Im Jahr 2020 erlebte der GZSZ-Schauspieler Lennart Borchert (25) einen Wendepunkt in seinem Leben. Am Tag seiner Zusage für die Rolle des "Moritz Bode" bei GZSZ erhielt er die erschütternde Diagnose Hodenkrebs. Dieser Mix aus beruflichem Erfolg und persönlichem Schock stellte ihn vor eine enorme emotionale Herausforderung.
Lennart Borchert (23) verkörpert seit 2020 in der Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" die Figur Moritz Bode. Doch zur selben Zeit machte der Schauspieler eine persönliche Krise durch, wie er jetzt im RTL-Interview erzählte: "Das war das schlimmste Jahr meines Lebens."
Bekannt als "Moritz Bode" erhielt Lennart Borchert vor fast fünf Jahren die Diagnose Hodenkrebs. Heute hat er die Krankheit überstanden, doch welche Auswirkungen hat sie noch auf seine Zukunft?
Die Diagnose habe Borchert genau an dem Tag erhalten, als er auch die Zusage für seine Rolle bei GZSZ bekommen hatte.
Die Diagnose Hodenkrebs kam für Lennart Borchert mit nur 20 Jahren unerwartet. "Es war ein Tag voller gemischter Gefühle", erinnert er sich im RTL-Interview. Als er zum ersten Mal einen Knubbel spürte, habe sich Borchert noch gedacht: "Ach, das geht schon weg. Ist nur ein Knoten." Doch seine damalige Partnerin habe ihn dazu gedrängt, zum Arzt zu gehen.
Nur drei Tage nach der Diagnose folgte bereits die Operation, bei der dem Schauspieler ein Hoden entfernt wurde. Seitdem trägt er eine Attrappe aus Silikon.
Wenig später stellte sich zudem heraus: Er ist bösartig. "Das Schlimme war eigentlich noch, dass dann erst die Diagnose kam, dass das ein bösartiger Tumor ist", erklärte der "GZSZ"-Star.
Da man nicht ausschließen konnte, dass der Krebs bereits gestreut hatte, musste er sich ebenfalls einer Chemotherapie unterziehen. "Als ich gesagt habe, ich mache die Chemotherapie, kam ich ins Krankenzimmer und habe das gesehen und meinte: ‘Nein, ich kann das nicht. Fünf Tage hier? Ich schaffe das nicht.’ Ich bin zusammengebrochen, hab geheult“, erinnert er sich im RTL-Interview.
Lennart Borchert bei einer Kinopremiere im Zoo Palast in Berlin im August 2022. Quelle: tag24.de
Durch die Corona-Pandemie konnte er in seiner Zeit im Krankenhaus auch keine Familie oder Freunde empfangen. "Das ist eine Zeit, da heulst du einfach jeden Tag." Auch ohne körperliche Anwesenheit hätten ihn seine Liebsten aber unterstützt.
Trotz der Schocknachricht begann er seine Karriere bei GZSZ und musste sich gleichzeitig einer Operation unterziehen, bei der ihm ein Hoden entfernt und durch eine Silikonprothese ersetzt wurde.
Währenddessen musste Lennart Borchert auch in seiner neuen Rolle bei GZSZ antreten. Für ihn sei es besonders schwierig gewesen, niemandem von seiner Erkrankung zu erzählen - immerhin seien ihm in der Maske büschelweise die Haare ausgefallen.
Die anschließende Chemotherapie brachte weitere Herausforderungen mit sich, darunter der Verlust seiner Haare. Am Set trug er eine Perücke, um seine Rolle weiterhin auszufüllen. Nach dem Dreh nahm er diese jedoch immer ab: "Das war so der Punkt, wo ich gemerkt habe, dass ich wieder ich sein kann", so Lennart.
In dem Interview erzählt Lennart ebenfalls: „Ich hatte auch ’ne Perücke auf.“ In der Maske sei ihm das erste Mal aufgefallen, dass ihm die Haare ausfallen. Danach fasste er die Entscheidung, sich die Haare selbst alle abzurasieren und Perücke zu tragen. Mit Caps und Tüchern habe er zusätzlich noch versucht, die Perücke unauffälliger erscheinen zu lassen.
Eigentlich wollte er dem "GZSZ"-Team nichts von seiner Krebserkrankung erzählen, doch dann habe er "in der Chefetage angerufen und meinte: Ey, ich muss euch etwas beichten." Zwar sei seine Erkrankung für alle ein Schock gewesen, "aber natürlich hat es jeder verstanden". Schließlich habe er sich seine Haare abrasiert und für seine Rolle zu einer Perücke gegriffen.
Gegenüber seinen Kollegen ist er immer offen mit der Krankheit umgegangen. „Bevor ich das verheimliche und es Leute immer so mitbekommen, bin ich da voll offen rangegangen“, erzählt er. Sowohl Freunde, Familie als auch die GZSZ-Kollegen standen Lennart von Anfang an zur Seite.
Anfangs fiel es ihm schwer, offen über seine Krankheit zu sprechen, doch das hat sich geändert. Mittlerweile versucht er mit seiner Geschichte gezielt aufzuklären und auf Krebsvorsorge bei Männern aufmerksam zu machen.
Lennart Borchert und seine Freundin Louisa gehen offen mit dem Thema um. Schon zu Beginn ihrer Beziehung sprachen sie über seine Erkrankung. Louisa betont: "Ich glaube, man muss damit einfach sehr locker umgehen. Für den Partner da sein, wenn er auch das Bedürfnis hat, darüber zu reden, das dann auch nicht irgendwie runterzuschlucken, sondern auch mit ihm drüber reden." Diese Offenheit hat dem Schauspieler geholfen, ein neues Lebensgefühl zu entwickeln und sich selbst wiederzufinden.
Auch mit seiner Freundin Louisa, mit der er seit etwa einem Jahr in einer Beziehung ist, geht er offen mit dem Thema um. Die beiden kennen sich noch aus Schulzeiten, hatten jedoch lange keinen Kontakt, bevor sie sich über soziale Medien wiederfanden. Ihr berichtete er sofort von seiner Erkrankung - und Louisa sieht es absolut unproblematisch: „Ich glaube, man muss damit einfach sehr locker umgehen. Für den Partner da sein, wenn er auch das Bedürfnis hat, darüber zu reden, dass dann auch nicht irgendwie runterzuschlucken, sondern auch mit ihm drüber reden“, erklärte sie im Interview mit RTL.
Sowohl Freunde, Familie als auch die GZSZ-Kollegen standen Lennart von Anfang an zur Seite. Deshalb nimmt er aus dieser schwierigen Zeit vor allem auch mit, diese tollen Menschen um sich herum wertzuschätzen.
Mittlerweile ist Lennart zum Glück wieder vollständig genesen und trägt wieder seine Naturhaare, die er sich pink gefärbt hat.
In ein paar Monaten gilt Lennart dann auch vollständig als krebsfrei. Jetzt möchte er junge Männer ermutigen, offen über ihre Ängste zu sprechen und die Wichtigkeit der Krebsvorsorge betonen.
Eine Frage, die angesichts des amputierten Hodens viele Fans beschäftigt, betrifft die Familienplanung des Schauspielers: Kann Lennart überhaupt noch Kinder bekommen? Die Antwort lautet: Ja, das ist möglich - und er plant auch Nachwuchs.
Deshalb nimmt er etwas Wichtiges aus dieser schwierigen Zeit mit und teilt es mit der Öffentlichkeit: „Lasst euch untersuchen, lasst euch checken! Egal was ist, geht zum Arzt. Es ist überhaupt nicht peinlich.“ Deshalb: Vorsorge rettet Leben!
Noch einen wichtigen Tipp gibt Lennart den Zuschauern mit auf den Weg: „Lasst euch untersuchen, lasst euch checken! Egal, was ist, geht zum Arzt.
Durch die Aufmerksamkeit, die er nun mit seiner Erkrankung bekommt, appelliert er: „Lasst euch untersuchen, lasst euch checken! Egal, was ist, geht zum Arzt."
Heute fühlt sich der Schauspieler gut, hat seit der Operation einen Silikonersatz. Auf jeden Fall wolle er auf das Thema Krebsvorsorge aufmerksam machen: "Lasst euch untersuchen, lasst euch checken! Egal was ist, geht zum Arzt.
Für Lennart ist wohl noch einmal alles gut gegangen. Er wird wieder ganz gesund werden und kann nach wie vor Kinder zeugen. Doch auch er ging nicht sofort zum Urologen, nachdem er etwas an seinem Hoden gespürt hatte. Sein Appell an alle Männer deshalb: "Leute, redet darüber, wenn ihr Angst habt oder sonst was. Redet mit euren Eltern, euren Freunden. Es ist nichts Schlimmes. Geht zur Vorsorge, auch wenn ihr nur was Kleines merkt. Lasst euch checken, es ist doch nicht schlimm. Und seid stark.
tags: #lennart #borchert #perücke
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