Im Jahr 2013 eroberte LONE RANGER die Kinosäle und erweckte den berüchtigten maskierten Helden mit viel Action und Humor zu neuem Leben. Verantwortlich für dieses spannende Kinoabenteuer war das kreative Dreiergespann Johnny Depp, Gore Verbinski und Jerry Bruckheimer. Für LONE RANGER haben sich erneut Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Gore Verbinski, die Schöpfer der PIRATES OF THE CARIBBEAN-Abenteuer zusammengetan und ein einzigartiges Leinwandabenteuer geschaffen.
In den Hauptrollen spielen Johnny Depp als gewitzter Indianer Tonto und Newcomer Armie Hammer als sagenhafter maskierter Rächer Lone Ranger das ungleiche Duo wider Willen. Achtzig Jahre, nachdem sie das erste Mal ins Bewusstsein der Öffentlichkeit geritten sind, gehören die klassischen Figuren von Lone Ranger und Tonto noch immer zu den festen Größen der amerikanischen Kulturlandschaft.
„Diese Figuren konnten seit ihrer Erfindung noch jede Generation für sich begeistern“, bemerkt Produzent Jerry Bruckheimer. „Ich bin in Detroit groß geworden und die Radio- und Fernsehsendungen „The Lone Ranger“ gehörten untrennbar zu meiner Kindheit, genauso wie für Millionen andere auch.“ Die ungebrochene Beliebtheit dieser amerikanischen Ikonen spiegelt sich in zahllosen Radio- und Fernsehformaten, in Kino- und Zeichentrickfilmen, Comics und Büchern sowie in Videospielen wider.
Bundesweiter Kinostart war am 8. August, ebenso wie der deutsche Kinostart.
Erstmals eroberte das Thema am 30. Januar 1933 die Radiolandschaft dank des Senders WXYZ Radio in Detroit, Michigan. George W. Trendle, der Besitzer des Senders, wünschte sich einen Western, der auch die Kinder als Zielgruppe ansprechen würde. Also erfand er eine unverdorbene, ehrliche Autoritätsfigur, zu der die Kinder aufblicken konnten. Bis 1938 verantwortete Jewell daraufhin die Regie der Hörspielreihe „The Lone Ranger“, die sich zu dem Zeitpunkt bereits zu einem landesweiten Phänomen entwickelt hatte.
Jewells Schwiegervater war der Besitzer des Camp Kee-Mo-Sah-Bee am Mullet Lake in Michigan - die sprachliche Inspiration für Tontos Spitznamen, den er seinem Freund, dem Lone Ranger verpasste (Tonto trat erstmals in Folge 11 der Serie in Erscheinung). Man geht davon aus, dass das Camp nach dem Wort „giimoozaabi“ aus der Ojibwe-Sprache benannt ist, das wahlweise mit „vertrauter Führer“ oder „Jemand, der vom üblichen Weg abweicht“ übersetzt wird.
Der Name Tonto könnte auf ein anderes Ojibwe-Wort, nämlich „N’da’aanh-too“ (sprich „Nda-on-to“) zurückgehen, das „der Wilde“ oder „verändern“ bedeutet.
Insgesamt wurden 2.956 Folgen der Hörspielreihe „The Lone Ranger“ über einen Zeitraum von 21 Jahren ausgestrahlt (die letzte Episode gab es am 3. September 1954 zu hören). Damit hielt sich das Format sogar länger als die immens erfolgreiche TV-Serie mit Clayton Moore als Titelheld sowie Jay Silverheels würdevoller Darstellung des Tonto.
Die große Beliebtheit der Helden machte sich auch in Form zweier Spielfilme bemerkbar, die unter den Titeln THE LONE RANGER („Der weiße Reiter“, 1956) und THE LONE RANGER AND THE LOST CITY OF GOLD („Der Held mit der Maske“, 1958 ) in die Kinos kamen.
Jetzt aber ist die Zeit für Johnny Depp und Armie Hammer gekommen, um Tonto und dem Lone Ranger ihren unverwechselbaren Stempel aufzudrücken. Wie bei vielen ambitionierten Projekten durchlief auch die Neufassung von LONE RANGER einen langwierigen und alles andere als geradlinigen Werdegang bis zu ihrer erfolgreichen Fertigstellung.
Doch weder Produzent Jerry Bruckheimer noch Regisseur Gore Verbinski gehören zu den Leuten, die sich leicht von einem Vorhaben, das ihnen am Herzen liegt, abbringen lassen, „Wir wussten, dass die Zeit für eine Wiedergeburt des LONE RANGER und des gesamten Western-Genres gekommen war. Es war wie damals, als wir bei der Entwicklung der PIRATES-OF-THE-CARIBBEAN-Kinofilme vor einem Jahrzehnt das Gefühl hatten, Piratenfilme hätten einen Neustart verdient. Schließlich hat das Publikum sich nicht ohne Grund jahrzehntelang für diese Figuren und Genres begeistert.
Verbinski interessierte die Regie bei LONE RANGER nur unter der Prämisse, die klassische Geschichte auf völlig neue Weise erzählen zu dürfen. „Als Fan der Originalserie“, verdeutlicht Verbinski, „wird man sicherlich von unserem Film überrascht sein. Denn die Story, die alle kennen, erzählen wir hier nicht! Unsere Geschichte ist aus Tontos Perspektive erzählt, ganz so wie „Don Quixote“ aus Sancho Panzas Sicht erzählt wird.
Als Autoren mit unverstelltem Blick auf die legendäre Geschichte heuerten die Filmemacher das brillante Schreiber-Duo Ted Elliott und Terry Rossio an, die schon die ersten vier PIRATES-OF-THE-CARIBBEAN-Abenteuer ersonnen hatten.
„Es geht um die Wandlung von John Reid hin zum Lone Ranger“, erklärt Produzent Jerry Bruckheimer die Handlung, „eingerahmt von einer Tragikomödie, die sich zwischen zwei Figuren von völlig unterschiedlicher Herkunft entwickelt. Zu Beginn der Story kommen die beiden überhaupt nicht miteinander klar und entwickeln erst im Verlauf ihrer gemeinsamen Erlebnisse eine Art fragile Freundschaft. Unsere Version ist spannend, aufregend, dramatisch, witzig, spektakulär und emotional.
Bruckheimer freute sich immens über die Zusage seines PIRATES-Partners Gore Verbinski bei LONE RANGER. „Gore gehört zu den absoluten Ausnahmeregisseuren, er besitzt alle Fähigkeiten, die es braucht. Es gibt viele Regisseure, die Komödien drehen können, aber keine Actionfilme, oder eben diejenigen, die nur auf Action spezialisiert sind“, erklärt Bruckheimer. „Gore hingegen ist einer der wenigen, die im Actionbereich genauso zuhause sind wie im Drama, in Komödien oder Zeichentrickfilmen - und das alles auf höchstem Niveau! Er arbeitet in Bildern und scheut keine Mühen, um noch nie zuvor gesehene Szenen zu erfinden.
Johnny Depp entwickelte schon früh Interesse daran, die Figur des Tonto in LONE RANGER zu spielen. Damals war das Projekt noch nicht mehr als eine Idee von Jerry Bruckheimer und alles andere als ausgereift. Wie es für den Superstar typisch ist, hielt es Depp für die beste Methode, das Projekt in Gang zu bringen, indem er sich zunächst einmal in Tonto verwandelte.
Natürlich ist Johnny Depp ein Meister der Verwandlung, darüber hinaus auch ein brillanter Charakterdarsteller und einer von Hollywoods beliebtesten Darstellern, die allein einen Film tragen können. „Johnny Depp erschafft erstaunliche Figuren, unabhängig davon, in welchem Film er sie darstellt“, schwärmt Jerry Bruckheimer von seinem Star. „Sein Tonto unterscheidet sich von allen Vorgängerversionen dieser Figur. Er sieht nicht nur völlig anders aus, sondern hat auch eine ganz andere Aura und Ausstrahlung.
Depp hatte ganz konkrete Vorstellungen davon, wie er Tonto spielen wollte. Er erinnert sich gut, wie er als Kind Wiederholungen der populären TV-Serie sah, und verspricht, dass sein Tonto nicht nur ein Handlanger des Lone Ranger, sondern sein ebenbürtiger Partner sein und sein indianisches Erbe als Krieger von großer Würde ehren werde.
„‚The Lone Ranger’ gehörte zu den Programmen, die man damals als Kind anschaute. Ich war da keine Ausnahme und identifizierte mich dabei immer mit Tonto“, erinnert sich Depp. „Und obwohl ich damals noch so jung war, fragte ich mich, warum dieser Indianer nur die zweite Geige spielte. Es ging gar nicht darum, dass der Lone Ranger besonders respektlos mit Tonto umging. Vielmehr dachte ich nur, warum gerade er der Mann sein müsse, der dies und das tun oder erledigen müsse? Warum war er nicht der Held dieser Geschichte? Diese Frage habe ich mir also schon immer gestellt. Zumal mir schon als Kind gesagt wurde, dass in unserer Familie indianisches Blut fließt…keine Ahnung wie viel - vielleicht nur sehr wenig, ich weiß es nicht genau. Deshalb wollte ich diese Figur nicht als treuer Helfer des Lone Ranger verkörpern, sondern als Krieger von großer Integrität und Würde.
Nachdem Johnny Depp als Besetzung von Tonto von Beginn an feststand, suchten die Filmemacher nach dem perfekten John Reid alias Lone Ranger. Schnell kristallisierte sich für Jerry Bruckheimer und Gore Verbinski heraus, dass die begehrte Rolle dem unglaublich talentierten und gleichermaßen gut aussehenden Schauspieler Armie Hammer wie auf den Leib geschneidert schien.
Regisseur Verbinski beschreibt seinen Helden folgendermaßen: „Sobald man Armie kennenlernt, merkt man schnell, dass er keinen Funken Zynismus oder Verdorbenheit in seinem Körper hat. Armie blickt mit einem umfassenden, blinden Optimismus auf die Welt.
„Armie ist zunächst einmal vor allem ein großartiger Typ“, beschreibt Depp seinen Kollegen und dann auch die Zusammenarbeit mit ihm. „Er ist sehr smart, hat eine schnelle Auffassungsgabe, ist sehr witzig, clever und überaus talentiert. Er hat großes Engagement gezeigt, den Lone Ranger als ernsthaften, aber naiven Weißen zu verkörpern - und dieser Ansatz war genau richtig. Armie ist ein junger Schauspieler, der gerade richtig Karriere macht. Er sieht nicht nur aus wie ein Filmstar, sondern bringt auch das nötige Talent als Fundament dafür mit. Er hat sich voll und ganz dieser Rolle verschrieben, diese Figur perfekt verkörpert und auch den Humor dabei nicht vergessen. Nie wollte er den Lone Ranger sozusagen als ‚coolen Typen’ anlegen.
Die anderen Besetzungsmitglieder von LONE RANGER gehören zu den Besten ihres Fachs. Tom Wilkinson etwa, in der Rolle des Eisenbahnpioniers und Geschichtshelden Latham Cole, zählt zu den versiertesten und vielseitigsten Schauspielern Großbritanniens.
William Fichtner übernahm die Rolle des Outlaws Butch Cavendish, Lone Rangers Erzfeind und für die Fans der Legende ein alter Bekannter. Über die Jahre hat sich Fichtner mit seiner Vielseitigkeit und Bandbreite einen bemerkenswerten Ruf erspielt. In seinem Make-up als Cavendish ist er fast unkenntlich, trotzdem fand Fichtner einen menschlichen Kern in seiner Rolle, der über das monsterhafte hinausgeht.
Emmy®-Preisträger Barry Pepper schlüpft in die Rolle des Captain Fuller. Als Vorbereitung für seine Rolle und die Dreharbeiten beschäftigte sich Pepper mit so berühmten ‚Indianerkämpfern‘ des ausgehenden 19. Jahrhunderts wie George Armstrong Custer, Ranald Mackenzie und Phillip Sheridan. „Sie alle waren dominante, egozentrische Männer, die große Töne über ihre grandiosen Pläne spuckten. Und auch bei Fuller sieht man seine Wahlansprachen und Slogans quasi in seinem Kopf herum spuken.
Der Plan der Filmemacher, die bestmöglichen Schauspieler für die jeweiligen Rollen zu finden, ging auch bei der Wahl des gebürtigen New Yorkers James Badge Dale auf. Dale spielt den Texas Ranger Dan Reid, dessen harsche Persönlichkeit in deutlichem Kontrast zu der kultivierten, gebildeten Natur seines Bruders John steht. „Dan Reid ist Johns desillusionierter älterer Bruder“, erzählt Dale von seiner Rolle. „Dan sieht die Welt in allen möglichen Grauschattierungen und wäre vielleicht in einer anderen Welt, zu einer anderen Zeit, auf die schiefe Ebene geraten.
Die Britin Ruth Wilson gibt mit LONE RANGER ihr amerikanisches Filmdebüt. „Als Ruth zum Vorsprechen kam, hat es uns fast umgehauen“, schwärmt Verbinski. „Sie kann besser spielen als die meisten anderen und hat dieses gewisse Etwas in ihren Augen. „Die Arbeit an LONE RANGER war wortwörtlich ‚episch‘“, erinnert sich Wilson. „Die Größe der Produktion, die Landschaft, die talentierten Schauspieler überall. Es ist ein Western zwischen absurdem Witz und todernster Dramatik und all das vor dem Hintergrund einer faszinierenden Phase der amerikanischen Geschichte.
Auch Helena Bonham Carter hatte gute Gründe dafür, die Rolle der Red Harrington zu übernehmen: „Ich wollte den Film machen, weil man mir noch nie zuvor angeboten hatte, eine Südstaaten-Madam mit Holzbein zu spielen“, freut sich die zweifach Oscar®-nominierte Darstellerin. Zu den weiteren Anreizen zählte mit Sicherheit auch die Gelegenheit, erneut neben ihrem guten Freund Johnny Depp zu spielen, mit dem sie bereits an fünf anderen Produktionen gearbeitet hatte. Bonham Carter beschreibt die auffällige, dramatisch frisierte Red mit ihrem geschnitzten Bein als „Besitzerin eines exotischen, mobilen Etablissements. Red folgt dem Eisenbahnbau, denn sie macht ihr gesamtes Geschäft mit den Arbeitern.
Die vielen Nebenrollen von LONE RANGER wurden nach einem langwierigen Castingprozess mit amerikanischen und internationalen Darstellern besetzt. Zwei erfahrene Kreative wurden für die Darstellung von Komantsche-Kriegern ausgewählt, die vor einer unsicheren Zukunft stehen: Saginaw Grant ist ein sehr respektierter Schauspieler/Lehrer/Aktivist, dessen indianische Wurzeln auf das Volk der Sauk und der Fox in Iowa sowie auf den Stamm der Oto in Missouri, der zur Sprachfamilie der Sioux gehört, zurückgehen. Er übernimmt die Rolle von Chief Big Bear, dem trotz seines fortgeschrittenen Alters und des Eindringens der Eisenbahn in das Gebiet der Komantschen großer Respekt entgegengebracht wird.
Sowohl die Darsteller als auch die Statisten von LONE RANGER mussten die Erfahrung machen, dass jeder, der auf der Leinwand einen Cowboy, Revolverhelden oder Arbeiter im Eisenbahnbau darstellen wollte, zunächst einmal wieder zur Schule gehen und anständig ausgebildet werden musste.
| Rolle | Schauspieler |
|---|---|
| Tonto | Johnny Depp |
| Lone Ranger | Armie Hammer |
| Latham Cole | Tom Wilkinson |
| Butch Cavendish | William Fichtner |
| Captain Fuller | Barry Pepper |
| Dan Reid | James Badge Dale |
| Red Harrington | Helena Bonham Carter |
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