Lafamme und seine möglichen Nebenwirkungen: Ein besonderer Blick auf Haarausfall

Lafamme ist ein Kombinationspräparat zur Hormonersatztherapie (HRT), das bei Frauen nach der Menopause zur Behandlung von Symptomen wie Hitzewallungen eingesetzt wird. Es enthält zwei Arten von weiblichen Geschlechtshormonen: Estradiol und Dienogest. Wie alle Arzneimittel kann auch Lafamme Nebenwirkungen haben, die jedoch nicht bei jeder Frau auftreten müssen. In diesem Artikel werden wir uns speziell mit der möglichen Nebenwirkung Haarausfall im Zusammenhang mit der Einnahme von Lafamme beschäftigen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Anwendung einer HRT mit Risiken verbunden ist, die bei der Entscheidung, ob eine HRT begonnen bzw. fortgesetzt wird, berücksichtigt werden müssen. Vor Beginn (bzw. Wiederaufnahme) einer HRT wird Ihr Arzt Sie zu Ihrer Krankengeschichte und auch die Ihrer nahen Verwandten befragen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn jemals irgendeine der folgenden Erkrankungen bei Ihnen aufgetreten ist, da diese Erkrankungen unter einer Therapie mit dem Präparat wieder auftreten oder sich verschlechtern können. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie Ihren Arzt öfter für Kontrolluntersuchungen aufsuchen.

Mögliche Nebenwirkungen von Lafamme

Wie alle Arzneimittel kann auch Lafamme Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind:

  • Unerwartete menstruationsähnliche Blutungen
  • Empfindlichkeit der Brust
  • Brustschmerzen

Unerwartete menstruationsähnliche Blutungen treten während der ersten Behandlungsmonate mit dem Arzneimittel auf. Sie sind gewöhnlich zeitlich begrenzt und verschwinden in der Regel mit fortgesetzter Behandlung. Falls nicht, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

Häufige Nebenwirkungen (Kann bis zu 1 von 10 Patientinnen betreffen):

  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Müdigkeit, Angst, depressive Stimmung
  • Hoher Blutdruck, Verschlechterung eines bestehenden Bluthochdrucks
  • Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Leberenzymveränderung (Gamma-GT-Erhöhung)
  • Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, Entzündungen des äußeren Genitals (Vulvovaginitis), Brustschwellung
  • Hitzewallungen
  • Änderung des Körpergewichtes, Pilzinfektion

Gelegentliche Nebenwirkungen (Kann bis zu 1 von 100 Patientinnen betreffen):

  • Schlaflosigkeit, Nervosität
  • Venenentzündung, Blutgerinnsel in den Venen (Beinschmerzen), Venenschmerzen
  • Verstopfung, geblähter Bauch (Blähungen), Magenschleimhautentzündung
  • Vermehrtes Schwitzen, Haarausfall, verschiedene Hauterkrankungen, wie z. B. Hautausschlag (Exanthem), Ekzem (Juckflechte), akneähnliche Hautentzündung (Dermatitis), Akne
  • Veränderungen des Scheidenausflusses (vaginale Sekretion), knotige Gewebeveränderungen der Brust mit Zystenbildung (fibrozystische Erkrankung)
  • Allergische Reaktionen
  • Flüssigkeitsansammlung in den Beinen (Beinödeme), veränderte Blutfettwerte, Erhöhung der Blutzuckerwerte, Veränderung des Geschlechtstriebes, Muskelkrämpfe, Blutarmut (Anämie)

Seltene Nebenwirkungen (Kann bis zu 1 von 1.000 Patientinnen betreffen):

  • Depression
  • Sehstörungen
  • Herzklopfen
  • Verdauungsstörung (Dyspepsie), Veränderungen der Leberenzyme
  • Vergrößerung bestehender gutartiger Gebärmuttergeschwülste (Myome)
  • Erhöhter Appetit

Haarausfall als mögliche Nebenwirkung

Haarausfall wird als gelegentliche Nebenwirkung von Lafamme aufgeführt, was bedeutet, dass er bei bis zu 1 von 100 Patientinnen auftreten kann. Es ist wichtig zu beachten, dass Haarausfall viele Ursachen haben kann, und nicht jeder Haarausfall, der während der Einnahme von Lafamme auftritt, muss zwangsläufig mit dem Medikament in Verbindung stehen. Andere mögliche Ursachen für Haarausfall sind:

  • Genetische Veranlagung
  • Stress
  • Ernährungsmängel
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Bestimmte Medikamente

Wenn Sie während der Einnahme von Lafamme Haarausfall bemerken, ist es ratsam, dies mit Ihrem Arzt zu besprechen. Er kann andere mögliche Ursachen ausschließen und gegebenenfalls eine alternative Behandlung in Erwägung ziehen.

Einige Patientinnen haben berichtet, dass der Haarausfall im Zusammenhang mit Lafamme auf das enthaltene Dienogest zurückzuführen sein könnte. Dienogest hat eine antiöstrogene Wirkung, die bei manchen Frauen zu einer Verschlechterung des Haarausfalls führen kann, insbesondere wenn bereits ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt besteht.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Erfahrungen mit Lafamme und Haarausfall individuell unterschiedlich sein können. Einige Frauen berichten von einer Verbesserung ihres Haut- und Haarbildes durch die Einnahme von Lafamme, während andere unter Haarausfall leiden.

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

Was tun bei Haarausfall unter Lafamme?

Wenn Sie unter Haarausfall leiden, während Sie Lafamme einnehmen, gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können:

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Ihr Arzt kann andere mögliche Ursachen für den Haarausfall ausschließen und Ihnen gegebenenfalls eine alternative Behandlung empfehlen.
  2. Überprüfen Sie Ihre Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen, die für das Haarwachstum wichtig sind, wie z. B. Biotin, Eisen und Zink.
  3. Vermeiden Sie Stress: Stress kann Haarausfall verstärken. Versuchen Sie, Stress abzubauen, z. B. durch Entspannungsübungen oder Sport.
  4. Verwenden Sie schonende Haarpflegeprodukte: Vermeiden Sie aggressive Shampoos und Stylingprodukte, die das Haar schädigen können.
  5. Erwägen Sie eine alternative Behandlung: In einigen Fällen kann eine alternative Behandlung, wie z. B. eine andere HRT oder eine spezielle Haarausfallbehandlung, in Erwägung gezogen werden.

Wichtige Hinweise zur Einnahme von Lafamme

  • Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit etwas Wasser.
  • Sie können das Arzneimittel unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie das Arzneimittel einnehmen sollen. Die empfohlene Dosis beträgt täglich eine Tablette, möglichst zur gleichen Zeit. Beginnen Sie mit Ihrer nächsten Monatspackung an dem Tag, der auf die Einnahme der letzten Tablette aus Ihrer aktuellen Packung folgt. Machen Sie keine Einnahmepause zwischen den Packungen.

Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, kann eine Überdosierung Übelkeit und Erbrechen sowie unregelmäßige Blutungen verursachen. Eine spezielle Behandlung ist nicht notwendig, suchen Sie aber Rat bei Ihrem Arzt, wenn Sie sich Sorgen machen.

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die Tablette so bald wie möglich nach, wenn seitdem weniger als 24 Stunden vergangen sind. Wenn mehr als 24 Stunden seit der vergessenen Einnahme vergangen sind, belassen Sie die vergessene Tablette in der Packung. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um das Vergessen der Tablette auszugleichen.

Wenn Sie operiert werden sollen, informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie das Arzneimittel einnehmen. Es kann erforderlich sein, das Arzneimittel etwa 4 bis 6 Wochen vor der Operation abzusetzen, um das Risiko eines Blutgerinnsels zu verringern. Fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie mit der Einnahme wieder beginnen können.

Kontraindikationen

Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein:

  • wenn Sie Brustkrebs haben oder früher hatten oder bei einem Verdacht darauf
  • wenn Sie Tumore haben, die auf Estrogene reagieren, z. B. Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) oder bei einem Verdacht darauf
  • wenn Sie irgendwelche ungeklärten Blutungen aus der Scheide haben
  • wenn Sie eine starke Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) haben, die nicht behandelt wird
  • wenn Sie ein Blutgerinnsel (Thrombose) in einer Vene haben oder früher jemals hatten, z. B. in den Beinen (tiefe Beinvenenthrombose) oder in der Lunge (Lungenembolie)
  • wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben
  • wenn Sie eine Erkrankung haben oder kürzlich hatten, die durch Blutgerinnsel in den Arterien hervorgerufen wird, wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Angina pectoris
  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben oder früher hatten, und Ihre Leberfunktionswerte sich noch nicht normalisiert haben
  • wenn Sie eine seltene Bluterkrankung haben, die als „Porphyrie" bezeichnet und vererbt wird
  • wenn Sie allergisch gegen Estradiolvalerat, Dienogest oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

Zusammenfassung

Lafamme ist ein Medikament zur Hormonersatztherapie, das zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt wird. Wie alle Medikamente kann auch Lafamme Nebenwirkungen haben, darunter auch Haarausfall. Wenn Sie während der Einnahme von Lafamme Haarausfall bemerken, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen, um andere mögliche Ursachen auszuschließen und gegebenenfalls eine alternative Behandlung zu finden. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Erfahrungen mit Lafamme individuell unterschiedlich sein können und dass nicht jeder Haarausfall, der während der Einnahme auftritt, zwangsläufig mit dem Medikament in Verbindung stehen muss.

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