Fein verästelt zeichnen sie sich als bläulich-rote Linien unter der Haut ab: Besenreiser sind die Erweiterungen kleiner Venen, deren Form an die Zweige eines Reisigbesens erinnert. Beschwerden verursachen sie selten und stellen meist eher ein kosmetisches Problem dar. Wenn Sie gerne Bein zeigen, müssen Sie sich mit störenden Besenreisern nicht abfinden. Mit ästhetischen Behandlungsmethoden wie Lasereinsatz oder Sklerosierung (Verödung) entfernen wir störende Besenreiser effektiv.
Besenreiser zeigen sich häufig an den Beinen: vor allem an der Außenseite der Oberschenkel, der Innenseite der Unterschenkel, oberhalb der Knie und rund um die Knöchel. Schmerzhaft sind sie nicht: Bei großflächigem Auftreten kann es jedoch zu Berührungsempfindlichkeit, übermäßiger Wärmeentwicklung und leichtem Ziehen kommen. Zeigen sich rötlich-bläuliche Äderchen im Gesicht, handelt es sich um altersbedingt erweiterte Kapillargefäße der Haut. Sie werden nicht als Besenreiser, sondern als Teleangiektasien bezeichnet. Meist entstehen sie rund um Jochbein und Nasenflügel und bilden oft netzartige Strukturen aus.
Begriffe wie „Besenreiservarizen“ oder „Besenreiservarikosis“ deuten auf ihre Zugehörigkeit zu Krampfadern hin. Beide entstehen durch ein geschwächtes Bindegewebe und erweiterte Blutgefäße. Besenreiser zeigen den minimalen Blutrückstau in sehr feinen, oft vereinzelten Äderchen direkt unter der Haut. Bei Krampfadern sind dagegen größere Venen betroffen und der Effekt ist gravierender: Die Elastizität der Gefäßwände lässt nach, die Venenklappen schließen nicht mehr vollständig und der Rücktransport des Blutes zum Herzen funktioniert nicht mehr optimal. Blut staut sich in den Venen und erweitert diese zu deutlich sicht- und fühlbaren, bläulichen Strängen unter der Haut. Die Gefahr von Blutgerinnseln und Thrombosen steigt.
Erweiterte Äderchen treten häufig auf, bei etwa 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Frauen sind aufgrund der lockeren weiblichen Bindegewebsstruktur häufiger betroffen als Männer. Besenreiser können zwar auf eine beginnende Veneninsuffizienz hinweisen, chronische Venenleiden und Krampfadern entwickeln jedoch nur etwa 20% der Bevölkerung. Bei genetischer Vorbelastung und häufig auftretenden Problemen, wie geschwollenen Beinen mit einem ausgeprägten Schweregefühl, sollten Sie ärztlich abklären lassen, ob die Beschwerden möglicherweise von tieferliegenden Krampfadern verursacht werden.
Die Veranlagung für eine Bindegewebsschwäche und für die Bildung von Besenreisern ist erblich: Sind in Ihrer Familie bereits Fälle aufgetreten? Dann ist leider die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Sie betroffen sein werden. Kommen ungünstige Faktoren zusammen, kann dies bereits in jungen Jahren - ab Mitte 20 - eintreten. Kurz zusammengefasst gilt: Was die Bindegewebsstruktur lockert und schwächt, fördert kleine Blutstaus in den Venen und damit die Ausprägung von Besenreisern. Dauerhaft erhöhter Druck auf die Gefäße, wie z.B. Veränderungen im Hormonhaushalt.
Ob und wie stark sich Besenreiser und Venenerkrankungen entwickeln, beeinflussen Sie in begrenztem Maß durch einen venenfreundlichen Lebensstil. Sport und Ernährung helfen nur präventiv. Bereits bestehende Besenreiser werden durch Trainingseinheiten und gesundes Essen in den meisten Fällen nicht mehr verschwinden.
Aus medizinischer Sicht müssen Besenreiser nicht entfernt werden. Vielleicht empfinden Sie die sichtbaren Äderchen aber als Belastung und wünschen sich, wieder sorglos Bein zeigen zu können. Dann bieten wir mit Laser und Sklerosierung exzellente Möglichkeiten, diesen Wunsch zu erfüllen. Bei einer Laserbehandlung werden sehr feine Äderchen mit hochenergetischen Lichtstrahlen verödet. Die Sklerosierung wirkt durch die Injektion entsprechender Medikamente in die Venen: Die Gefäßwände verkleben, werden nicht weiter durchblutet und verblassen so in den Folgewochen. Jeder Behandlung geht eine ausführliche Beratung und Untersuchung voraus: So finden wir die für Sie optimale Behandlungsform.
Es gibt verschiedene Methoden, mit denen Ärzte Besenreiser entfernen. Alle lassen sich normalerweise ohne Betäubung und ambulant durchführen. Der Patient geht also am gleichen Tag wieder nach Hause. Allerdings ist es mit einem einmaligen Arztbesuch in der Regel nicht getan - normalerweise erfordert eine Besenreiser-Behandlung für einen optimalen Erfolg mehrere Sitzungen, die jeweils etwa zwischen zehn und 30 Minuten dauern.
Manchmal benutzt der Arzt ein Lasergerät, um die Besenreiser zu entfernen. Damit „schießt“ er gebündelte Lichtenergie (monochromatisches Laserlicht) ganz gezielt auf die feinen, erweiterten Venen. Der Blutfarbstoff Hämoglobin nimmt die energiereiche Laserstrahlung auf und wandelt sie in Wärme um. Dadurch erhitzt sich das Blut in dem behandelten Gefäß stark. Die Gefäßwände werden geschädigt, verkleben und verschließen das Gefäß auf Dauer.
Das Entfernen der Besenreiser mittels Laser eignet sich bei besonders dünnen Gefäßen und hinterlässt für gewöhnlich keine Narben. Manchmal zeigen sich nach der Behandlung Pigmentveränderungen der Haut im behandelten Gebiet, die aber oft von allein wieder verschwinden. Das vorübergehende Tragen von Kompressionsstrümpfe beschleunigt den Heilungsprozess.
Eine Blitzlampe entfernt ebenfalls Besenreiser. Sie gibt einfarbige Lichtimpulse („intensed pulsed light“, IPL) an die Haut ab, welche die Farbpigmente des Bluts in den Besenreisern genau wie beim Lasern absorbieren. Das erhitzt und zerstört die Gefäße.
Diese Methode eignet sich vor allem, wenn die Besenreiser ein größeres Hautareal betreffen. Sie erfolgt - ebenso wie die Besenreiser-Behandlung mittels Laser - in mehreren Sitzungen und lässt die lästigen Äderchen nahezu komplett verschwinden.
Durch das Injizieren eines verödenden Wirkstoffes in die betroffenen Gefäße lassen sich die Besenreiser veröden. Mediziner bezeichnen dieses "Wegspritzen" der Besenreiser als Sklerosierung. Dabei sticht der Arzt die kleinen erweiterten Gefäße mit einer sehr feinen Nadel an und injiziert einen verödenden Wirkstoff, zum Beispiel Polidocanol. Dieser breitet sich in den betroffenen Gefäßen aus und verklebt sie. Dadurch veröden die Besenreiser, sterben ab und werden vom Körper abgebaut.
Das injizierte Verödungsmittel verursacht manchmal ein leichtes Brennen, weil es die Gefäßinnenwände gezielt reizt, um sie vernarben zu lassen. Kurz nach der Behandlung sind die frisch verklebten Gefäße noch als blaue Flecken sichtbar. Wie nach dem Besenreiser-Lasern, tragen die Betroffenen nach dem Eingriff für ein paar Tage Kompressionsstrümpfe.
Das endgültige Ergebnis lässt sich erst nach einigen Wochen beurteilen, wenn der Körper die zerstörten Gefäße abgebaut hat. Nach der Behandlung ist es wichtig, die Beine möglichst viel zu bewegen. Ratsam ist es auch, auf Saunagänge sowie andere Wärmeanwendungen, die die Venen erweitern, vorerst zu verzichten.
Um unerwünschten Haarwuchs dauerhaft oder zumindest lange anhaltend zu vermindern, werden Laser oder intensiv gepulste Lichtquellen (IPL-Geräte = Intense Pulsed Light, auch als "Blitzlampen" bezeichnet) verwendet. Bei diesen Verfahren werden die für das Haarwachstum verantwortlichen Strukturen im Haarfollikel durch starkes Erhitzen in ihrer Funktion beeinträchtigt oder zerstört.
Am besten funktioniert die Methode, wenn das Haar viel, die Haut hingegen wenig Melanin enthält - also bei dunklen Haaren und hellen bis mittleren Hauttönen. Rote, hellblonde, graue oder weiße Haare enthalten nur wenig Melanin. Je dunkler die Haut ist, desto höher ist das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen oder Schäden. Denn das Gerät macht keinen Unterschied zwischen dem Melanin im Haar und dem Melanin in der Haut.
Die Behandlung wirkt erfolgreich nur auf die Haarfollikel, in denen gerade ein Haar wächst. Da dies immer nur auf einen Teil der Follikel zutrifft, muss die Prozedur mit zeitlichem Abstand mehrmals wiederholt werden. Mit einer einzigen Behandlung das unerwünschte Haarwachstum dauerhaft zu unterbinden, ist daher nicht möglich.
Auch das Verhalten der Kunden*innen kann zu unerwünschten Nebenwirkungen beitragen, beispielsweise wenn Vorsichtsmaßnahmen oder Pflegehinweise nicht beachtet oder Substanzen eingenommen oder aufgetragen werden, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen. So sollte die Haut vor der Behandlung nicht gebräunt sein.
Pigmentierte Hautveränderungen wie sogenannte Muttermale oder Leberflecken dürfen nicht einfach mit Lasern oder IPL-Geräten oberflächlich verändert oder abgetragen werden. Hier besteht das Risiko, dass eine Hautkrebsdiagnose erschwert oder verhindert wird. Empfohlen wird eine vorherige diagnostische Abklärung durch einen Dermatologen/eine Dermatologin.
Trifft die Strahlung ins Auge, sind Schäden möglich. Auch die Iris enthält Farbmoleküle und kann die Strahlung absorbieren. Zudem erreichen die eingesetzten Wellenlängen des sichtbaren Lichts und des Infrarot A die Netzhaut und können diese schädigen.
Auf dem Markt gibt es zudem zahlreiche Geräte für die Heimanwendung. Bei diesen Geräten ist die zu erreichende Energiedichte meistens geringer als bei professionellen Geräten. Bei Lasern der Klassen 3R, 3B und 4 muss die Sachkunde eines Laserschutzbeauftragten in Medizin und Technik vorhanden sein.
Wer Laser oder starke optische Strahlenquellen wie IPL-Geräte am Menschen einsetzt, benötigt solide Fach- und Sachkenntnisse, um mögliche Risiken vermeiden zu können. Er oder sie muss die eingesetzten Geräte und die Wirkung optischer Strahlung gut kennen und in der Lage sein, die Behandlung an die individuellen Besonderheiten der Kund*innen oder Patient*innen anzupassen. Er oder sie muss zudem in der Lage sein, Umstände auf Seiten der Kund*innen oder Patien*innen zu erkennen, die die gewünschte Anwendung ausschließen oder nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung zulassen (Kontraindikation). Beispiele für solche Kontraindikationen sind Hautkrebserkrankungen oder Erkrankungen, die die Haut besonders lichtempfindlich machen.
Informieren Sie sich vor der Behandlung über die fachliche Qualifikation des Anwenders sowie über Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen und Risiken der Behandlung. Seit dem 31.12.2022 müssen professionelle Anwender*innen bei der Epilation definierte Anforderungen an die Fachkunde erfüllen. Dies ergibt sich aus der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV).
Wenn Sie selbst Geräte für die Haarentfernung verwenden, beachten Sie die Gebrauchsanweisungen und die Herstellerempfehlungen.
Ein venenfreundlicher Lebensstil lohnt sich dennoch mehrfach: Mit Sport und gesunder Ernährung bleiben Sie nicht nur fit und gesund, sondern zögern auch die Neubildung von Besenreisern nach der Laserbehandlung oder Sklerosierung hinaus. So tragen Sie aktiv zum Behandlungserfolg bei! Nützlich sind hier die folgenden vier Aspekte:
Viele Menschen scheuen den Weg zum Arzt und fragen sich, was sie selbst gegen Besenreiser tun können. Wenn die Besenreiser das Aussehen beeinträchtigen, besteht zum einen die Möglichkeit, sie mit Make-up abzudecken oder - bei Besenreisern an den Beinen - sie mit blickdichten Strumpfhosen zu kaschieren.
Darüber hinaus gibt es einige Maßnahmen, mit denen Sie die Durchblutung der Haut verbessern und dazu beitragen, neuen Besenreisern vorzubeugen. Einige Menschen probieren Hausmittel gegen Besenreiser aus. Sie wenden zum Beispiel Umschläge mit Kartoffeln oder Tomaten an. Auch pflanzliche Mittel wie Apfelessig, Arnika, Knoblauch oder Latschenkiefernöl fördern in gewissem Maße die Durchblutung. Manche Patienten setzen sie ein, um den Blutabfluss aus den Besenreisern anzukurbeln.
In der Apotheke und in Drogerien gibt es zudem verschiedene Salben, Cremes oder Kapseln mit Pflanzenwirkstoffen, wie Weinlaub-Extrakt, denen ein venenschützender Effekt zugeschrieben wird. Der in ihm enthaltene Wirkstoff Aescin stabilisiert bei vielen Patienten die Venenwände und verhindert, dass Flüssigkeit aus dem Gewebe ausströmt.
Nach der Untersuchung und der Beratung über den Eingriff wird der jeweilige Preis individuell von dem behandelnden Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie fallabhängig berechnet. Für eine erste Orientierung finden Sie hier beispielhafte Erfahrungswerte über die ungefähre Größenordnung der zu erwartenden Eingriffskosten bei einer Laserbehandlung: ab ca. 500,- Euro.
Die angegebenen Preisspannen sind mögliche Richtwerte und ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit einem qualifizierten Arzt.
Die Arztsuche beziehungsweise die Arztwahl ist für den Verlauf und das Ergebnis einer Laserbehandlung sehr wichtig. Daher sollten Sie sich genügend Zeit nehmen, um den richtigen Experten für Ihr Anliegen zu finden. Neben der Qualifikation des Arztes ist es ebenso wichtig, dass Sie ihm vertrauen und sich wohl fühlen.
Für eine zufriedenstellende und möglichst komplikationslose Behandlung sollten Sie sich unbedingt einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie anvertrauen. Er ist Spezialist auf dem Gebiet der sogenannten Schönheits-OPs. Bezeichnungen wie „Schönheitschirurg“, „Kosmetischer Chirurg“ oder „Beauty Doc“ sind hingegen nicht rechtlich geschützt und lassen somit keine verlässlichen Rückschlüsse auf die Qualifikation des Arztes zu.
Für den Facharzttitel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ ist neben dem Medizinstudium eine mindestens sechsjährige Weiterbildung notwendig. Sie umfasst sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Erfahrung durch zahlreiche Operationen unter Aufsicht von Fachexperten. Erst nach dieser Ausbildung und dem erfolgreichen Abschluss der Facharztprüfung dürfen Ärzte den Facharzttitel tragen.
Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass der Arzt Sie umfassend aufklärt und auf Ihre Fragen eingeht. Die seriöse und umfassende Aufklärung und Beratung vor ästhetisch-plastischen Eingriffen sind ein wichtiger Bestandteil.
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