Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) sind ein weit verbreitetes Problem, insbesondere bei Kindern im Grundschulalter (Hauptmanifestationsalter 7-9 Jahre). Der Befall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun und kann mit gewöhnlichem Shampoo nicht beseitigt werden. Enge Kontakte, bei denen sich Haare berühren, begünstigen die Verbreitung.
In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Kopfläuse, von der Erkennung bis zur Behandlung und Prävention, insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung von Läuseshampoos.
Die Kopflaus ist ein Insekt, das als Ektoparasit im Kopfhaar des Menschen lebt. Ausgewachsene Läuse sind etwa 2,1-3,3 mm groß und haben drei Beinpaare mit klauenartigen Fortsätzen, mit denen sie sich an den Haaren festhalten. Sie stechen und saugen Blut, wobei sie Speichelsekrete in die Wunde einbringen, die Juckreiz hervorrufen.
Der Lebenszyklus verläuft vom Ei (Nisse) über drei Larvenstadien bis zur adulten Laus. Aus den Eiern schlüpfen nach 7-8 Tagen Larven, die nach 9-11 Tagen geschlechtsreif werden. Weibchen legen im Laufe ihres etwa 4 Wochen dauernden Lebens etwa 90-140 Eier, die sie wasserunlöslich nahe der Kopfhaut an die Haare heften.
Die Stiche der Kopfläuse können zu hochroten Papeln und Juckreiz führen. Kratzen kann zu Exkoriationen und Krustenbildung führen, die sich bakteriell infizieren können. Eier sind oft leichter zu finden als lebende Läuse. Entwicklungsfähige Eier sind gelblich bis mittelbräunlich und haften nahe der Kopfhaut. Leere Eihüllen sind durchscheinend und weißlich.
Es wird empfohlen, das feuchte Haar mit einer Haarpflegespülung und einem Läusekamm zu untersuchen. Der Kamm sollte von der Kopfhaut zu den Haarspitzen gezogen und nach jedem Kämmen auf Läuse untersucht werden.
Eine optimale Behandlung besteht in der Kombination chemischer und physikalischer Verfahren. Es gibt verschiedene wirksame Kopflausmittel auf dem Markt.
Da Kopflausmittel nicht zuverlässig alle Eier abtöten, ist eine Wiederholungsbehandlung nach 8-10 Tagen erforderlich. In anderen Ländern wurden Resistenzen gegen bestimmte Wirkstoffe beobachtet.
Bei der Anwendung von Kopflausmitteln sind die Herstellerangaben zu beachten. Bei Kleinkindern sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen muss mit dem Auftreten von Kopfläusen gerechnet werden. Erziehende und Betreuende sollten über ein Grundwissen bezüglich des Erkennens von Kopflausbefall und der notwendigen Maßnahmen verfügen.
Eltern sind verpflichtet, die Gemeinschaftseinrichtung über einen Kopflausbefall zu informieren.

In Deutschland regelt § 34 IfSG den Umgang mit Kopflausbefall in Gemeinschaftseinrichtungen. Leitungen von Gemeinschaftseinrichtungen sind verpflichtet, das Gesundheitsamt über einen Kopflausbefall zu benachrichtigen und Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung einzuleiten.
Grundvoraussetzung für die Wiederzulassung ist, dass Maßnahmen durchgeführt wurden, die eine Weiterverbreitung ausschließen. Eine mögliche Bedingung ist eine Bestätigung der Sorgeberechtigten, dass eine Erstbehandlung durchgeführt wurde. Das Gesetz sieht das Einholen eines „ärztlichen Urteils“ vor.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor der leichten Entflammbarkeit einiger Kopflausmittel. Vermeiden Sie offene Flammen und starke Wärmequellen nach der Anwendung.
Die Haare extrem zu kürzen oder gar eine Glatze zu schneiden, ist nicht nötig.
Kopfläuse sind lästig, aber mit den richtigen Maßnahmen gut zu behandeln. Achten Sie auf eine frühzeitige Erkennung, informieren Sie Kontaktpersonen und führen Sie eine sachgerechte Behandlung mit einem geeigneten Läuseshampoo und/oder dem nassen Auskämmen durch. Beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen und informieren Sie sich bei Bedarf beim Arzt oder Apotheker.
| Wirkstoff | Wirkungsweise | Hinweise |
|---|---|---|
| Permethrin | Neurotoxisch | Resistenzen möglich |
| Dimeticon | Physikalisch (Verstopfung der Atemwege) | Weniger Risiko von Resistenzen |
| Malathion | Neurotoxisch | In Deutschland nicht als Läusemittel zugelassen |
tags: #Läuseshampoo #Englisch
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