Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Eine Kopfmassage soll das Haarwachstum anregen können. Doch stimmt es wirklich? Wir haben uns für dich schlau gemacht. Lies hier, was das Massieren der Kopfhaut tatsächlich gegen Haarausfall bewirken kann - und wie du eine Kopfhautmassage für dichteres Haar richtig durchführst.
Kopfhautmassagen sind ein Paradebeispiel dafür, wie sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden lässt. Das Massieren der Kopfhaut sorgt für Entspannung, lindert Stress, steigert das Wohlbefinden und wirkt positiv auf das Haarwachstum. Dass das kein Mythos ist, bestätigt die Wissenschaft. Studien zeigen, dass Kopfmassagen Haarausfall reduzieren [1]und das Haarwachstum anregen [1] können, gegen Stress als Ursache von Haarverlust wirken, da sie das Stresshormon Cortisol senken [2], sowie für dickeres, volleres Haar sorgen können [3]. Auch gegen Kopfschmerzen und Migräne sind Kopfhautmassagen ein wahres Wundermittel [4].
Das möchtest du genauer wissen? Auf welche Weise das Massieren der Kopfhaut für eine volle Löwenmähne sorgt - und wie du Kopfmassagen am besten in deine Routine integrierst, liest du jetzt. Eine Kopfhautmassage kann das Haarwachstum anregen, Haarausfall reduzieren und für volles Haar sorgen.
Dafür, dass Kopfhautmassagen einfach guttun, brauchen wir keinen Beweis. Schließlich kennen wir alle das wohlig-angenehme Gefühl, wenn uns während der Haarwäsche im Friseursalon leicht der Kopf massiert wird. Aber - wie können Kopfmassagen das Haarwachstum anregen und Haarausfall hemmen? Das verrät uns ein Blick auf die aktuelle Studienlage.
Kopfhautmassagen lindern erblich bedingten Haarausfall. Diesen Schluss lässt eine 2019 veröffentlichte Studie an über 300 Männern mit anlagebedingtem Haarausfall (androgenetischer Alopezie) zu. Die Versuchsteilnehmer massierten ihre Kopfhaut über einen Zeitraum von sechs Monaten zweimal täglich für durchschnittlich 11 bis 20 Minuten. Ein Aufwand, der sich lohnte: Fast 70 % der Versuchsteilnehmer stellten fest, dass sich ihr Haarwachstum verbessert und der Haarverlust gelindert werden konnte [1].
Wie genau die Massagen das Haarwachstum anregen, ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird, dass sie Wundheilungsprozesse anregen, die den Wachstumszyklus der Haare beeinflussen. Auch das Lindern von Spannungen in der Bindegewebsschicht, die unter den Haarfollikeln liegt, wird als Wirkmechanismus von Kopfmassagen diskutiert.
Du wünschst dir nicht nur mehr Haare und weniger Haarausfall, sondern auch eine dickere Haarpracht? Wenn du etwas Geduld mitbringst, kannst du dir mit Kopfhautmassagen auch diesen Wunsch erfüllen. In einer kleinen Langzeitstudie wurden die Effekte einer täglichen, 4-minütigen Kopfmassage bei Versuchsteilnehmern ohne Haarausfall gemessen. Das Ergebnis: Am Ende des Versuchszeitraums von sechs Monaten hatten die Probanden dickeres Haar, als zu Beginn der Untersuchung [3].
Die Autor*innen der Studie vermuten, dass die Massage den Blutfluss der Kopfhaut anregt. Da das Massieren die dermalen Papillen (eine Art zentrale Steuerungseinheit des Haarfollikels) stimuliert, verbessert es die Versorgung der Haarfollikel mit Mikronährstoffen. Wusstest du, dass hinter Haarausfall auch ein Nährstoffmangel stecken kann? Achte auf eine ausgewogene Ernährung, die dir alle wichtigen Haarvitamine und Nährstoffe wie Zink, Selen, Biotin, Folsäure, Eisen und Vitamin C liefert. Bei einem Mangel kannst du dir auch Nahrungsergänzungsmittel genauer ansehen.
In einer 2016 veröffentlichten japanischen Studie wurde untersucht, ob Kopfmassagen sich als wirksame Anti-Stress-Therapie eignen. Dazu erhielten 34 weibliche japanische Büroangestellte für einen Zeitraum von zehn Wochen zweimal wöchentlich eine 15- oder 25- minütige Massage der Kopfhaut. Die Ergebnisse der Studie zeigen: Kopfmassagen reduzieren Stresshormone wie Cortisol im Körper und tragen effektiv zum Stressmanagement bei [2].
Was das mit gesundem Haarwachstum zu tun hat? Stress kann diffusen Haarausfall verursachen und einen bestehenden Haarverlust verschlimmern, da er die Funktionen der Haarfollikel beeinflusst [5]. Stress stört den Haarwachstumszyklus, sodass die Haarfollikel verfrüht in die Ruhephase eintreten und ausfallen [5]. Übrigens: Diffuser Haarausfall (Telogen Effluvium) tritt vor allem bei Frauen auf und wird erst etwa drei Monate nach einem einschneidenden Ereignis oder extremen Stresssituationen sichtbar.
Gönnst du dir täglich eine Kopfhautmassage, unterstützt du nicht nur dein Haarwachstum, sondern schenkst dir auch ganz bewusst einen wohltuenden Entspannungsmoment. Mache deine Kopfmassage gegen Haarausfall zum täglichen Ritual - ob beim Haarewaschen, vor dem Schlafengehen oder in Verbindung mit Haarölen bleibt dabei ganz dir überlassen.
So geht’s: Knete und massiere deine Kopfhaut mit den Fingerspitzen, während du leichten Druck ausübst. Beginne an den Schläfen, arbeite dich dann zum Oberkopf vor und dehne die Massage anschließend bis zum Nacken aus. Du kannst deine Kopfhaut dabei
Die Kopfhaut kann zum Beispiel unter der Dusche beim Shampoonieren massiert werden.
Je länger, desto besser. Aber: In Studien wurden bereits nach einer Dauer von vier Minuten täglich positive Effekte auf die Dicke der Haare gemessen [3]. Bis eine Kopfhautmassage sich aufs Haarwachstum auswirkt, brauchst du etwas Geduld - doch die zahlt sich wirklich aus! In der obengenannten Studie dauerte es im Schnitt insgesamt 36 Stunden, bis die Teilnehmer sichtbare Verbesserungen bemerkten [1].
Neben der Kopfmassage gibt es noch weitere Möglichkeiten, dein Haarwachstum ganz natürlich zu unterstützen und Haarausfall zu vermeiden.
Sanftes Bürsten hilft dabei, Haarausfall zu vermeiden.
| Vorteil | Beschreibung | Studienreferenz |
|---|---|---|
| Anregung des Haarwachstums | Verbesserung des Haarwachstums und Linderung von Haarverlust bei anlagebedingtem Haarausfall | [1] |
| Dickere Haare | Erhöhung der Haardicke durch Anregung des Blutflusses und Stimulation der dermalen Papillen | [3] |
| Stresslinderung | Reduzierung von Stresshormonen wie Cortisol | [2] |
tags: #kopfmassage #haarwachstum
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