Ob verwuschelter Beach-Look, wilde Locken oder eine klassische Glatthaarfrisur: Mit den passenden Hilfsmitteln lässt sich jeder Frisurentrend verwirklichen. Lockenstab, Föhn und Glätteisen sorgen für das richtige Styling - egal, wie die Haare von Natur aus beschaffen sind. Allerdings kann die teilweise enorme Hitzeentfaltung dieser Styling-Werkzeuge die Haarstruktur dauerhaft angreifen und zu Spliss, spröden Haaren oder Haarbruch führen. Zum Glück gibt es effektive Schutzmaßnahmen, um die Haare vor Schäden zu bewahren.
Dazu muss man wissen, dass die Haare auf unseren Köpfen zum Großteil aus Keratin bestehen. Zudem sind Proteinfäden im Haar, sprich, die bestehen wiederum aus Eiweiß. Das Haar ist wie es ist, weil es von Wasserstoffbrücken und Ionenverbindungen in Form gehalten wird. Das kann man jedoch vorübergehend verändern - mit Hitze, zum Beispiel. Wenn Haare trocknen oder abkühlen, müssen sich die Ionenverbindungen und Wasserstoffbrücken nämlich neu positionieren, wodurch die Haare einen neuen Look bekommen.
Haare glätten ist das einfachste der Welt: Stecker rein, Temperatur einstellen und Strähne für Strähne durchs Eisen ziehen. Was kann man dabei schon groß falsch machen? Eine ganze Menge. Die häufigsten Fehler beim Glätten und wie Sie es besser machen, lesen Sie hier.
Was ist wohl schonender fürs Haar: Die Strähne ganz langsam durchs heiße Eisen ziehen oder schnell und dafür öfter? Die erste Antwort ist richtig. Tatsächlich werden die Haare durch kontrollierte Bewegungen und den langsamen Zug aber erst richtig glatt. Glätten Sie zu schnell übers Haar, kann es sich nicht umformen, und Sie müssen immer und immer wieder über die gleiche Strähne fahren, was sie am Ende viel mehr strapaziert.
Bonus-Tipp: Wenn Sie vor dem Glätteisen einen feinen Kamm durchs Haar führen, werden diese noch glatter, weil sie ganz sauber nebeneinander und nicht übereinander durchs Eisen flutschen.
Teilen Sie die Haare zu dick ab, verteilt sich die Hitze zwischen den Wärmeplatten des Glätteisens nicht optimal in der Strähne, und sie wird nicht richtig glatt - egal, wie langsam Sie die Haare durchs Eisen ziehen. Sie sind schneller fertig, wenn Sie die Strähnen feiner abteilen. Und weil Sie dann seltener über die Strähnen fahren müssen, ist es auch schonender fürs Haar.
Haaröl vor dem Glätten aufzutragen, ist prinzipiell eine gute Idee. Aber nicht jedes Produkt bietet einen Hitzeschutz. Vorsicht gilt vor allem bei rein pflanzlichen Ölen. Wenn Sie Jojoba-, Kokos- oder Rizinusöl ins Haar geben und anschließend mit dem heißen Eisen über die Strähnen fahren, braten Sie Ihre Haare regelrecht. Viel besser: ein Öl auf Silikonbasis nutzen. Sie legen sich wie ein schützender Film ums Haar und verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem Inneren verdunstet - auch bei extremer Hitze eines Glätteisens.
Viele Glätteisen lassen sich auf Temperaturen von bis zu 240 Grad hochstellen. Das sollten Sie niemals tun! Egal, wie dick und robust Ihr Haar ist, die ideale Stylingtemperatur liegt etwa bei 185 Grad. Die Einstellung genügt bei langsamen Bewegungen, um selbst sehr krause Haare zu glätten, ohne sie dabei übermäßig zu strapazieren. Wenn Sie das Glätteisen auf Sparflamme laufen lassen, ist der Glätt-Effekt nämlich nicht befriedigend, und Sie müssen mehrmals über die gleiche Haarsträhne ziehen. Das strapaziert das Haar unnötig und kann zu unschönen Knicken führen, wenn Sie das Gerät immer wieder neu ansetzen.
Nach dem Waschen und vor dem Föhnen gehört ein Hitzeschutz ins Haar. Wenn Sie Ihr Haar nach dem Föhnen aber auch noch glätten, sollten Sie das Produkt erneut auftragen. Und das am besten Strähne für Strähne. Warum? Beim Föhnen verdampft ein Großteil des Produkts. Wenn Sie jetzt einfach darüberglätten, sind die Strähnen nicht mehr ausreichend versiegelt und Feuchtigkeit aus dem Inneren verdunstet. Übrigens: Wenn es beim Glätten mit Hitzeschutz dampft, ist das nicht die Feuchtigkeit aus dem Haar, sondern aus dem Hitzeschutzprodukt.
Es knistert, wenn Sie sich die Haare glätten? Hören Sie sofort auf damit! Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist das Haar in diesem Fall nach dem Waschen noch feucht und damit extrem empfindlich. Wird nassem Haar Hitze zugefügt, wird die ohnehin aufgeweichte Schuppenschicht stark beschädigt, und das Haar verliert aus dem Inneren übermäßig viel Feuchtigkeit.
Die Folge: Haarbruch und Spliss.
Schon die alten Römer benutzten einen Lockenstab! Bei ihnen nannte man ihn „Calamistra“, er war allerdings nur ein langer Metallstab, der in einem Tongefäß im Ofen erhitzt wurde. Dann gab es noch eine vorzeitliche Lockenstab-Variante aus Paris, dabei handelte es sich auch um Metallstäbe, die in Feuer erwärmt wurden. Heute benutzt man elektrische Lockenstäbe, die weitaus weniger Gefahren für Haar und Kopf mit sich bringen.
In der Bedienung sind die Lockenstäbe meist ähnlich, aber nicht gleich. Grundprinzip ist jedoch, dass Haare um ein heißes, rundes Metall gewickelt werden. Auch mit einem Lockenstab muss vorsichtig umgegangen werden! Bei manchen Modellen ist das runde, heiße Eisen freiliegend und führt man es zu nahe an die Kopfhaut, kann man sich schnell verbrennen. Auch auf die Ohren muss man gut aufpassen, sowie auf die Finger. Außerdem kann das Gerät auf falschem Untergrund schnell zum Brandherd werden oder die Oberfläche, auf der es liegt, beschädigen.
Ein Lockenstab funktioniert grundsätzlich wie ein Glätteisen. Die Haare bestehen aus Keratin, enthalten Proteinfäden und werden durch Ionenverbindungen und Wasserstoffbrücken in Form gehalten. Letztere lassen sich durch Hitze manipulieren bzw. verändern. So kann man sein Haar glätten, dazu benötigt es gar nicht so viel Hitze. Warum? Weil die Ionenverbindungen und Wasserstoffbrücken nur gerade ausgerichtet werden müssen, nämlich nach unten. Aber beim Locken müssen die Ionen und Wasserstoffteilchen schon mehr herhalten. Klingt sehr schädlich, nicht wahr?
Wenn Haare so einer hohen Temperatur ausgesetzt werden, ergibt das leider Schäden. Dennoch ist nicht jedes Haar gleich, allerdings sollten Menschen mit sehr dünnen oder geschädigten Haaren von der Verwendung eines Lockenstabes lieber absehen.
Grundsätzlich gesagt - es ist beides schädlich. Bei regelmäßiger Anwendung kommt es zu viel mehr Schäden als bei seltener. Dennoch nötigt ein Lockenstab das Haar bedeutend mehr als ein Glätteisen, denn um Haar zu locken ist eine hohe Temperatur notwendig.
Es muss nicht immer heiß werden, manchmal kann man seinen Look für den nächsten Tag über die Nacht zaubern, während man schläft. War das Haar so hohen Temperaturen ausgesetzt, braucht es danach Feuchtigkeit! Nein, damit ist kein Wasser gemeint, sondern viel mehr Feuchtigkeit aus anderen Quellen, wie zum Beispiel aus Ölen oder Haarkuren. Am besten eignen sich Produkte, die mit Oliven- oder Kokosöl angereichert sind.
Um die Haare vor Schäden zu bewahren, gibt es effektive Schutzmaßnahmen:
Für den zusätzlichen Schutz der Haare gibt es zahlreiche Produkte zum Auftragen. Diese bilden einen Schutzfilm und versiegeln die äußerste Schuppenschicht, um die Haare so vor Spliss und Co. zu bewahren.
Hier sind einige Tipps, wie Sie Glätteisen und Lockenstab richtig anwenden, um Haarschäden zu minimieren:
Die neuen Generationen von Glätteisen, Lockenstab & Co. verfügen über mehrere Wärmestufen, deren Temperaturen sich präzise einstellen und regulieren lassen. Auf diese Weise bleibt die zugeführte Hitze möglichst gering und jeder Haartyp - von fein bis dick - bekommt die richtige Dosis.
Besondere Beschichtungen (z. B. aus Keramik) sorgen bei den neuen Geräten dafür, dass die Haare gleichmäßig und sanft erhitzt werden. Außerdem sind sie äußerst stoß- und kratzfest, so gleiten die Tools reibungsloser über die Haare. Übrigens: Beim Glätten das Eisen nicht fest drücken und ziehen, sondern ganz sanft über die Strähnen gleiten lassen.
Moderne Ionen-Technologie und Infrarothitze sorgen für noch mehr Glanz im Haar. Zudem wird die elektrische Aufladung reduziert, was fliegendes Haar verhindert.
Spezielle Sensoren, die in Lockenstab und Glätteisen integriert sind, können die optimale Temperatur konstant halten. Somit verteilt sich die Hitze vom Haaransatz bis zu den Spitzen gleichmäßig.
Passen Sie das Glätteisen an Ihre Haarlänge an. Es gibt die heißen Eisen in unterschiedlichen Breiten (im Durchschnitt sind es 3 bis 4 cm), die jeweils für verschiedene Längen besser geeignet sind. Eine schmale Variante von rund 2,5 bis 4 cm Breite ist ideal für kurzes, aber auch für glattes Haar.
Um Haarschäden durch Glätteisen und Lockenstab zu minimieren, sollten Sie folgende Punkte beachten:
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