampoo. Allerdings steht das Konservierungsmittel in Verdacht, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen. Sicher ist, Parabene wirken zumindest schwach hormonähnlich. Sie ähneln dem Hormon Östrogen. In puncto Umwelt können wir Entwarnung geben: Auch in Erdbeeren, Traubensaft und Co. kommen von Natur aus Parabene vor.
  • Sulfate: Sulfate sind Schwefelsalze oder -ester. Sie weisen eine starke Reinigungskraft auf und schäumen. Viel Schaumbildung wird bei Shampoos oft mit Sauberkeit und guter Reinigungskraft verbunden.
  • PEG: Das synthetische Polyethyenglykol (PEG) verbindet Wasser mit Ölen. Das ist allerdings auch schon der einzige positive Effekt dieses Inhaltsstoffes. Tatsächlich können Shampoos mit PEGs Rückstände des krebserregenden Stoffes Dioxan enthalten. PEGs auf der Liste der Inhaltsstoffe erkennen: Beispielsweise Polyglykol, Polysorbate, Copolyol.
  • Mikroplastik: z. B. Mikroplastik soll für gute Kämmbarkeit sorgen und gehörten in Shampoos und anderen Kosmetika viele Jahre zu den Standardzutaten. Wirklich sinnvoll sind die winzigen Partikel allerdings nicht. Vor allem nicht für die Umwelt. Mikroplastik gelangt nahezu ungehindert in die Natur, wo es gar nicht oder nur sehr, sehr langsam abgebaut wird. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Mikroplastik in immer mehr Ländern - auch in Deutschland - verboten.

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