In der heutigen Zeit, in der haarlose und glatte Haut als Schönheitsideal gilt, erfreuen sich Methoden zur dauerhaften Haarentfernung immer größerer Beliebtheit. Insbesondere die Laserbehandlung zur Haarentfernung hat sich als eine schonende und effektive Methode etabliert. Doch wie alle medizinischen und ästhetischen Behandlungen birgt auch die Laser-Haarentfernung potenzielle Risiken und Nebenwirkungen. Dieser Artikel fasst alles Wissenswerte zu diesem Thema zusammen.
Bei der dauerhaften Haarentfernung werden Laser oder intensiv gepulste Lichtquellen (IPL-Geräte) verwendet, um unerwünschten Haarwuchs dauerhaft oder zumindest lange anhaltend zu vermindern. Diese Verfahren beeinträchtigen oder zerstören die für das Haarwachstum verantwortlichen Strukturen im Haarfollikel durch starkes Erhitzen. Die Energie der Strahlung wird in Wärme umgewandelt und an die für das Haarwachstum verantwortlichen Strukturen des Haarfollikels abgegeben. Im Idealfall beschränkt sich die Schädigung räumlich auf den Haarfollikel, ist also selektiv.
Das Wirkprinzip basiert auf der selektiven Photothermolyse. Dabei wird die Energie der optischen Strahlung möglichst spezifisch von bestimmten Molekülen (Chromophoren) in den jeweiligen Zielstrukturen aufgenommen. Die Chromophore geben die aufgenommene Energie in Form von Wärme an das umgebende Gewebe ab. Das lokale Erhitzen führt zur Zerstörung oder zur funktionellen Beeinträchtigung der Zielstrukturen.
Am besten funktioniert die Methode, wenn das Haar viel, die Haut hingegen wenig Melanin enthält - also bei dunklen Haaren und hellen bis mittleren Hauttönen. Rote, hellblonde, graue oder weiße Haare enthalten nur wenig Melanin. Je dunkler die Haut ist, desto höher ist das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen oder Schäden, da das Gerät keinen Unterschied zwischen dem Melanin im Haar und dem Melanin in der Haut macht.
Die Behandlung wirkt erfolgreich nur auf die Haarfollikel, in denen gerade ein Haar wächst. Da dies immer nur auf einen Teil der Follikel zutrifft, muss die Prozedur mit zeitlichem Abstand mehrmals wiederholt werden. Mit einer einzigen Behandlung das unerwünschte Haarwachstum dauerhaft zu unterbinden, ist daher nicht möglich.
Seit dem 31.12.2022 müssen professionelle Anwender*innen bei der Epilation definierte Anforderungen an die Fachkunde erfüllen. Dies ergibt sich aus der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV).
Auch das Verhalten der Kunden*innen kann zu unerwünschten Nebenwirkungen beitragen, beispielsweise wenn Vorsichtsmaßnahmen oder Pflegehinweise nicht beachtet oder Substanzen eingenommen oder aufgetragen werden, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen. So sollte die Haut vor der Behandlung nicht gebräunt sein.
Pigmentierte Hautveränderungen wie sogenannte Muttermale oder Leberflecken dürfen nicht einfach mit Lasern oder IPL-Geräten oberflächlich verändert oder abgetragen werden. Hier besteht das Risiko, dass eine Hautkrebsdiagnose erschwert oder verhindert wird. Empfohlen wird eine vorherige diagnostische Abklärung durch einen Dermatologen/eine Dermatologin.
Trifft die Strahlung ins Auge, sind Schäden möglich. Auch die Iris enthält Farbmoleküle und kann die Strahlung absorbieren. Zudem erreichen die eingesetzten Wellenlängen des sichtbaren Lichts und des Infrarot A die Netzhaut und können diese schädigen.
Wer Laser oder starke optische Strahlenquellen wie IPL-Geräte am Menschen einsetzt, benötigt solide Fach- und Sachkenntnisse, um mögliche Risiken vermeiden zu können. Er oder sie muss die eingesetzten Geräte und die Wirkung optischer Strahlung gut kennen und in der Lage sein, die Behandlung an die individuellen Besonderheiten der Kund*innen oder Patient*innen anzupassen. Er oder sie muss zudem in der Lage sein, Umstände auf Seiten der Kund*innen oder Patien*innen zu erkennen, die die gewünschte Anwendung ausschließen oder nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung zulassen (Kontraindikation). Beispiele für solche Kontraindikationen sind Hautkrebserkrankungen oder Erkrankungen, die die Haut besonders lichtempfindlich machen.
Mit Inkrafttreten der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) wurden zum 31.12.2020 einige Anwendungen, wie z.B. die Tattooentfernung, unter Arztvorbehalt gestellt. Die Anwendung von Lasern oder sonstigen starken optischen Strahlenquellen ist derzeit nicht auf Personen mit medizinischer Ausbildung beschränkt. Auch eine ärztliche Aufsicht über die Behandlung ist derzeit nicht vorgeschrieben.
Informieren Sie sich vor der Behandlung über die fachliche Qualifikation des Anwenders sowie über Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen und Risiken der Behandlung. Wenn Sie selbst Geräte für die Haarentfernung verwenden, beachten Sie die Gebrauchsanweisungen und die Herstellerempfehlungen.
Die Laserepilation ist nicht für jeden Hauttyp und jede Haarfarbe geeignet. Wirklich gut greifen Standard-Lasergeräte, wie sie in den meisten Kosmetikstudios stehen, funktionieren nur bei dunklen oder dunkelblonden Haaren auf heller Haut ohne Laser-Haarentfernung Risiken.
Zu einer Herausforderung wird die Haarentfernung mittels Laser vor allem bei sehr heller Haut, blonden und rötlichen Haaren. Weiße und weißblonde Haare enthalten nämlich zu wenig Melanin, um die Laser-Strahlung zu absorbieren und an den Follikel weiterzuleiten. In solchen Fällen können Verbrennungen auftreten. Um das auszuschließen, solltest du im Zweifelsfall unbedingt zum Probe-Lasern gehen.
Problematisch kann es aber auch bei Menschen mit sehr dunkler Haut werden: Oftmals kann in diesem Fall eine Laserbehandlung selten bis gar nicht durchgeführt werden. Denn für eine Laserbehandlung auf dunklerer Haut sind spezielle Geräte notwendig, die besonders geringe Energiedosen einsetzen, da es ansonsten zu Pigmentstörungen kommen kann.
Falls es bei deiner Behandlung tatsächlich zu Pigmentstörungen kommt, solltest du Rücksprache mit dem Team halten und die Laser-Haarentfernung im Worst-Case lieber abbrechen. Obwohl sich die hellen oder zu dunklen Stellen im Laufe der Zeit wieder an den Farbton der umgebenden Haut angleichen, ist es doch ein Risiko, das verständlicherweise nicht jede*r Kund*in in Kauf nehmen möchte.
Auch mit melaninreichen Haaren bist du nicht komplett vor Laser-Haarentfernungs Risiken und unangenehmen Nachwirkungen der Laserbehandlung gefeit. Die typischen Begleiterscheinungen einer Laserbehandlung wie Schmerzen, Rötungen, Blasen, Ödeme, Krusten, Blutungen, temporäre Hypo- und Hyperpigmentierungen und unerwünschter Haarverlust können auch bei dir auftreten.
Diese Unannehmlichkeiten sind meist vorübergehender Natur und heilen narbenfrei ab. Anders verhält es sich, wenn der Laser im Studio zu stark eingestellt wurde - dann können im schlimmsten Fall irreversible Narben entstehen. Zu den schwereren Nebenwirkungen zählen auch Verbrennungen höheren Grades mit Narbenbildung, Wundheilungsstörungen mit infektiösen Folgen, Dyspigmentierung (Störung des Pigmentgehalts der Haut) sowie bakterielle, virale und mykotische Infektionen.
Muttermale enthalten grundsätzlich viel Melanin - daher absorbieren sie genauso wie die Haarwurzel, die das eigentliche Ziel der Behandlung sein sollte, das gebündelte Licht des Lasers. Da das zu schweren Verbrennungen führen kann, ist eine Laser-Haarentfernung auf stark pigmentierten Hautarealen wie Leberflecken nicht möglich.
Hast du Muttermale, solltest du die entsprechende Hautregion also definitiv keiner dauerhaften Haarentfernung unterziehen. Fachpersonal sorgt dafür, dass deine Muttermale bei einer Behandlung prinzipiell sorgfältig abgedeckt und ausgespart werden.
In einigen Fällen ist es sinnvoll, besser keine dauerhafte Haarentfernung in Betracht zu ziehen - beispielsweise ist eine Laserbehandlung nicht zu empfehlen, wenn du unter schweren Durchblutungsstörungen oder Venenerkrankungen leidest. Daneben gilt die regelmäßige Einnahme von Kortison oder Anabolika als Kontraindikation. Auch wenn du gerade schwanger oder auf einen Herzschrittmacher angewiesen bist, solltest du vorsichtshalber auf eine Laserbehandlung verzichten.
Von der Benutzung von Homelasern wird deutlich abgeraten. Patienten ohne medizinische Vorkenntnisse sollten auf keinen Fall selbst Hand anlegen, denn die Behandlung führt bei Laien besonders häufig zu Komplikationen an der Haut und an den Augen. In professionellen Studios kannst du dir sicher sein, dass deine Laser-Haarentfernung korrekt und deinem Haut- bzw. Haartypen entsprechend durchgeführt wird.
Zentrales Problem bei solchen Heimgeräten ist, dass jede Kontrolle fehlt. Gerade eine korrekte Dosierung erweist sich in diesem Zusammenhang als schwierig. Es besteht sowohl das Risiko einer zu Unterdosierung als auch einer Überdosierung. Darüber hinaus fehlt die ärztliche Diagnostik, so dass ggf. krankhafte Ursachen der (übermäßigen) Behaarung übersehen werden oder Hautstellen bzw.
Probleme kann es unter Umständen auch dann geben, wenn neben den Haaren Hautpigmente mit behandelt werden, zum Beispiel Pigmentflecke oder Muttermale. Vor einer Enthaarung mit IPL oder einem Einsatz von IPL zu anderen Zwecken ist es wichtig, sicherzustellen, dass kein Hautkrebs vorliegt und dass nicht zu viele Muttermale vorhanden sind.
Wichtig ist eine fachärztliche Diagnostik und Kontrolle auch, um zu beurteilen, ob die störende Behaarung ggf. krankheitsbedingt sein könnte. Ursachen einer übermäßigen Behaarung können endokrinologische Erkrankungen, wie eine Nebennierenrindenerkrankung, hormonelle Störungen oder ein polyzystisches ovarielles Syndrom (PCOS) sein.
IPL-Geräte werden von Dermatologen für ähnliche Zwecke wie Laser eingesetzt. Im Gegensatz zu Lasern emittieren sie nicht Licht einer definierten Wellenlänge, sondern ein breites Lichtspektrum.
Die Nutzung von Lasern ist an zahlreiche und umfangreiche Auflagen geknüpft. Solch eine strenge Regulierung für IPL-Blitzlampen gibt es nicht. Sie können auch an Laien verkauft werden, obwohl ihre Anwendung gefährlicher und aufgrund des breiten Lichtspektrums bzw. der verschiedenen Filter schwieriger als die Anwendung von Lasern sein kann.
Falls Sie sich trotz der genannten Risiken in einem Kosmetikstudio mit IPL behandeln lassen möchten, stellen Sie unbedingt sicher, dass das behandelnde Personal tatsächlich ausreichend qualifiziert ist. Seien Sie diesbezüglich ruhig kritisch, denn es geht um Ihre Gesundheit.
Die behandelte Haut kann nach der Laser-Behandlung empfindlicher auf Sonneneinstrahlung reagieren.
Die Laser-Haarentfernung kann kostspielig sein, insbesondere wenn mehrere Sitzungen erforderlich sind.
Laser-Haarentfernung ist am effektivsten bei Menschen mit dunkler Haut und dunklen Haaren. Es ist wichtig, sich vor der Entscheidung für die Laser-Haarentfernung beraten zu lassen.
Auch nach diesem Verfahren können Nebenwirkungen auftreten, die jedoch relativ gering sind. Diese sind in der Regel auf die Nichteinhaltung der Empfehlungen des Spezialisten nach dem Eingriff oder auf individuelle Haut- und Haartypen zurückzuführen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind folgende:
Diese Beschwerden verschwinden in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Um diese Risiken zu minimieren, ist es ratsam, eine erfahrene Einrichtung mit qualifiziertem Personal auszuwählen. Eine kompetente Beratung ist dabei entscheidend.
Die jahrelange Erfahrung bei der dauerhaften Haarentfernung und die konstant sehr guten Ergebnisse haben die Vorgehensweise der Behandlung etabliert.
Nicht ratsam ist eine Laserbehandlung unter anderem, wenn
Bei Klientinnen und Klienten werden vor der Behandlung zunächst alle Muttermale mit einem weißen Kajalstift abgedeckt, denn sie enthalten Melanin.
Der Diodenlaser ist eine der modernsten Arten von Lasern, die eine gerichtete Lichtexposition haben. Es ermöglicht Ihnen, einzelne Parameter einzustellen, um den Grad der Dunkelheit der Haut zu bestimmen. Der Hauptvorteil besteht darin, dass der Laser eine schmale Wellenlänge hat, so dass es auf die Haarfollikel und nicht auf die Haut gerichtet ist.
Die Haarentfernung mit dem Diodenlaser ist ein sicheres, präzises und angenehmes Verfahren, mit dem unerwünschte Gesichts- und Körperbehaarung entfernt werden kann. Das Verfahren ist viel besser als andere Arten der Haarentfernung. Sie kann sogar bei Menschen mit Hyperpigmentierungen sowie bei dunkler und gebräunter Haut durchgeführt werden. Nach dem Eingriff kehrt die Person sofort zu einem normalen Lebensrhythmus zurück, ohne dass es zu Einschränkungen kommt.
Je nach Körperzone, der Größe der Haarfläche und ihrer Qualität sind 5 bis 12 Behandlungen für einen lang anhaltenden Effekt erforderlich. Natürlich gibt es auch Kontraindikationen, die unbedingt berücksichtigt werden müssen.
Manche Patienten, die sich zum ersten Mal für eine Laserhaarentfernung entscheiden, fragen sich, ob diese die Gesundheit des Körpers beeinträchtigen oder Krebs auslösen kann.
Studien zeigen, dass diese Befürchtungen unbegründet sind. Es besteht kein Risiko bei diesem Verfahren. In der weltweiten Praxis gibt es keine Hinweise auf onkologische Erkrankungen, die durch Laserbehandlungen in der Kosmetologie oder Medizin verursacht wurden
Die Laser-Haarentfernung hingegen kann keinen Krebs verursachen. Natürlich können einige kleinere Probleme auftreten, aber das Auftreten einer bösartigen Wucherung ist definitiv ausgeschlossen.
Röntgen- und Gammastrahlen können einen bösartigen Tumor verursachen, weil sie hochfrequente ionisierte Strahlung enthalten. Kosmetische Laser hingegen haben eine niederfrequente Strahlung im sichtbaren Bereich (Infrarot), die für den Menschen unbedenklich ist.
Der Strahl dringt höchstens 3 mm tief in die Haut ein, während die Dicke der Haut selbst 5 mm beträgt. Das bedeutet, dass die Strahlen den Haarfollikel zerstören, ohne etwas anderes zu beeinflussen. Diese Laserstrahlung wird von Chromophoren absorbiert, so dass die Zellen durch ihre Wirkung nicht verändert werden.
Die Laser-Haarentfernung ist eine effektive Methode zur dauerhaften Reduktion unerwünschter Körperbehaarung. Wie jede medizinische oder ästhetische Behandlung birgt sie jedoch Risiken und Nebenwirkungen. Eine sorgfältige Aufklärung, die Wahl eines qualifizierten Anwenders und die Beachtung der individuellen Haut- und Haartypmerkmale sind entscheidend, um die Behandlung sicher und erfolgreich zu gestalten.
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