Berühmte Künstler mit Schnurrbart

An kaum einem männlichen Schönheits-Accessoire scheiden sich die weiblichen Geister so sehr wie am Schnäuzer. In den 1980er Jahren hatte der Schnäuzer seine größte Zeit - doch auch heute schwören noch viele Herren auf den haarigen Balken unter der Nase. Auch so mancher Popstar trennt sich bis heute nicht von seinem Gesichtsschmuck. Denken wir an schnauzbärtige Pop- und Rockmusiker, dann fallen uns sofort einige der größten Ikonen ein. Anlässlich Freddie Mercurys haben wir eine Galerie mit den berühmtesten Schnauzbartträgern zusammengestellt.

Die Mutter der gepflegten Gesichtsbehaarung wird oft als Modeerscheinung verschrien, dabei überzeugt der Schnurrbart seit Jahrhunderten als das natürlichste Accessoire für den Mann von Welt. Auch auf der Leinwand konnte das gewisse Etwas zwischen Nasenflügel und Oberlippe so einige popkulturelle Meilensteine setzen.

Die 10 besten Schnauzer der TV- und Filmgeschichte

Schnauzer, Rotzbremse und Pornobalken: Für die schönsten Schnurrbärte der Film- und Fernsehgeschichte einfach weiterscrollen.

  1. Charlie Chaplin in 'Modern Times'

    Schnurrbart Schwarz-Weiß: Charlie Chaplin im Film-Klassiker Modern Times.

    Tipp der Redaktion: Bitte nicht nachmachen!

  2. Dennis Hopper als Billy in 'Easy Rider'

    Mit diesem Scheibenwischer auf der Oberlippe brennt aber auch gar nichts an.

    Zündet trotzdem ordentlich: Dennis Hopper in Easy Rider

  3. Tom Selleck als Magnum

    Der Name ist Programm: Tom Selleck als Magnum und dem wohl größten Schnauzer der Film- und Fernsehgeschichte

  4. Marlon Brando als Don Vito Corleone in 'Der Pate'

    Dezent, aber äußerst effektiv: Marlon Brando in Der Pate

  5. Sasha Baron Cohen als Borat

    Aus heutiger Sicht ist Borat etwas drüber.

    Doch dieses Prachtexemplar von Pornobalken, das Sasha Baron Cohen hier heranzüchtete, geht definitiv positiv in die Geschichtsbücher ein.

    Wir finden: very nice!

  6. Sam Eliott als The Stranger in 'The Big Lebowski'

    Mit diesem Stacheldrahtzaun von Oberlippenbart katapultiert sich Sam Eliott in The Big Lebowski schnurstracks in den Schnauzer-Olymp.

  7. Will Ferrell als Ron Burgundy in 'Anchorman'

    Dieser Schnauzer schaffte es sogar in die Nachrichten: Will Ferrell als Ron Burgundy in Anchorman

  8. Rami Malek als Freddie Mercury in 'Bohemian Rhapsody'

    Hommage an den musikalischsten Schnauzer aller Zeiten: Rami Malek als Freddie Mercury in Bohemian Rhapsody

  9. Ned Flanders in 'Die Simpsons'

    Heilige Maria! Dieser Schnauzer ist ein Werk Gottes: Ned Flanders in Die Simpsons

  10. Danny Trejo als Machete Cortez in 'Machete'

    Wir sind uns nicht sicher, was gefährlicher ist - Machete oder Moustache?

    Danny Trejo in Machete

Ehren-Award: Mel Brooks als Präsident Skroob/Joghurt in 'Spaceballs'

Dieses Sahnehäubchen von Schnurrbart sitzt so weit von der Oberlippe entfernt und steht damit außer Konkurrenz.

Würde man Conchita Wurst ohne Bart erkennen? Hätte Detektiv Magnum den gleichen Riecher für Verbrechen gehabt, wenn unter der Nase kein Schnäuzer gewesen wäre? Wohl kaum.

Die Prominenten mit Voll- oder Schnauzbart haben - teils schon vor Jahrzehnten - die Basis für einen Trend gesetzt, der nun überall sichtbar wird.

Junge Männer lassen reihenweise ihr Gesichtshaar stehen und suchen beim Frisör oder im Fachgeschäft nach Pflegeprodukten für den Hipster-Bart.

Handwerkzeichen, Symbole und Zier-Darstellungen

Bart mit Funktion

Dabei war der Bart nicht für jeden prominenten Träger ein Mode-Statement.

Reinhold Messer etwa dürfte von seinem Bart als Wärmespeicher profitiert haben.

Der Wrestler Hulk Hogan und Schauspieler Bud Spencer konnten wohl durch das Gesichtshaar einige Schläge von Gegnern dämpfen.

Dass sie dabei einzigartig aussahen, ist aber allen prominenten Bartträgern gemein.

Salvador Dalí und sein ikonischer Schnurrbart

Der nach oben gezwirbelte Schnurrbart des spanischen Malers Salvador Dalí ist mindestens ebenso berühmt wie seine Bilder - und blieb offenbar auch über seinen Tod hinaus erhalten. Die Gerichtsmediziner, die den Leichnam Dalís in Spanien exhumierten, stellten fest, dass der weltberühmte Schnurrbart noch vollständig intakt ist.

„Sein Schnurrbart ist intakt, wären die beiden Enden Zeiger, zeigten sie 10.10 Uhr an - genau so, wie er es sich gewünscht hatte. Es ist ein Wunder“, sagte Narcís Bardalet der spanischen Zeitung „La Vanguardia“.

Das Schnurrbarthaar stand bei der Öffnung des Sarges wie von Dalí gewünscht auf "zehn Uhr zehn", teilte die Dalí-Stiftung im spanischen Figueras mit. Sein Leichnam ist laut der Bürgermeisterin des Ortes wohl insgesamt in einem guten Zustand. Marta Felip war bei der Exhumierung im Theater-Museum Dalí dabei, in dem der Maler in einer Krypta begraben liegt. "Er ist gut konserviert", sagte Felip. Dalís Leichnam war nach dem Tod des 84-Jährigen in Januar 1989 einbalsamiert worden.

"Er war mumifiziert und der Schnurrbart erhalten", berichtete der Generalsekretär der Stiftung, Lluis Peñuelas Reixach.

Lluís Peñuelas, Generalsekretär der Gala-Salvador-Dalí-Stiftung, betonte dabei erneut, wie unglücklich die Stiftung über die richterliche Anordnung sei.

„Dies war eine sehr unangenehme Situation für die Stiftung, uns hat das alles sehr traurig gemacht - und nicht nur uns, sondern viele Menschen, die Salvador Dalí geliebt haben“, zitierten spanische Medien Peñuelas.

„Aber das Wichtigste ist, dass Dalí jetzt wieder in Frieden ruhen kann.“

Während vor dem Gebäude Hunderte Journalisten und Schaulustige warteten, fand die Exhumierung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Bardelet berichtete von dem Moment, in dem der Deckel abgenommen wurde, mit dem der Sarg versiegelt ist.

„Sein Gesicht war mit einem erlesenen Seidentuch bedeckt. Beim Entfernen des Tuchs habe ich mit Freude gesehen, wie intakt sein Schnurrbart ist. Es hat mich sehr ergriffen. Man konnte auch seine Haare sehen“, sagte er.

Dalí würde demnächst zu den wenigen Menschen gehören, die dreimal bestattet würden. Einmal, als er starb, vergangene Nacht ein weiteres Mal, und wenn die entnommenen Proben zurückgebracht werden, zum dritten Mal.

Weitere skurrile Fakten über Salvador Dalí

Carsten Kollmeier: „Dalí war mit dem Erfinder des weltweit bekannten Lollis, dem Spanier Enric Bernat, befreundet. Dieser trat 1969 an den Künstler heran und bat ihn, das Logo für seine Erfindung - sein „Bonbon am Stil“ - zu entwerfen. Das Logo-Design, das einer Blume ähnelte, war Teil des großen Erfolges und wurde bis heute kaum verändert.“

Carsten Kollmeier: „Dalí liebte extravagante Auftritte! Einmal hätte ihn das fast das Leben gekostet. Er hielt einen Vortrag und trug dabei einen schweren Taucheranzug und einen Taucherhelm. Fast wäre er erstickt, kämpfte mit dem Leben. Das Publikum hielt das für Teil seiner Performance. Erst in letzter Minute konnte er gerettet werden.

Carsten Kollmeier: „Dalí liebte gutes Essen, das für ihn auch ein Ausdruck von Lust war. 1973 brachte er sein eigenes Kochbuch heraus, das er zusammen mit dem französischen Sternekoch Paul Bocuse zusammenstellte. Darin sind viele Rezepte enthalten, deren Zutaten oft für Symbole, sogenannte „Codes“ in Dalís Leben und Werk stehen. Wie zum Beispiel der Hummer, der wie der Seeigel und das Rhinozeros eine harte Schale und weichen Kern hat. Wie mir prominente Köche zu verstehen gegeben haben, sind die Rezepte heute eher nicht zum Nachkochen zu empfehlen.“

Carsten Kollmeier: „Dalí musste seinen Besuch bei seiner Frau Gala im Schloss, das er ihr geschenkt hatte, stets im Voraus anmelden. Das war ein Teil des Spiels, das die beiden über all die Jahre aufrecht erhielten. Dennoch oder gerade deshalb führten beide eine sehr glückliche Ehe, die von gegenseitigem Respekt geprägt war. Sie war seine „Gravida“, die „Göttliche“, und hat letztlich aus ihm den Künstler gemacht, den wir bis heute immer wieder neu entdecken dürfen. So dass er seine Werke oft sogar auch mit ihrem Namen unterschrieb. Sie ließen sich gegenseitig viele Freiräume in dieser Ehe. Man sagt ihr nach viele Sex-Affären gehabt zu haben - was bei Dalí eher nicht bzw. in anderer Form der Fall gewesen sein dürfte. Als Gala 1982 starb litt Dalí sehr darunter und es ging auch mit ihm bald zu Ende. Die beiden konnten nicht ohne einander leben.“

tags: #berühmte #Künstler #mit #Schnurrbart

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen