Der Long Bob, auch bekannt als LOB, ist eine der angesagtesten Frisuren. Er ist einfach zu stylen und passt zu fast jedem. Bei dieser längeren Variante des Bobs sind die Haare länger als kinnlang und reichen maximal bis zum Schlüsselbein. Der Long Bob wird oft als Clavi Cut bezeichnet, abgeleitet vom englischen Wort "clavicle" für Schlüsselbein.
Der Haarschnitt sieht besonders gelungen aus, wenn die Haare vorne etwas länger sind und nach hinten kürzer geschnitten werden.
Ein moderner Long Bob
Es gibt kaum eine Gesichtsform oder Haarstruktur, zu der der Long Bob nicht passt. Wird die Trendfrisur glatt und offen getragen, wirkt das Gesicht schmaler. Ein herzförmiges oder rundes Gesicht wird dadurch stärker betont. Ein welliger LOB lässt feine Haare fülliger und eine Lockenpracht definierter aussehen. Zusätzliche Farbakzente bringen gleich mehr Plastizität und Bewegung ins Haar.
Auch wenn der Long Bob etwas mehr als ein ausgewachsener Bob ist, reicht es bei der pflegeleichten Frisur häufig schon, einfach nur Styling-Schaum oder Meersalz-Spray ins nasse Haar zu kneten. Die Hauptsache ist, dass der Schnitt fließend, schmeichelnd und weich fällt. Das gibt die Extra-Portion Lässigkeit, für den wir den Schnitt so lieben. Zudem verleihen leicht gestufte Enden dem Haarschnitt Leichtigkeit und bewahren die auf den Schultern liegenden Spitzen vor Spliss.
Hast du dich nun für einen Long Bob entschieden, solltest du dir vorher doch noch einmal eine Sache ganz genau überlegen: Würdest du in Kauf nehmen, dass du ab jetzt häufiger zum Friseur musst? Der Schnitt braucht nämlich eine besondere Zuwendung: Ist er zu lang und stößt auf die Schlüsselbeine, bekommen die Haare den charakteristischen Entenschwanz, der auf wenig Gegenliebe stößt. Der Schnitt hat von seiner Frische verloren und sieht schnell ungestylt aus. Experten schlagen hier einen Friseurbesuch alle sechs Wochen vor.
Die gute Nachricht: Ist der mittellange Bob gut geschnitten und die vordere Haarpartie etwas länger gehalten, passt der Haarschnitt auch zu jedem Business-Look. Denn die Frisur ist nicht nur trendig, sondern auch souverän lässig-elegant. Daher funktioniert der Schnitt nicht nur beim Gang ins Büro, sondern natürlich auch im abendlichen Getümmel einer Bar.
Wer kennt sie nicht, die immer gleiche Bitte, das Haar nur so kurzzuschneiden, dass man noch einen Zopf machen kann. Gerade diejenigen, die bisher nur lange Haare hatten und es gewohnt waren, ihre Haarpracht schnell in einen Messy Bun oder Ponytail zusammenzubinden, können jetzt aufatmen: Auch mit dem Long Bob ist ein Zopf noch möglich - sowohl der tiefe als auch der hohe Pferdezopf, genauso wie der Half Bun, also der halb hochgesteckte Dutt.
Aber natürlich! Die französische Variante des Long Bobs besitzt einen Pony.
Vorab gilt es aber ein paar Grundregeln zu beachten: Der Haarschnitt sollte einigermaßen simpel und realistisch umsetzbar sein. Extrem lange Haare werden besser nicht gleich auf Pixie Cut-Länge gekürzt. Für den Mikropony und ähnlich avantgardistische Schnitte, wie man sie regelmäßig auf den Laufstegen bei Maison Margiela oder Alexander McQueen sieht, geht man ebenfalls lieber zum Profi, der das Handwerk perfekt beherrscht. Ebenfalls wichtig: Die Haare sollten im trockenen Zustand und selbstredend mit einer professionellen Haarschere geschnitten werden. Außerdem hilfreich sind ein feinzinkiger Kamm und eine Sprühflasche mit Wasser oder Leave-In-Conditioner-Spray, um die Haare für einen glatten, sauberen Schnitt zwischendurch zu befeuchten.
Für schönes und gesundes Haar ist regelmäßiges Spitzenschneiden unverzichtbar. Denn sobald sich Spliss bildet und die Enden sich spalten, ist Haarbruch vorprogrammiert. Als Faustregel für eine rapunzellange Mähne gilt daher: Alle sechs Wochen sollten ein bis zwei Zentimeter ab.
Und so geht’s: Vor dem Spiegel die Haare etwas anfeuchten, gut durchbürsten und am oberen Hinterkopf mittig zu einem Pferdeschwanz zusammenbinden. Das Ende des Zopfes mit einer Hand nach oben halten, während die andere Hand das Zopfgummi so weit zu den Spitzen zieht, bis noch ein bis zwei Zentimeter Haar zu sehen sind. Den Zopf weiter straff nach oben halten, während das untere Stück gerade abgeschnitten wird. Für weichere Stufen anschließend mit der Schere vertikal in kurzen Bewegungen die Spitzen ausfransen. Zopfgummi öffnen, Haare durchschütteln, fertig.
Anleitung zum Haare selber schneiden
Für längeres Haar gibt es noch eine zweite Option: Mit einem Stielkamm einen Mittelscheitel bis hinunter zum Nacken ziehen, das Haar in zwei Hälften teilen und diese über die Schultern nach vorne legen. Nun die Spitzen zwischen Zeige- und Mittelfinger nehmen und unterhalb davon eine gerade Linie abschneiden. Auf der anderen Seite wiederholen und zwischendurch kontrollieren, ob beide Hälften auch exakt die gleiche Länge haben.
Wer mutiger ist, geht über das Spitzenschneiden hinaus und kürzt ein paar Zentimeter mehr bis zum Lob, die Abkürzung für Long Bob. Diese Haarlänge streift gerade so die Schultern und das Schlüsselbein, was extrem sexy wirkt. Dafür die Haare im Nacken zum Pferdeschwanz binden und das Zopfgummi ein paar Etagen tiefer herunterziehen, bis es auf der gewünschten Bob-Länge sitzt. Jetzt die Haare unterhalb des Zopfgummis auf einer Linie abschneiden. Etwas softer wird der Schnitt, wenn man dabei den Kopf leicht nach unten beugt und die Schere dann im 90 Grad-Winkel ansetzt.
Der Pony sollte ebenfalls im trockenen Zustand geschnitten werden, denn: Schneidet man ihn als Amateur nass, ziehen sich die Haare meist unberechenbar nach oben. Und nichts schlimmer als ein zu kurz geratener Pony, wenn nicht ausdrücklich ein Mikropony gewünscht ist. So geht’s: Jegliches Pony-ferne Haar straff nach hinten binden und mit einem Kamm die Vorderpartie gerade nach unten ziehen. Für die perfekte Pony-Länge gilt: Die äußeren Strähnen befinden sich ungefähr auf Höhe der äußeren Augenwinkel. Die Haarpartie darunter wird zwischen Zeige- und Mittelfinger eingeklemmt und um millimeterweise ausgefranst. Natürlich mit etwas Abstand zum Gesicht, schließlich sollen die Augenbrauen nicht abgeschnippelt werden.
Und wie gelingt es, dass der Schnitt nicht aussieht, als würde man die kurz geschnittenen Haare wieder lang wachsen lassen? Wir zeigen dir, wie du den Haarschnitt zu deiner Gesichtsform passend stylst und was es noch zu beachten gilt.
1. Abgesehen davon, dass ovalen Gesichtern fast jeder Haarschnitt steht, umspielen die langen Stufen hier das Gesicht zusätzlich harmonisch und kaschieren auch einen niedrigen Haaransatz. Für eine elegante Trendfrisur werden die Naturwellen mit dem Glätteisen gebändigt, das lässt Bob-Frisuren elegant und länger wirken. Damit das Haar glänzt und gesund bleibt, aber unbedingt einen Hitzeschutz verwenden. Wenn es lieber der Wuschel-Look sein soll, die Haare an der Luft trocknen lassen und ihnen Textur durch einen flüssigen Festiger geben. Einen spannenden Twist bringen Highlights im Lob. Sie können dein Gesicht zusätzlich in Szene setzen und unterstreichen den Haarschnitt.
2. Diese kürzere Lob-Variante mit Pony umschmeichelt runde und kantige Gesichter. Die Spitzen auf Schulterlänge, das Deckhaar kräftig durchgestuft: Das nimmt die Schwere aus dickem Haar und lässt es locker fallen. Den lässigen Look kreierst du mit einzelnen Strähnen, die sich subtil bemerkbar machen. Mit dem Glätteisen lassen sich die leichten Beach Waves schnell stylen: Dafür einzelne Strähnen herausnehmen und jeweils durch das Glätteisen ziehen. Dabei das Glätteisen drehen und die Strähne hindurchgleiten lassen. Eine glatte Textur ist hier von Vorteil. Verwende daher so wenig Stylingmittel wie möglich, aber unbedingt einen Hitzeschutz für deinen Lob. Wer es nicht ganz so wild mag, kann den Haarschnitt auch sleek stylen. Stylinghelfer sind dann das Glätteisen oder die Paddle Brush, über die du die Haare ganz glatt zur Trendfrisur föhnen könnt.
3. Dieser Stufen-Haarschnitt schummelt selbst in feines Haar ganz viel Volumen. Den überlangen Pony musst du nicht, wie hier, im Gesicht tragen - andererseits durchbricht er so optisch (und schmeichelnd) die Länge des Gesichts. Zur Seite oder hinters Ohr gestylt, passt er aber auch toll zum Lob.
4. Wer Locken und damit auch viel Textur hat, kann den Lob ebenfalls gut tragen, denn er lässt den Haaren noch genug Schwung, sich zu kringeln. Wichtig beim Haarschnitt: Im nassen Zustand muss der Profi ein paar Zentimeter draufrechnen und tiefer abschneiden. Sonst wird aus dem Lob schnell ein kinnlanger Bob. Mit etwas Öl verfeinerst du zudem die Textur deiner Haare und gibst der Trendfrisur noch mal extra Glanz und Schwung.
5. Toll sieht auch der Gringe aus, ein Haarschnitt, den Alexa Chung berühmt gemacht hat. Bei dieser Variante des Lobs sind die vorderen Deckhaarsträhnen so kurz gestuft, dass es aussieht wie ein herausgewachsener Pony - "grown out fringe" (daher auch der Name, die Abkürzung "Gringe").
6. Lea Naumann zeigt, wie toll ein schulterlanger Lob mit Vollpony aussehen kann. Die Haare trägt sie bis knapp über die Schultern. Der Pony geht kaum über die Augenbrauen hinaus. Mit den passenden Accessoires und roten Lippen entsteht ganz mühelos ein Moment von "French Chic".
7. Jeanne Damas trägt ihren Long Bob mit Curtain Bangs. Die Längen leicht gewellt, den Pony lässig an den äußeren Kanten der Augenbrauen vorbei gelegt und der Look sitzt. Mehr Volumen für feines Haar: Das gelingt mit Long Bob und Curtain Bangs. Ein zweites Beispiel für einen glatten Long Bob mit Curtain Bangs siehst du hier. Die schulterlangen Haare werden mit einer Rundbürste nach innen geföhnt. Die Pony-Strähnen legen sich harmonisch darüber und erzeugen einen weichen Übergang.
Das Styling ist nicht immer gleich. Hier lohnt es sich nämlich, das gezielt auf die Haarstruktur anzupassen. Der Lob-Haarschnitt ist eindeutig etwas für Menschen mit wenig Zeit und wenig Platz im Badschrank: Das Styling erfordert wenig Aufwand und viele Produkte braucht es auch nicht.
1. Du hast feines Haar, das schnell platt liegt? Dieser Haarschnitt ist der passende für dich, weil seine Stufen für Extra-Volumen sorgen. Wer noch mehr Fülle will, kann mit speziellen Föhnsprays mehr Grip am Ansatz erzeugen oder eine Portion Schaumfestiger mit den Fingern im Haar verteilen. Das gibt der Trendfrisur zusätzlich mehr Textur, was ideal zum Stylen ist. Mit dem Föhn danach alles kurz über eine Rundbürste ziehen (besonders die Ansätze dabei senkrecht von der Kopfhaut weghalten), das gibt dem Haar mehr Fülle. Am Schluss noch Kaltluft draufpusten - dann hält die Trendfrisur besser und glänzt schön.
2. Longbobs funktionieren auch bei gewellten Haaren. Damit der Look nicht bauschig wirkt, die Wellen am besten definieren. Das funktioniert mit etwas Locken-Mousse: ins feuchte Haar geben und trocknen lassen. Die Mousse kann auch zum Nacharbeiten auf trockenem Haar verwendet werden. Die Haare anschließend nicht mit einer Bürste, sondern mit einem grobzinkigen Kamm ordnen, damit sie nicht aufplustern.
3. Einen ganz anderen Look kann man, obwohl der Schnitt derselbe ist, mit Naturlocken tragen. Wichtig ist dann aber, die Spitzen beim Haarschnitt ein paar Zentimeter länger zu lassen - "weil man die Sprungkraft der Locken berücksichtigen muss". Starke Naturlocken sind im nassen Zustand immer ein paar Zentimeter länger, erst recht, wenn man sie zum Schneiden gerade zieht. Beim Trocknen kringeln sie sich dann wieder in die Korkenzieherlage zurück. Auch die Silhouette ist bei Locken zu beachten: "Man will ja gerade bei krausem Haar einen eher länglichen, ovalen Schnitt als einen runden". Deshalb die Stufen nicht zu weit oben am Kopf beginnen und möglichst auch im unteren Viertel das Volumen reduzieren. Zum Styling kommt am besten ein Hitzeschutzspray zum Einsatz, um die empfindlichen Locken nicht auszutrocknen. Dann verlieren sie nämlich schnell ihre Sprungkraft.
4. Haar, bei dem sich nicht einmal der Hauch einer Welle zeigt, profitiert von einem Textur-Spray, mehr braucht es gar nicht für das Styling vom Lob. "Das ist das Gute an diesem Schnitt: Er ist so unkompliziert, und das Haar fällt ganz von selbst", sagt Stefan M. Pauli vom Münchner Friseursalon. Also: Das Spray aus etwa 20 Zentimetern Entfernung von unten ins Haar sprühen, mit gespreizten Fingern reingreifen und ein paarmal hin und herwinken - fertig.
Beim langen Bob mit Pony brauchst du deinem Friseur oder deiner Friseurin eigentlich nur zu sagen, dass du dir einen Long Bob wünschst. Er soll durchgestuft sein, mit langer, schräger Ponypartie. Die Spitzen sollen höchstens bis zum Schlüsselbein gehen.
Falls du dich fragst auf welche Seite der Pony soll: Die Profis werden schnell sehen, auf welche Seite der (über-)lange Pony muss, und allenfalls fragen, wie stark die Stufen sein sollen.
Top-Friseur Stefan M. Pauli hat einen Tipp. Der Chef vom Münchner "Salon Pauli" hat schon für den Laufsteg gestylt - unter anderem bei Escada Sport, Marcel Ostertag und Kaviar Gauche - und weiß, wie er die perfekte Länge findet: Er lässt seine Kund:innen aufstehen.
Wichtig: Der Long-Bob ist weder eindeutig kurz noch ganz klar lang, aber lang genug, um noch einen Zopf machen zu können. Auch Hochsteckfrisuren wie ein Knoten oder der "French Twist" halten mit der entschieden unentschiedenen Länge gut.
Sie möchten sich mit der Schere an Ihren Haaren selbst versuchen? Mit der richtigen Anleitung, dem passenden Equipment und etwas Mut ist das oft kein Problem. Wir erklären Ihnen die wichtigsten DIY-Haarschnitte Schritt für Schritt.
Beachten Sie: Vor allem glatte Haare können Sie in feuchtem Zustand einfacher und präziser schneiden. Jedoch ziehen sich die Haare im trockenen Zustand noch ein bisschen nach oben und werden kürzer. Hier erfahren Sie mehr dazu, ob Sie Ihre Haare trocken oder feucht schneiden sollen.
Die Fachkraft beim Friseur schneidet für einen geraden Haarschnitt die langen oder mittellangen Haare meist u-förmig, wobei die vorderen Strähnen minimal kürzer sind als die hinteren Haare. So können Sie das zu Hause nachmachen:
Wichtig ist, dass Sie während des Schneidens immer wieder die einheitliche Länge überprüfen. Dafür ziehen Sie mit den Fingern auf beiden Seiten die geschnittenen Strähnen straff nach unten.
Schulterlanges Haar ist vielseitig und erfordert einen präzisen Schnitt, um den gewünschten Look zu erzielen. Folgen Sie diesen Schritten, um Ihre schulterlangen Haare selbst zu schneiden.
Ein Stufenschnitt verleiht dem Haar Volumen und Bewegung. Mit etwas Geschick schaffen Sie das auch zu Hause. Diese Anleitung hilft Ihnen dabei:
Im Gegensatz zu den unteren Partien, wird das Deckhaar automatisch kürzer, da es den kürzeren Weg zum Pferdeschwanz hat. Die unteren Haare bleiben länger und so entsteht ein dezenter Stufenschnitt.
Kurze Haare bieten viele Styling-Optionen und erfordern präzises Schneiden, um den gewünschten Look zu erzielen. Hier sind die Schritte, um kurze Haare selbst in Form zu bringen.
Unsere Haare sind besonders anfällig für Spliss, je länger sie werden. Damit sich Ihr Haar nicht bis zum Ansatz spaltet, sollten Sie den Spliss alle vier bis sechs Wochen schneiden.
Es kann eine gute Erfahrung sein, sich die Haare selber zu schneiden. Es birgt aber auch einige Fallstricke. Um unerwünschte Ergebnisse zu vermeiden, sollten Sie die häufigsten Fehler kennen und wissen, wie Sie sie umgehen.
Das Selberschneiden der Haare ist eine verlockende Möglichkeit, Geld zu sparen und kreativ zu sein. Doch ist diese Methode für jede Frau geeignet? Hier sind einige Punkte, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können:
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