Spätestens durch Romy Schneider hat die extravagante Kaiserin Sisi durch die gleichnamigen Filme in den Herzen ihrer Fans Unsterblichkeit erlangt. Nicht nur heute übt Sissi eine besondere Anziehungskraft auf Menschen aus, schon zu Lebzeiten hat sie durch ihre charismatische Aura und ihr Aussehen die Menschen in ihren Bann gezogen. Nicht umsonst galt sie als schönste Frau ihrer Zeit. Die legendär schöne Elisabeth von Österreich-Ungarn (1837-1898) fasziniert bis heute mit ihrer Haarpracht, dem schönen Gesicht und einer superschlanken Taille.
Einen Ruf, in den die Kaiserin viel investiert hat. Nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit, denn: Ihre Beauty-Routinen sollen mitunter fast den gesamten Tag eingenommen haben. Von ihren aufwendig frisierten Haare, außergewöhnlichen Gesichtsmasken, über kuriose Diäten, bis hin zu Fitness-Workouts - Sissi tat so ziemlich alles für ihre Schönheit.
Sisi war damals für ihre überlangen Haare und aufwendigen Frisuren berühmt. Die Haarpflege ist eine stundenlange Prozedur aus abgezählten Bürstenstrichen, flechten und hochstecken. Für ihre aufwändigen Frisuren hatte sie eine eigene Friseurin. Für die Haarpflege hatte die Kaiserin eine begabte junge Friseurin aus dem Wiener Burgtheater angestellt, die für ihre Herrin die berühmten Flechtkronen-Frisuren erfand. Sie zu stecken nahm täglich mehrere Stunden in Anspruch.
Fanny Feifalik ist die Friseurin und auch enge Vertraute der Kaiserin. Zwischen den beiden gibt es viel Streit. Der Alkohol im Cognac wirkt wie ein natürlicher Glanz-Booster. Drei Stunden täglich soll sie für ihre Haare aufgebracht haben, allein das Bürsten dauerte ewig.
Sisi war besessen davon, ihre einzigartige Schönheit zu bewahren. Und setzte dabei - sehr fortschrittlich - auf einen natürlichen, ganzheitlichen Ansatz mit Naturkosmetik, Ernährungsplan und viel Bewegung. Was gottgegeben wirkte, war tatsächlich auch das Ergebnis eiserner Disziplin.
Neben der täglichen Prozedur des Kämmens verwandte sie viel Zeit auf das Waschen der Haare und die Kreation ihrer geflochtenen Frisuren. Alle 14 Tage pflegte sie ihre Haare mit einer Mixtur aus Cognac und Eigelb. Wenn alle zwei Wochen (!) die Haare gewaschen wurden, gab es eine Kur aus Cognac und Eidotter. Tatsächlich stärkt Eigelb das Haar und liefert wichtige Proteine. Gegen Spliss eine Tinktur aus Brennnesseln, Zitronenwasser und Apfelessig. Das Trocknen der Haare dauerte einen ganzen Tag.
Das Eigengewicht der Haare soll so schwer gewesen sein, dass die Kaiserin oft unter schweren Kopfschmerzen litt. Phasenweise beschert ihr ihre Haarpracht auch starke Kopfschmerzen. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie das Gewicht ihrer Haare, die bis zum Boden reichen, an manchen Tagen nicht mehr tragen kann. Dann wurde die üppige Kopfpracht auf einem eigens konstruierten Gestell befestigt, um das kaiserliche Haupt zu entlasten.
Aus ihrer Schönheit zog sie ihr ganzes Selbstbewusstsein. Das perfekte Aussehen verschaffte ihr Respekt und Anerkennung. Besonders stolz war Sisi auf ihre Haare, die ihr bis zu den Knöcheln reichten. Einmal sagte sie selber: "Ich bin die Sklavin meiner Haare."
Wie traumhaft es doch wäre, Catherine einmal mit den berühmten Sisi-Sternen im Haar zu sehen! Diese berühmte Frisur von Kaiserin Elisabeth mit den Sisi-Sternen würde auch Prinzessin Kate gut stehen.
Kaiserin Elisabeth mit ihren berühmten Sisi-Sternen im Haar.
Neben der aufwendigen Haarpflege setzte Sisi auch auf andere Schönheitsmittel und Routinen. Hier sind einige ihrer bemerkenswertesten Praktiken:
Sisi widmete einen Großteil ihres Tages ihrer Schönheitsroutine.
An ihrer schlanken Gestalt arbeitete die Kaiserin ebenso gezielt. Bei einer Größe von 1,72 Metern wog sie bis ins Alter nur zwischen 48 und 50 Kilo, ihr Taillenumfang betrug im geschnürten Zustand angeblich nie mehr als 50 Zentimeter. Zum Frühstück gab es ungesüßten Tee und zuckerreduziertes Gebäck. Mittags kamen nur etwas Fleischbrühe oder gedünstetes Rindfleisch und ein Glas Rotwein auf den Tisch. Und zum frühen Dinner gab es wieder etwas Suppe und eine kleine Portion Fleisch mit Gemüse, dazu zwei Gläser Wein. Zeigte die Waage doch mal ein paar Gramm mehr an, ging sie sofort auf Diät: sechs Orangen oder drei Tassen Kraftbrühe über den Tag verteilt. Kein gesundes Essverhalten.
Auf ihren vielen Reisen wurde das Turnprogramm durch bis zu achtstündige Spaziergänge im Sturmschritt ersetzt, bei denen ihre Hofdamen reihenweise vor Erschöpfung aufgeben mussten - nur sie nicht. Zufrieden war Sisi dennoch nie mit sich und ihrem Äußeren. Ab Mitte 30 ließ sie sich nicht mehr fotografieren und zeigte sich nie mehr ohne Schleier oder Fächer in der Öffentlichkeit. Vielleicht wäre sie weniger kritisch mit sich selbst gewesen, wenn sie gewusst hätte, wie sehr wir sie 126 Jahre nach ihrem Tod mit Filmen und Serien feiern.
Noch heute sind die Spuren von Kaiserin Elisabeth wichtig. Und zwar unter anderem für den Tourismus. Auch, wenn der Schönheitskult und die Exzentrik der österreichischen Kaiserin immer noch viele Menschen in ihren Bann ziehen, bemühen sich moderne Darstellungen zunehmend darum, die Frau hinter dem "Mythos Sissi" sichtbar zu machen.
tags: #kaiserin #elisabeth #frisur
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