Low-Level-Lasertherapie (LLLT) gegen Haarausfall: Studien und Anwendung

Leiden Sie unter Haarausfall und wünschen sich volleres und gesünderes Haar? Die Low-Level-Lasertherapie (LLLT) könnte die Lösung sein. Seit den 1980er Jahren werden Lasertherapien zunehmend und mit großem Erfolg in verschiedenen Bereichen der Medizin eingesetzt.

Die Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) ist ein fester Bestandteil im Kampf gegen Haarausfall. Sie wird häufig als Teil eines Behandlungsplans eingesetzt, da sie in Kombination mit anderen Therapien die Wirksamkeit erhöht. Seit über 10 Jahren wird die Softlaser-Therapie angewendet.

Wie funktioniert die Low-Level-Lasertherapie (LLLT)?

Die biostimulierende Wirkung der Kaltlasertherapie auf die Kopfhaut besteht darin, die Wachstumsphase (Anagen) zu verlängern, den Übergang von der Ruhephase (Telogen) zur Wachstumsphase zu fördern und einen frühen Übergang zur Übergangsphase (Catagen) zu verhindern.

Der Low-Level-Diodenlaser besteht aus einer Anordnung von bis zu 200 Laserdioden, die über der Kopfhaut in einem Hohlspiegel platziert werden. Das Hauptziel dieser Methode ist es, den Gehalt an Adenosintriphosphat (ATP) und Stickstoffmonoxid in den Haarzellen zu steigern.

Die Photonen des Lichts beeinflussen die Cytochrom-C-Oxidase und fördern die Produktion von Adenosintriphosphat (ATP). Dieses wird dann in zyklisches ATP in den Haarfollikelzellen umgewandelt. Die gesteigerte ATP-Produktion erhöht die zelluläre Transkriptionsrate, welche durch die vermehrte Proteinsynthese die Zell-Proliferation und Zell-Migration in den Haaren steigert.

Zudem wirkt die LLLT-Behandlung positiv auf das Immunsystem, welches immunmodulierend auf entzündliche Prozesse an den Haaren wirkt.

Wirkungsweise der LLLT auf die Kopfhaut:

  • Erhöhte Durchblutung: Das Blut versorgt die Haarfollikel mit Nährstoffen, Wachstumsfaktoren und Sauerstoff, was die Grundlage der Haargesundheit bildet.
  • Verlängerung der Wachstumsphase: Die Wachstumsphase (Anagenphase) der Haare wird verlängert, und die in der Ruhephase (Telogenphase) befindlichen Haare werden in die Wachstumsphase (Anagenphase) versetzt.
  • Zellteilung in den Haarwurzeln: In der Wachstumsphase (Anagenphase) kommt es zur erhöhten Proliferation/Zellteilung in den Haarwurzeln, was den Haarausfall verzögert.

Für wen ist die Haarlasertherapie geeignet?

Die Haarlasertherapie ist eine sichere und effektive Methode, um dünn werdendes Haar bei Frauen und beginnende Glatzenbildung bei Männern zu behandeln. Sie eignet sich besonders gut für Personen mit leichtem bis mäßigem Haarausfall, insbesondere bei erblich bedingtem Haarausfall. Allerdings zeigt sie begrenzte Wirkung bei fortgeschrittenem Haarausfall oder anderen Ursachen. Optimal ist die Anwendung in den frühen Stadien des Haarausfalls, kann aber auch bei älteren Personen von Nutzen sein.

Vor Beginn der Behandlung ist eine Überprüfung des Gesundheitszustands ratsam, da bestimmte Erkrankungen oder Medikamente die Anwendung der Therapie einschränken können. Die Laserbehandlung ist schmerzfrei und nicht invasiv, erfordert jedoch mehrere Sitzungen über Monate, um sichtbare Ergebnisse zu erzielen.

Studienlage zur Low-Level-Lasertherapie bei Haarausfall

Die Studienlage zur Wirkung auf bzw. gegen Haarausfall ist eher dünn. Einige Studien liefern jedoch vielversprechende Ergebnisse:

  • Studie von Zanardo, L. (2016): Diese Studie untersuchte die Wirkung von Low-Level-Laser-Therapie auf hormonell und altersbedingten Haarausfall bei Frauen über einen Zeitraum von 6 Monaten. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Zunahme der Gesamthaardichte und der Vellushaare in der Behandlungsgruppe. Der Anteil der anagenen Haare verbesserte sich ebenfalls signifikant.
  • Studie von Qiu, J. et al. (2022): In dieser Studie wurde die Wirksamkeit der Low-Level-Lasertherapie bei androgenetischer Alopezie (AGA) an 1383 Patienten untersucht. Es wurde festgestellt, dass die Therapie insgesamt in fast 80 % der Fälle wirksam war. Insbesondere männliche Patienten und Patienten mit Kopfhautproblemen zeigten eine bessere Wirksamkeit.
  • Studie von Avci, P. et al. (2014): Die Untersuchung betrachtet die Wirksamkeit der Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) bei der Behandlung von Haarausfall. Es zeigt sich, dass LLLT das Haarwachstum bei Mäusen mit Chemotherapie-induziertem Haarausfall und bei Alopecia areata stimulieren kann. Klinische Studien bestätigen ebenfalls die Stimulierung des Haarwachstums bei Männern und Frauen.

Die Ergebnisse dieser Studien deuten darauf hin, dass LLLT eine wirksame Behandlungsoption für verschiedene Arten von Haarausfall sein kann.

Kombinationstherapien für optimale Ergebnisse

Die Low-Laser-Therapie gegen Haarausfall ist deutlich wirksamer, wenn sie mit anderen Behandlungen kombiniert wird. Zudem kann die Phototherapie helfen, die Nebenwirkungen anderer Behandlungen zu reduzieren. Daher wird die Lasertherapie standardmäßig mit PRP- und Mesotherapie kombiniert:

  • PRP-Therapie: Dem Patienten wird eine kleine Menge Blut entnommen und aufbereitet. Die besonders wertvollen Bestandteile werden separiert und in die vom Haarausfall betroffenen Stellen injiziert.
  • Mesotherapie: Kern dieser Therapie ist die Stärkung der Haarwurzeln mit Nähr- und Wirkstoffen.

Im Falle einer Haartransplantation bietet sich eine Kombination mit regenerativen Therapien an.

Weitere Behandlungsansätze:

  • Medikamente: In einigen Fällen ist auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll.
  • Substitution: Ist der Haarausfall auf einen Nährstoffmangel zurückzuführen, können Nahrungsergänzungsmittel helfen. Wichtig ist eine vorherige Blutuntersuchung, um diese Mangelzustände sicher abzuklären.
  • Pflege: Auch die Haarpflege kann dem Haarausfall entgegenwirken.

Ablauf einer LLLT-Behandlung

Bei einer LLLT-Behandlung nehmen Sie Platz, und die Laser werden entsprechend platziert. Das Laserlicht wirkt dann etwa 15 Minuten auf die entsprechenden Bereiche ein. Die Patienten kommen zur Therapie und werden zunächst mit LLL behandelt, dann folgt die PRP-Behandlung (inkl. Mesotherapie) und abschließend erfolgt erneut eine Laserbehandlung.

Die Behandlungsdauer ist abhängig von der Körperregion und der individuellen Situation. Grundsätzlich kann mit einer Behandlungsdauer von 15 Minuten gerechnet werden. Die Laserbehandlung ist schmerzfrei und nicht vergleichbar mit anderen schmerzhaften Laserbehandlungen (z.B. Haarentfernung). Der niederenergetische Laser erzeugt Wärme, aber keine Schmerzen.

Die Kosten für eine Behandlung beginnen bei 300 € und können um individuelle Komponenten erweitert werden.

Pionier der medizinischen Lasertherapie

Der ungarische Physiker Endre Mester gilt als Pionier der medizinischen Lasertherapie. In experimentellen Versuchen zur Erforschung von Lasertherapien zur Behandlung von Hautkrebs entdeckte er in den 1960er Jahren verschiedene positive Effekte von niederenergetischen Laserbehandlungen an Mäusen. Neben anderen positiven biologischen Effekten, wie einer verbesserten Wundheilung, wuchs beispielsweise das rasierte Fell der Mäuse unter Laserbehandlung signifikant schneller nach als ohne Laserbestrahlung.

Die Low-Level-Laser-Therapie ist in verschiedenen medizinischen Fachbereichen sehr vielseitig einsetzbar, wie in der Orthopädie, im HNO-Bereich, der Sportmedizin, der Dentalmedizin, der Neurologie, der Gynäkologie, der Urologie sowie der Veterinärmedizin.

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